Montag, 23. November 2020

Noch gibt es Karten fĂŒr die Prunksitzung der Grumbe


Guten Tag!

Heddesheim, 14. Februar 2011. (red) Rudi Göhner ist mĂ€chtig aufgeregt – denn am 19. Februar 2011 haben die Grumbe ihre Prunksitzung im BĂŒrgerhaus. Der Organisationsaufwand ist enorm und fĂŒr den Karnevalsverein ist das einer der wichtigsten Termine.

Von Hardy Prothmann

Das Programm ist voll: ShowtĂ€nze, GardetĂ€nze, VortrĂ€ge, Guggemusik, die SĂ€ngerin „Rafaella“ und „FrĂ€ulein Baumann“ (Spitzklicker) stehen auf dem Programm. „Den Ablauf zu koordinieren ist eine Heidenarbeit“, sagt Rudi Göhner.

„Aber wird sind stolz darauf, dass wir diese Fasnachtstradition immer noch anbieten“, sagt Göhner, der ein bekennender Fan der Show- und GardetĂ€nze ist: „Was die MĂ€dels und ihre Trainerinnen da leisten, ist einfach spitze und fĂŒr mich gehört das zu einer gelungenden Fasnacht dazu.“

Die GardemÀdels der Grumbe. Archivbild: heddesheimblog.de

Mit dabei sind die Tanzmariechen Alina Bernhard und Sabrina Mayer. Was da geboten wird, kann man sich in unserem Video mit Alina anschauen – ĂŒbrigens mit ĂŒber 9.800 Aufrufen das bestgesehenste Video in unserem Angebot:

Karnevalsvereine aus der ganzen Umgebung haben dazu angefragt und Alina fĂŒr die hervorragende Leistung gratuliert:

Wahrlich „sensationell“ dĂŒrfte auch wieder Frau Baumann, alias Dr. Markus Weber, mit seinen „gefĂŒrchteten“ Auftritten werden:

Karten (11 Euro) gibt es im Vorverkauf ĂŒber die Fahrschule Göhner: 06203/ 44 3 49 oder an der Abendkasse.
Einlass ist um 18:11 Uhr, Beginn um 19:11 Uhr.

Ahoi.
Das heddesheimblog

Grumbe beerdigen die Fasnacht

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Februar 2010. PĂŒnktlich um 19:11 Uhr begann die Beerdigungsfeier zur Fasnacht der Grumbe im St. Remigiushaus.

Von Horst Pölitz

SitzungsprĂ€sident Hans-Willi Keller bedankte sich bei allen Mitgliedern fĂŒr die geleisteten und nicht immer leichten Aufgaben wĂ€hrend der Kampagne. BĂŒrgermeister Michael Kessler wurde der RatshausschlĂŒssel von der Prinzessin Bianca I. ĂŒbergeben, damit er wieder regieren kann.

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Traditionsessen: Heringe mit Kartoffeln. Bild: hblog/pöl

FĂŒr ein wenig GlĂŒck in der Trauerrunde sorgten die quirligen Tanzmariechen Alicia und Alina Bernhard. Danach gab es traditionsgemĂ€ĂŸ Hering mit Pellkartoffeln.

Die Juniorengarde zeigte Akrobatik in vollendeter Form zur eingespielten Musik aus „König der Löwen“. Livia KĂ€rtner und Vanessa Herbel bewiesen im Paartanz nochmal ihre Klasse. Die Gruppe des Odenwaldklubs machte noch einmal Stimmung mit ihrem Schweinetango. Auch die Noddeschisser heizten noch einmal richtig nach.

„Pfarrer“ Rudolf Meier brachte seine Trauerrede karnevalsmĂ€ĂŸig rĂŒber. Vorstand, Elfferrat, Prinzessin, Mitglieder und GĂ€ste ließen unter lautem Juchzen TrĂ€nen fließen.

Die Heddesemer Fasnacht ist zu Ende. „Ja und nein“, sagte der 1. Vorsitzende Rudi Göhner: „Denn nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht.“

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Der Prunk, die Sitzung und was die Grumbe besser machen können

Guten Tag!

Heddesheim, 02. Februar 2010. Die Prunksitzung der Hellesema Grumbe bot ĂŒber fĂŒnf Stunden Programm. Das ist eine mehr als ordentliche Leistung – die durchaus Potenzial hat, noch besser sein zu können.

Kommentar: Hardy Prothmann

Als junger Mann habe ich gerne Fasching gefeiert, wie das in meiner PfĂ€lzer Heimat heißt.

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Tanzmariechen Sabrina Mayer (links) mit Prinzessin Bianca I. Bild: hblog/pöl

„Fasching“ habe ich auch in meinem ersten Artikel ĂŒber einen Mannheimer Karnevalsverein geschrieben. Der MM-Redakteur Peter W. Ragge hielt mir damals (1992) eine zehnminĂŒtige Standpauke, dass es keinen Fasching in Mannheim gĂ€be, sondern nur die Fasnacht. Das meinte der Mann todernst.

In Mannheim ist die Fasnacht nÀmlich ein todernstes GeschÀft. Auch das habe ich damals gelernt.

Noch die ödeste Veranstaltung mussten wir freien Mitarbeiter mit blumigstem Geschwurbel zum Erfolg hochschreiben. Statt wahrhaftig zu berichten, wurde die LĂŒge zur Pflicht. Ein Satz wie: „Die Leichenbittermienen der alten MĂ€nner mit den schmalen MĂŒndern zeigten nur dann einen Anflug von Geilheit in den Augen, wenn die Tanzmariechen ihre Beine ordentlich hoch warfen und die Höschen zu sehen waren…“, musste politisch korrekt geschrieben werden: „Wie immer bestaunte das Publikum die Tanzmariechen, die ihr ganzes Können wieder einmal unter Beweis stellten. Der 1. Vorsitzende zeigte sich hoch zufrieden…“

In meinen drei Jahren beim MM versuchte ich fortan, möglichst keine Zeit an den FaschingsFasnachtswochenenden zu haben, weil ich keine Lust hatte, mich journalistisch verbiegen zu mĂŒssen.

Das heddesheimblog hat ausgiebig ĂŒber die Kampagne der Grumbe berichtet – und zwar gerne. Warum? Weil es bei den Grumbe lustig zugeht, die AtmosphĂ€re immer freundlich ist und das Todernste fehlt.

Die Grumbe sind ein junger Verein (1996) und ein aktiver allemal. Die MĂ€dchen und jungen Frauen der Garden zeigen sehr engagierte TĂ€nze. Das ist harte Arbeit fĂŒr die TĂ€nzerinnen, aber auch fĂŒr die Trainerinnen.

Livia KĂ€rtner muss man besonders hervorheben: Sie lebt fĂŒr den Tanz und will nach dem Abitur TanzpĂ€dagogin werden. Ihre Dynamik und ihre schier unglaubliche Energie zeigt sie mit Vanessa Herbel im Paartanz. Sie trainiert den Marschtanz der Großen Garde und zusammen mit der Vorjahresprinzessin Manuela Schöner die Tanzmariechen Alicia und Alina Bernhard sowie Sabrina Mayer.

Die frĂŒhere deutsche Rock’n Roll-Meisterin Sabrina Mayer (16) ist ein Ausnahmetalent. Ob als Tanzmariechen, in der Garde oder mit ihrer Heilbronner Tanzgruppe ĂŒberzeugt die junge TĂ€nzerin mit ihrem technischen Können und ihrer positiven Ausstrahlung auf der BĂŒhne.

Der Nachwuchs in der kleinen Garde wird von Elke Schulz trainiert, die mittlere Garde von Martina und Linda MĂŒller. Rund 30 TĂ€nzerinnen sind es insgesamt. Im Vergleich zu den großen Mannheimer Vereinen ist das sehr ordentlich.

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Die Große Garde der Grumbe. Bild: hblog/pöl

Rund 300 Mitglieder hat der 1. Karnevalsverein Hellesema Grumbe, gut 80 machen aktiv mit. Der Verein leistet damit eine aktive Jugendarbeit und zeigt gesellschaftliches Engagement, in dem er die Fasnachtstradition fortfĂŒhrt.

Klingt, als wĂ€re alles ganz toll. Das ist es fast. Denn es lief nicht alles rund auf der Großen Prunksitzung vom 30. Januar 2010.

SitzungsprĂ€sident Hans-Willi Keller fĂŒhrte motiviert durchs Programm: Nur war er ab der zweiten HĂ€lfte des Saales kaum noch zu verstehen. Vermutlich lag es nicht an der Technik, sondern an seinem Umgang mit dem Mikrophon. Man spricht da nicht einfach nur hinein, das muss man lernen und ĂŒben.

Das gilt auch fĂŒr den 1. Vorsitzenden Rudi Göhner. Auch an seiner Moderationsarbeit gibt es einiges zu verbessern. Und es ist nicht wirklich lustig, wenn er in der Vorstellungsrunde nicht alle Namen der Mitwirkenden weiß.

Und auch der Prinzessin Bianca I. wĂ€re geholfen. So „liebreizend“ sie anzuschauen ist, so freundlich sie sich prĂ€sentiert – am Mikrophon glĂ€nzt sie leider nicht.

Das ist den allerwenigsten Menschen einfach so gegeben: Auf einer BĂŒhne vor Publikum zu reden, ist eine große Herausforderung. Aber eine, die man meistern kann, wenn man sich von kundigen Menschen darin unterrichten lĂ€sst. Wer denkt, „des mach ich halt irgendwie“, tut meistens sich und anderen keinen Gefallen.

Niemand erwartet einen perfekten Entertainer-Auftritt wie ihn „FrĂ€ulein Baumann“, alias Markus Weber, hingelegt hat. Aber ein wenig mehr ÃƓbung wĂŒrde das ganze Programm und die Arbeit aller aufwerten.

Die Grumbe könnten auch ĂŒber das traditionelle BĂŒhnenprogramm nachdenken.

Statt „Frontalunterhaltung“ wĂ€re es gerade in einem kleineren Rahmen wie dem BĂŒrgerhaus möglich, die RĂ€ume von BĂŒhne und Publikum ab und an mal aufzuheben. Beim Heddesheimer Publikum wird das ankommen, denn das macht gerne und willig mit, wie die Prunksitzung gezeigt hat.