Dienstag, 19. September 2017

Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention gestartet - Schulen können sich anmelden

„Bunt statt Blau“: Sch√ľler gegen Komasaufen

Mannheim/Rhein-Neckar, 19. Februar 2014. (red/jsc) Die DAK will mit ihrer Plakataktion „Bunt statt Blau“ ein Zeichen gegen Komasaufen setzen. Die jungen Menschen sind dazu aufgefordert bunte Bilder zu malen, die vor dem Rauschtrinken warnen. Sch√∂ner Nebeneffekt dabei: Die Sch√ľler denken √ľber ihren eigenen Konsum nach. [Weiterlesen…]

Einen Liter Bier zu Mittag

Betrunken Auto gefahren …

Heddesheim, 02. Oktober 2013. (red/pol) Betrunken Auto gefahren ist am Dienstagnachmittag ein 76-j√§hriger Heddesheimer. Mit knapp einer Promille Alkohol im Blut tankte der Mann seinen Wagen. Dabei fiel er einem Zeugen auf. [Weiterlesen…]

Mann greift Partnerin erneut an

Polizeieinsatz nach Beziehungsstreit

polizei_feature11Heddesheim, 14. August 2013. (red/pol) Vergangene Dienstagnacht griff ein 54-J√§hriger seine 57-j√§hrige Lebensgef√§hrtin an. Bereits vergangenen Donnerstag wurde die Polizei zu diesem Paar gerufen, weil der alkoholisierte Mann seine Frau schlug. [Weiterlesen…]

Schläge in Gesicht und Bauch

Mann geht auf Ehefrau los

Heddesheim, 07. August 2013. (red/pol) In der Nacht zum Mittwoch schlug ein 54-j√§hriger Heddesheimer seine Ehefrau. Der Gesch√§digten gelang die Flucht vor ihrem alkoholisierten Ehemann. Nun ermittelt die Polizei wegen gef√§hrlicher K√∂rperverletzung. [Weiterlesen…]

Die Polizeidirektion Heidelberg nutzt die Social Media jetzt dauerhaft

„Facebook ersetzt keinen Notruf“

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Facebook-Seite der Polizeidirektion Heidelberg hat sich bew√§hrt. Seit Montag betreut die Pressestelle den Social Media-Auftritt dauerhaft. Im Februar war die Seite gestartet worden, um besondere Polizeieins√§tze wie Fu√üballspiele oder Abschlussfeiern von Sch√ľlern zu begleiten. Die Beamten wollen Facebook ab sofort zur Vorbeugung gegen Straftaten und zur Zeugensuche nutzen. Den Notruf 110 oder die pers√∂nliche Anzeigenerstattung ersetzt die Seite aber nicht. [Weiterlesen…]

Auffällig viele Verwarnungen

Polizei f√ľhrt verst√§rkt Kontrollen durch

Ein Viertel aller kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge erhielten Verwarnungen.

 

Ladenburg, 03. Februar 2012. (red/pol) Die Polizei kontrollierte Donnerstagnacht im Revier Ladenburg 80 Fahrer und Fahrzeuge. Insgesamt 19, also ein Viertel aller Kontrollen f√ľhrten zu Beanstandungen, gr√∂√ütenteils allerdings nur zu m√ľndlichen Verwarnungen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kontrollierten acht Beamte insgesamt 80 Fahrzeuge. Trotz der eisigen K√§lte von minus zehn Grad (gef√ľhlt minus 20) waren die Beamten der Polizeistation Ladenburg unter Leitung von Polizeikommissar Stephan Kau¬†hoch motiviert.

Bei dem vier Stunden dauernden Einsatz wurden 19 Verstöße festgestellt. Darunter eine alkoholisierte Fahrerin und zwei Personen unter Drogeneinfluss. Ein Fahrer hatte Haschisch geraucht, einer Kokain konsumiert.

Mit knapp einer Promille kommt die Fahrerin noch einmal mit einem „blauen“ Auge davon. F√ľr vier Wochen muss sie ihren F√ľhrerschein abgeben, zudem erwartet sie neben Punkten in Flensburg eine Geldstrafe in H√∂he von mehreren Hundert Euro.

Insgesamt drei Personen wurden ohne g√ľltige Fahrerlaubnis angehalten. Zwei davon hatten ihren F√ľhrerschein lediglich nicht dabei, die dritte Person steht auch weiterhin im Verdacht, ohne g√ľltigen F√ľhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Das Polizeipr√§sidium Mannheim wird in den n√§chsten Wochen wegen der Fasnachtszeit verst√§rkt solche Kontrollen durchf√ľhren. Interessant: Auf Facebook wurden Informationen zum Standort der Kontrollen durch Nutzer verbreitet, was Revierleiter Frank Hartmannsgruber positiv kommentierte:

„Das ist doch sch√∂n, wenn unsere Kontrollen wahrgenommen werden. Die Leute sollen wissen, dass wir f√ľr sie da sind, aber Alkohol- und Drogens√ľnder aus dem Verkehr ziehen.“

Nicht nur das Revier Ladenburg war im Einsatz – die Mannheimer Kollegen f√ľhrten weitere Kontrollen im Stadtgebiet durch.

So ists vorbildlich: Dieser Mann hat "Null Promille" - zeigt das Atemalkoholtestgerät.

 

Information der Polizei Mannheim:

„Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kontrollierten Beamte des Polizeipr√§sidiums Mannheim wieder zahlreiche Fahrzeugf√ľhrer.

Um 22:55 Uhr stellten Beamte der Verkehrspolizei in der Zehntstraße bei einem 38-jährigen Weinsberger fest, dass der Minifahrer unter Drogeneinfluss stand.

Ein entsprechender Drogenvortest reagierte positiv. Weiterhin steht der Mann im Verdacht, ohne F√ľhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Gegen 23:35 Uhr wurde in der Seckenheimer Landstraße ein 34-jähriger Mannheimer kontrolliert. Bei ihm wurde ein Alkoholwert von 0,98 Promille gemessen.

Kurze Zeit sp√§ter, um 23:55 Uhr, fiel der Polizei an gleicher √Ėrtlichkeit ein 25-j√§hriger Mutterstadter auf.

Der Opel-Fahrer zeigte eindeutige Anzeichen auf Drogenkonsum. Ein Vortest bestätigte diesen Verdacht.

In der Frankenthaler Straße in Mannheim kontrollierten, gegen 02:50 Uhr, Beamte des Polizeireviers Sandhofen eine 29-jährige Pkw-Lenkerin aus Einhausen.

Da die Frau stark nach Alkohol roch, wurde ihr ein Alko-Test angeboten. Dieser ergab einen Wert von 1,38 Promille.

Ein 21-jähriger Ludwigshafener musste sich um 04:20 Uhr auf dem Kaiserring in der Mannheimer Innenstadt einer Verkehrskontrolle unterziehen.

Bei ihm stellten die Polizeibeamten einen Alkoholwert von 1,4 Promille fest.

Dar√ľber hinaus steht ein junger Mann im Verdacht, seinen Volvo unter Drogeneinfluss gelenkt zu haben.

Er war von der Polizei gegen 21:10 Uhr in der Ilvesheimer Stra√üe in Ladenburg angehalten worden. Da es ihm nicht m√∂glich war, eine Urinprobe abzugeben, wurde ihm Blutprobe entnommen.“

80 Fahrer kontrolliert

Alkoholkontrolle mit „positivem“ Ergebnis

Ladenburg/Heddesheim/Ilvesheim, 27. Januar 2012. Gestern haben Beamte des Polizeireviers Ladenburg an drei Einsatzstellen Alkoholkontrollen durchgef√ľhrt. Ergebnis: Die Fahrer waren n√ľchtern oder hatten nur im erlaubten Rahmen Alkohol genossen.

In Ladenburg, Heddesheim und Ilvesheim haben die Beamten je rund eineinhalb Stunden Kontrollstellen errichtet. Ein Fahrer war ohne Fahrerlaubnis unterwegs und einer gleich mit zwei F√ľhrerscheinen und zwei Kraftfahrzeugscheinen: Der Mann hatte die Papiere als „verschwunden“ gemeldet, neue beantragt, die alten wiedergefunden. Die alten Dokumente musste der Mann bei der Kontrolle abgeben. Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber:

„Wir haben da die Ordnung wiederhergestellt.“

Ansonsten stellte die Polizei ein paar Beleuchtungsmängel fest.

In der Fasnachtszeit kontrolliert die Polizei verst√§rkt auf Alkohol am Steuer und appelliert an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer: Trinken und Feiern ist erlaubt – Fahren unter Alkoholeinfluss jedoch nicht. Wer mit mehr als 0,3 Promille unterwegs ist, auff√§llig wird oder sogar in einen Unfall verwickelt ist, muss mit Konsequenzen f√ľr seine Fahrerlaubnis rechnen.

Im Zweifel sind ein Taxi oder √∂ffentliche Verkehrsmittel immer g√ľnstiger.

Saufgelage in Heidelberg – maue Party in Ladenburg


Merian-Realschul-Abgänger feiern auf der Festwiese. Bild: ladenburgblog.de

Ladenburg/Heidelberg/Rhein-Neckar, 11. Mai 2011 (red/pol) Die Realschulabschlussfeier artete in Heidelberg zu einem Saufgelage aus. 25 Anzeigen, auffallend viele sehr betrunkene Sch√ľlerinnen und Sch√ľler besch√§ftigten Polizei und Rettungsdienste. In Ladenburg kamen rund 80 Sch√ľlerinnen und Sch√ľler in der „Hochphase“ am Nachmittag auf die Festwiese – ohne Zwischenf√§lle.

Von Hardy Prothmann

Abends um 20:00 Uhr ging es eher ruhig zu auf der Festwiese. Etwas √ľber 30 Sch√ľlerinnen und Sch√ľler feierten hier noch ihren Realschulabschluss. Die meisten gehen/gingen zur Merian-Realschule, ein Gruppe von Seckenheimer Realsch√ľlern war auch vor Ort.

Und die Polizei schaute regelm√§√üig vorbei: „Nervt ein bisschen“, meint ein M√§dchen, sagt aber auch: „Die sind aber schon nett gewesen.“ Ein Sch√ľler aus Heddesheim best√§tigt: „Keine Probleme, die gucken halt, das man nichts „Hartes“ dabei hat. Ist ja auch ok so.“

Viele sind ein wenig entt√§uscht und hatten sich eine gr√∂√üere Party erhofft: „Wir haben das extra beim B√ľrgermeister angemeldet und durften dann ja auch, aber vielleicht haben sich einige nicht getraut oder keinen Bock auf Stress gehabt.“

Vergangenes Jahr wurde am sp√§ten Nachmittag das Rundklo demoliert – mehrere tausend Euro Sachschaden waren das Ergebnis einer alkoholisierten Zerst√∂rungswut von zwei Sch√ľlern. Damit war „Schluss mit lustig“ – seitdem wird st√§rker kontrolliert.

Auch Seckenheimer Sch√ľler feierten auf der Festwiese: "War etwas mau."

Das Konzept des Revierleiters Frank Hartmannsgruber geht auf: regelm√§√üige Pr√§senz und aktive Ansprache der Jugendlichen hat f√ľr Ruhe in Ladenburg gesorgt: Hexennacht, Altstadtfest und gestern die Realschulfeier kamen ohne Exzesse und Zerst√∂rungen, Gewalt und Krankenhausf√§llen aus: „Die sollen feiern, ich w√ľrde das auch wollen“, sagt der Revierleiter: „Aber es muss im Rahmen bleiben.“

Hei√üt √ľbersetzt: Party ja – Rambazamba nein. Eigentlich schade, dass viele Sch√ľlerinnen und Sch√ľler die Party deshalb „etwas mau“ fanden. Hey – freut Euch. Schule geschafft ist doch toll. Und man kann sich auch ohne Alk freuen. Man kann aber auch ein Bierchen trinken und sich entspannen, Spa√ü miteinander haben. Stockbesoffen in der Gegend rumzufallen ist alles andere als cool.

Wie es in Heidelberg zugegangen sein muss, beschreibt dieser Polizeibericht:

„Fr√ľher da – schneller betrunken – fr√ľh wieder weg, so verlief in K√ľrze der „Besuch“ vieler Realsch√ľler aus Heidelberg und dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis nach den schriftlichen Pr√ľfungen am Dienstag ab der Mittagszeit. Und manch einer muss mit einem „Nachspiel“ rechnen.

25 Anzeigen, davon 14 wegen des Genusses von „harten“ Spirituosen (√ľberwiegend Wodka!) und elf wegen Rauchens, sowie in einem Fall der Besitz von Marihuana, diese Bilanz zog die Polizei alleine auf dem Bismarckplatz am Dienstagmittag.

Das Ziel der 15 Р17-Jährigen war wie alle Jahre das Neckarvorland. Und mancher schaffte es gerade mal bis zum Hauptbahnhof. In einem Wartehäuschen schlief ein 17-Jähriger aus Sandhausen seinen Rausch aus. Er wurde, wie noch viele Andere, von den verständigten Eltern abgeholt.

Schon um 14 Uhr wurde ein 16-j√§hriger Sch√ľler mit √ľber 1,2 Promille auf die Wache gebracht, es sollte nicht der letzte sein. Einem 17-J√§hrigen aus Wiesloch wurde um 13.40 Uhr die Wodkaflasche weggenommen, der informierte Vater „verlangte“, dass die Flasche ausgesch√ľttet wird. Im Endeffekt ohne Erfolg, um 17.00 Uhr fiel der Jugendliche mit √ľber 1,1 Promille wieder auf dem Bismarckplatz auf.

Gegen 15 Uhr erreichte die Party auf dem Neckarvorland mit etwa 600 Sch√ľlern den H√∂hepunkt. Durch zu starken Alkoholkonsum kam es bei vielen Jugendlichen zu „Totalausf√§llen“. Drei Jugendliche mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein M√§dchen musste not√§rztlich versorgt werden, um die anderen Sch√ľler k√ľmmerten sich die Sanit√§ter. Insgesamt hatte das DRK – zwei Not√§rzte und √ľber 20 Sanit√§ter – bis zum Abend 21 Eins√§tze zu leisten, ab 17 Uhr musste das DRK ein Einsatzzelt auf dem Neckarvorland aufbauen.

Etwa ab 15.30 Uhr setzte die Abwanderungswelle ein, kurz nach 19 Uhr waren noch etwa 100 Feiernde auf der Neckarwiese.

Zur√ľck blieb eine „M√ľllhalde“, zahlreiche Bewohner beschwerten sich √ľber erbrechende und pinkelnde Sch√ľler in ihren Vorg√§rten. Die Toilettenanlage unterhalb der Theodor-Heuss-Br√ľcke musste mehrfach kurzfristig geschlossen werden und konnte erst nach erfolgter Reinigung wieder ge√∂ffnet werden.

Auch die Feuerwehr war im Einsatz, direkt am Neckarufer musste ein brennender Abfalleimer gelöscht werden.
Die Polizei hatte in den Spitzenzeiten etwa 40 Beamte im Einsatz.“

Fazit eines solchen Einsatzes: Jede Menge Kosten f√ľr den Staat. Geld, dass man besser in Schulbildung einsetzen kann. Jede Menge Anzeigen. Jede Menge √É‚Äěrger. Und ganz sicher ein Grund, √ľber ein Verbot solcher „Parties“ nachzudenken.

Das Nachsehen haben die, die in den n√§chsten Jahren feiern wollen. Die d√ľrfen nicht oder nur unter Auflagen. Die diesj√§hrigen Abg√§nger haben das „leidvoll“ erfahren. Die Party war in ihren Augen leider „mau“ – Schuld daran, dass weniger los war, waren vor allem zwei Randalierer, die allen anderen den Spa√ü verderben.

Den Jugendlichen kann man nur w√ľnschen: Feiert Eure Parties – aber nicht bis zum Anschlag. Denn irgendwann ist leider Schluss mit lustig. Und das ist schade. F√ľr alle.

Hexennacht ohne besondere Vorkommnisse


Guten Tag!

Ladenburg, 02. Mai 2011. (red) Die Polizei war gut vorbereitet – vor allem pr√§ventiv sollte verhindert werden, dass es Straftaten und „√ľblen Streichen“ in der Hexennacht kommt. Das Ergebnis ist erfreulich: Die Polizei musste nur in ein paar F√§llen „eingreifen“ – insgesamt verlief die Nacht zum ersten Mai sehr ruhig.

Von Hardy Prothmann

Im „Lagezentrum“, einem Geb√§ude hinter dem eigentlichen Revier, haben Revierleiter Frank Hartmannsgruber und Einsatzleiter Steffen Hildebrand zun√§chst eine Besprechung mit den insgesamt 26 Beamten, die zus√§tzlich zur normalen Schichtst√§rke von sechs Beamten, im Einsatz sind, darunter drei Jugendsachbearbeiter.

„Wir trennen das, damit der Betrieb in der Zentrale nicht gest√∂rt wird“, sagt Frank Hartmannsgruber.

Lagezentrum der Polizei. Bild: ladenburgblog.de

Polizeioberkommissar Steffen Hildebrand erl√§utert die Strategie: „Wir werden schon sehr fr√ľh zu Fu√ü und mit Streifen Pr√§senz zeigen und au√üerdem aktiv auf die Jugendlichen zugehen. Das Motto ist klar: Die Jugendlichen sollen gerne feiern – aber ohne Folgen f√ľr sich und andere.“

Deshalb sprechen die Beamte die Jugendlichen an, kontrollierten bei Verdacht auch.

Ebenfalls im „Einsatz“: Streetworkerin Esther Wichers und der ehrenamtliche Streetworker Kurt Mumme. Die beiden sprechen sich nat√ľrlich mit der Polizei ab, machen ihren „Job“ aber unabh√§ngig von den Beamten: „Wir sind f√ľr die Jugendlichen da und holen sie runter, falls das sein muss“, sagt Frau Wichers. Die Sozialp√§dagogin kennt die „Szene“. „Wir setzen uns daf√ľr ein, dass sie keinen Stress bekommen.“

Kurt Mumme erkl√§rt, warum er sich so engagiert: „Ich hatte es nicht einfach in meiner Jugend und deswegen kann ich die Jugendlichen gut verstehen. Ich finde, die sollen ihre Jugend genie√üen. Reden, zuh√∂ren und verstehen, hilft.“ Als es 2007 „√É‚Äěrger in der Weststadt“ gegeben hatte, stand sein Entschluss, sich f√ľr die Jugend einzusetzen.

Kurt Mumme unterst√ľtzt Sozialp√§dagogin Esther Wichers. Bild: ladenburgblog.de

Nach dem Pressetermin bin ich am Neckar. Drei Heddesheimer Jungs warten dort auf Freunde. Six-Packs stehen neben ihnen. Ich will wissen, ob sie schon „Kontakt“ zur Polizei hatten. „Ja, die waren sehr freundlich. Wir k√∂nnen uns nicht beschweren.“ Der andere sagt: „Naja, sie haben uns einen „Feigling“ abgenommen, aber das ist schon ok, der war eh f√ľr einen Kumpel, der nicht kommt.“ Sie finden die Kontrollen in Ordnung: „Wir haben keinen Bock auf Stress, sondern wollen gepflegt feiern. Die Polizei macht nur ihre Arbeit, es gibt ja leider Leute, wegen denen das n√∂tig ist.“

Es ist 20:30 Uhr. Und nur wenige Jugendliche sind unterwegs. Mit 15 Grad ist es nicht gerade warm. Die drei √ľberlegen auch, ob sie nach Heidelberg weiterziehen. Am Bahnhof ist ordentlich Betrieb – die Idee haben viele.

Die Bilanz am Sonntag nach dem Einsatz: Zwei mal wurden Zigaretten abgenommen, f√ľnf Mal hochprozentiger Alkohol bei unter 18-j√§hrigen. Ein betrunkener Radfahrer, der seinen F√ľhrerschein schon zuvor hatte abgeben m√ľssen, durfte seine Wackelfahrt nicht fortsetzen. Au√üerdem wurde eine EC-Karte sichergestellt, die ein Jugendlicher dabei hatte und zu der er keine plausiblen Angaben machen konnte.

In Seckenheim schlichtete die Polizei eine Rangelei. Dank der Information durch einen Busfahrer war man schnell zur Stelle. „Einen 14-j√§hrigen mit „Artikulationsschwierigkeiten“ haben wir den Eltern √ľberstellt“, sagt Frank Hartmannsgruber.

In den Vorjahren waren Eier an Hausw√§nde geworfen worden – solche oder andere Sch√§den waren gestern noch keine gemeldet worden. Insgesamt ist die Polizei mit ihrem Einsatz und dem Verhalten der Jugendlichen sehr zufrieden. Auch in Heidelberg verliefen die Mai-Feiern „st√∂rungsfrei“.

Drogen und Alkohol bei Jugendlichen: Ignoranz löst keine Probleme


Guten Tag!

Ladenburg, 18. Februar 2011. Nur 28 Eltern von CBG-Sch√ľlern haben die Chance genutzt, sich vom Drogen-Experten der Mannheimer Polizei informieren zu lassen. Von einem „Interesse“ kann also keine Rede sein – eher von Ingnoranz. „Drogen oder Alkohol? Bei meinen Kindern? Nein“, m√∂gen viele Eltern „Probleme“ von sich weisen. Die Realit√§t ist nicht „n√ľchterner“, sondern bedenklich zugedr√∂hnt.

Kommentar: Hardy Prothmann

Die Zahlen sprechen f√ľr sich: 28 anwesende Eltern sind bei 1.150 Sch√ľlern gerade mal 2,5 Prozent. Geht man davon aus, dass alle Sch√ľler zwei Eltern haben, sind es noch 1,25 Prozent der Eltern, die sich f√ľr den Aufkl√§rungsvortrag des Polizeihauptkommissars Willi Stier interessierten.

Vielleicht sind das auch nur die Eltern, die sich noch nicht informiert haben und die restlichen rund 98 Prozent wissen schon Bescheid, „was so alles geht“. Und vielleicht ist es auch so, dass es am CBG keine Drogen- und Alkoholprobleme bei Sch√ľlern gibt.

143 Prozent mehr Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen. Stand: 2007

Damit w√§re das Ladenburger CBG die r√ľhmlichste Ausnahme der Republik. Bundesweit sehen die Zahlen anders aus, wie der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2009 ausweist:

„Im Jahr 2007 wurden 23.165 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund einer Alkoholvergiftung station√§r im Krankenhaus behandelt. Das ist die h√∂chste Zahl seit der Ersterhebung im Jahr 2000 und entspricht einer Zunahme um 143 %.“

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Eltern informieren sich √ľber Drogen- und Alkoholmissbrauch bei einer Informationsveranstaltung im CBG.

Das sind nur die „statistisch“ erfassten F√§lle. Wie viele Kinder und Jugendliche sich die „Seele aus dem Leib gekotzt“ oder sich mit Drogen vergiftet haben und am Krankenhaus gerade nochmal vorbei gekommen sind, ist und bleibt eine Dunkelziffer.

Bei der Einnahme von Cannabis-Produkten liegen die Zahlen bei einer Zunahme von sechs bis zwölf Prozent. Diese Daten stammen aus dem Jahr 2007. Seither sind keine neuen Daten veröffentlicht worden. Wie die Entwicklung 2008-2010 war? Das ist nicht zu belegen.

Wer denkt, dass sein(e) Kind(er) nicht betroffen sind, verschlie√üt die Augen. Drogen- und Alkoholmissbrauch finden nicht erst statt, wenn es eine amtliche Erfassung gibt, sondern haben meist eine lange „Karriere“ hinter sich. Immer wieder, immer h√§ufiger, immer exzessiver – bis der „Extremfall“ eingetreten ist und man die Augen nicht mehr verschlie√üen kann.

Und machmal ist das sehr bitter: Immer h√§ufiger, so Willi Stier, werden „k.o.“-Tropfen eingesetzt und die Opfer, meist junge Frauen, vergewaltigt. Die Dunkelziffer ist hoch: „Die M√§dchen k√∂nnen sich an nichts erinnern und sch√§men sich.“

Keine Frage der Schule oder der Milieus.

Man darf davon ausgehen, dass sowohl das CBG, als auch die Merian-Realschule oder die Sickingenschule und andere Schulen in anderen Orten ungef√§hr gleich von all diesen „Entwicklungen“ betroffen sind. „Drogen-Willi“, wie sich Polizeihauptkommissar Stier selbst scherzhaft nennt, sagt: „Es ist keine Frage der Schule oder der Milieus. Es ist ein allgemeines Problem.“

Und es ist ein Problem in den Familien. Wo sonst? Sind es immer nur die anderen Kinder – nie die eigenen?

Alle Eltern, die mit √ľberm√§√üigem Alkoholkonsum ihrer Kinder konfrontiert werden oder gar mit Drogen, werden zun√§chst mit Schutzreflexen reagieren. Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Es muss ein „Ausrutscher“ sein, eine „Jugends√ľnde“ und wie die Schutzbehauptungen auch hei√üen m√∂gen.

Der Reflex zu Scham, Sorge und es „wieder gut haben zu wollen“, ist verst√§ndlich und nachvollziehbar – aber leider wenig hilfreich zur L√∂sung der Probleme.

Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung hat die Redaktion im November 2009 von zwei alkoholisierten Mädchen auf der Heddesheimer Eisbahn erfahren. Beide waren zwölf Jahre alt und wurden in einer Weinheimer Klinik behandelt. Ein Mädchen ist aus Ladenburg, wo das andere Mädchen wohnt, haben wir nicht erfahren.

Nichts sehen. Nichts hören. Nichts sagen.

Die Reaktion der Gemeinde Heddesheim war bezeichnend: Der Vorfall wurde verschwiegen. Durch hartn√§ckiges Nachfragen bekamen wir nur die Informationen best√§tigt, die wir schon wussten. Andere Medien haben dar√ľber nicht berichtet. Auch die Stadt Ladenburg hat sich unserer Kenntnis nach nicht dazu ge√§u√üert – vielleicht, weil es dort keine „Erkenntnisse“ gab.

Der „Affenreflex“, „Nichts sehen, nichts h√∂ren, nichts sagen“, ist verbreitet.

Seither sind die Kontrollen angeblich verst√§rkt worden. Und selbst wenn. Willi Stier schilderte, wie es abl√§uft. Bei „Adler“-Spielen wird eben schon vorher „geschluckt“, „Aufrei√üer“ in den Taschen enthalten hochprozentiges und schmecken s√ľ√ü. Selbst geschulte „T√ľrsteher“ k√∂nnen diese „Mitbringsel“ nur schwer entdecken.

Woran es fehlt, ist der Wille zur Aufkl√§rung. Sowohl bei Eltern, als auch bei Beh√∂rden. Und der Wille zur echten Pr√§vention. Ein paar Unterrichtseinheiten, wie sie der MM „lobend“ in seinem Bericht erw√§hnt, dienen nur den „Formalit√§ten“, nichts sonst: „Alles ok bei uns, keine „bekannten“ Probleme.“

Wie passen aber eine bundesweite Zunahme von 147 Prozent „mehr“ station√§r behandelter Alkoholvergiftungen mit dieser „Realit√§t“ zusammen? Wohl eher gar nicht.

Solche Zahlen muss man nicht „k√ľnstlich“ dramatisieren, wie man das dann der „Presse“ gerne vorwirft – sie sind dramatisch (auch wenn die Kritik an der Presse oft berechtigt ist – wir sparen ja auch nicht damit).

Wo gedeckelt wird, gibt es keine Probleme. Nur woanders.

Geh√∂ren die Saufgelage auf der Neckarwiese und das zertr√ľmmerte Rundklo nicht zu diesem Thema? Sind Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum in Ladenburg, Heddesheim und anderswo nicht bekannt? Ist das so?

Solange man es irgendwie „deckeln“ kann, ist das so. Denn dann gibt es keine Probleme.

Auch nicht zu anderen „Problemfeldern“.

Unser Bericht √ľber Sch√ľlerInnen des CBG, die sich mit „Hitlerscherzen“ die Zeit vertreiben, hatte genau keine „Nachwirkungen“ – bis auf Anfeindungen und Drohungen und √ľble Nachreden gegen unsere Redaktion.

Obwohl – das stimmt nicht ganz.

Seither erhalten wir durch die Schulleitung fast keine Termineinladungen oder andere Informationen mehr zum CBG. Rektor G√ľnter Keller und sicher auch andere haben unsere Redaktion offensichtlich als „Problem“ identifiziert.

Das Problem sind nicht die Berichte, sondern die Haltung dazu.

Ganz sicher werden „interessierte Kreise“ nach unserem Bericht und diesem Kommentar sich in ihrer Haltung best√§rkt f√ľhlen. Unseren „Blogs“ werden dann gerne die abstrusesten Motive unterstellt, warum wir „negativ“ berichten.

Wer sich n√ľchtern zur√ľcklehnt, wird feststellen, dass wir einfach nur „informieren“, anstatt eine Sch√∂nwetter-„Berichterstattung“ zu betreiben und alles zu ignorieren, was „nicht ins Bild passt“. Wir berichten nicht „negativ“, sondern kritisch. Das ist ein bedeutender Unterschied.

Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt:
„Es gab Zeiten, da war Lokalzeitungen jeder Jugendliche eine Meldung wert, der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Heute sind die Koma-M√§dchen und Koma-Jungs verschwunden – aus den Nachrichtenspalten; denn ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren in einer Weise explodiert, die eine t√§gliche Berichterstattung unm√∂glich macht.“

Nicht die Zahl der Fälle verhindert eine Berichterstattung, sondern die Ignoranz. Und die löst keine Probleme, sondern hofft, dass sie vorbeigehen.

Wir gehen nicht vorbei, sondern halten an, schauen hin, recherchieren und schreiben auf. Ob das nun „gef√§llt“ oder nicht.

„Gefallen zu wollen“ hat mit Journalismus nichts zu tun.

Drogenexperte Willi Stier: „Cannabis ist nicht am Kommen, sondern am Explodieren.“


Guten Tag!

Ladenburg, 18. Februar 2011. Polizeihauptkommissar Willi Stier sparte nicht mit drastischen Schilderungen, harten Fakten √ľber „harten Drogenmissbrauch“ und krassen Bildern am Dienstag, den 15. Februar 2010, zum Thema: „Drogengef√§hrdung bei Jugendlichen, Infoabend am CBG.“ Nur 28 G√§ste waren gekommen, √ľberwiegend M√ľtter, aber auch ein paar V√§ter. Der Vortrag Stier war eindringlich und informativ und schonungslos.

Von Hardy Prothmann

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Polizeihauptkommissar Willi Stier beim Vortrag - im Fordergrund seine "Mitbringsel" in Sachen Drogen.

Willi Stier nimmt kein Blatt vor den Mund: „Cannabis ist nicht am Kommen, sondern am Explodieren“, so der Drogenexperte des Polizeipr√§sidiums Mannheim.

Er erz√§hlt Geschichten aus dem Alltag der Polizei – also wahre Begebenheiten, angezeigte und aufgenommen F√§lle, Realit√§ten, die sich nicht leugnen lassen. Alkoholmissbrauch und Vollsuff sind l√§ngst kein „Jungsproblem“ mehr. Willi Stier hat die Fakten. √ÉŇďber ein 12-j√§hriges M√§dchen mit 2,16 Promille Blutalkohol und sagt: „M√§dchen zwischen vierzehn- und sechzehn Jahren mit mehr als zwei Promille sind l√§ngst keine Seltenheit mehr.“

Hauptsache, es wirkt.

Es wird alles gesoffen, geschnupft, gespritzt, sonstwie dem K√∂rper zugef√ľhrt, „Hauptsache, es wirkt.“ Da wird giftiges Sekret von Kr√∂ten abgeschleckt, Gartenblumen „veredelt“, K√ľchenkr√§uter zu Drogen umgewandelt oder auch D√ľnger geschluckt: „Es wird gebacken, gekocht, aufgel√∂st. Es gibt eine gro√üe Fantasie“, sagt Stier und belegt seine drastischen Beispiele mit Statistiken und Fotos.

Die 28 Eltern im Raum sind sehr still, sehr konzentriert.

Warum sind sie hier? Weil zuhause bei den eigenen Kindern alles in Ordnung ist und sie sich nur √ľber die Gefahren informieren wollen? Oder gibt es hier und da schon ein Problem bei den eigenen Kindern?

Willi Stier fragt das nicht und das ist auch in Ordnung. Sein Job ist Aufkl√§rung. Sensibilisierung. Und nicht eine Adhoc-Beratung bei tats√§chlichen Problemen. Als Polizist sagt er: „Wenn ich von illegalem Drogenkonsum erfahren, bin ich von Amts wegen verpflichtet zu handeln.“

Steigender Cannabis-Konsum – Koma-Saufen alarmierend.

Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung von 2009 (2010 gab es keinen, der n√§chste soll im Mai 2011 vorgestellt werden), zeichnet sich angeblich eine leichte „Entspannung“ – tats√§chlich war die Erhebungsmethoden fragw√ľrdig und wurden bezweifelt. Stiers Aussage zu Cannabis liest sich in Zahlen so: Die Einnahme von Haschisch (+5,6 Prozent) und Marihuana (+12,7 Prozent) ist deutlich gestiegen und das „Koma“-Saufen bleibt nach wie vor ein alarmierendes Problem.

Die k√∂rperlichen, aber vor allem die psychischen Sch√§den k√∂nnen enorm sein: „Haben Sie schon mal was von Cannabis-Psychose geh√∂rt?“. Die Eltern schweigen. Dann fragt eine Mutter: „Was ist das?“ Willi Stier erkl√§rt, dass der „Konsum“ von Cannabis zu massiven Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen f√ľhren kann.

Und erkl√§rt auch, warum: „Das Cannabis von heute ist hochgez√ľchtet. Der Inhaltsstoff THC war vor zwanzig Jahren im Bereich von zwei bis drei Prozent, heute liegt er um das zehnfache h√∂her.“ Das diene in erster Linie der „Gewinnmaximierung“ der Drogenh√§ndler, die mit derselben Menge Cannabis nun mehr Gewinn machen k√∂nnten, daf√ľr werde allerdings der „Stoff“ gestreckt. Im Einzelfall kann aber das THC um ein Vielfaches h√∂her liegen als fr√ľher – „ein Joint“ sind dann f√ľnf, sechs oder mehr.

„Schlumpfpisse“ und andere „Aufrei√üer“.

„Magic Mushrooms“, also Pilze mit psychedelischen Wirtstoffen seien sehr im Trend, aber auch andere Pflanzen, die wie auch immer wirken – auch t√∂dlich.

Und Willi Stier informiert umfangreich √ľber Alkohol, die Hauptdroge. Da wird „Schlumpfpisse“ getrunken – Wodka, in dem blaue Hustenbonbons aufgel√∂st werden: „F√ľr M√§dels ist Wodka oft zu scharf, die Bonbons machen den s√ľ√ü.“ Im Supermarkt gibt es „Aufrei√üer“ zu kaufen. Die sehen aus wie S√ľ√üigkeiten, der Inhalt ist hochprozentig.

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Willi Stier pr√§sentiert eine Bierflasche mit "St√ľrzer2-Aufsatz: "Das batscht mehr."

„Die kleinen P√§cken lassen sich gut verstecken und werden bei Kontrollen nicht so schnell gefunden“, sagt Stier. Beispielsweise bei „Adler“-Spielen. Flaschen sind nicht erlaubt: „Die Fantasie und die M√∂glichkeiten, Alkohol durch die Kontrollen zu schmuggeln sind vielf√§ltig.“

Und die Statistik einer Befragung, die Willi Stier an die Wand wirft, ist alarmierend: 52 Prozent der Jugendlichen kommen schon „mit“ zu den Spielen, 36 Prozent trinken in der Halle – aus welcher Quelle auch immer.

„Beim F√ľhrerschein werden einige nachdenklich.“

Vor Jugendlichen h√§lt Willi Stier einen anderen Vortrag: „Die hier gezeigten Bilder und Infos w√ľrde ich so nicht weitergeben“, sagt er. Er hat einen „Schl√ľssel“ zu den Jugendlichen gefunden, von dem er glaubt, dass er wirkt: „Die wollen alle den F√ľhrerschein machen. Und wenn ich denen erz√§hle, dass man den auch „abgenommen“ kriegt, wenn man ihn noch gar nicht hat, werden einige doch nachdenklich.“

Und: „Wenn ich frage, wer selbst schon Erfahrungen mit Drogen gemacht hat, gehen 20-30 Prozent der H√§nde hoch. Wenn ich wissen will, wer jemanden kennt, dann sind es schon manchmal mehr als die H√§lfte.“

Eine Mutter fragt: „Kann es nicht sein, dass sich da manche wichtig machen wollen?“ Willi Stier will das f√ľr einzelne Sch√ľler nicht ausschlie√üen – die Zahlen best√§tigen allerdings seine Erfahrung.

„Da wird einer mit Cannabis erwischt. Ist ein guter Sch√ľler. Bislang noch nicht aufgefallen. Der Staatsanwalt verfolgt das nicht weiter. Was die meisten nicht wissen: Die F√ľhrerscheinstelle wird trotzdem benachrichtigt“, sagt Stier und weiter: „Eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU), auch Idiotentest genannt, dauert etwa ein Jahr und kostet rund 3.000 Euro.“

Volltreffer und Verdachtsfälle.

Dann zeigt Willi Stier Bilder von „Treffern“ – Frontalzusammenst√∂√üen, ausgebrannten Autos mit verkohlten Leichen junger Erwachsener und zitiert Pressemeldungen mit krassen Zahlen zu Alter und Promillewerten. Wer jetzt noch denkt: „Mein Gott, was es f√ľr schlimme Sachen gibt“, will nicht daran denken, dass es einen auch „selbst treffen“ kann.

Am Ende des Vortrags wollen die Eltern wissen, was die Schule tut. Es gebe Drogen- und Suchtaufkl√§rung ab der f√ľnften Klasse, sagt die CBG-Lehrerin Susanne Koch, die mit „Suchtvorbeugung“ beauftragt ist. Auch Rektor G√ľnter Keller versichert, dass man der Aufkl√§rung nachkomme. Aber die Hauptverantwortung liege bei den Eltern.

Bei Verdachtsf√§llen vermittle man an Drogenberatungsstellen. Willi Stier empfiehlt Dr. Diehl beim Zentralinstitut f√ľr Seelische Gesundheit in Mannheim – muss hier aber seinen Vortrag aktualisieren, denn nach unseren Informationen arbeitet Dr. Diehl seit √ľber einem Jahr dort nicht mehr.

1.150 Sch√ľler hat das CBG. Auf die Frage, wie viele Vermittlungen es im Jahr 2010 gegeben hat, antwortet Frau Koch: „Zwei.“

Lesen Sie zum Thema unseren Kommentar.

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Betrunkener Rentner rauscht in Smart


Guten Tag!

Heddesheim, 28. Januar 2011. (pol) Mit 1,6 Promille ist ein betrunkener Rentner ungebremst mit seinem Fahrrad am Donnerstag gegen ein geparktes Auto gefahren. Die Trunkenheitsfahrt wird eine Anzeige nach sich ziehen und den Radler den Autof√ľhrerschein kosten.

Aus dem Polizeibericht:

„Ein 31-j√§hriger Smart-Besitzer staunte am Donnerstagmittag nicht schlecht, als ein Fahrradfahrer gegen sein geparktes Fahrzeug fuhr und st√ľrzte.

Der 66-j√§hrige Rentner war mit seinem Drahtesel in der Friedrichsstra√üe in Heddesheim unterwegs und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Grund daf√ľr war wohl der intensive Alkoholgenuss, den die Zeugen am Unfallort wahrnehmen konnten. Der Fahrradfahrer verletzte sich beim Zusammensto√ü leicht im Gesicht.

Nach einem Alkoholtest auf dem Polizeirevier Ladenburg, welcher 1,6 Promille ergab, musste er eine Blutprobe √ľber sich ergehen lassen.

Der Sachschaden bel√§uft sich auf 500 Euro. Der 66-J√§hrige muss sich nun auf eine Anzeige einstellen.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Verkehrskontrolle: F√ľhrerschein weg und einige Verwarnungen

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Dezember 2010. Bei Schneetreiben kontrollierten Beamte des Polizeireviers Ladenburg gestern den Verkehr. Die Bilanz ist f√ľr einen Fahrer „ern√ľchternd“: Sein F√ľhrerschein ist wegen einer Trunkenheitsfahrt erstmal weg. Weiterhin gab es einige Verwarnungen, weil einige mit Sommerreifen unterwegs waren.

Von Hardy Prothmann

Polizeiobermeister Stephan Geiger und Polizeimeisteranw√§rter Knut Krakow waren gestern Abend nicht zu beneiden. Sie hatten an der Kreuzung Ringstra√üe/An der Fohlenweide (gegen√ľber Verl√§ngerte Triebstra√üe) ihren Kontrollpunkt bezogen und winkten sich Autofahrer heraus.

An einem zweiten Kontrollpunkt war ihr Chef, Revierleiter Frank Hartmannsgruber, mit einem weiteren Beamten im Einsatz: „Ich hatte es meinen Leuten freigestellt, bei dem ungeplanten Wetter den geplanten Einsatz zu machen. Und ich will nicht von meinen Leuten verlangen, was ich selbst nicht mache.“

fahrzeugkontrolle_polizei

Kontrolle an der Ringstra√üe: "Leider waren einige mit Sommerreifen unterwegs." Ein Fahrer musste seinen F√ľhrerschein abgeben.

Dabei ist die Auswahl der Kontrollstelle wichtig: „Gerade bei so einem Wetter ist es wichtig, dass wir gesehen werden k√∂nnen, damit die Autofahrer auf glatten Stra√üen Zeit haben, zu reagieren und den flie√üenden Verkehr zu verlassen.“ Die neue Kleidung und die Signalwesten kommen da nat√ľrlich recht.

Die Bilanz ist f√ľr einen Autofahrer ern√ľchternd: Der m√§nnliche Fahrer, Alter Mitte 40, ist wegen einer Trunkenheitsfahrt seinen F√ľhrerschein los.
Zur Erinnerung. Ab 0,3 Promille ist der F√ľhrerschein schon in Gefahr, wenn „Auff√§ligkeiten“ vorliegen, beispielsweise das √ÉŇďberfahren einer Ampel. Aber 0,5 Promille handelt es sich sicher um eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bu√ügeld, Punkten und Fahrverbot geahndet wird. Bei Wiederholung verdoppeln sich Bu√ügeld, Punkte und Fahrverbotsdauer. Kommen Auff√§lligkeiten hinzu, werden die Strafen empfindlicher. Ab 1,1 Promille liegt eine Straftat vor. Im „besten“ Falle ist der F√ľhrerschein „nur“ ein halbes Jahr weg.

Vermehrte Kontrollen.

„Wer Auto f√§hrt, sollte ganz auf Alkohol verzichten“, r√§t Frank Hartmannsgruber: „Klar ist, dass wir gerade in der Faschings- und jetzt Weihnachtszeit vermehrt kontrollieren. Sch√∂n w√§re es, wenn wir niemandem den F√ľhrerschein abnehmen m√ľssten, weil alle mit null Promille unterwegs sind.“

Immerhin: Am Kontrollpunkt von Herrn Geiger und Herrn Krakow konnte das positiv best√§tigt werden: „Alle Fahrer, die wir kontrolliert haben, hatten null Promille. Das ist sehr vern√ľnftig“, sagte Herr Geiger. Aber auch: „Leider mussten wir einige verwarnen, die mit Sommerreifen unterwegs waren.“

40 Euro kostet das, wenn nur „kontrolliert“ wird. Bis zu 80 Euro inklusive Punkten, wenn eine Behinderung vorliegt. Kommt es gar zum Unfall, kann die Versicherung ihre Leistungen k√ľrzen. Winterreifen sind bei entsprechender Witterung seit 04. Dezember 2010 Pflicht.

„Der Einsatz gestern war wegen der K√§lte nicht gerade angenehm, hat aber hoffentlich einigen Verkehrsteilnehmern deutlich gemacht, dass Sommerreifen auf schneegl√§tter Fahrbahn und Alkohol am Steuer keine gute Idee sind“, bewerte Frank Hartmannsgruber den „Erfolg“.

Eisbahn öffnet am 1. November

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Oktober 2010. (pöl/pm) Am 01. November 2010 öffnet die Heddesheimer Freiluft-Eisbahn.

Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim:

„Der Countdown zum Beginn der Eislaufsaison in Heddesheim l√§uft: Ab Montag, 1. November 2010, √∂ffnet die Freiluft-Kunsteisbahn im Sportzentrum (Ahornstra√üe 78) wieder ihre T√ľren und l√§dt zum t√§glichen Schlittschuh-Spa√ü mit Blick auf die Bergstra√üe ein.

Die Anlage bietet alles, was ein Besuch zum Erlebnis werden lässt. Angeschlossen an die Kunsteisbahn sind ein Kiosk und ein Glaspavillon, in dem sich die Besucher aufwärmen oder das Treiben auf der Bahn verfolgen können. Ein Schlittschuhverleih befindet sich ebenfalls vor Ort.

Montagnachmittags zwischen 14 und 17 Uhr findet auch in diesem Jahr wieder der Kindernachmittag statt. Mit Hilfe von Lernhilfen haben Kinder bis zehn Jahre die Möglichkeit spielerisch das Eislaufen zu lernen. Im Anschluss an den Kindernachmittag findet ab Dezember 14-tägig eine Kindereisdisco statt, denn auch die Kleinen bekommen bei uns die Gelegenheit bei fetziger Musik und winterlichem Lichterzauber mal so richtig abzutanzen.

Dienstags, donnerstags, freitags und sonntags ist jeweils von 9.30 bis 22 Uhr √∂ffentlicher Lauf, mittwochs von 9.30 bis 20.45 Uhr und samstags von 9.30 bis 16.30 Uhr. Fast schon legend√§r ist die Eisdisco, die jeden Samstag von 17 bis 22 Uhr stattfindet. Gespielt werden die neuesten Chartbreaker und eine Lightshow sorgt f√ľr Discoatmosph√§re. Dar√ľber hinaus finden einmal im Monat Special Friday Night Parties statt. Von Disco Hits √ľber R`n`B Night Fever bis zur √ú 30 Party, Oldies, etc. ist f√ľr jedes Alter und jeden Musikgeschmack etwas geboten.

Ab 01. November 2010 k√∂nnen Kinder f√ľr nur 5,50 √Ę‚Äö¬¨ pro Kind inkl. einem Essen, Getr√§nk und einer kleinen √ÉŇďberraschung ihren Geburtstag auf der Eisbahn feiern. Dabei kann zwischen folgenden Gerichten inkl. eines 0,5 l Getr√§nkes gew√§hlt werden: Rinds-/Bockwurst mit Br√∂tchen oder Cheeseburger/Hamburger oder Currywurst mit Br√∂tchen. Zwei Begleitpersonen zahlen einen erm√§√üigten Eintrittspreis von nur 2,00 √Ę‚Äö¬¨ pro Person. Das Geburtstagskind hat selbstverst√§ndlich freien Eintritt! Wir bitten um eine rechtzeitige Anmeldung des Kindergeburtstages unter der Tel.-Nr. (06203) 4039686.

F√ľr Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Kinder ab sechs Jahren sowie Jugendliche und Erm√§√üigte (Sch√ľler, Studenten, Rentner etc.) zahlen 2,20 √Ę‚Äö¬¨, Erwachsene 3,20 √Ę‚Äö¬¨. Billiger wird es in allen Kategorien mit einer Mehrfachkarte. Die Eisdisco am Samstag kostet f√ľr Kinder/Jugendliche und Erm√§√üigte 3,20 √Ę‚Äö¬¨ und f√ľr Erwachsene 4,20 √Ę‚Äö¬¨. F√ľr 0,50 √Ę‚Äö¬¨ k√∂nnen Zuschauer (ab sechs Jahren) am Eislaufspa√ü teilhaben.

Die Kunsteisbahn ist mit der Buslinie 630, Haltestelle Sportzentrum, vom OEG Bahnhof Heddesheim oder Leutershausen/Großsachsen, gut zu erreichen.

Weitere Informationen zu √Ėffnungszeiten, Eintrittspreisen und noch einiges mehr finden Sie unter www.heddesheim.de. Dort ist auch ein neues Image-Video der Eisbahn zu finden.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Nachdem offensichtlich zuerst der Mannheimer Morgen informiert wurde und wir wieder einmal die Ungleichbehandlung unserer Redaktion thematisiert haben, schickte uns die Gemeindeverwaltung die vorliegende Pressemitteilung am 25. Oktober 2010 zu, mit der Bitte um Ver√∂ffentlichung „um die beliebte Eisbahn in der Region bekannter zu machen“. Und darin wurde uns erstmals seit November 2009 die M√∂glichkeit von „R√ľckfragen“ beim Hauptamtsleiter Julien Christof angeboten.

Der Bitte entsprechen wir gerne im Sinne der √Ėffentlichkeit. Diese bitten wir auch zu ber√ľcksichtigen, dass der Fall von alkoholisierten 12-j√§hrigen M√§dchen auf dem Gel√§nde der Eisbahn im vergangenen Jahr von der Gemeinde nicht √∂ffentlich gemacht wurde und der Redaktion trotz Nachfrage bis heute keine Informationen vorliegen, wie die Gemeinde den Schutz vor Alkoholmissbrauch sicherstellt.

Das „Image-Video“ wurde von „Nussbaum-Medien“ erstellt, die das Internet-Portal „Lokalmatador“ betreiben. Der Nussbaum-Verlag, der auch das Mitteilungsblatt herausgibt, sitzt in St. Leon-Rot und wird von der Gemeindeverwaltung ebenfalls gegen√ľber des einzigen √∂rtlichen Mediums, dem heddesheimblog, bevorzugt bedient.

Der Nussbaum-Medien-Verlag ist der gr√∂√üte badische Anzeigenverlag und ist beispielsweise auch f√ľr den BdS Heddesheim t√§tig. Er generiert sein Gesch√§ft mit bezahlten Inhalten – journalistische Informationen bietet der Verlag nicht. B√ľrgermeister Michael Kessler hat eine Gegendarstellungsanfrage im Mitteillungsblatt durch „Hausjuristen“ des Nussbaum-Verlags bearbeiten lassen – es gibt hier eine „gedeihliche“ Zusammenarbeit, die beiderseitig „interessengesteuert“ ist.

Mit der Namensgebung „Lokalmatador“ hat der Nussbaum-Verlag das eigene Selbstverst√§ndnis zum Ausdruck gebracht, aber gleichzeitig wenig Sinn f√ľr die Bedeutung gezeigt. Matador leitet sich von spanisch „matar“=t√∂ten ab. Der Lokalmatador ist folglich der „Lokalt√∂ter“.

Vernunft und Kontrollen wirken – Polizei: Weniger „Alkoholfahrten“

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Februar 2010. Das Polizeipr√§sidium Mannheim sieht eine positive Entwicklung in Sachen „Alkohol am Steuer“. Gegen√ľber dem Vorjahr sind alle Zahlen r√ľckl√§ufig.

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Weniger "Alkohol- und Drogenfahrten". Bild: hblog

Die Polizei f√ľhrt die Abnahme von Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss auf die verst√§rkten Kontrollen sowie eine kontinuierliche Information der √Ėffentlichkeit zur√ľck. Sowohl die Fahrten unter Einfluss von Alkohol als auch unter Einfluss von Drogen gingen gegen√ľber dem Vorjahr um gut 25 Prozent zur√ľck. Und es gab einen Unfall weniger.

Da Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen nach wie vor die Verkehrssicherheit ma√ügeblich negativ beeinflussen, ist die √ÉŇďberpr√ľfung der Fahrtauglichkeit weiter ein Schwerpunkt der Verkehrspolizei.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Mannheim:

„Die Appelle und Warnungen der Polizei und anderer Institutionen√ā¬†haben die B√ľrger offenbar erreicht. Bei den angek√ľndigten Kontrollen√ā¬†der Polizei in der Fastnachtszeit gerieten im Zust√§ndigkeitsbereich√ā¬†des Polizeipr√§sidiums Mannheim im Vergleich zum Vorjahr (Zahlen in√ā¬†Klammer) weniger Verkehrsteilnehmer in Konflikt mit dem Gesetz.

In den vergangenen vier Wochen musste die Polizei 14 (15) Unf√§lle√ā¬†aufnehmen, bei denen Alkoholkonsum urs√§chlich war. Hierbei wurden 3√ā¬†(0) Personen verletzt. Bei den umfangreichen Kontrollen wurden 37√ā¬†(49) Fahrzeugf√ľhrer festgestellt, die sich unter dem Einfluss von√ā¬†Alkohol ans Steuer setzten. Darunter jedoch auch ein√ā¬†F√ľhrerscheinneuling, f√ľr den ein generelles Alkoholverbot am Steuer√ā¬†besteht. Sie m√ľssen nun, je nach Promillewert, mit dem Entzug ihrer√ā¬†Fahrerlaubnis, bzw. mit einer Anzeige rechnen.

Anzeichen eines Drogenkonsums konnten die Beamten bei 9 (13)√ā¬†Fahrzeugf√ľhrern wahrnehmen und durch einen entsprechenden Test√ā¬†belegen. Neben den √ľblichen Sanktionen besteht hier die M√∂glichkeit,√ā¬†dass die Beh√∂rde die grunds√§tzliche Fahrtauglichkeit, sowie die√ā¬†charakterliche Eignung der Konsumenten zum F√ľhren eines√ā¬†Kraftfahrzeugs durch entsprechende Auflagen √ľberpr√ľfen l√§sst.

Wer nun denkt, die „gef√§hrliche Zeit“ f√ľr Verkehrss√ľnder sei mit√ā¬†der Fastnachtszeit vorbei, begibt sich auf d√ľnnes Eis. Nach wie vor√ā¬†beeintr√§chtigen die Alkohol- und Drogendelikte im Stra√üenverkehr die√ā¬†Verkehrssicherheit ma√ügeblich und bilden somit einen ganzj√§hrigen√ā¬†Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrs√ľberwachung.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Fasnacht: Verstärkte Kontrollen

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 13. Februar 2010. Fasnachtzeit ist Kontrollzeit. Das Polizeirevier Ladenburg kontrolliert verst√§rkt √ľber die „n√§rrischen Tage“. Die Kontrollen sollen klar machen, dass die Polizei beim Thema Alkohol im Stra√üenverkehr keinen Spa√ü versteht. Das heddesheimblog hat in der Nacht vom 12. Februar eine „Sonderschicht“ der Polizei begleitet.

Auf der Fahrbahn signalisieren Lichter: Achtung. Die Lichter formatieren die Fahrbahn zur Sackgasse. Eine Kelle wird hochgehalten: „Halt Polizei“ steht darauf. Polizeikontrolle.

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Achtung: Verkehrskontrolle. Gibt es Auffälligkeiten? Bild: lblog

Taschenlampen leuchten ins Innere der Fahrzeuge. Die Beamten wissen, worauf sie achten m√ľssen. Die Beamten wissen, wann sie ihrem Gef√ľhl folgen m√ľssen.

Frank Hartmannsgruber verfolgt die Szene aus rund 30 Metern Entfernung: „Die Kollegen machen eine sehr wichtige Arbeit“, sagt er.

Denn die Polizeibeamten am Halteposten m√ľssen innerhalb von Sekunden entscheiden, ob die Kollegen am Kontrollposten Arbeit haben oder nicht.

Erfahrung und Instinkt entscheiden, wer kontrolliert wird.

Alle Sinne m√ľssen wach sein: Gibt es Auff√§lligkeiten am Fahrzeug? Gibt es Auff√§lligkeiten beim Fahrer oder weiteren Insassen? Was sagt der erste Eindruck? Die Erfahrung? Der Instinkt?

F√ľr die Fahrzeuge, die in die Gasse fahren, gibt es zwei Richtungen: Weiterfahren, egal wohin oder abbiegen auf den Parkplatz. Dort haben die Polizisten mit Verkehrsh√ľten drei Kontrollgassen vorbereitet.

Kurz nach 20:00 Uhr herrscht noch ein einigermaßen reger Verkehr an der Wallstadter Straße in Ladenburg.

Auf einem Parkplatz haben zehn Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle in Richtung Innenstadt eingerichtet.

Es ist Fasnachtszeit. Während der närrischen Tage wird gefeiert. Und ganz sicher Alkohol getrunken. Vielleicht werden auch Drogen genommen.

„Die Leute sollen feiern und Spa√ü haben“, sagt Frank Hartmannsgruber: „Der Genuss von Alkohol geh√∂rt f√ľr viele zum Spa√ü dazu. Dagegen haben wir als Polizei auch √ľberhaupt nichts. Bei Alkohol am Steuer h√∂rt der Spa√ü auf. Dagegen haben wir was.“

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Ohne Alkohol im Blut fährt man besser. Bild: lblog

Frank Hartmannsgruber ist der neue Revierleiter in Ladenburg: „Ich bin heute die ganze Zeit dabei, weil ich mir einen Eindruck verschaffen will, wie die Kontrollen ablaufen.“ Hartmannsgruber setzt um, was er beim Amtsantritt angek√ľndigt hat: Er will als Chef auch „drau√üen“ pr√§sent sein.

Präsenter Chef.

„Guten Abend. Verkehrskontrolle. Ihre Papiere bitte“, sagt die Polizistin, w√§hrend sie mit der Taschenlampe ins Innere eines Ford leuchtet. Aufs Gesicht. Die Augen. Auf die H√§nde. √ÉŇďber die Sitze. Ist irgendetwas auff√§llig?

Sie ist aufmerksam und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der anderen Seite steht schr√§g nach hinten versetzt ein Kollege. Er leuchtet ebenfalls ins Innere. Die Hand liegt auf der Pistole am G√ľrtel. Der Mann sichert seine Kollegin: „Das Sichern geh√∂rt heutzutage dazu“, sagt Hartmannsgruber.

Der kontrollierte Autofahrer reicht seine Papiere aus dem Fenster. Die Polizistin beugt sich vor. Sie riecht. Alkohol. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragt sie. „Ja, ein Bier“, sagt der Mann.

„Ich muss Sie bitten, auszusteigen und mir zu folgen.“ Die Anweisungen sind knapp, klar, aber h√∂flich. Das lernen die Beamten in Trainingssituationen, bei denen sie solche Kontrollsituationen „durchspielen“.

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Eingespielte Teams: Einer kontrolliert - einer sichert. Bild: lblog

Die Polizistin tritt zur√ľck. Der Kollege sichert weiter aufmerksam die Situation. Wie reagiert der Fahrer? Nerv√∂s? Gereizt? Irgendwie auff√§llig?

Der Fahrer bleibt ruhig. Er folgt der Polizistin zu einem Einsatzwagen – der Zentrale hier vor Ort. Dort ist die Polizei per Funk mit der Einsatzzentrale verbunden. Ein Beamter erh√§lt die Papiere, √ľberpr√ľft sie, w√§hrend die Polizistin den Alkomat vorbereitet. „Bitte blasen Sie so lange in das Ger√§t, bis ich Stopp sage.“

Der Mann bl√§st rund 5 Sekunden. „Danke“, sagt die Polizistin. Weitere f√ľnf Sekunden sp√§ter zeigt das Ger√§t 0,08 Milligram je Liter an. „Das muss man mit dem Faktor zwei multiplizieren, um den Promillewert zu erhalten“, sagt Frank Hartmannsgruber: 0,16 Promille hat der Fahrer also. Bis 0,5 Promille sind noch erlaubt. Die Kontrolle der Papiere hat keine Auff√§lligkeiten ergeben.

Wie viel ist erlaubt? „Am Besten f√§hrt es sich mit 0,0 Promille.“

„Der Wert von 0,5 Promille ist aber mit Vorsicht zu genie√üen. Bei einem Unfall oder auff√§lligem Verhalten ist der F√ľhrerschein schon ab 0,3 Promille in Gefahr“, informiert Frank Hartmannsgruber den Mann. F√ľr Fahranf√§nger gilt sowieso 0,0 Promille.

Ist so eine Kontrolle √§rgerlich? „Nein“, sagt der Mann. „Die Beamten machen nur ihren Job. Ich finde das gut.“ Auch, dass er mit einem Bier noch Auto f√§hrt? „Das ist ja erlaubt. Ich habe gut gegessen und ein Weizen dazu getrunken. Mit mehr w√ľrde ich kein Auto mehr fahren.“

Der Mann erhält einen Hinweis auf den Einfluss von Alkohol auf das Fahrvermögen. Dann darf er weiterfahren.

Plötzliche Verfolgungsjagd.

20:31 Uhr. Pl√∂tzlich wird es hektisch. „Der ist da lang. Los!“ Je zwei Polizisten rennen zu ihren Einsatzwagen und rasen mit quietschenden Reifen einem Auto hinterher. Das hat kurz vor der Kontrollstation gedreht.

Jetzt sind alle angespannt. Was ist der Grund? Zu viel getrunken? Kein F√ľhrerschein? Drogen? Irgendetwas Illegales? Sind die Insassen gef√§hrlich? Gewaltbereit?

Frank Hartmannsgruber ist am Einsatzwagen. Am Funk. „Wir haben Sie“, melden sich die „Verfolger“. Es ist 20:33 Uhr. „Keine Probleme.“ Die Spannung weicht der Erleichterung.

Nach zehn Minuten sind die „Verfolger“ zur√ľck: „Ein √§lteres Ehepaar, die im Supermarkt einkaufen wollten“, berichtet einer. Doch der hatte schon zu. Deswegen drehten die Leute auf dem Parkplatz und fuhren zur√ľck. F√ľr die Beamten so es zun√§chst so aus, als wollten sie sich der Kontrolle entziehen. Das hat sie verd√§chtig gemacht. Eine Verwarnung gabs trotzdem: „T√ÉŇďV und ASU sind seit acht Monaten abgelaufen.“

Acht Stunden wird die Sonderschicht dauern. Es ist kalt. Der Atem dampft. „Your driving-licence, please.“ Ein Amerikaner wird kontrolliert. Alles O.K. „Good evening.“

Ein Mercedes-Fahrer steht neben seinem Auto und telefoniert: „Wir haben festgestellt, dass eine Sicherung am Kindersitz fehlt. So darf der Mann mit seinem Kind nicht weiterfahren.“ Irgendjemand, in diesem Fall die Ehefrau, bringt das Teil oder das Auto bleibt stehen. Der Mann muss an die Seite fahren und warten.

Kindersitze, Beleuchtung, Papiere – der Kontrollkatalog ist lang.

„Unser Hauptaugenmerk ist heute der Alkohol“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Aber wir kontrollieren nat√ľrlich auch alles andere.“ Beleuchtung, Papiere, Kindersitz, Ladung. Der Katalog ist lang.

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Fahrerdaten werden erfasst. In dieser Nacht gibt es nur Verwarnungen. Bild: lblog

Die K√§lte kriecht in die Klamotten. Nach eineinhalb Stunden brechen die Polizisten den Einsatz hier ab – es geht f√ľr eine halbe Stunde zur√ľck auf die Wache. Aufw√§rmen, „Papierkram“ erledigen. Routineaufgaben.

Insgesamt vier Kontrollstellen wird es in dieser Nacht geben, bis die Beamten um vier Uhr fr√ľh den Einsatz beendet haben werden. N√§chster Einsatzort ist die Br√ľckenstra√üe in Ilvesheim.

In Ilvesheim wird heute Abend Fasnacht gefeiert: „Uns interessiert hier nat√ľrlich der abflie√üende Verkehr“, sagt Bernd Schmidt, Polizeihauptkommissar und Leiter des Bezirksdienstes in Ladenburg.

Durchwinken oder rausholen?

Die Szenen wiederholen sich. Anhalten, reinleuchten. Durchwinken oder rausholen? Sichtkontrolle, Fragenkontrolle, F√ľhrerscheinkontrolle, Riechkontrolle.

„Es werden weit √ľber einhundert Fahrzeuge sein, die wir heute Nacht kontrollieren“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Ab 23:00 Uhr, wenn der Verkehr weniger wird, kontrollieren wir fast jedes Fahrzeug, das vorbeikommt.“

Heutzutage sind die Beamten auch auf einen m√∂glichen Drogenkonsum vorbereitet: „Schmale Pupillen deuten auf Heroin hin, weite auf Cannabis-Konsum“, sagt Frank Hartmannsgruber. Liegt ein Verdacht vor, geht es zur Urinkontrolle auf die Wache: „Wir k√∂nnen dort mit unserem Schnelltest jede g√§ngige Droge feststellen.“

Erhärtet sich der Verdacht auf Drogen oder zu viel Alkohol, wird in beiden Fällen ein Arzt Blut abnehmen. Die Tests liefern keine exakt genaue Daten Рdie aber braucht man vor Gericht.

Die Beamten sind mittlerweile auch auf das Erkennen von Drogenkonsum geschult.

Zwei Jugendliche auf einem Moped werden kontrolliert. Soweit ist alles in Ordnung, nur funktioniert das R√ľcklicht nicht. Stehenlassen oder schieben sind die zwei M√∂glichkeiten.

Die Jugendlichen schieben: „Schauen Sie sich die an: Schwarzes Fahrzeug, schwarze Klamotten, schwarze Helme – die sind fast nicht zu erkennen. Eine funktionierende Beleuchtung dient der Sicherheit, gerade in der besonders dunklen Winterzeit“, sagt Frank Hartmannsgruber.

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Teamarbeit: Die Beamten kontrollieren nie alleine. Bild: lblog

„Ich bin sternhagelblau“, ruft ein √§lterer Herr, der an der Kontrolle vorbeil√§uft. Der Mann grinst: „Wollt ihr mich nett kontrolliere?“ Frank Hartmannsgruber versteht den Spa√ü: „Als Fu√üg√§nger d√ľrfen Sie das. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht ausrutschen.“ Der Mann lacht √ľber sein „Sp√§√üchen“, winkt und geht weiter.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz. Alles lief ruhig, z√ľgig und sehr gut koordiniert“, sagt Frank Hartmannsgruber. Das Kompliment wird der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Lars Rimmelspacher, gerne h√∂ren.

Die Bilanz: √ÉŇďber 100 Fahrzeuge haben die Beamten kontrolliert. Mehrere Verwarnungen wurden ausgesprochen – auch „m√ľndliche“, bei denen kein Bu√ügeld f√§llig wurde. Zwei „Verfolgungen“ mussten vorgenommen werden – stellten sich aber als Missverst√§ndnisse heraus.

Aus Sicht von Frank Hartmannsgruber gibt es vor allem ein sehr gutes Ergebnis: „Es hatten zwar ein paar Fahrer Alkohol genossen – aber in geringen Mengen.“

In dieser Nacht musste deshalb kein F√ľhrerschein einbehalten werden: „Ich bin √ľberzeugt, dass unsere aktive Kontrollt√§tigkeit und die Kommunikation in den Medien dar√ľber sich herumgesprochen hat. Damit haben wir unseren Auftrag, die Stra√üen sicherer zu machen, erf√ľllt.“

Null Toleranz РPolizei kontrolliert verstärkt während der Fasnachtstage

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Februar 2010. Die Polizei informiert in einer Pressemitteilung √ľber verst√§rkte Verkehrskontrollen w√§hrend der Fasnachtstage. Die Zwischenbilanz f√ľr 2010: Zehn „Lappen“ sind bereits weg.

Pressemitteilung der Polizei
„Alkohol zur Fastnachtszeit – Polizei ist wachsam

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Die Polizei kontrolliert verst√§rkt √ľber die Fasnachtstage. Bild: Polizei

Zur Fasnachtszeit hat leider auch der Alkohol Hochkonjunktur. Jeder soll nat√ľrlich seinen (auch feuchten) Spa√ü haben. Vergessen Sie aber nicht, sich rechtzeitig um eine Heimfahrgelegenheit zu k√ľmmern.
Das Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden oder den F√ľhrerschein entzogen zu bekommen, ist es wirklich nicht wert. Wenn sich „Narren“ betrunken oder unter dem Einfluss von Drogen hinters Steuer setzen, versteht die Polizei keinen Spa√ü.

Im letzten Jahr musste die Polizei in Mannheim in der Fastnachtszeit f√ľnfzehn Unf√§lle im Zusammenhang mit Alkoholkonsum aufnehmen. 49 Personen f√ľhrten ihr Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol und weitere 28 Kontrollierte nach dem Konsum von Drogen.

Dass nicht alle Fahrzeugf√ľhrer Vernunft walten lassen, zeigt das Ergebnis von Schwerpunktkontrollen, welche die Polizei am letzten Wochenende vor den „tollen“ Tagen auf den Stra√üen Mannheims durchgef√ľhrt hat. Insgesamt mussten die Beamten zehn F√ľhrerscheine einbehalten. Sechs Fahrer hatten „zu tief ins Glas geschaut“, vier weitere setzten sich unter Drogeneinfluss hinters Steuer.

Polizeidirektor Dieter Sch√§fer, Leiter der „Zentralen Dienste“, bringt es auf den Punkt: „Wir werden nicht tolerieren, dass sich Fahrer berauscht ans Steuer setzen und damit andere gef√§hrden.
Deshalb gehen wir auch in diesem Jahr w√§hrend der Fastnachtszeit verst√§rkt gegen Alkohols√ľnder im Stra√üenverkehr vor und werden dabei auch ein besonderes Augenmerk auf Fahrer richten, die unter Drogeneinfluss stehen.“

Damit in den „tollen Tagen“ der F√ľhrerschein nicht auf der Strecke bleibt, hier noch einige Tipps der Polizei:

  • H√§nde weg von Alkohol, wenn Sie noch fahren m√ľssen. Niemand kann den eigenen Promillegehalt treffsicher einsch√§tzen. Da liegt so mancher „Jeck“ ganz sch√∂n daneben. Einige vertrauen sogar auf frei verk√§ufliche Alkohol-Testger√§te. Der „Promillepegel“ l√§sst sich damit in der Regel jedoch nicht zuverl√§ssig messen.
  • Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut k√∂nnen Sie mit dem Gesetz in Konflikt kommen und Ihren F√ľhrerschein verlieren! Seit dem 01.08.2007 gilt f√ľr Fahranf√§nger die Null-Promille-Grenze! Bei Drogen gibt es keinen Grenzwert!
  • Ab 0,3 Promille Alkohol im Blut steigt Ihr Unfallrisiko um das 1,2-fache, ab 0,8 Promille um das Vierfache und ab 1,1 Promille um das Zehnfache!
  • Nutzen Sie nach M√∂glichkeit Busse, Bahnen oder Taxen!
  • Setzen Sie sich nicht zu betrunkenen oder durch Drogen
  • beeinflussten Fahrern ins Auto!
  • Gegen Alkohol im Blut helfen weder Tricks noch Koffein oder Vitamine. Nur der K√∂rper kann Alkohol abbauen, im Schnitt etwa 0,1 Promille pro Stunde. Wer um 3 Uhr morgens mit 1,5 Promille ins Bett gegangen ist, hat am n√§chsten Morgen um 10 Uhr also immer noch 0,8 Promille Restalkohol im Blut und ist somit fahruntauglich.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Nur „Narren“ fahren mit Alkohol im Blut

Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 19. Januar 2010. Soviel ist sicher: In der Faschingszeit wird getrunken. Sicher ist auch: Die Polizei wird verst√§rkt kontrollieren. Die Polizei informiert unter dem Motto: „Feiern ohne Risiko“ √ľber die Folgen und gibt Ratschl√§ge.

Prunksitzungen, Kappenabende, Fastnachtsumz√ľge – die n√§rrischen Tage stehen vor der T√ľr. Und fast √ľberall gibt‚Äôs auch reichlich Alkohol.

Aus Sicht der Polizei setzen sich leider immer noch „Narren“ ans Steuer ihres Autos, in der Hoffnung „die paar Meter“ nach Hause ohne Unfall und ohne Polizeikontrolle zu schaffen. Die Polizei warnt: „Das ist oft ein folgenreicher Trugschluss.“

Oft werden Fahrgemeinschaften gebildet, doch was ist, wenn sich der auserw√§hlte Fahrer nicht an die Absprache h√§lt? Dies kann nicht nur Folgen f√ľr den Geldbeutel haben, wenn der Fahrer nach einem F√ľhrerscheinentzug noch mit einer saftigen Geldstrafe bedacht wird. Es kann auch zu sehr schweren bis hin zu t√∂dlichen Unf√§llen f√ľhren, wodurch Fahrer und Mitfahrer ein Leben lang traumatisiert sein k√∂nnen. „Die Mitfahrer sind in der moralischen Pflicht, darauf zu achten, dass der Fahrer wirklich n√ľchtern ist.“

P√ľnktlich zu Beginn von Karneval, Fasching, Fastnacht und Co. wird die Polizei in den St√§dten und im Rhein-Neckar-Kreis wieder verst√§rkt Alkohol- und Drogens√ľnder kontrollieren. Denn beim Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss h√∂rt f√ľr die Beamten der „Faschingsspa√ü“ auf.

Ab 0,3 Promille Alkohol im Blut steigt Ihr Unfallrisiko um das 1,2-fache,
ab 0,8 Promille um das Vierfache,
ab 1,1 Promille um das Zehnfache!

Im Jahr 2009 wurden allein im Bereich der Polizeidirektion Heidelberg in der Faschingszeit zw√∂lf Verkehrsunf√§lle unter Alkoholbeeinflussung registriert.√ā¬†Drei Menschen wurden bei diesen Unf√§llen zum Teil schwer verletzt. Die Polizei „kassierte“ im letzten Jahr √ľber die „n√§rrischen Tage“ 57 F√ľhrerscheine ein, weiteren 46 betrunkenen Fahrzeugf√ľhrern wurden Bu√ügelder und Fahrverbote auferlegt. 36 Fahrzeugf√ľhrer wurden wegen aktueller Drogenbeeinflussung angezeigt.

Wichtig: Nicht nur Autofahrer stehen bei Unf√§llen unter Alkoholeinwirkung. Beispielsweise wird gerade im Stadtgebiet Heidelberg sehr h√§ufig das Fahrrad benutzt. Der Fahrradfahrer hat, wie jeder wei√ü, keine Knautschzone. Bei Fahrten mit dem Fahrrad unter Alkoleinfluss kommt es immer wieder zu sehr schweren Unf√§llen, bei denen teilweise erhebliche Verletzungen zu beklagen sind. Manchmal auch ganz ohne „Unfallgegner“.

Alleine im letzten Jahr waren im Stadtgebiet Heidelberg 288 Verkehrsunf√§lle mit Radfahrerbeteiligung zu verzeichnen, wobei 254 Personen verletzt wurden. Zwei Unf√§lle mit Radfahrerbeteiligung endeten t√∂dlich, 22 Radfahrer standen bei Unf√§llen unter Alkoholeinwirkung. „Das sind fast zehn Prozent, man stelle sich vor, jeder zehnte Autofahrer w√ľrde besoffen fahren – undenkbar“, so die Polizei.

Auch Fahranf√§nger sollten ihren teuer erworbenen F√ľhrerschein nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Seit 2007 gilt f√ľr Fahranf√§nger, und hier insbesondere f√ľr Fahranf√§nger unter dem 21. Lebensjahr, eine 0,0 Promille-Grenze.

Die Polizei rät:

  • Denken Sie auch in der Faschingszeit an Ihren F√ľhrerschein!
  • H√§nde weg von Alkohol, wenn Sie noch fahren m√ľssen – von Drogen√ā¬†sowieso!
  • Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut k√∂nnen Sie mit dem Gesetz in
  • Konflikt kommen und Ihren F√ľhrerschein verlieren! √ÉŇďbrigens: Bei Drogen gibt es keinen Grenzwert!
  • Ab 0,3 Promille Alkohol im Blut steigt Ihr Unfallrisiko um das 1,2-fache, ab 0,8 Promille um das Vierfache und ab 1,1 Promille um das Zehnfache!
  • Nutzen Sie nach M√∂glichkeit Busse, Bahnen oder Taxen!
  • Bilden Sie Fahrgemeinschaften und bestimmen Sie vorher, wer zur√ľckf√§hrt und n√ľchtern bleibt!
  • Setzen Sie sich nicht zu betrunkenen oder bekifften Fahrerinnen oder Fahrern ins Auto!
  • Die Polizeidirektion Heidelberg wird √ľber die Faschingszeit mit verschiedenen Aktionen die Bev√∂lkerung dahingehend sensibilisieren, ihr Auto zur Faschingszeit in der Garage stehen zu lassen, damit am Aschermittwoch keine „Katerstimmung“ herrscht. Neben der offenen Pr√§senz bei vielen Faschingsveranstaltungen wird die Verkehrspolizei im Vorfeld durch Handzettelaktionen auf die Thematik hinweisen.

Tolle Tage w√ľnscht
Das heddesheimblog

Weihnachtsmarkt „√Ę‚ā¨¬¶uvm“

Guten Tag!

Heddesheim, 04. Dezember 2009. Morgen √∂ffnet der „Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz“ zum ersten Mal. „Mit dabei… Tamara Pusch“, macht die Anzeige auf dem aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde auf. 60 Seiten umfasst das trostlose Blatt – aber auf keiner Seite gibt es so etwas wie ein Programm.

Das Mitteilungsblatt vom Donnerstag, den 03. Dezember 2009 k√ľndigt den diesj√§hrigen Weihnachtsmarkt an: „Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz. Mit dabei… Tamara Pusch, TSC BLAU-SILBER„. Das f√§llt ins Auge.

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Wann, wer, wo, was? Keine Information in dieser Anzeige. Quelle: Mitteilungsblatt

Darunter steht kleiner, unauff√§lliger, unwichtiger: „S√§ngerbund S√§ngervereinigung MGV“ und „Heddesheimer Kinderchor“ und „…uvm“.

Dann gibt es noch zwei Datumsangaben.

Das wars.

Keine weiteren Einzelheiten.

„Tamara Pusch“ ist eine Party-Band. Der TSC Blau-Silber ist ein Tanzclub aus Ladenburg. Beide zusammen werden als Aufmacher im Mitteilungsblatt als „Hauptattraktion“ des ersten Weihnachtsmarktes auf dem Dorfplatz in Heddesheim angepriesen.

Jedoch: Ohne Datum, ohne Zeitangabe – einfach „Mit dabei…“ und „…uvm!“.

Die Frage, was das „historische“ Ereignis mit „Tamara Pusch“ zu tun hat, hat sich niemand gestellt. Vorab kann ich schon heute sagen, was der MM, schreiben wird: „Irgendetwas mit „heizte ein“, „unterhielt gut“, „begeisterte“, „zum Mitmachen“ oder irgendwelche andere Worth√ľlsen.

Auf der Internet-Homepage der Gemeinde Heddesheim gibt es noch nicht einmal einen Hinweis, dass in Heddesheim √ľberhaupt ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Dort steht alles m√∂gliche – √ľberwiegend B√ľrokratisches – nur nichts √ľber den Weihnachtsmarkt. Keine Ank√ľndigung, kein Programm, keine W√ľrdigung, keine lobenden Worte des B√ľrgermeisters, wie man sie sonst gewohnt ist.

Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Heddesheim findet aus dieser Sicht der Gemeinde nicht statt und hat Рob gedruckt oder im Internet Рauch kein Programm.

Einen Eintrag auf der Gemeindeseite gibt es unter „Veranstaltungen“: „Brauchtum“

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1. Weihnachtsmarkt auf dem neuen Dorfplatz ist "Brauchtum".

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Wann, wer, wo, was? Einfache Informationen in dieser Anzeige. Quelle: Mitteilungsblatt

Wer zuf√§llig den Mannheimer Morgen (sofern noch abonniert) gelesen hat, findet eine Art „Programm“. Auch, wer noch zuf√§lliger auf die Internetseite des BdS-Heddesheim schaut.

Wie einfach eine einfache Programmanzeige sein kann, zeigt das „2. Schriesheimer Weihnachtsdorf“: Wer macht mit? Wann ist welche Veranstaltung wo? Diese Fragen werden ganz einfach und √ľbersichtlich beantwortet.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Z√ľndstoff: CDU-Politiker Wacker erteilt Kessler und Just eine Backpfeife

Guten Tag!

Heddesheim, 27. November 2009. Der Mannheimer Morgen veröffentlicht heute ein Interview, dass jede Menge lokalpolitische Sprengkraft in sich trägt. Der CDU-Politiker Georg Wacker, Staatssekretär im Kultusministerium, erteilt den Gemeinden Heddesheim und Hirschberg eine deutliche Absage in Sachen gemeinsame Werkrealschule.

Kommentar: Hardy Prothmann

Die Ohrfeige sitzt und zwar auf den Ohren der CDU, der SPD und der FDP in Heddesheim. Und auf denen der B√ľrgermeister Kessler und Just. Was Georg Wacker, CDU-Politiker, Mitglied des Landtags und Staatssekret√§r in einem kurzen Interview dem Mannheimer Morgen gesagt hat, muss den Fraktionen und den B√ľrgermeistern wie eine enorme Watsche auf den Backen gl√ľhen.

Die von den Gemeinden Heddesheim und Hirschberg ausgedachte „Ausnahmeregelung“ hat dem Interview zufolge „wenig Chancen“.

Das kann der CDU-Grande Wacker so einfach sagen, weil er wei√ü, dass es weder in Hirschberg noch in Heddesheim eine √Ėffentlichkeit gegen eine solche Aussage gibt. Denn die wurde durch Hinterzimmergespr√§che verhindert. Kessler und Just dachten, sie k√∂nnten das unter sich ausmachen und haben sich und ihren Einfluss wahrscheinlich masslos √ľbersch√§tzt.

Wenn Wacker Recht hat – und davon ist auszugehen – m√ľssen sich Heddesheim und Hirschberg einer L√∂sung beugen, die sie angeblich nie wollten. Einer gemeinsamen Werkrealschule auf Wanderschaft. Die Klassen 5-7 in der einen, die Klassen 8-10 in der anderen Schule.

Angeblich wollten beide Gemeinden „ihren Schulstandort“ st√§rken. Und angeblich sei es eine Schw√§chung, wenn die Sch√ľler auf Reisen geschickt w√ľrden.

Doch genau das zeichnet sich aber ab.

Die Verlierer sind aber nicht die B√ľrgermeister Kessler und Just – die werden nach Stuttgart zeigen und ihr Haupt beugen. Die Verlierer sind die Hauptsch√ľler.

Gymnasiasten wäre das nicht passiert Рdie haben eine stärkere Lobby.

Heddesheim und Hirschberg haben eine Chance, sich gegen den Willen Stuttgarts zu positionieren Рwenn sie die Eltern mobilisieren. Doch dazu benötigt es eine offene Strategie, einen offenen Austausch und den Willen, sich nicht von oben herab etwas diktieren zu lassen.

Auf den B√ľrgermeister Kessler und seine vollmundigen Versprechungen muss niemand mehr etwas geben.

Wenn es noch eine Wende in diesem Schuldrama geben kann, dann nur aus der Bevölkerung heraus.

Dem stehen aber vollkommen verharzte Fraktionen bei CDU, SPD und FDP gegen√ľber – Hinterzimmermauschlern, die nichts mehr f√ľrchten, als einen offenen Austausch √ľber Argumente. Ein offensiver Einsatz f√ľr die Johannes-Kepler-Schule w√ľrde diese Parteien dazu zwingen, sich zu √∂ffnen.

Das wird nicht stattfinden. Es werden beschwichtigende Worte gesucht werden – hart an der Grenze zur L√ľge – um ja nicht das aus Sicht dieser √∂rtlichen Parteifunktion√§re „bew√§hrte“ eigene System zu gef√§hrden.

Doch jedes Wort in der Sache wird gelogen sein. Am Ende verlieren die Schulen und vor allem die Sch√ľler – die lokalen Politgr√∂√üen haben schon l√§ngst verloren. Die CDU zwei Sitze, die SPD einen und die FDP auch einen. Profitiert haben die Gr√ľnen.

An denen ist es jetzt Рdie Hoffnung der Wähler auf eine anständige Politik umzusetzen.

Die Gr√ľnen in Heddesheim haben sich mit drei neuen Sitzen um 100 Prozent verdoppelt. Die W√§hler haben ihnen ihr Vertrauen geschenkt – freilich mehr in Sachen „Pfenning“, als in anderen Fragen.

Tats√§chlich gibt es au√üer „Pfenning“ aber noch andere sehr wichtige Themen in Heddesheim.

W√§hrend die CDU, die SPD und die FDP immer noch (wegen „Pfenning“) beleidigt sind und eigentlich nichts zustande bekommen, bleibt als letzte Hoffnung, dass die Gr√ľnen die √É‚Äěrmel hochkrempeln.

Heddesheim darf gespannt sein, ob die Gr√ľnen diese Erwartung erf√ľllen.

Die Sch√ľler der Johannes-Kepler-Schule brauchen Unterst√ľtzung – ohne stehen sie sehr alleine da.

W√ľnschenswert w√§re, dass die Parteifunktion√§re ihre Parteibindung mal au√üen vor lassen k√∂nnten und sich f√ľr ihren Ort und ihre Sch√ľler einsetzen – im Zweifel auch gegen ihre Parteifreunde im Kreis oder im Land.

Das aber ist eine Hoffnung, die weniger Chancen hat, als ein Dreier im Lotto.