Samstag, 23. September 2017

Qualitätsjournalismus ist immer auch Service Рneues Angebot auf dem heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 14. November 2009. Das heddesheimblogs hat heute ein neues Angebot gestartet: Service. In dieser Rubrik werden wir redaktionell verschiedene Angebote machen. Los gehts mit Energiethemen und den seri√∂sen Energiespartipps der KliBa. Am Dienstag startet „Rund ums Auto“, am Donnerstag kommender Woche „Gesundheit“.

Das heddesheimblog bietet Journalismus pur – unabh√§ngig, √ľberparteilich, schnell, relevant und vertrauensw√ľrdig.

Dazu geh√∂rt neben unserer aktuellen Berichterstattung auch die hintergr√ľndige und investigative – und ab sofort praktische Berichterstattung. Wir starten zun√§chst mit den Themen „Energie“, „Rund ums Auto“ und „Gesundheit“.

Unter der neuen Kategorie „Service“ (siehe Navigationsleite) finden Sie ab sofort zu diesen Themen interessante Informationen und Recherchen.

Heute starten wir mit „Energie“ – denn das wird uns alle in der nahen Zukunft mehr den je besch√§ftigen – denn die Preise f√ľr √Ėl, Gas und Strom werden kontinuierlich steigen. Sie finden hier Tipps und solide Informationen.

Ebenso bei Service – „Rund ums Auto“. Hier starten wir am kommenden Dienstag mit exklusiven Inhalten und praktischen Tipps. Immer dienstags kommen neue Artikel hinzu.

Donnerstags werden wir Informationen zum Thema „Gesundheit“ ver√∂ffentlichen.

Die Redaktion des heddesheimblogs sucht f√ľr seine Leserinnen und Leser die besten Informationen zusammen und ver√∂ffentlicht diese wie gewohnt kostenlos. Aber vor allem zuverl√§ssig.

Machen Sie mit. Wir freuen uns √ľber Anregungen von Ihnen. Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen haben.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Mit modernen Haushaltsgeräten Geld sparen

Guten Tag!

Heddesheim, 14. November 2009. Das heddesheimblogs startet heute einen neuen Service rund ums Energiesparen. Echte Stromfresser sind veraltete Haushaltsger√§te – es kann sich lohnen, √ľber eine Neuanschaffung nachzudenken – der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel zuliebe.

Pressemitteilung der KliBA

Sparsame Sp√ľlmaschinen sparen st√§ndig
Kaufempfehlungen und Vergleichslisten f√ľr Haushaltsger√§te erschienen

(Heidelberg, 2. November 2009) Die Stromrechnung war zu hoch? Der Gefrierschrank schon √ľber 10 Jahre alt? Dann ist es Zeit, sich um neue Haushaltsger√§te zu k√ľmmern – um sparsamere! Ab sofort ist bei der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH (KliBA) die Brosch√ľre „Besonders sparsame Haushaltsger√§te 2009/10“ erh√§ltlich.

Die kostenlose Verbraucherinformation hilft Ihnen, sich f√ľr den richtigen K√ľhl- und Gefrierschrank, Waschmaschine, W√§schetrockner oder Sp√ľlmaschine zu entscheiden. „Ein solches Ger√§t ist eine Anschaffung f√ľr viele Jahre“, bemerkt Dr. Klaus Ke√üler, Gesch√§ftsf√ľhrer der KliBA in Heidelberg, „Unterschiede im Verbrauch summieren sich √ľber die Jahre zu stattlichen Betr√§gen, die den ein oder anderen Euro mehr beim Kauf eines energieeffizienten Haushaltsger√§tes schnell rechtfertigen.“

„Energieeffiziente Ger√§te rechnen sich“, Dr. Klaus Ke√üler

So belastet eine K√ľhl-Gefrier-Kombination mit hohem Verbrauch in 15 Jahren Betriebsdauer die Haushaltskasse um 1.000 Euro mehr als eines der empfohlenen Modelle. „Ein vermeintliches Schn√§ppchen kann sich damit letztlich als teurer Fehlkauf entpuppen“, warnt Ke√üler. Die Brosch√ľre will Verbraucher vor einem solchen Flops bewahren und mit den Vergleichslisten die n√∂tige Orientierung geben.

Die Empfehlungen ber√ľcksichtigen das Lieferangebot in Deutschland auf dem Stand von Ende September 2009 und werden fortlaufend auf der Website www.kliba-heidelberg.de unter der Rubrik Service / Sparsame Haushaltsger√§te aktualisiert. Die Brosch√ľre kann bei der KliBA abgeholt werden oder mit einem an sich selbst adressierten, mit 1,45 √Ę‚Äö¬¨ frankierten DIN A4-Briefumschlag bei der KliBA, Wieblinger Weg 21, 69123 Heidelberg angefordert werden.

√ÉŇďber die KliBA:
Die unabh√§ngige Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH, kurz KliBA, ber√§t seit dem 17. M√§rz 1997 B√ľrger, Unternehmer und Kommunen des Rhein-Neckar-Raums. Gesellschafter der Agentur sind die St√§dte Heidelberg, Hemsbach, Ladenburg, Neckargem√ľnd, Schriesheim, Sinsheim, Walldorf, Weinheim und die Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Plankstadt, Sandhausen, der Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg sowie die Sparkasse Heidelberg.

Die KliBA unterst√ľtzt beteiligte Kommunen im Bereich des kommunalen Energiemanagements. Bei allen energierelevanten Vorhaben, vom Contracting bis zum Controlling, ber√§t sie neutral und unabh√§ngig. Auch kleinere und mittlere Unternehmen k√∂nnen √ľber die Initialberatung durch die KliBA mit Energieeinsparma√ünahmen laufende Kosten senken und ihre Wettbewerbsf√§higkeit erh√∂hen. F√ľr B√ľrger bietet die KliBA die kostenlose B√ľrgerberatung an. Von regenerativen Energien bis zum neusten Stand diverser F√∂rderprogrammen reicht das Spektrum der Themen. Und mit einem kostenfreien W√§rmepass der KliBA erhalten Hauseigent√ľmer Gewissheit √ľber den Energieverbrauch ihres Eigenheims.

Link: KliBA

Neues Angebot: Energietipps der Redaktion und der Klimaagentur KliBA aus Heidelberg

Guten Tag!

Heddesheim, 14. November 2009. Das heddesheimblog startet heute einen neuen Service rund ums Energiesparen und wird ab sofort Pressemitteilungen der KliBA gGmbH Heidelberg veröffentlichen, die das Klima und den eigenen Geldbeutel schonen.
Die Redaktion des
heddesheimblogs freut sich sehr √ľber die Kooperation mit der KliBA und weist darauf hin, dass sich B√ľrger regelm√§√üig im Heddesheimer Rathaus durch den Energieberater Thomas Henning kostenlos und unverbindlich beraten lassen k√∂nnen – am besten nach vorheriger Terminvereinbarung.

Das heddesheimblog wird in der neuen Kategorie Service-Energie in lockerer Folge eigene redaktionelle Beiträge in unserer gewohnten Qualität anbieten Рimmer samstags.

Gerne ver√∂ffentlichen wir aber auch die Pressemitteilungen und die Energiespartipps der KliBA, einer gemeinn√ľtzigen und unabh√§ngigen Klimaschutz- und Energieberatungsagentur in Heidelberg. Die KliBA ber√§t seit Anfang 1997 B√ľrger, Unternehmer und Kommunen des Rhein-Neckar-Raums in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz. In Heddesheim auch vor Ort durch den Energieberater Thomas Henning.

Typischerweise veröffentlicht das heddesheimblog keine unbearbeiteten Pressemitteilungen, sondern nur eigene redaktionelle Texte. Warum machen wir hier eine Ausnahme?

Die KliBA informiert sachkundig und seriös zu Energiethemen.

Ganz einfach. Wir haben uns selbst von der Qualit√§t der Arbeit der KliBA √ľberzeugt. Wir ver√∂ffentlichen deren Mitteilungen im Original – weil die KliBA als gemeinn√ľtzige GmbH keine gewerblichen Gewinnziele anstrebt und au√üerordentlich sachkundig und seri√∂s informiert.

Da die KliBA unabh√§ngige, kostenlose und relevante Informationen zur Verf√ľgung stellt, passt dieser Service sehr gut zum Angebot des heddesheimblogs.

Gesellschafter der Agentur sind die St√§dte Heidelberg, Hemsbach, Ladenburg, Neckargem√ľnd, Schriesheim, Sinsheim, Walldorf, Weinheim und die Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Plankstadt, Sandhausen, der Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg sowie die Sparkasse Heidelberg.

Die KliBA unterst√ľtzt beteiligte Kommunen im Bereich des kommunalen Energiemanagements. Bei allen energierelevanten Vorhaben, vom Contracting bis zum Controlling, ber√§t sie neutral und unabh√§ngig.

Auch kleinere und mittlere Unternehmen k√∂nnen √ľber die Initialberatung durch die KliBA mit Energieeinsparma√ünahmen laufende Kosten senken und ihre Wettbewerbsf√§higkeit erh√∂hen.

F√ľr B√ľrger bietet die KliBA die kostenlose B√ľrgerberatung an. Von regenerativen Energien bis zum neusten Stand diverser F√∂rderprogrammen reicht das Spektrum der Themen.

Und mit einem kostenfreien W√§rmepass der KliBA erhalten Hauseigent√ľmer Gewissheit √ľber den Energieverbrauch ihres Eigenheims.

Lesen Sie auch unser Interview mit dem KliBA-Gesch√§ftsf√ľhrer Dr. Klaus Ke√üler: „Hausbesitzer k√∂nnen deutlich Energie sparen“

Link: KliBA

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Spielt ihr Kind am Computer? Wom√∂glich online? Dann sollten Sie sofort f√ľr Sicherheit sorgen.

Guten Tag!

Heddesheim, 05. November 2009. Nein, so schlimm ist das bei uns nicht mit dem Computerspielen. Ja sicher, ab und zu geht er/sie online. Das machen doch alle. Da ist doch nichts Schlimmes dran. Ich vertrau schon darauf, dass da nichts passiert… Kennen Sie diese Aussagen? Wom√∂glich von sich selbst? Dann sollten Sie sich dringend die Zeit nehmen und die Sicherheit Ihrer Kinder und Ihrer selbst kontrollieren.

Von Peter Kröffges

Zu Weihnachten werden sehr viele Kinder in Deutschland ihren ersten Computer bekommen. Andere werden zus√§tzliche Soft- und Hardware unter dem „Gabenbaum“ finden. Verantwortliche Eltern √ľberlegen aber genau, was Sie ihren Kindern schenken.

√ÉŇďber Sinn und p√§dagogischen Nutzen von Online-Computerspielen gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Ein Aspekt zu dieser Thematik ist unstrittig: Onlinespiele sind nicht ohne Gefahr und gerade Jugendliche / Kinder sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt.

Warum ein Beitrag zu diesem Thema in der Serie „Datenschutz“?

Ein Auszug aus dem Impressum eines Online-Computerspieleanbieters macht dies deutlich:
„Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adresse) erhoben werden, erfolgt dies soweit m√∂glich stets auf freiwilliger Basis…“Wir weisen darauf hin, dass die Daten√ľbertragung im Internet Sicherheitsl√ľcken aufweisen kann.“

Nun sollte diesem Anbieter keine böse Absicht oder gar irgendwelche kriminelle Energie unterstellt werden, aber eine gewisse Skepsis erzeugen solche Hinweise schon. Warum werden Daten erhoben, wer nutzt diese Daten und welche Ziele werden verfolgt?

Die Firma Symantec (Hersteller von Sicherheitssoftware) hat 2008 das Ergebnis einer Befragung ver√∂ffentlicht, das ein Alarmsignal f√ľr alle Eltern sein muss und Grund zur Besorgnis geben kann:

  • 83 % der Eltern √ľberpr√ľfen nicht das Surfverhalten ihrer Kinder
  • knapp ein Drittel der befragten Kinder hatten schon Kontakt zu Fremden im Internet und√ā¬†wurden nach pers√∂nlichen Informationen befragt
  • nur 12 % der Eltern erhielten von diesen Nachfragen Kenntnis

Dar√ľber hinaus gibt es „Netzwerke“ wie Sch√ľlerVZ (Sch√ľler), wer-kennt-wen (Privatpersonen) oder Xing (Gesch√§ftsleute) um nur drei Beispiele mit verschiedenen Zielgruppen zu nennen.

Vor kurzem ist Sch√ľlerVZ in die Schlagzeilen geraten, weil Unmengen von Daten der Nutzer, also Kindern, gestohlen worden sind. Ob, von wem und zu welchem Zweck diese Daten missbraucht werden k√∂nnen, ist noch unklar. Beunruhigend ist, dass die Daten gestohlen werden konnten und nicht klar ist, was „man“ damit machen kann.

Nachfolgende Tipps helfen Datenmissbrauch zu erschweren:

  • Sprechen Sie offen mit Ihren Kindern √ľber diese Thema!
  • √ÉŇďber das Computerspiel, das sie h√§ufig und gerne spielen.
  • Fragen Sie nach den Inhalten und Zielen des Spiels oder lassen Sie sich das Spiel am Besten selbst am Bildschirm zeigen.
  • Pr√ľfen Sie den Anbieter genau und informieren Sie sich im Zweifel in Fachforen oder Fachzeitschriften.
  • Fragen Sie ihre Kinder gezielt, welche Daten sie schon eingegeben haben oder welche Angaben erfragt wurden.
  • Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen des Computers, Installieren Sie ggf. als Erg√§nzung ein spezielles Schutzprogramm (Kindersicherung)!

Ein Schutzprogramm kann Internetseiten filtern, die Installation und Benutzung unerw√ľnschter Programme unterbinden, Benutzungszeiten protokollieren, komplette Laufwerke verstecken, √É‚Äěnderungen an den Einstellungen f√ľr Windows, den Windows Explorer, den Internet Explorer und das Netzwerk verhindern und den Zugang zur Systemuhr und der Systemsteuerung unterbinden. Gute Schutzprogramme gibt es im Fachhandel und als Download im Internet.

Weitere Informationen zum Thema „Computerspiele“ bieten unter anderem diese Informationsseiten:

www.klicksafe.de

www.rollenspielsucht.de

www.aktiv-gegen-mediensucht.de

Video: „Wo ist Klaus?

Haben Sie Ihre Daten und die Ihrer Kinder im Griff?

Guten Tag!

Heddesheim, 29. Oktober 2009. Beim Sch√ľler-Netzwerk StudiVZ sind Millionen von Daten „abgegriffen“ worden. Obwohl es sich nach einem Skandal anh√∂rt, k√∂nnte es (k)einer sein. Angeblich handelt es sich nicht um sensible Daten, so der Betreiber der VZ-Netzwerke. Ob das so ist, kann man nur beurteilen, wenn man wei√ü, was „sensibel“ hei√üt.

Sensibel sind Daten dann, wenn sie in einen Zusammenhang gebracht werden können. Eine eins und sechs einzelne Nullen bedeuten nur eine eins und sechs einzelne Nullen. Hintereinander geschrieben ergeben diese Zahlen die Zahl von einer Million oder 1.000.000 oder 1 Mio. oder 1000t, je nach Schreibweise

Auch diese Zahl ist vollkommen belanglos, solange die Bezugsgr√∂√üe fehlt. 1 Mio. Gummib√§rchen sind etwas anderes als eine Million Vorzugsaktien eines Unternehmens – wenn das pleite ist, sind die Gummib√§rchen mehr wert, wenn es der B√∂rsenstar ist, kann man unz√§hlbare Gummib√§rchen f√ľr diesen Gegenwert kaufen.

Jetzt sind vor kurzem „Millionen“ von Benutzerdaten des Sch√ľler-Netzwerkes Sch√ľlerVZ abgegriffen worden. Ist das der Skandal?

Mal ganz n√ľchtern: Daten werden schon immer „abgegriffen“ und genutzt. Jeder Kaufmann interessiert sich f√ľr die Angebote der Konkurrenz, jeder Politiker f√ľr die Meinungsumfragen oder B√ľrgerbefragungen.

Jeder Wissenschaftler arbeitet ganz selbstverständlich mit Daten Рalso mit Informationen. Je detaillierter, umso besser.

Ein Skandal wird daraus, wenn jemand einen Datenaustausch fordert und f√∂rdert und gleichzeitig Sicherheit verspricht. Wer diesem Versprechen aus welchen Gr√ľnden auch immer nicht nachkommt, wird bestraft werden – durch Misstrauen und in gewissen F√§llen auch durch die Justiz.

Genau das ist bei Sch√ľlerVZ passiert.

Wie reagieren verantwortungsbewusste Eltern? Sie kontrollieren das, was ihre Kinder bei StudiVZ so an Daten √ľber sich freigeben. Was sie in die Welt hinausschw√§tzen. Nicht auf der „Gasse“, wo Geschw√§tz nur einer oder ein paar h√∂ren, sondern im Internet, wo diese Daten „schriftlich“ dokumentiert festgehalten werden. Als Datens√§tze – die kopiert und mit anderen Daten kombiniert werden k√∂nnen.

Die Frage ist: Was tun?

Hier eine Antwort:

„Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) will nach den Herbstferien an Schulen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden- W√ľrttemberg eine Aufkl√§rungskampagne starten. Dabei sollen BvD- Datenschutzexperten Verhaltensregeln zum Schutz der Daten im Netz vorstellen, wie der Verband mitteilte. Eltern und Lehrer seien h√§ufig mit dem Datenschutz √ľberfordert.“

Eltern und Lehrer sollen also h√§ufig mit dem Datenschutz √ľberfordert sein?

Ist das so? Das ist so.

So genannte „soziale Netzwerke“ wie wer-kennt-wen, xing, facebook und andere wie Sch√ľlerVZ fordern zum Datenaustausch auf. Wer bist Du, wen kennst Du, was machst Du, was interessiert Dich?

Bei wer-kennt-wen wirft die Suche nach heddesheim rund 2000 Datens√§tze aus – also Informationen √ľber 2000 Personen. Jeder, der in diesem Netzwerk eingetragen ist, gibt Informationen √ľber sich preis. Und wenn es allein die ist, dass er dort eingetragen ist. Alle Daten k√∂nnen mit anderen Daten kombiniert werden – deswegen sollte man sich sorgf√§ltig √ľberlegen – welche Daten man nicht ver√∂ffentlicht.

Bei Sch√ľlerVZ liegt der Fall anders. Hier tummeln sich Minderj√§hrige, die ihren Eltern sagen, sie gehen eben mal im Sch√ľlerVZ was gucken. Was gucken die da? Auf die Daten von anderen Minderj√§hrigen? Vielleicht – vielleicht auch nicht. Und die Kinder beginnen bereits, sich √ľber „verkn√ľpfte“ Daten auszutauschen. Die hei√üen „Gruppen“. Sie ver√∂ffentlichen Bilder von sich. Ist das in Ordnung? Viele Eltern denken sich nichts dabei.

Genau das ist das eigentliche Problem. Das hat aber nichts mit „√ÉŇďberforderung“ zu tun, sondern mit Desinteresse. Der beste Schutz vor Datenmissbrauch ist Interesse – denn das haben auch die, die die Daten „abgreifen“ und zu missbrauchen versuchen.

Das macht das Internet nicht zu einem teuflischen Medium. „Daten“, also Informationen werden schon immer kopiert und neu in Zusammenhang gebracht. Das Ergebnis ist unter anderem das Internet – mit einer bis vor zwei Jahrzehnten nicht denkbaren Informationsf√ľlle und sich daraus entwickelnden positiven Entwicklungen – aber auch negativen.

Die wichtigste Lehre aus dem j√ľngsten „Datenskandal“ ist, dass Informationsmissbrauch am besten einzud√§mmen ist, wenn man selbst gut informiert ist und f√ľr sich und andere, beispielsweise die eigenen Kinder wei√ü, was an Informationen nach au√üen gegeben werden darf und was nicht.

Der Aufruf muss lauten: Kontrollieren Sie so gut wie m√∂glich ihre eigenen Daten und vor allem die Ihrer Kinder – heutzutage reicht es nicht, nur auf der Stra√üe nach links oder rechts zu schauen – das gilt auch f√ľr das Internet.

Sich auf Datenschutzverlautbarungen Dritter zu verlassen ist mindestens grob fahrl√§ssig – heutzutage ist jeder Mensch ein „Informationspool“. Nicht immer hat man die Kontrolle √ľber seine eigenen Daten – aber man kann durch umsichtiges Verhalten trotzdem die Kontrolle behalten.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Handylockanrufe und Viren


Guten Tag!

Heddesheim, 22. Oktober 2009. Wer vern√ľnftig ist, sch√ľtzt seinen Computer gegen Viren und Trojaner durch einschl√§gige Programme. Unsere Handys sind aber schon lange Computer und mittlerweile immer √∂fter auch im Internet unterwegs – also da, wo die Schadprogramme auf Opfer lauern.

Von Peter Kröffges

Wer sich einigerma√üen f√ľr die m√∂glichen Bedrohungen interessiert, sorgt daf√ľr, dass ein ordentlicher Virenscanner t√§glich aktualisiert den eigenen Computer sch√ľtzt. Moderne Virenscanner und Sicherheitssoftware werden installiert und das bestm√∂gliche zur Datensicherheit unternommen.

Doch droht mittlerweile immer mehr unserem Handy eine Infizierung mit Viren, W√ľrmern oder Trojanern. In Deutschland sind derzeit ca. 100 Millionen Mobiltelefone angemeldet, ein Anlass genug f√ľr m√∂gliche T√§ter diesen „Markt“ verst√§rkt ins Visier zunehmen.

Laut einer in Auftrag gegebenen Studie des Unternehmens „McAfee“ (Hersteller von Antivirenprogrammen), waren schon im Jahre 2006 bereits 83 Prozent aller Mobilfunkbetreiber von Handy-Viren betroffen. Fachleute sch√§tzen, dass heute ca. 350 bis 400 Virenprogramme f√ľr Mobiltelefone im Umlauf sind und t√§glich werden es mehr.

Wie arbeiten diese Schadprogramme?

Mit einer SMS ist die Einschleusung von Trojanern (getarntes Programm) wohl noch nicht m√∂glich, da damit nur eine begrenzte Anzahl von Textzeichen und keine ausf√ľhrbaren Programme verschickt werden k√∂nnen. Bei MMS (Multimedia Messaging Service, Versand von Dateien wie z.B. Bildern oder Musiktiteln) ist dies allerdings m√∂glich.

Auch die bei vielen modernen Handys vorhandene Schnittstelle √ľber Bluetooth (funkbasierten Ersatz f√ľr Kabelverbindungen) ist ein m√∂gliches Einfallstor f√ľr Schadprogramme.

Damit m√∂gliche T√§ter auf das Handy zugreifen k√∂nnen, muss die „transportierte“ Software noch auf dem Ger√§t installiert werden – √ā¬†gut getarnt als „Download“ f√ľr Klingelt√∂ne oder andere „coole Dinge“, wird auch die Warnung des Ger√§tes oder die erforderliche Best√§tigung zur Installation ganz leicht umgangen.

Der Handynutzer gibt mit der Einwilligung sein Einverst√§ndnis und das Schadprogramm wird in den meisten F√§llen unsichtbar f√ľr den Besitzer installiert und nimmt seine „Arbeit“ auf.

Ist ein Schadprogramm, z.B. ein Trojaner, erst einmal installiert, k√∂nnen T√§ter damit fast alle Funktionen des Handy nutzen, manipulieren und kontrollieren. Befehle auf das Handy zu schicken, SMS-Nachrichten abzufangen oder auch Fotoaufnahmen abzurufen sind f√ľr „Spezialisten“ kein ernsthaftes Problem mehr.

Wie kann der Handynutzer sich sch√ľtzen?

Ein erster wesentlicher Schutzmechanismus ist, alle m√∂glichen Sicherheitseinstellung des Mobiltelefons zu nutzen. Weiterhin sollte auf dem Mobiltelefon eine entsprechende Virenschutzsoftware installiert sein, bei modernen Mobiltelefonen bieten die Provider das gegen eine geringe Geb√ľhr im Paket an. Weiterhin sollte keine Best√§tigung („dr√ľcken Sie die Ja-Taste“) oder Installation erfolgen, die von einer unsicheren, Ihnen nicht bekannten Stelle angeboten bzw. gesendet wird.

Gesundes Misstrauen und im Zweifelsfall sicherheitshalber löschen ist ein sehr guter Basisschutz.

Stellen Sie sich die Frage, ob eine bestimmte angebotene Dienstleistung (Klingelton, Wallpaper etc.) wirklich erforderlich ist und vermeiden Sie auch mögliche Abo-Fallen oder ein Virenrisiko schon im Vorfeld.

Pr√ľfen Sie genau den Verbindungsnachweis und die Rechnung des Mobilfunkbetreibers auf Unregelm√§√üigkeiten, damit auch ihr Handy „safe“ ist und bleibt.

Post von der GEZ


Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2009. Wenn Sie dieser Tage Post von der GEZ bekommen, hat das einen Grund: Es gibt rechtliche √É‚Äěnderungen, die die GEZ befolgen muss. Das geht auch in Ordnung. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich Betr√ľger diese Gesetzes√§nderung zunutze machen.

Von Peter Kröffges

Die Geb√ľhreneinzugszentrale (GEZ) bittet zurzeit viele Rundfunkteilnehmerinnen und -teilnehmer, die eine Einzugserm√§chtigung erteilt haben, ihre Daten f√ľr das Lastschriftverfahren schriftlich zu best√§tigen.

Hintergrund sind bevorstehende rechtliche √É‚Äěnderungen beim Lastschriftverfahren. Bis zum 31. Oktober dieses Jahres muss die Europ√§ische Richtlinie f√ľr Zahlungsdienste in deutsches Recht √ľberf√ľhrt werden. Diese regelt auch ein neues Lastschriftverfahren und damit auch die Einzugserm√§chtigung. Zwar wird es eine √ÉŇďbergangsperiode geben, in der die alten Einzugserm√§chtigungen von den Banken und Sparkassen noch ber√ľcksichtigt werden, aber diese Zeit ist begrenzt.

Die GEZ stellt im Internet unter der Nr. 26 weitergehende Informationen zur Verf√ľgung.√ā¬†Sollten datenschutzrechtliche Fragen auftreten, ist die Datenschutzbeauftragte der GEZ die richtige Ansprechpartnerin.

Da nicht nur die GEZ von den rechtlichen √É‚Äěnderungen im Lastschriftverfahren betroffen ist, wird voraussichtlich bald auch andere Institutionen ihre Kundschaft anschreiben.

Achtung:
Pr√ľfen Sie sorgf√§ltig, ob tats√§chlich eine Einzugserm√§chtigung erteilt wurde, bevor Sie eigenen Daten best√§tigen. Leider sind, auch aus „illegalen Quellen“ (Datenskandale der Vergangenheit) immer noch zahlreiche Kontodaten im Umlauf und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Personen oder Unternehmen mit betr√ľgerischer Absicht Best√§tigungsschreiben versenden.

Pr√ľfen Sie regelm√§√üig und in kurzen Abst√§nden die Kontobewegungen (Ausz√ľge) auf Unregelm√§√üigkeiten, veranlassen Sie zeitnah erforderliche R√ľckbuchungen.

Interneteinkauf. Verschl√ľsseln mindert das Risiko. Teil 2 – Von Peter Kr√∂ffges


Guten Tag!

Heddesheim, 08. Oktober 2009. „Es wird sicher gut gehen“, ist die falsche Einstellung, wenn Sie ins Internet gehen. Gerade bei der √ÉŇďbermittlung sensibler Daten, beispielsweise Kontonummer und Passw√∂rter, sollte die Verbindung verschl√ľsselt erfolgen.

Von Peter Kröffges

Die Erl√§uterung von Verschl√ľsselungstechniken gestaltet sich deshalb schwierig, weil sich grunds√§tzlich eine fachlich und begrifflich tiefgehende Erkl√§rung kaum vermeiden l√§sst. Dieser Beitrag soll Sie f√ľr die Thematik sensibilisieren und anhand eines Beispieles zeigen, worauf Sie achten sollten.

Bei vielen Online-Anbietern wird ein Hinweis gegeben, den kaum ein „Otto-Normalverbraucher“ versteht. Ein Beispiel ist der nachstehende Bestellhinweis f√ľr eine Fahrkartenbestellung:

„Der Online Bestellvorgang wird mittels eines sicheren Protokolls (HTTPS) abgewickelt. Hierbei werden die Daten √ľber SSL verschl√ľsselt.“

Was bedeutet dieser Hinweis, was versteht man unter einer Verschl√ľsselung?

Verschl√ľsselungen sind kryptographische Verfahren , die daf√ľr sorgen sollen, dass nur die vorgesehenen Empf√§nger einer Nachricht diese verstehen k√∂nnen. Das Wort Kryptograhie kommt aus dem Griechischen und hei√üt soviel wie „verborgen schreiben“.

Der Begriff SSL steht f√ľr „Secure Sockets Layer“. Es handelt sich um eine von diversen Verschl√ľsselungstechniken, die bei der √ÉŇďbertragung von Daten im Internet genutzt werden. Streng genommen wurde die SSL Verschl√ľsselung mittlerweile weiterentwickelt und durch TLS, Transport Layer Security, abgel√∂st.

Allerdings konnte sich die neue Bezeichnung im allgemeinen Sprachgebrauch noch nicht etablieren. SSL wird oft eingesetzt, um Verbindungen ohne eigene Absicherung gegen den Zugriff Dritter zu sch√ľtzen und eine gesicherte Internetverbindung zu gew√§hrleisten. Au√üerdem ist die SSL Verschl√ľsselung sehr flexibel, da sie erweiterbar und somit gleichzeitig zukunftssicher ist.

Das SSL Protokoll setzt sich aus zwei Schichten zusammen, dem SSL Record- und dem SSL Handshake Protocol. Die Aufgabe des SSL Record Protocols ist die Absicherung der Internet-Verbindung. Das SSL Handshake Protokoll dient zur Identifizierung und nat√ľrlich auch zur Authentifizierung.

Die SSL-Verschl√ľsselungstechnologie wird heute in der Regel zusammen mit Hyper Text Transfer Protocol Secure (HTTPS) eingesetzt.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie eine sichere Daten√ľbertragung nutzen m√∂chten:

  • Eine SSL-Verbindung kann am ersten Teil der URL (stellt die Adresse einer Internet Ressource dar) erkannt werden. Diese √§ndert sich dann von „http://“ in „https://“.√ā¬†Das „s“ muss angezeigt werden!
  • Ein weiteres Signal ist das „geschlossene Schloss“ in der unteren Iconleiste Ihres Browsers.

Nutzen Sie nur verschl√ľsselte Verbindungen zum Datentransport, speziell bei Bank- und pers√∂nlichen vertraulichen Daten!

Porträt Peter Kröffges


Guten Tag!

Heddesheim, 01. Oktober 2009. Das heddesheimblog hat heute eine neue Serie zu Datenschutz- und Sicherheitsthemen gestartet. Die Beiträge kommen aus der Redaktion und von unserem Autoren Peter Kröffges, den wir kurz vorstellen.

Peter Kröffges ist Unternehmensberater und lebt in Heddesheim. Seine Schwerpunkte sind Sicherheitsthemen sowie Qualitätsmanagement.

kroffges

Peter Kr√∂ffges schreibt beim heddesheimblog √ľber Datenschutz und Sicherheitsthemen. Bild: privat

Seine Qualifikationen sind: Staatlich gepr√ľfter Betriebswirt, Werkschutzmeister (IHK), Fachkraft f√ľr Arbeitssicherheit (VBG), QM-Auditor, QMF, QMB (T√ÉŇďV), Datenschutzbeauftragter (T√ÉŇďV).

Link: Kröffges Consulting

Redaktion heddesheimblog

Internet Einkauf Teil 1 – So vermeiden Sie Gefahren und Risiken


Guten Tag!

Heddesheim, 01. Oktober 2009. Das heddesheimblog startet heute eine neue Artikelserie zu Datenschutz- und Sicherheitsthemen. Daf√ľr konnte die Redaktion den Sicherheitsexperten Peter Kr√∂ffges als Autoren gewinnen.

Von Peter Kröffges

Einkaufen im Internet (Online-Shopping) ist f√ľr viele Verbraucher nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens ist es bequem von zu Hause aus einzukaufen und zweitens lassen sich oft deutliche preisliche Vorteile erzielen – egal, ob man etwas ersteigert oder direkt kauft.

Dennoch gibt es auch und gerade beim Online-Shopping viele Gefahren und Risiken, die von den e-commerce-Kunden unterschätzt werden.

Die j√ľngste Vergangenheit zeigt, dass dubiose Anbieter auch vor Straftaten nicht zur√ľckschrecken und aus reiner Profitgier die Verbraucher t√§uschen.

Betrugsdelikte, Verstöße gegen Urheber-, Marken und Wettbewerbsrechte, Fälschungsdelikte, Hehlerei und nicht zuletzt die Verstöße gegen das Datenschutzrecht stellen nur einen kleinen Auszug der strafbaren Handlung dar.

Auch seriöse Anbieter (z.B. bei Versteigerungen) können sich nur bedingt gegen die Tricks der Täter absichern. Einige Beispiele sind Vorkassezahlungen, falsche Treuhänder, Verpackungs- und Gehäusemanipulationen, Versandkosten- und Preistreibertäuschungen, Bewertungsmanipulationen, gebrauchte Ware als Neu anbieten und noch viele weitere Täuschungen.

Welche Möglichkeiten haben Sie, trotzdem sicher Online einzukaufen?

Ohne in die technischen Details, welche sich wirklich auch nur wenigen Fachleuten erschlie√üen, einsteigen zu m√ľssen gibt es grunds√§tzliche Ma√ünahmen die jeder Verbraucher treffen kann:

1. Richten Sie auf ihrem Computer eine guten Basisschutz ein!
(Virenscanner mit Echtzeitschutz, Firewall, Einstellungen im Browser)

2. Bevor Sie Online-Shopping betreiben, informieren Sie sich ausf√ľhrlich √ľber das anbietende Unternehmen.
(Fachzeitschriften, Verbraucherschutzverbände, Foren im Internet, etc.)

3. Achten Sie auf eine verschl√ľsselte Daten√ľbertragung.
(Verschl√ľsselungsverfahren „SSL“. Dazu ver√∂ffentlichen wir einen eigenen Beitrag in der kommenden Woche.)

4. Wenn möglich zahlen Sie niemals per Vorkasse !
(Zahlung besser nach Rechnungserhalt, viele Unternehmen bieten das an.)

5. Pr√ľfen Sie sorgf√§ltig die Allgemeinen Gesch√§fts-, Liefer-, Garantie- und
Gewährleistungsbedingungen. Ermitteln Sie die Identität und Anschrift des Anbieters.

6. Seien Sie sehr sensibel bei der √ÉŇďbermittlung von Bankdaten und pers√∂nlichen Daten!

Viele Verbraucherschutzverbände bieten hier Informationsschriften, Merkblätter und weitergehende Informationen an.

Link: Verbraucherzentrale

Nutzen Sie die Informationsm√∂glichkeit, bevor Sie auf Betr√ľger reinfallen!

Link: homepage des Autors

„Hausbesitzer k√∂nnen deutlich Energie sparen“

Guten Tag!

Die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Kliba ber√§t Kommunen, Verbraucher, Verb√§nde und Betriebe in Sachen Energie-Einsparung. 1997 gegr√ľndet, ist sie schon l√§ngst eine feste Gr√∂√üe. Ihr Kerngesch√§ft ist die Energieberatung f√ľr Kommunen.

Doch auch die B√ľrger profitieren vom Know-how der Kliba: Vor Ort k√∂nnen sich B√ľrger √ľber Energiesparma√ünahmen beraten lassen. Typischerweise steigen die Anfragen, wenn die Energiepreise steigen… Der Gesch√§ftsf√ľhrer Klaus Ke√üler erkl√§rt im Interview mit dem heddesheimblog, was die Kliba macht und wie der B√ľrger Energie einsparen kann.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Ke√üler, die Kliba ber√§t B√ľrger in Sachen Energie. Wie kann man√ā¬†sich das vorstellen?
Klaus Ke√üler: „Die B√ľrger bekommen durch unsere Energieberater im Rathaus eine Initialberatung f√ľr eine energetische Modernisierung oder einen√ā¬†energieeffizienten Neubau. Diese Beratung ist kostenfrei. Dabei werden√ā¬†grunds√§tzliche Fragen der Energieeinsparung besprochen.“

kessler

Dr. Klaus Keßler und sein Kliba-Team wissen, wo und wie Energie eingespart werden kann. Bild: pro

W√ľrden Sie ein Beispiel nennen?
„Gerne. Ein Hausbesitzer will zum Beispiel die Fassade seines Geb√§udes√ā¬†renovieren. Weil das Ger√ľst schon steht, denkt er an eine D√§mmung.
Nach den Vorschriften muss diese D√§mmung 6 – 8 Zentimeter dick sein. Wir empfehlen dem Kunden aber 14 Zentimeter und rechnen vor, wie hoch√ā¬†die Einsparung gegen√ľber den Kosten ist.
Vor allem, wenn man bedenkt,√ā¬†dass nach Abschluss der Arbeiten der individuelle√ā¬†„Energiestandard“ f√ľr dieses Geb√§ude festgeschrieben ist.“



„50-60 Prozent Einsparung sind realitisch m√∂glich.“ Klaus Ke√üler

Und was kommt dabei raus?
„Die h√∂heren Kosten sind meist nach f√ľnf bis zehn Jahren wieder reingeholt.√ā¬†Danach spart der Hausbesitzer deutlich.“

Wie viel Einsparpotenzial haben Hausbesitzer im Schnitt?
„Grunds√§tzlich gehen wir davon aus, dass jeder schon mit einfachen√ā¬†Ma√ünahmen 5-10 Prozent Energie einsparen kann.“

Wie lauten die konkreten Zahlen?
„Im Schnitt verbraucht ein normales Haus 20-25 Liter Heiz√∂l pro Jahr√ā¬†und Quadratmeter Wohnfl√§che. Wirklich gut isolierte Geb√§ude√ā¬†verbrauchen nur noch 7-8 Liter und es gibt Passivh√§user, die√ā¬†verbrauchen gerade mal noch 1,5 Liter.“

Beeindruckend. Aber schafft man solche Werte auch mit einem alten Haus?
„Theoretisch k√∂nnen Sie jedes Geb√§ude, egal welcher Altersbaustufe auf√ā¬†3-4 Liter „runter“ bringen. Praktisch sollte eine Verbrauchssenkung√ā¬†aus unserer Sicht im Bereich von 50-60 Prozent liegen – wenn Sie die√ā¬†Investition gegen die Einsparung rechnen.“

Und Sie helfen nun den B√ľrgern bei der Frage, was man dazu alles√ā¬†braucht?
„Zumindest am Anfang bei den grunds√§tzlichen Fragen. Vor allem, was√ā¬†F√∂rderm√∂glichkeiten angeht.“

„Energieeffiziente Ger√§te helfen Strom zu sparen.“

Wieso ist das wichtig?
„Weil sich die F√∂rderbedingungen st√§ndig √§ndern. Wir haben den√ā¬†√ÉŇďberblick, welche Ma√ünahmen wie aus welchen T√∂pfen gef√∂rdert werden√ā¬†k√∂nnen und beraten die B√ľrger dahingehend. Wenn der B√ľrger sich zu√ā¬†einer Ma√ünahme entschlie√üt, weisen wir auf Handwerker, Architekten und Energieberater im Einzugsgebiet des Hausbesitzers hin, die dann kostenpflichtig weiter beraten und die Ma√ünahmen durchf√ľhren.“

Als Vermieter kann einem der Verbrauch doch egal sein. Das zahlen die√ā¬†Mieter und man spart sich die Investition?
„So kann man das sehen. Man kann es aber auch so sehen: Wir alle haben√ā¬†unsere Verantwortung und es gibt sicher Mieter, die eine im Vergleich√ā¬†etwas h√∂here Miete gerne akzeptieren, wenn sie wissen, dass sie beim√ā¬†Verbrauch entlastet werden. Und sp√§testens beim Verkauf eines Objektes wird es√ā¬†interessant, welche Einstufung das Geb√§ude hat, das schl√§gt sich auf√ā¬†den Preis nieder.“

Der zweite Beratungsbereich ist Strom. Was k√∂nnen die B√ľrger hier√ā¬†einsparen?
„Der Durchschnittsverbrauch liegt bei einem vier Personen Haushalt bei√ā¬†3500 kWh. Ein sparsamer Haushalt verbraucht nur 2500 kWh. Das sind√ā¬†etwa 30 Prozent weniger.“

Hier hilft keine Dämmung. Was spart?
Es sind zum einen kleine Ma√ünahmen wie Steckerleisten mit Ausschaltfunktion, die verhindern Standby-Verbr√§uche. √ā¬†Nat√ľrlich senken auch Energiesparlampen den Stromverbrauch enorm.
Alte K√ľhlschr√§nke sind ebenfalls Energiefresser und√ā¬†sollten durch neue stromsparende Ger√§te ersetzt werden. Und im Keller l√§uft die Heizungspumpe still und heimlich vor sich hin. Hier lohnt sich der Einsatz effizienter Pumpen“

Sie beraten aber nicht nur B√ľrger, sondern auch Gemeinden und√ā¬†Betriebe. Warum das?
„Die Gemeinden sind die Tr√§ger unserer gemeinn√ľtzigen GmbH. Das hei√üt,√ā¬†wir sind keine Gesellschaft, die Gewinne erwirtschaften soll. Der√ā¬†Gewinn f√ľr unsere Eigent√ľmer ist der Informationserwerb. Durch unsere√ā¬†Energieberichte und das Energiecontrolling wissen die Gemeinden zum√ā¬†Beispiel, wo Einsparpotenziale liegen. Das wird bei knappen Haushalten immer wichtiger. Das gilt auch f√ľr Betriebe.“

Zur Person:
Dr. Klaus Ke√üler leitet seit 1997 als Gesch√§ftsf√ľhrer das Team und die Gesch√§ftsstelle der Kliba gGmbH. Der promovierte Chemiker und ausgebildete Energieberater war √ľber f√ľnf Jahre unter anderem in den Umwelt√§mtern von Heidelberg und Mainz im Bereich Klimaschutz und Energiemanagement t√§tig, ehe er mit Gr√ľndung der Kliba zu ihrem Gesch√§ftsf√ľhrer ernannt wurde.