Donnerstag, 16. August 2018

In der Metropolregion steht die Atomgefahr „im Vorgarten“


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Metropolregion, 15. MĂ€rz 2011. Wo ist nochmal Biblis, wo Philippsburg? FĂŒr viele wahrscheinlich „weit weg“. TatsĂ€chlich liegen Nordbaden und SĂŒdhessen im direkten Einzugsbereich in der „Gefahrenzone A“ von den alten Kernkraftwerden Biblis A und Philippsburg I. Und sie liegen in einer Zone, in der auch starke Erdbeben möglich sind.

In Japan weht der Wind derweil eine radioaktive Wolke vom havarierten Kernkraftwerk Fukushima in Richtung Tokio – das liegt 240 Kilometer vom Atomunfallsort entfernt.

Von Hardy Prothmann

ÃƓbersichtkarte deutsche Atomkraftwerke. Klicken Sie auf die Grafik fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Quelle: Wikipedia/Lencer

Das Abschalten von alten Atomkraftwerken in Deutschland wird auf der politischen Ebene unter dem Eindruck der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz von der Bundesregierung vorangetrieben.

Die CDU/FDP-Regierungskoaltion spricht plötzlich von „ÃƓberprĂŒfung“ der Sicherungssysteme und will sogar sieben alte Atommeiler, darunter Biblis A und Philippsburg I in KĂŒrze still legen.

Erstaunlich, hatte diese Regierung doch gegen den Widerstand der Opposition im vergangenen Herbst die Laufzeit dieser Reaktoren erheblich verlĂ€ngt. Damals war die „Welt noch in Ordnung“ und Atomkraftwerke angeblich sicher.

Auch der baden-wĂŒrttembergische MinisterprĂ€sident Stefan Mappus (CDU) gilt als Hardliner in Sachen Atompolitik. Bis zum Unfall in Japan hat er aus seiner bedingungslosen UnterstĂŒtzung der Atomwirtschaft nie einen Hehl gemacht.

Die Siedewasserreaktoren in Biblis und Philippsburg sind immer wieder durch „ZwischenfĂ€lle“ aufgefallen und Ă€hnlich konstruiert wie die im japanischen Fukushima, in denen aktuell eine Kernschmelze droht oder bereits eingesetzt hat. Hinzu kommt, dass beide Atomkraftwerke durchaus in einer Erbebenregion stehen, wie Spiegel online berichtet. Hier können Erdbeben bis zu einer StĂ€rke von 8 auftreten – ob deutsche AKW erdbegensicher sind, stellt der Bericht in Frage. In Deutschland gibt es oft Beben, 1992 wurden in der Niederrheinischen Bucht ein Beben mit der StĂ€rke 5,9 gemessen.

Wie trĂŒgerisch „Entfernungen“ und Sicherheitszonen sind, zeigt die Lage in Japan.

Dort wurde „klassisch“ eine 20-Kilometer-Zone eingerichtet. Laut Medienberichten ist die Strahlenbelastung der Menschen in der Umgebung aber enorm. Wie viele Menschen bereits lebensgefĂ€hrlich oder -bedrohlich verstrahlt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Die Belastung im Umkreis des AKW Fukushima soll bis zu 400 Millisievert pro Stunde betragen. Menschen können bereits ab 250 Millisievert Opfer einer Strahlenkrankheit werden.

In Tokio, also 240 Kilometer vom UnglĂŒcksort entfernt wird sei die Strahlung bereits etwa 22-mal höher als ĂŒblich, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag. Als Grund wird ein leichter Wind genannt, der die atomare Wolke mit einer Geschwindigkeit von 10-20 Kilometern pro Stunde ĂŒber Land trĂ€gt. Zudem droht Regen, der den Fall-Out noch beschleunigen wĂŒrde.

Experten halten eine Evakuierung der 35-Millionen-Einwohner-Metropole Tokio fĂŒr vollkommen ausgeschlossen.

Unsere ÃƓbersicht zeigt die Luftlinienentfernung von Atomkraftwerken fĂŒr einen Radius bis zu 300 Kilometern an. Messpunkt ist Mannheim.

Land Kraftwerk Reaktoren Entfernung Zone
D Philippsburg 2 25 A
D Biblis 2 26 A
D Neckarwestheim 2 70 F
D Grafenrheinfeld 1 135
F Cattenom 4 165
D Gundremmingen 2 177
F Fessenheim 2 188
CH Leibstadt 1 210
CH Beznau 2 215
CH Goesgen 1 240
B Tihange 3 256
F Chooz 2 273
D Grohnde 1 291
CH MĂŒhleberg 1 293
D Isar 2 295

Mitarbeit: lokal4u

Viernheimer BĂŒrgermeister Baaß verlangt Abschaltung von Biblis Block A


Guten Tag!

Viernheim/Rhein-Neckar/Wiesbaden, 15. MĂ€rz 2011. (pm) Kurzfristig hat sich heute BĂŒrgermeister Matthias Baaß an die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich gewandt. Der BĂŒrgermeister verlangt vom Land Hessen das kurzfristige Abschalten zumindest des Block A des Atomkraftwerkes Biblis.

Information der Stadt Viernheim:

„Baaß schreibt: „Wider Erwarten ist der Block A des Atomkraftwerkes Biblis, Luftlinie ca. 20 km von Viernheim entfernt, nicht vom gestrigen Beschluss der Bundesregierung betroffen. Der Block A soll – nach Aussagen der hessischen Landesregierung- auch jetzt weiterlaufen.

„Völlig unbegreifliche Haltung der Landesregierung.“

BĂŒrgermeister Baaß fordert Abschaltung von Biblis Block A: "Sicherheitsfragen mĂŒssen absoltue PrioritĂ€t haben" Foto: Stadt Viernheim

In Angesicht der Geschehnisse in Japan ist fĂŒr mich diese Haltung der Landesregierung völlig unbegreiflich. Es ist fĂŒr mich das Gebot der Stunde zumindest diesen Kraftwerksteil sofort abzuschalten. Wieso ist zu dieser Entscheidung weder die hessische Landesregierung noch der Betreiber, von dem man dies auch erwarten dĂŒrfte, in der Lage?“

Der Block A des Bibliser Atomkraftwerkes ist 1974 ans Netz gegangen und ist damit der Ă€lteste kommerziell genutzte Reaktor in Deutschland. Als unsicher gelten unter anderem die BetonhĂŒllen der Reaktoren: Sie sind zu dĂŒnn, um gegen FlugzeugabstĂŒrze zu schĂŒtzen. Außerdem fehlen externe Notstandswarten, die im Notfall eine Steuerung von außen ermöglichen.

Hieß es gestern zunĂ€chst, dass auch Biblis A vom Beschluss der Bundesregierung betroffen sei, sei dies nun doch nicht der Fall. Die ÃƓbertragung von Restproduktionszeiten anderer Meiler, die nicht mehr laufen, auf das Bibliser Kraftwerk sorgt fĂŒr eine Reststrommenge, die dort noch bis Juni diesen Jahres erzeugt werden darf.

Die bisher von CDU und FDP beschlossene LaufzeitverlĂ€ngerung ermöglicht dann, wenn sich nichts Ă€ndert, ein noch lĂ€ngeres Laufen dieses Kraftwerksteils. Nach dem Ausstiegsbeschluss der vorherigen rot-grĂŒnen Bundesregierung hĂ€tten die beiden Blöcke 2011 beziehungsweise 2012 abgeschaltet werden mĂŒssen. Die jetzige Bundesregierung hatte ein Weiterlaufen bis 2020 ermöglicht.

„Sicherheitsfragen mĂŒssen absolute PrioritĂ€t haben.“

Viernheims BĂŒrgermeister appelliert im Interesse der Viernheimer Bevölkerung an Umweltministerin Puttrich sich ein Beispiel an Bundesumweltminister Röttgen zu nehmen, der mit Recht davon spreche, dass nun nichts mehr bleiben darf, wie es war. Baaß: „Das sollte sich auch die hessische Landesregierung zum Maßstab nehmen.“

Es dĂŒrfe doch nicht wahr sein, dass in Angesicht der schlimmsten Geschehnisse die Landesregierung hier nicht von sich aus die Reißleine ziehe. Jetzt mĂŒssten Sicherheitsfragen alleroberste PrioritĂ€t haben und nicht wirtschaftliche ErwĂ€gungen von Betreibern.

Video-Interview mit Rebecca Harms: „Jede Notabschaltung ist eine Extremsituation.“


Rebecca Harms vor dem atomaren Endlager in Gorleben.

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Gorleben, 14. MĂ€rz 2011. Rebecca Harms hat 1977 die BĂŒrgerinitiative gegen das atomare Endlager in Gorleben mitgegrĂŒndet. Die Fraktionsvorsitzende der GrĂŒnen im EuropĂ€ischen Parlament nimmt im Video-Interview Stellung zu den atomaren Havarien in Japan und zur „Sicherheit von Kernkraftwerken“.

Info:
Rebecca Harms ist Ko-Vorsitzende der grĂŒnen Fraktion im EuropĂ€ischen Parlament. Sie arbeitet als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss fĂŒr Industrie, Forschung und Energie und als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss fĂŒr Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Außerdem ist sie Mitglied der Delegation im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Ukraine.

http://rebecca-harms.de

Das Video wurde durch wendland-net.de zur VerfĂŒgung gestellt. Wendland-net.de ist wie unsere Redaktion Mitglied bei istlokal.de, einem neuen Netzwerk lokaljournalistischer Angebote im Internet. Insgesamt hat das Netzwerk istlokal.de deutschlandweit bislang rund 50 Mitglieder.
Das Netzwerk istlokal.de will den Lokaljournalismus fördern. Die Mitglieder unterstĂŒtzen sich gegenseitig in den Bereichen Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht.

Japanische Atom-UnfĂ€lle strahlen auf Wahlkampf ab – Mappus unter Druck


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Stuttgart, 14. MĂ€rz 2011. Die Reaktor-UnfĂ€lle infolge des Erdbebens und des Tsunamis in Japan haben eventuell direkte „Folgen fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg“. MinisterprĂ€sident Stefan Mappus und die Regierungskoalition von CDU und FDP kommen unter enormen Rechtfertigungsdruck. In den Umfragen liegen BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen und SPD leicht vorne – dieser Abstand könnte sich vergrĂ¶ĂŸern.

Von Hardy Prothmann

Zwei Wochen vor der Landtagswahl passiert der Gau – in Japan. Aber aus Sicht der Landesregierung auch in Baden-WĂŒrttemberg.

Ist definitiv "fĂŒr" die Atomenergie. MinisterprĂ€sident Stefan Mappus, der die GrĂŒnen gerne als "Dagegen"-Partei bezeichnet. Das richtet sich nun gegen ihn selbst.

Nachdem ĂŒbers Wochenende immer klarer wurde, dass Japan vor einer nuklearen Katastrophe ungeahnten Ausmaßes steht, wird der Druck auf MinisterprĂ€sident Stefan Mappus enorm steigen. Er hat nie einen Zweifel daran gelassen, wie er zur Atompolitik steht: Er ist sozusagen der Vertreter der Atompolitik und keinesfalls des Ausstiegs.

Die grĂ¶ĂŸte anzunehmende Unfall geschieht weit weg. Stefan Mappus bietet „jegliche erdenklich Hilfe“ an – vielleicht ohne realisiert zu haben, dass er die zur Zeit selbst auch dringend benötigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird dafĂŒr kaum zur VerfĂŒgung stehen – sie hat dasselbe Problem.

Er kann Flötentöne suchen wie er will und in der ARD sagen: „Ich bin gerne bereit den nationalen Dialog zu fĂŒhren, wie man das erreichen kann.“ „Das“ ist der Atomausstieg – „man“ ist er selbst.

Mappus – der Atommann vor dem Gau.

Der Bundestag hat am 28. Oktober 2010 mit schwarz-gelber Mehrheit fĂŒr eine LaufzeitverlĂ€ngerung entschieden. Die Betriebszeiten der vor 1980 in Betrieb gegangenen sieben Anlagen wurden um acht Jahre verlĂ€ngert und die der zehn ĂŒbrigen Atomkraftwerke um vierzehn Jahre. Einer der vehementesten Vertreter: Stefan Mappus.

Nachdem er mit Ach und viel Krach gerade sein FĂŒhrungsdesaster in Sachen Stuttgart21 hinter sich gebracht hat, bleibt ihm kaum Zeit die Katastrophe in Japan fĂŒr sich selbst in den Griff zu bekommen.

Der Gau ist da, eventuell folgt der Super-Gau in Fukushima. Schon jetzt steht fest, dass große Gebiete um die havarierten Atommeiler in Japan unbewohnbar sein werden.

Die Bilder aus Japan werden den Wahlkampf und Mappus beherrschen.

In den kommenden Tagen werden Bilder veröffentlicht werden: Von vielen, von sehr vielen Opfern. Und es werden Zahlen ĂŒber verstrahlte Menschen veröffentlicht werden. Und es werden Daten ĂŒber die nukleare Wolke folgen.

Bilder und immer detaillierte Informationen werden die Aufmerksamkeit der Menschen beherrschen.

Und die Atomgegner mĂŒssen nicht mehr viel machen. Sie mĂŒssen nicht argumentieren. Sie mĂŒssen nur sagen, wie schrecklich das alles ist. Und dass sie fassungslos sind. Und das wird das sein, was jeder vernĂŒnftige Mensch mit Herz auch denkt.

Mappus war immer der „Dagegen“-Vertreter. Gegen den schnellen Atomausstieg.

Und Stefan Mappus verliert seinen deftigsten Wahlspruch – die GrĂŒnen als die „Dagegen-Partei“ zu bezeichnen.

Denn wer nicht gegen das fĂŒrchterliche Schicksal ist, das hunderttausende Japaner, vielleicht sogar Millionen erleben mĂŒssen, der ist „dafĂŒr“, was sich dort gerade abspielt: Eine der grĂ¶ĂŸten Katastrophen der Neuzeit.

Ausgelöst durch eine unglaubliche Naturgewalt und fortgefĂŒhrt durch eine Technologie, die man nicht mehr unter Kontrolle hat.

Wie war das damals mit Tschernobyl?


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 14. MĂ€rz 2011. Unser Gastautor Carsten Stoffel erinnert in seinem Beitrag an den Super-Gau von Tschernobyl, der sich vor fast 25 Jahren ereignete. Der katastrophale Unfall war eine der bislang fĂŒrchterlichsten Umweltkatastrophen der Neuzeit. Ein RĂŒckblick.

Am 26. April 1986, vor fast 25 Jahren, ereignete sich durch eine Kernschmelze in Block 4 des Reaktors von Tschernobyl eine der bislang grĂ¶ĂŸten atomaren UnfĂ€lle. Aufnahme 2006. Bild: Wikipedia, Carl Montgomery

Von Carsten Stoffel

Es war Samstag, der 26. April 1986, der als schwarzer Tag in die Geschichte der Welt eingehen sollte. Bereits am Vortag hatte diese unglĂŒckliche Verkettung von UmstĂ€nden begonnen.

Es sollte der Stromausfall der KĂŒhlsysteme des Reaktors simuliert werden. Jene Situation, die wir derzeit im Atomkraftwerk Fukoshima erleben.

„Bedienfehler“ löst die bislang schlimmste atomare Katastrophe aus.

Grund fĂŒr uns einmal zurĂŒck zu blicken. Am 26. April 1986 um 1:23 Uhr passiert nach einem Bedienungsfehler das Unfassbare. In Block 4 des Kernkraftwerks, nahe der Stadt Tschernobyl, kommt es zu einer folgenschweren nuklearen Kettenreaktion.

Der 1000 Tonnen schwere Deckel des Reaktorkerns, sowie das Dach des ReaktorgebÀudes, werden durch die Wucht der Detonation weggerissen. Radioaktive Strahlung kann ungehindert in die AtmosphÀre gelangen.

Vertuschung statt AufklÀrung.

Die damaligen, kommunistischen Machthaber in Moskau versuchen den Vorfall herunter zu spielen. Mit primitiv anmutenden Methoden wurde versucht, den Schaden zu begrenzen.

Von den damals eingesetzten Helfern vor Ort sollen 1000 Personen bereits am ersten Tag einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt worden sein. Erst einen Tag spÀter begannen die kommunistischen Machthaber damit, die in der nÀhe gelegene Stadt Prypiat zu evakuieren.

Am 28. April wurde man erstmals in Schweden auf eine erhöhte Strahlung aufmerksam. In einem Schwedischen AKW wurde Strahlungsalarm ausgelöst. Als fest stand, nicht fĂŒr die erhöhte Strahlung verantwortlich zu sein, kam aufgrund der Windrichtung schnell die damalige Sowjetunion in Verdacht.

Erst am 30. April 1986 zeigte die ARD-Tagesschau ein durch die Sowjets retuschiertes Foto vom UnglĂŒcksreaktor.

Detuschland und Europa betroffen.

Durch den „unglĂŒcklicherweise“ anhaltenden Ostwind war auch Deutschland und der Rest der heutigen EU von den Folgen des ReaktorunglĂŒcks betroffen.

Karte der kontaminierten Gebiete nach dem Reaktorunfall - in Japan droht der Super-Bau in mindestens drei Reaktoren. Klicken Sie auf das Bild fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Quelle: Wikipedia/Sting

Damals beherrschte die Angst um verseuchte Lebensmittel Wochen lang die öffentliche Debatte. Es wurde empfohlen, Äcker mit Saat und FrĂŒchten umzupflĂŒgen. SpielplĂ€tze wurden gesperrt und der Sand der SandkĂ€sten auf SpielplĂ€tzen ausgetauscht.

KleingĂ€rtner wurden aufgefordert, nichts aus ihrem Garten zu essen, da die FrĂŒchte möglicherweise mit CĂ€sium 135 belastet hĂ€tten sein können.

Die Rewe-Gruppe vernichtete damals Lebensmittel im Wert von drei Millionen DM, die unverkÀuflich waren.

Angebliche „ÃƓbergangstechnologie“.

Politiker ĂŒberschlugen sich damals mit ErklĂ€rungen zur Kernenergie, und dem Ausstieg aus dieser Technologie, die bereits 1986 von den Spitzen der FDP und CDU als ÃƓbergangstechnologie bezeichnet wurde. Als direkte Folge wurde das Ministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gegrĂŒndet.

Obwohl es bereits vor Tschernobyl Pannen im Umgang mit der Atomkraft gegeben hatte, war der Super-Gau von Tschernobyl eine ZĂ€sur, die unter anderem dafĂŒr sorgte, dass die Anti-Atomkraftbewegung mehr und mehr Zulauf bekam.

Info:
Carsten Stoffel ist Redaktionsmitglied von solinger-bote.de und Mitglied im Netzwerk istlokal.de.
Das Netzwerk istlokal.de hat sich im Dezember 2010 gegrĂŒndet und befindet sich im Aufbau. Fast 50 „Blogs“ und „Internet-Zeitungen“ aus ganz Deutschland beteiligen sich bereits an diesem Projekt, das den Lokaljournalismus fördern will.
Die Mitglieder unterstĂŒtzen sich in den Bereichen Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht.
Hardy Prothmann, verantwortlich fĂŒr dieses Blog, ist GrĂŒndungsmitglied von istlokal.de.

BĂŒrgertelefon soll Fragen zu Auswirkungen der Atom-Katastrophe auf Baden-WĂŒrttemberg beantworten


DIN 4844-2 Warnzeichen D-W005 Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierenden Strahlen (auch auf abschirmenden BehÀltern). Quelle: Wikipedia

Rhein-Neckar/Stuttgart, 14. MĂ€rz 2011. (red) Das Baden-WĂŒrttembergische Umweltministerium hat eine Hotline geschaltet, ĂŒber die sich besorgte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu „Auswirkungen der Geschehnisse auf Baden-WĂŒrttemberg“, also den Folgen der japanischen Kernkraftwerk-Katastrophe erkundigen können sollen.

Das Umweltministerium bietet folgenden „Service“ ohne nĂ€here ErlĂ€uterung an.

„Aktuelle Informationen zu den UnfĂ€llen in den japanischen Kernkraftwerken unter 0711 – 126 2713

Nach den UnfĂ€llen in japanischen Kernkraftwerken hat das Umweltministerium unter der Rufnummer 0711 – 126 2713 ein BĂŒrgertelefon eingerichtet. Besorgte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger des Landes können sich ĂŒber eventuelle Auswirkungen der Geschehnisse auf Baden-WĂŒrttemberg informieren. Das BĂŒrgertelefon ist bis auf Weiteres tĂ€glich von 8 Uhr bis 20 Uhr besetzt.

Informationen zur aktuellen Lage in Japan unter anderem auf den Internetseiten des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: http://www.bmu.bund.de

Sofern Sie den „Service“ in Anspruch nehmen, dĂŒrfen Sie Ihre Erfahrung gerne als Kommentar hier veröffentlichen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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