Montag, 23. Oktober 2017

In der Metropolregion steht die Atomgefahr „im Vorgarten“


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Metropolregion, 15. M├Ąrz 2011. Wo ist nochmal Biblis, wo Philippsburg? F├╝r viele wahrscheinlich „weit weg“. Tats├Ąchlich liegen Nordbaden und S├╝dhessen im direkten Einzugsbereich in der „Gefahrenzone A“ von den alten Kernkraftwerden Biblis A und Philippsburg I. Und sie liegen in einer Zone, in der auch starke Erdbeben m├Âglich sind.

In Japan weht der Wind derweil eine radioaktive Wolke vom havarierten Kernkraftwerk Fukushima in Richtung Tokio – das liegt 240 Kilometer vom Atomunfallsort entfernt.

Von Hardy Prothmann

├â┼ôbersichtkarte deutsche Atomkraftwerke. Klicken Sie auf die Grafik f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung. Quelle: Wikipedia/Lencer

Das Abschalten von alten Atomkraftwerken in Deutschland wird auf der politischen Ebene unter dem Eindruck der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-W├╝rttemberg und Rheinland-Pfalz von der Bundesregierung vorangetrieben.

Die CDU/FDP-Regierungskoaltion spricht pl├Âtzlich von „├â┼ôberpr├╝fung“ der Sicherungssysteme und will sogar sieben alte Atommeiler, darunter Biblis A und Philippsburg I in K├╝rze still legen.

Erstaunlich, hatte diese Regierung doch gegen den Widerstand der Opposition im vergangenen Herbst die Laufzeit dieser Reaktoren erheblich verl├Ąngt. Damals war die „Welt noch in Ordnung“ und Atomkraftwerke angeblich sicher.

Auch der baden-w├╝rttembergische Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus (CDU) gilt als Hardliner in Sachen Atompolitik. Bis zum Unfall in Japan hat er aus seiner bedingungslosen Unterst├╝tzung der Atomwirtschaft nie einen Hehl gemacht.

Die Siedewasserreaktoren in Biblis und Philippsburg sind immer wieder durch „Zwischenf├Ąlle“ aufgefallen und ├Ąhnlich konstruiert wie die im japanischen Fukushima, in denen aktuell eine Kernschmelze droht oder bereits eingesetzt hat. Hinzu kommt, dass beide Atomkraftwerke durchaus in einer Erbebenregion stehen, wie Spiegel online berichtet. Hier k├Ânnen Erdbeben bis zu einer St├Ąrke von 8 auftreten – ob deutsche AKW erdbegensicher sind, stellt der Bericht in Frage. In Deutschland gibt es oft Beben, 1992 wurden in der Niederrheinischen Bucht ein Beben mit der St├Ąrke 5,9 gemessen.

Wie tr├╝gerisch „Entfernungen“ und Sicherheitszonen sind, zeigt die Lage in Japan.

Dort wurde „klassisch“ eine 20-Kilometer-Zone eingerichtet. Laut Medienberichten ist die Strahlenbelastung der Menschen in der Umgebung aber enorm. Wie viele Menschen bereits lebensgef├Ąhrlich oder -bedrohlich verstrahlt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Die Belastung im Umkreis des AKW Fukushima soll bis zu 400 Millisievert pro Stunde betragen. Menschen k├Ânnen bereits ab 250 Millisievert Opfer einer Strahlenkrankheit werden.

In Tokio, also 240 Kilometer vom Ungl├╝cksort entfernt wird sei die Strahlung bereits etwa 22-mal h├Âher als ├╝blich, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag. Als Grund wird ein leichter Wind genannt, der die atomare Wolke mit einer Geschwindigkeit von 10-20 Kilometern pro Stunde ├╝ber Land tr├Ągt. Zudem droht Regen, der den Fall-Out noch beschleunigen w├╝rde.

Experten halten eine Evakuierung der 35-Millionen-Einwohner-Metropole Tokio f├╝r vollkommen ausgeschlossen.

Unsere Ãœbersicht zeigt die Luftlinienentfernung von Atomkraftwerken für einen Radius bis zu 300 Kilometern an. Messpunkt ist Mannheim.

Land Kraftwerk Reaktoren Entfernung Zone
D Philippsburg 2 25 A
D Biblis 2 26 A
D Neckarwestheim 2 70 F
D Grafenrheinfeld 1 135
F Cattenom 4 165
D Gundremmingen 2 177
F Fessenheim 2 188
CH Leibstadt 1 210
CH Beznau 2 215
CH Goesgen 1 240
B Tihange 3 256
F Chooz 2 273
D Grohnde 1 291
CH M├╝hleberg 1 293
D Isar 2 295

Mitarbeit: lokal4u

Viernheimer B├╝rgermeister Baa├č verlangt Abschaltung von Biblis Block A


Guten Tag!

Viernheim/Rhein-Neckar/Wiesbaden, 15. M├Ąrz 2011. (pm) Kurzfristig hat sich heute B├╝rgermeister Matthias Baa├č an die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich gewandt. Der B├╝rgermeister verlangt vom Land Hessen das kurzfristige Abschalten zumindest des Block A des Atomkraftwerkes Biblis.

Information der Stadt Viernheim:

„Baa├č schreibt: „Wider Erwarten ist der Block A des Atomkraftwerkes Biblis, Luftlinie ca. 20 km von Viernheim entfernt, nicht vom gestrigen Beschluss der Bundesregierung betroffen. Der Block A soll – nach Aussagen der hessischen Landesregierung- auch jetzt weiterlaufen.

„V├Âllig unbegreifliche Haltung der Landesregierung.“

B├╝rgermeister Baa├č fordert Abschaltung von Biblis Block A: "Sicherheitsfragen m├╝ssen absoltue Priorit├Ąt haben" Foto: Stadt Viernheim

In Angesicht der Geschehnisse in Japan ist f├╝r mich diese Haltung der Landesregierung v├Âllig unbegreiflich. Es ist f├╝r mich das Gebot der Stunde zumindest diesen Kraftwerksteil sofort abzuschalten. Wieso ist zu dieser Entscheidung weder die hessische Landesregierung noch der Betreiber, von dem man dies auch erwarten d├╝rfte, in der Lage?“

Der Block A des Bibliser Atomkraftwerkes ist 1974 ans Netz gegangen und ist damit der ├Ąlteste kommerziell genutzte Reaktor in Deutschland. Als unsicher gelten unter anderem die Betonh├╝llen der Reaktoren: Sie sind zu d├╝nn, um gegen Flugzeugabst├╝rze zu sch├╝tzen. Au├čerdem fehlen externe Notstandswarten, die im Notfall eine Steuerung von au├čen erm├Âglichen.

Hie├č es gestern zun├Ąchst, dass auch Biblis A vom Beschluss der Bundesregierung betroffen sei, sei dies nun doch nicht der Fall. Die ├â┼ôbertragung von Restproduktionszeiten anderer Meiler, die nicht mehr laufen, auf das Bibliser Kraftwerk sorgt f├╝r eine Reststrommenge, die dort noch bis Juni diesen Jahres erzeugt werden darf.

Die bisher von CDU und FDP beschlossene Laufzeitverl├Ąngerung erm├Âglicht dann, wenn sich nichts ├Ąndert, ein noch l├Ąngeres Laufen dieses Kraftwerksteils. Nach dem Ausstiegsbeschluss der vorherigen rot-gr├╝nen Bundesregierung h├Ątten die beiden Bl├Âcke 2011 beziehungsweise 2012 abgeschaltet werden m├╝ssen. Die jetzige Bundesregierung hatte ein Weiterlaufen bis 2020 erm├Âglicht.

„Sicherheitsfragen m├╝ssen absolute Priorit├Ąt haben.“

Viernheims B├╝rgermeister appelliert im Interesse der Viernheimer Bev├Âlkerung an Umweltministerin Puttrich sich ein Beispiel an Bundesumweltminister R├Âttgen zu nehmen, der mit Recht davon spreche, dass nun nichts mehr bleiben darf, wie es war. Baa├č: „Das sollte sich auch die hessische Landesregierung zum Ma├čstab nehmen.“

Es d├╝rfe doch nicht wahr sein, dass in Angesicht der schlimmsten Geschehnisse die Landesregierung hier nicht von sich aus die Rei├čleine ziehe. Jetzt m├╝ssten Sicherheitsfragen alleroberste Priorit├Ąt haben und nicht wirtschaftliche Erw├Ągungen von Betreibern.

Video-Interview mit Rebecca Harms: „Jede Notabschaltung ist eine Extremsituation.“


Rebecca Harms vor dem atomaren Endlager in Gorleben.

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Gorleben, 14. M├Ąrz 2011. Rebecca Harms hat 1977 die B├╝rgerinitiative gegen das atomare Endlager in Gorleben mitgegr├╝ndet. Die Fraktionsvorsitzende der Gr├╝nen im Europ├Ąischen Parlament nimmt im Video-Interview Stellung zu den atomaren Havarien in Japan und zur „Sicherheit von Kernkraftwerken“.

Info:
Rebecca Harms ist Ko-Vorsitzende der gr├╝nen Fraktion im Europ├Ąischen Parlament. Sie arbeitet als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss f├╝r Industrie, Forschung und Energie und als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss f├╝r Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Au├čerdem ist sie Mitglied der Delegation im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Ukraine.

http://rebecca-harms.de

Das Video wurde durch wendland-net.de zur Verf├╝gung gestellt. Wendland-net.de ist wie unsere Redaktion Mitglied bei istlokal.de, einem neuen Netzwerk lokaljournalistischer Angebote im Internet. Insgesamt hat das Netzwerk istlokal.de deutschlandweit bislang rund 50 Mitglieder.
Das Netzwerk istlokal.de will den Lokaljournalismus f├Ârdern. Die Mitglieder unterst├╝tzen sich gegenseitig in den Bereichen Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht.

Japanische Atom-Unf├Ąlle strahlen auf Wahlkampf ab – Mappus unter Druck


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Stuttgart, 14. M├Ąrz 2011. Die Reaktor-Unf├Ąlle infolge des Erdbebens und des Tsunamis in Japan haben eventuell direkte „Folgen f├╝r Baden-W├╝rttemberg“. Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus und die Regierungskoalition von CDU und FDP kommen unter enormen Rechtfertigungsdruck. In den Umfragen liegen B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen und SPD leicht vorne – dieser Abstand k├Ânnte sich vergr├Â├čern.

Von Hardy Prothmann

Zwei Wochen vor der Landtagswahl passiert der Gau – in Japan. Aber aus Sicht der Landesregierung auch in Baden-W├╝rttemberg.

Ist definitiv "f├╝r" die Atomenergie. Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus, der die Gr├╝nen gerne als "Dagegen"-Partei bezeichnet. Das richtet sich nun gegen ihn selbst.

Nachdem ├╝bers Wochenende immer klarer wurde, dass Japan vor einer nuklearen Katastrophe ungeahnten Ausma├čes steht, wird der Druck auf Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus enorm steigen. Er hat nie einen Zweifel daran gelassen, wie er zur Atompolitik steht: Er ist sozusagen der Vertreter der Atompolitik und keinesfalls des Ausstiegs.

Die gr├Â├čte anzunehmende Unfall geschieht weit weg. Stefan Mappus bietet „jegliche erdenklich Hilfe“ an – vielleicht ohne realisiert zu haben, dass er die zur Zeit selbst auch dringend ben├Âtigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird daf├╝r kaum zur Verf├╝gung stehen – sie hat dasselbe Problem.

Er kann Fl├Âtent├Âne suchen wie er will und in der ARD sagen: „Ich bin gerne bereit den nationalen Dialog zu f├╝hren, wie man das erreichen kann.“ „Das“ ist der Atomausstieg – „man“ ist er selbst.

Mappus – der Atommann vor dem Gau.

Der Bundestag hat am 28. Oktober 2010 mit schwarz-gelber Mehrheit f├╝r eine Laufzeitverl├Ąngerung entschieden. Die Betriebszeiten der vor 1980 in Betrieb gegangenen sieben Anlagen wurden um acht Jahre verl├Ąngert und die der zehn ├╝brigen Atomkraftwerke um vierzehn Jahre. Einer der vehementesten Vertreter: Stefan Mappus.

Nachdem er mit Ach und viel Krach gerade sein F├╝hrungsdesaster in Sachen Stuttgart21 hinter sich gebracht hat, bleibt ihm kaum Zeit die Katastrophe in Japan f├╝r sich selbst in den Griff zu bekommen.

Der Gau ist da, eventuell folgt der Super-Gau in Fukushima. Schon jetzt steht fest, dass gro├če Gebiete um die havarierten Atommeiler in Japan unbewohnbar sein werden.

Die Bilder aus Japan werden den Wahlkampf und Mappus beherrschen.

In den kommenden Tagen werden Bilder ver├Âffentlicht werden: Von vielen, von sehr vielen Opfern. Und es werden Zahlen ├╝ber verstrahlte Menschen ver├Âffentlicht werden. Und es werden Daten ├╝ber die nukleare Wolke folgen.

Bilder und immer detaillierte Informationen werden die Aufmerksamkeit der Menschen beherrschen.

Und die Atomgegner m├╝ssen nicht mehr viel machen. Sie m├╝ssen nicht argumentieren. Sie m├╝ssen nur sagen, wie schrecklich das alles ist. Und dass sie fassungslos sind. Und das wird das sein, was jeder vern├╝nftige Mensch mit Herz auch denkt.

Mappus war immer der „Dagegen“-Vertreter. Gegen den schnellen Atomausstieg.

Und Stefan Mappus verliert seinen deftigsten Wahlspruch – die Gr├╝nen als die „Dagegen-Partei“ zu bezeichnen.

Denn wer nicht gegen das f├╝rchterliche Schicksal ist, das hunderttausende Japaner, vielleicht sogar Millionen erleben m├╝ssen, der ist „daf├╝r“, was sich dort gerade abspielt: Eine der gr├Â├čten Katastrophen der Neuzeit.

Ausgel├Âst durch eine unglaubliche Naturgewalt und fortgef├╝hrt durch eine Technologie, die man nicht mehr unter Kontrolle hat.

Wie war das damals mit Tschernobyl?


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 14. M├Ąrz 2011. Unser Gastautor Carsten Stoffel erinnert in seinem Beitrag an den Super-Gau von Tschernobyl, der sich vor fast 25 Jahren ereignete. Der katastrophale Unfall war eine der bislang f├╝rchterlichsten Umweltkatastrophen der Neuzeit. Ein R├╝ckblick.

Am 26. April 1986, vor fast 25 Jahren, ereignete sich durch eine Kernschmelze in Block 4 des Reaktors von Tschernobyl eine der bislang gr├Â├čten atomaren Unf├Ąlle. Aufnahme 2006. Bild: Wikipedia, Carl Montgomery

Von Carsten Stoffel

Es war Samstag, der 26. April 1986, der als schwarzer Tag in die Geschichte der Welt eingehen sollte. Bereits am Vortag hatte diese ungl├╝ckliche Verkettung von Umst├Ąnden begonnen.

Es sollte der Stromausfall der K├╝hlsysteme des Reaktors simuliert werden. Jene Situation, die wir derzeit im Atomkraftwerk Fukoshima erleben.

„Bedienfehler“ l├Âst die bislang schlimmste atomare Katastrophe aus.

Grund f├╝r uns einmal zur├╝ck zu blicken. Am 26. April 1986 um 1:23 Uhr passiert nach einem Bedienungsfehler das Unfassbare. In Block 4 des Kernkraftwerks, nahe der Stadt Tschernobyl, kommt es zu einer folgenschweren nuklearen Kettenreaktion.

Der 1000 Tonnen schwere Deckel des Reaktorkerns, sowie das Dach des Reaktorgeb├Ąudes, werden durch die Wucht der Detonation weggerissen. Radioaktive Strahlung kann ungehindert in die Atmosph├Ąre gelangen.

Vertuschung statt Aufkl├Ąrung.

Die damaligen, kommunistischen Machthaber in Moskau versuchen den Vorfall herunter zu spielen. Mit primitiv anmutenden Methoden wurde versucht, den Schaden zu begrenzen.

Von den damals eingesetzten Helfern vor Ort sollen 1000 Personen bereits am ersten Tag einer t├Âdlichen Strahlendosis ausgesetzt worden sein. Erst einen Tag sp├Ąter begannen die kommunistischen Machthaber damit, die in der n├Ąhe gelegene Stadt Prypiat zu evakuieren.

Am 28. April wurde man erstmals in Schweden auf eine erh├Âhte Strahlung aufmerksam. In einem Schwedischen AKW wurde Strahlungsalarm ausgel├Âst. Als fest stand, nicht f├╝r die erh├Âhte Strahlung verantwortlich zu sein, kam aufgrund der Windrichtung schnell die damalige Sowjetunion in Verdacht.

Erst am 30. April 1986 zeigte die ARD-Tagesschau ein durch die Sowjets retuschiertes Foto vom Ungl├╝cksreaktor.

Detuschland und Europa betroffen.

Durch den „ungl├╝cklicherweise“ anhaltenden Ostwind war auch Deutschland und der Rest der heutigen EU von den Folgen des Reaktorungl├╝cks betroffen.

Karte der kontaminierten Gebiete nach dem Reaktorunfall - in Japan droht der Super-Bau in mindestens drei Reaktoren. Klicken Sie auf das Bild f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung. Quelle: Wikipedia/Sting

Damals beherrschte die Angst um verseuchte Lebensmittel Wochen lang die ├Âffentliche Debatte. Es wurde empfohlen, ├âÔÇ×cker mit Saat und Fr├╝chten umzupfl├╝gen. Spielpl├Ątze wurden gesperrt und der Sand der Sandk├Ąsten auf Spielpl├Ątzen ausgetauscht.

Kleing├Ąrtner wurden aufgefordert, nichts aus ihrem Garten zu essen, da die Fr├╝chte m├Âglicherweise mit C├Ąsium 135 belastet h├Ątten sein k├Ânnen.

Die Rewe-Gruppe vernichtete damals Lebensmittel im Wert von drei Millionen DM, die unverk├Ąuflich waren.

Angebliche „├â┼ôbergangstechnologie“.

Politiker ├╝berschlugen sich damals mit Erkl├Ąrungen zur Kernenergie, und dem Ausstieg aus dieser Technologie, die bereits 1986 von den Spitzen der FDP und CDU als ├â┼ôbergangstechnologie bezeichnet wurde. Als direkte Folge wurde das Ministerium f├╝r Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gegr├╝ndet.

Obwohl es bereits vor Tschernobyl Pannen im Umgang mit der Atomkraft gegeben hatte, war der Super-Gau von Tschernobyl eine Z├Ąsur, die unter anderem daf├╝r sorgte, dass die Anti-Atomkraftbewegung mehr und mehr Zulauf bekam.

Info:
Carsten Stoffel ist Redaktionsmitglied von solinger-bote.de und Mitglied im Netzwerk istlokal.de.
Das Netzwerk istlokal.de hat sich im Dezember 2010 gegr├╝ndet und befindet sich im Aufbau. Fast 50 „Blogs“ und „Internet-Zeitungen“ aus ganz Deutschland beteiligen sich bereits an diesem Projekt, das den Lokaljournalismus f├Ârdern will.
Die Mitglieder unterst├╝tzen sich in den Bereichen Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht.
Hardy Prothmann, verantwortlich f├╝r dieses Blog, ist Gr├╝ndungsmitglied von istlokal.de.

B├╝rgertelefon soll Fragen zu Auswirkungen der Atom-Katastrophe auf Baden-W├╝rttemberg beantworten


DIN 4844-2 Warnzeichen D-W005 Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierenden Strahlen (auch auf abschirmenden Beh├Ąltern). Quelle: Wikipedia

Rhein-Neckar/Stuttgart, 14. M├Ąrz 2011. (red) Das Baden-W├╝rttembergische Umweltministerium hat eine Hotline geschaltet, ├╝ber die sich besorgte B├╝rgerinnen und B├╝rger zu „Auswirkungen der Geschehnisse auf Baden-W├╝rttemberg“, also den Folgen der japanischen Kernkraftwerk-Katastrophe erkundigen k├Ânnen sollen.

Das Umweltministerium bietet folgenden „Service“ ohne n├Ąhere Erl├Ąuterung an.

„Aktuelle Informationen zu den Unf├Ąllen in den japanischen Kernkraftwerken unter 0711 – 126 2713

Nach den Unf├Ąllen in japanischen Kernkraftwerken hat das Umweltministerium unter der Rufnummer 0711 – 126 2713 ein B├╝rgertelefon eingerichtet. Besorgte B├╝rgerinnen und B├╝rger des Landes k├Ânnen sich ├╝ber eventuelle Auswirkungen der Geschehnisse auf Baden-W├╝rttemberg informieren. Das B├╝rgertelefon ist bis auf Weiteres t├Ąglich von 8 Uhr bis 20 Uhr besetzt.

Informationen zur aktuellen Lage in Japan unter anderem auf den Internetseiten des Bundesministeriums f├╝r Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: http://www.bmu.bund.de

Sofern Sie den „Service“ in Anspruch nehmen, d├╝rfen Sie Ihre Erfahrung gerne als Kommentar hier ver├Âffentlichen.

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