Freitag, 22. September 2017

Stra├čen- und Dorfplatzfest, Jugendferienprogramm, Sommertagszug

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Februar 2010. Rund 40 Vertreter von Vereinen und der Gemeinde haben am Montag im Sport- und Kulturausschuss Programminhalte und Organisation von Veranstaltungen besprochen.

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Stra├čenfest 2009. Bild: hblog

Sommertagszug
Am Sonntag, den 28. M├Ąrz 2010, beginnt die Aufstellung f├╝r den Sommertagsumzug um 13:00 Uhr. Start ist um 14:00 Uhr in der Beind- und Schulstra├če f├╝r die Fu├čgruppen der Kinderg├Ąrten, Schulen und Vereine sowie den nach Jahreszeiten geschm├╝ckten Motivwagen: Den Fr├╝hling stellen die Gartenfreunde dar, die Landfrauen den Sommer, der Heimat-und Traditionsverein den Herbst und der Skiclub den Winter.

Die Reiterstaffel der Polizei aus Stra├čenheim nehmen ebenso wie der Reitverein mit seinen Ponys teil. Als Musikgruppen begleiten die Weinheimer Stadtkapelle, die Kolpingkapelle Viernheim und der evangelische Posaunenchor den Sommertagszug. Den Schluss bildet das DRK.

Der Zug endet am Nogent-le-Roi-Platz, wo der Winter in Form der Strohpuppe „Winter“ verbrannt wird. In der Nordbadenhalle bietet die ATB Bewirtung und Musik an.

Bislang haben sich acht weitere Wagen angemeldet. Pro Wagen gibt es 55 Euro Zuschuss von der Gemeinde. Der Anmeldeschluss ist der 16. M├Ąrz 2010.

Jugendferienprogramm
Insgesamt 26 Vereine haben im Jahr 2009 an 31 Tagen Angebote f├╝r das Jugendferienprogramm gemacht. F├╝r 2010 liegen bislang zehn Anmeldungen vor. Unter anderem bietet Reitverein wieder voltigieren an, die Sportfischer angeln am Badesee, die AWO ein Spielefest in der Fun-Arena, am 21. August 2010 wird das Vogelparkfest des diesj├Ąhrigen Jubil├Ąumsvereins stattfinden.
(Erste Termine finden Sie schon jetzt in unserem Terminkalender. Die genauen Daten werden noch aktualisiert. Hinweis: Vereine k├Ânnen ihre Termine kostenlos bei uns eintragen: termine (at) heddesheimblog.de)

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Stra├čenfest
Das diesj├Ąhrige 29. Stra├čenfest findet am 12./13. Juni 2010 statt und beginnt mit dem Fassbieranstich des B├╝rgermeisters um 14:00 Uhr. Von 17:00-19:00 Uhr wird ein Alleinunterhalter auftreten. Um 20:30 Uhr gibt es live-Musik mit der Living-Music-Family. Der Clown Filou soll wieder die Kinder unterhalten. Am Sonntag spielt von 10:00-12:00 Uhr die Staatsphilharmonie, von 11:30-14:00 Uhr gibt es einen Fr├╝hschoppen mit Blasmusik.

Ab 17:00 Uhr wird die Freizeithalle f├╝r das Public viewing der WM ge├Âffnet.

B├╝rgermeister Kessler und das Organisationskomitee appellierten an die Vereine, einen Mittagstisch anzubieten, da der „Engel“ geschlossen ist. Daf├╝r k├Ânnten die Vereine auch eine Catering-Firma beauftragen. Wichtig sei zudem, dass die Vereine an beiden Tagen teilnehmen, da sonst ein Defizit drohe, sagte Organisationsleiter Wolfgang Unverricht.

Im vergangenen Jahr fielen 6.340 Euro an Kosten an, 240 Euro weniger als in die Kasse kamen. Der gr├Â├čte Posten waren 1.060 Euro f├╝r die Security-Firma: „Der Einsatz hat sich bew├Ąhrt.“ Das Polizeirevier Ladenburg hat wieder ausreichende Kr├Ąfte zugesichert.

Bis Anfang Mai sollten die Angebote im Rathaus gemeldet werden.

Dorfplatzfest
Am 07./08. August 2010 wird das Dorfplatzfest veranstaltet. Am Samstagabend spielt „Just for Fun“ aus Mannheim. Die Vereine haben die M├Âglichkeit, sich am Sonntagmorgen auf der B├╝hne zu pr├Ąsentieren.

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Informationsabend des CBG gut besucht

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 26. Februar 2010. Der Informationsabend des Carl-Benz-Gymnasium (CBG) am Mittwoch, den 24. Februar 2010, war wie gewohnt gut besucht. Ãœber 200 Eltern waren mit ihren Kindern gekommen, um sich über das Angebot der Schule zu informieren. Das CBG ist für viele Heddesheimer Schüler das bevorzugte Gymnasium.

Von Hardy Prothmann

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Weit ├╝ber 200 Eltern informieren sich im CBG. Bild: hblog

Die St├╝hle reichten nicht aus, um allen Eltern eine Sitzgelegenheit zu bieten – also werden mehr St├╝hle rangeschafft. Weit ├╝ber 200 Eltern wollen sich ├╝ber das Angebot des CBG informieren.

Ab 17:30 Uhr f├╝hrten Lehrer Kinder und Eltern durch die Schule, zeigten die Klassen- und Fachr├Ąume, f├╝hrten Experimente vor und werben f├╝r einen Unterricht im Ladenburger Gymnasium.

Um 19:15 Uhr empf├Ąngt Rektor G├╝nter Keller die Eltern um seine Schule und ihr Angebot den „Entscheidern“ vorzustellen. G├╝nter Keller, der im zweiten Jahr Rektor des Gymnasiums ist und zuvor Stellvertretender Schulleiter am Mannheimer Karl-Friedrich-Gymnasium war, macht das gut.

Progressiv und mit Humor. Und immer wieder mit dem n├Âtigen Ernst.

Das CBG beginnt mit Englisch als erster Fremdsprache und dann ab der 6. Klasse mit der zweiten gymnasialen Fremdsprache (Latein oder Franz├Âsisch), ist auf dem Weg zur Ganztagschule, hat F├Ârderprogramme und versucht etwas Neues: Die Rhythmisierung des Unterrichts.

„Zwischen der dritten und vierten Stunde gibt es keine Pause, daf├╝r aber davor ein etwas l├Ąngere. Der Vorteil ist, dass wir weniger F├Ącher pro Tag anbieten. Das bedeutet mehr Konzentration in der Schule und weniger Hausaufgaben f├╝r die Sch├╝ler, weil weniger F├Ącher an einem Tag unterrichtet werden. Das Ziel ist mehr Ruhe f├╝r die Sch├╝ler. Das ist ein Konzept, das voranschreitet“, sagt G├╝nter Keller.

Und es gibt das „Ladenburger Modell“: Zwei gleichberechtige KlassenlehrerInnen leiten die „Verf├╝gungsstunde“. Hier sollen die Sch├╝ler mit dem „Lion Quest Programm“ m├Âglichst schnell zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen und unterst├╝tzt werden auf dem Weg, „erwachsen zu werden“.

Nach der Pr├Ąsentation des Lehrplans, der Hausaufgabenbetreuung, Kooperationen mit ausl├Ąndischen Schulen und anderen Angeboten kommen die Fragen der Eltern: Wie lang sind die Schultage, wie steht es mit dem Mittagsessen, wie viele Sch├╝ler sind in den Klassen, werden Ladenburger Sch├╝ler und Geschwisterkinder bevorzugt?

G├╝nter Keller und seine Stellvertreterin Monika Richter geben Antworten auf die vielen Fragen.

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Neue Gymnasiasten: Werden es vier, werden es f├╝nf Klassen? Bild: lblog

Vier bis f├╝nf Klassen erwartet Keller: „Ich bin sicher, dass wir niemanden abweisen m├╝ssen.“ Ein paar Eltern wollen das nicht glauben: „Und wenn jetzt nur hundert Anmeldungen kommen, machen Sie dann auch f├╝nf Klassen?“, wird gefragt. „Der Klassenteiler ist festgelegt“, sagt Keller. „Bei 100 Sch├╝lern w├Ąren es vier Klassen zu 25 Sch├╝lern.“ Aber damit rechnet er nicht. Eher mit f├╝nf Klassen zu 33 Sch├╝lern, also 165 insgesamt.

Auch die „Klo-Frage“ wird gestellt. Keller: „Klar ist, dass wir Sanierungsbedarf haben. Klar ist auch, dass unabh├Ąngig davon alle Sch├╝ler und Eltern durch ihr Verhalten dazu beitragen, wie die Zust├Ąnde an der Schule sind.“ Die Toilettensituation ist verbessert, die Sanierungsaufgabe bleibt.

„Ob ihre Kinder eine Generalsanierung erleben, kann ich nicht sagen“, sagt Keller. „Das wir unabh├Ąngig davon einen guten Unterricht anbieten, kann ich Ihnen zusagen.“

G├╝nter Keller wei├č, dass nicht alle Eltern sich f├╝r das CBG entscheiden werden. Andere Schulen haben andere Angebote, die Geschm├Ącker der Eltern und Sch├╝ler sind verschieden. Am CBG werden zur Zeit 1.116 Sch├╝ler von 98 Lehrkr├Ąften unterrichtet.

Wie viele neue Sch├╝ler G├╝nter Keller im Schuljahr 2010/11 begr├╝├čen wird, wei├č er an diesem Abend auch noch nicht. Was er wei├č ist, es werden vier bis f├╝nf Klassen werden.

Einige Sch├╝ler werden aus Heddesheim oder anderen Gemeinden kommen. Im Zweifel gilt: Ladenburger Sch├╝ler werden bevorzugt angenommen.

Lesen Sie auch: Welche Schule ist die richtige f├╝r mein Kind?
Link: Homepage des CBG

Werkrealschule: „Modifizierter“ Antrag beschlossen

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Februar 2010. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 25. Februar 2009 dem „modifizierten“ Antrag einer gemeinsamen Werkrealschule unter Leitung von Hirschberg zugestimmt.

Wie zu erwarten war, hat der Gemeinderat den „modifizierten“ Antrag einer gemeinsamen Werkrealschule mit 15:7 Stimmen angenommen.

Zuvor hatte die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen den Antrag gestellt, einen Bestandschutz der Schule in der bisherigen Form zu beantragen. Dieser Antrag wurde mit 15:7 Stimmen abgelehnt.

Am Dienstag, den 23. Februar hatte der Hirschberger Gemeinderat ebenfalls dem „modifizierten“ Antrag zugestimmt.
Lesen Sie dazu unseren Kommentar: „Das Wohl der Kinder oder Knetmasse der Politik – Ein Polylemma.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

(Anm. d. Red.: Weiterer Bericht folgt.)

„Kein Anschluss ohne Gleis“ – Entgleisungen vorprogrammiert

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Februar 2010. Der Heddesheimer Gemeinderat hat heute ein Mammutprogramm vor sich: 12 Tagesordnungspunkte. Finanzen-Werkrealschule-Pfenning. Das alles sind entscheidende Themen, die an einem Abend verhandelt werden sollen – ein Politikum an sich.
Der politischste ist der Antrag der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen: Die Fraktion fordert, „Pfenning“ erst dann zu beschlie├čen, wenn ein genehmigter Gleisanschluss vorliegt. Die Frage ist, ob CDU, SPD und FDP einen politischen Spagat hinlegen oder zu ihrem Wort stehen.

Von Hardy Prothmann

Die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen hat einen Antrag zur Beschlussfassung eingereicht. Danach soll der Bebauungsplan „N├Ârdlich der Benzstra├če“, der ebenfalls zum Beschluss in dieser Sitzung ansteht, erst dann zur Abstimmung kommen, wenn eine Genehmigung des „Eisenbahn Bundesamtes f├╝r den Gleisanschluss der Firma Pfenning“ vorliegt.

Bei diesem Antrag handelt es sich nicht einfach um einen Antrag. Dieser Antrag ist ein absolutes Politikum.

Der Gleisanschluss entscheidet ├╝ber Anspruch und Wirklichkeit.

Die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen hatte Anfang 2009 mit „Bauchschmerzen“ einer Ansiedlung der Unternehmensgruppe „Pfenning“ zun├Ąchst zugestimmt – Transport ├╝ber die Schiene statt die Stra├če klang wie Kamillentee f├╝r die gr├╝ne Seele.

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"Ohne Gleisanschluss kein Pfenning". CDU. Bild: local4u

Die Informationen flossen sp├Ąrlich. Als klar wurde, dass der ├╝berwiegende Teil des Verkehrs ├╝ber die Stra├če abgewickelt werden wird und eine enorme Belastung f├╝r das ohnehin schon durch Verkehr enorm belastete Heddesheim „die Zukunft“ sein w├╝rde, haben die Gr├╝nen die „B├╝rgerfrage“ gestellt.

Die Abstimmung ging Fifty-fifty aus. 40 B├╝rger mehr stimmten bei der Befragung f├╝r eine Ansiedlung des Gro├člogistikers Pfenning.

Die „Gr├╝nen“ fordern nun ein „Schmerzmittel“ f├╝r ihre damalige nicht-gr├╝ne Entscheidung.

CDU, SPD und FDP werden beim Wort genommen.

Sie nehmen CDU, SPD und FDP beim Wort. Die k├Ânnen sich in der heutigen Sitzung entscheiden, ob sie es verdrehen oder ob es gilt.

Die CDU schrieb am 23. April 2009 im Mitteilungsblatt:
„Die Ansiedlung Pfenning erfolgt nur mit Bundesbahnanschluss, dreimal t├Ągliche Anlieferung ist per Bahn geplant. Dies ist in unserem Gewerbegebiet neu.
Umweltaspekte sprechen bei vereinfachter Annahme f├╝r Pfenning. Ohne Gleisanschluss gibt es keine Ansiedlung Pfenning.“

Die SPD schrieb am 23. April 2009 im Mitteilungsblatt:
„Selbstverst├Ąndlich hat die SPD Gemeinderatsfraktion hierzu kritische Fragen gestellt und sie wird die Firma Pfenning an ihren Aussagen messen.“

Die FDP schrieb am 29.09.2009:
„Die unserseits geforderten Voraussetzungen bez├╝glich Verkehr und Umwelt m├╝ssen allerdings erf├╝llt werden.“

St├Ądtebaulicher Vertrag. Variante Nummer wieviel?

Der Mannheimer Morgen (MM) berichtete am 23. Februar 2010 scheinbar exklusiv: Bahn sichert Anschluss zu.

Das heddesheimblog berichtete bereits Mitte Juni 2009 tats├Ąchlich exklusiv: „Pfenning beantragte bereits im Dezember 2008 Bahnanschluss

Was hei├čt das? W├Ąhrend der MM so tut, als h├Ątte er eine exklusive Nachricht, die auch tats├Ąchlich eintrifft („sichert zu“), haben wir Monate fr├╝her bereits recherchiert, dass es eine Anfrage gab. Zu „Sicherung und Realisierung“ haben wir keine Aussage getroffen – denn dazu hatten wir nur die Information, dass das „lange dauern kann“.

In einem nach dem Antrag der Gr├╝nen und nach dem Antrag des „Bebauungsplans N├Ârdlich der Benzstra├če“ ebenfalls gestellten Antrag „Abschluss eines erg├Ąnzenden st├Ądtebaulichen Vertrags im Zusammenhang mit der Ansiedlung der Pfenning-Gruppe“ soll dar├╝ber entschieden werden, dass der „Vorhabentr├Ąger“ (Pfenning) „innerhalb eines Jahres ab Inkrafttreten des Bebauungsplans (…) und Erteilung einer Baugenehmigung einen Antrag auf Planfeststellung bzw. Plangenehmigung beim zust├Ąndigen Regierungspr├Ąsidium zu stellen hat.“

├â┼ôbersetzt hei├čt das: Erst nach dem Prozess der Bauleitplanung, also irgendwann gegen Mitte bis Ende des Jahres 2010 wird die Unternehmensgruppe „Pfenning“ einen Antrag f├╝r den Gleisanschluss stellen. Auch der wird wieder ├╝ber Monate bearbeitet werden.

Sollte dieser angenommen werden, geht es wieder durch alle Instanzen der B├╝rokratie. Sollten diese alle „erfolgreich“ genommen werden, schreiben wir das Jahr 2013, 2014, 2015. Sollte dann der Gleisbau beginnen k├Ânnen wird es vielleicht 2014, 2015, 2016. Die Realisierung des „ohne Gleis kein Pfenning“ (CDU) wird dann in der Folgezeit eventuell zu erwarten sein.

Die Gemeinderatssitzung vom 25. Februar 2010 wird ein schwerer Gang f├╝r die CDU, die SPD und die FDP.

Denn der Antrag der „Gr├╝nen“ nimmt die Fraktionsvorsitzenden und deren Mitglieder beim Wort.

Weichenstellung: Anschluss oder Abstellgleis?

Entgleisungen sind vorprogrammiert – denn die Fraktionsvorsitzenden Herr Doll, Herr Merx und Herr Hasselbring m├╝ssen sich an ihren Aussagen messen lassen.

├ľffentlich – ohne Chance, im Hinterzimmer zu „rangieren“.

Man darf gespannt sein, welches „gedrechselte“ Argument vorgebracht wird, um vom Abstellgleis der eigenen Illusion wegzukommen.

„Pfenning“ hat Heddesheim l├Ąngst ├╝bernommen. Die Logistik ├╝berlagert die Logik.

Au├čer die Logik hei├čt: „Wir stehen dazu – das Gleis wird kommen. Irgendwann.“

„Pfenning“ hat im Herbst 2008 bereits bei der Bahn „angefragt“. Im Februar 2010 sagt „Pfenning“ auf Nachfrage des MM, der Anschluss sei „zugesichert worden“. 16 Monate sp├Ąter ist noch kein Antrag gestellt.

Ein „erg├Ąnzender st├Ądtebaulicher Vertrag“ soll regeln, dass ein Jahr nach dem Beschluss des Bebauungsplans ein Antrag auf einen Gleisanschluss gestellt werden soll. Das w├Ąren dann ungef├Ąhr drei Jahre nach der ersten Anfrage von „Pfenning“ in Sachen Gleis.

Vielleicht sagen Herr Merx, Herr Doll oder Herr Hasselbring zur Best├Ątigung ihres „Wortes“ dann noch: „Irgendwann kommt der Anschluss. Darauf kommt es doch an. Ganz sicher. Das haben wir schon immer gefordert und dazu stehen wir.“

Die heutige Gemeinderatssitzung wird zur Stunde der Wahrheit oder der L├╝ge. Auf welches Gleis sich wer wie rangiert, werden die Heddesheimer B├╝rger ├Âffentlich miterleben k├Ânnen.

Und nat├╝rlich auf dem heddesheimblog!

Fasnacht 2.0 beim MM: „Breites“ oder „Klares“ Ja zur Werkrealschule?

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 25. Februar 2010. Der Mannheimer Morgen hat die Fasnacht noch l├Ąngst nicht beerdigt und bietet ein „Breites Ja“ und ein „Klares Ja“ zur Werkrealschule an.

Fragt sich nur, ob breit vor klar oder ein „Klarer“ vor „breit“ war.

Variante 1 lesen Sie hier, Variante 2 hier.

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Werkrealschule: Mehrheit in Hirschberg f├╝r „modifizierten“ Antrag

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 24. Februar 2010. Wie zu erwarten war, hat der Hirschberger Gemeinderat dem „modifizierten“ Antrag zu einer Werkrealschule „neuen Typs“ zugestimmt. Der Grund: Es musste eine „gesetzeskonforme“, sprich zustimmungsf├Ąhige L├Âsung gefunden werden.

Der Hirschberger Gemeinderat hat gestern mit 15 gegen vier Stimmen der Gr├╝nen Liste Hirschberg den „modifizierten“ Antrag f├╝r eine gemeinsame Werkrealschule beschlossen.

Unseren Bericht lesen Sie hier: Mehrheit f├╝r modifizierten Antrag
Unseren Kommentar lesen Sie hier: Das Wohl der Sch├╝ler oder die Knetmasse der Politik? Ein Polylemma

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Gemeinsame Werkrealschule: Antwort der Fraktionen

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 23. Februar 2010. Heute entscheidet der Hirschberger Gemeinderat in ├Âffentlicher Sitzung ├╝ber einen „modifizierten“ Antrag f├╝r eine gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim.

Wir haben gestern eine Rundmail an alle Fraktionen in Hirschberg und Heddesheim geschickt und um Beantwortung bis heute 14:00 Uhr gebeten.

  1. Der urspr├╝ngliche Antrag wollte die Sch├╝ler vor Ort bis zur Klasse 9 unterrichten. Wie beurteilen Sie einen Antrag, bei dem dies ab Klasse 8 nicht mehr der Fall ist?
  2. Wie werden die Schulstandorte aus Ihrer Sicht durch den neuen Antrag gest├Ąrkt?
  3. Was sind aus Ihrer Sicht die Vor-/Nachteile einer Werkrealschule?

Bislang hat die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen geantwortet. Sollten weitere R├╝ckmeldungen eingehen, erg├Ąnzen wir den Artikel.

Ulrich Kettner (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen)

1. Die Akzeptanz des Modells wird durch den modifizierten Antrag, der eine wechselnde Beschulung ab Klasse 8 an beiden Standorten vorsieht, sicher noch mehr leiden. Der eh bei Eltern der Grundschule schon deutlich erkennbare Trend weg von der HS/WRS zu den anderen weiterf├╝hrenden Schularten wird sich eher noch verst├Ąrken, so dass die dem Modell zugrunde liegende Annahme von 20% ├â┼ôbergangsquote├é┬á auf die WRS in der
Zukunft vermutlich noch geringer wird.

2. Wir sahen auch in der vorausgehenden Fassung des Antrags├é┬áeine Schw├Ąchung beider Schulstandorte, durch d├â┬şe Zusammenlegung├é┬á zu einem Schulbezirk mit Hauptsitz in Hirschberg insbesondere├é┬á aber eine Schw├Ąchung des Standorts Heddesheim. Die St├Ąrkung der Schule vor Ort war aber erkl├Ąrtes Ziel aller Beteiligten.├é┬á Das modifizierte Modell├é┬á wird die Lernbedingungen eher noch verschlechtern. Organisatorische Probleme bei Stundenplangestaltung und Personaleinsatz werden die p├Ądagogische Arbeit bei eh schon mit M├Ąngeln behaftetem Schulkonzept ├╝berlagern. Das vorliegende Modell hat in erster Linie das Ziel, beide Standorte rein numerisch gleichzustellen, was die Anzahl der an beiden Orten unterrichteten Klassen├é┬ábetrifft. Weitere Folgen sind die Frage der Auslastung beider Schulgeb├Ąude unter dem Zwang, hier wie dort R├Ąumlichkeiten vorhalten zu m├╝ssen. Erh├Âhte Kosten f├╝r Sch├╝lerbef├Ârderung kommen hinzu.

3. Die WRS kann Kindern mit Lernproblemen den Weg zu einem mittleren Bildungsabschluss ├Âffnen, der├é┬ásie aber nur├é┬áformaljuristisch├é┬áin Konkurrenz zu Realsch├╝lern oder Gymnasiasten mit mittlerer Reife gleichstellt. In der Praxis werden beide Abschl├╝sse jedoch als Voraussetzung f├╝r Ausbildungsplatzsuche oder weiterf├╝hrende Bildungswege nicht gleichwertig gesehen. Das neue WRS-Konzept wird diesen Nachteil nicht aufwiegen k├Ânnen. Daf├╝r sind die von der Kultusverwaltung├é┬ágeplanten Ma├čnahmen und Ressourcen zu d├╝rftig und f├╝hren zur Zementierung der Dreigliedrigkeit,├é┬ábzw. sogar zur Viergliedrigkeit des baden-w├╝rttembergischen Sonderwegs.

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Kleinb├Âck (SPD) und Sckerl (Gr├╝ne) kritisieren gemeinsame Werkrealschule

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 23. Februar 2010. Heute entscheidet der Hirschberger Gemeinderat in ├Âffentlicher Sitzung ├╝ber einen „modifizierten“ Antrag f├╝r eine gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim.

Wir haben gestern eine Rundmail an alle Fraktionen in Hirschberg und Heddesheim geschickt und um Beantwortung bis heute 14:00 Uhr gebeten.

Au├čerdem wurden die Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl (Gr├╝ne), Gerhard Kleinb├Âck (SPD) sowie Dr. Birgit Arnold (FDP) angeschrieben.

Geantwortet haben Sckerl und Kleinb├Âck.

  1. Der ursprüngliche Antrag wollte die Schüler vor Ort bis zur Klasse 9 unterrichten. Wie beurteilen Sie einen Antrag, bei dem dies ab Klasse 8 nicht mehr der Fall ist?
  2. Wie werden die Schulstandorte aus Ihrer Sicht durch den neuen Antrag gest├Ąrkt?
  3. Was sind aus Ihrer Sicht die Vor-/Nachteile einer Werkrealschule?

Antwort Gerhard Kleinb├Âck (SPD)

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Gerhard Kleinb├Âck. Bild: SPD

1. Das j├╝ngste Gutachten zur Schulentwicklung in B-W zeigt deutlich, dass die WRS das Hauptschulsterben nicht verhindern wird! Die WRS macht eigentlich das 3-gliedrige Schulsystem -kurzfristig- zu einem 4-gliedrigen System. Dass dieses System ausgedient hat, hat sich mittlerweile auch bei Anh├Ąngern der Regierungskoalition herumgesprochen.

2. Ich habe dazu in verschiedenen Veranstaltungen deutlich gemacht, wie das Schulsterben in den n├Ąchsten Jahren aussehen wird, wenn an der neuen 3-Gliedrigkeit festgehalten wird.

3. Was die konkrete Situation mit Heddesheim-Hirschberg betrifft bleibt zu hoffen, dass keine Gemeinde Investitionen f├╝r die neue WRS t├Ątigen wird! Das w├Ąren ganz sicher Fehlinvestitionen! Ich selbst sehe keine Zukunft f├╝r die HS oder die WRS, wie sie jetzt vom KM geplant ist.
├â┼ôbrigens: Es gibt wohl Beispiele daf├╝r, dass an anderen Standorten die gemeinsame 10.Klasse genehmigt wurde – warum das im Fall Heddesheim-Hirschberg abgelehnt wurde, kann ich nicht sagen.

Antwort Uli Sckerl (Gr├╝ne)

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Uli Sckerl. Bild: GAL

1. Das neue so genannte Rotationsmodell einer Werkrealschule f├╝r Hirschberg und Heddesheim verdeutlicht meiner Meinung nach den b├╝rokratischen Unsinn, zu dem eine halsstarrige Kultusb├╝rokratie die Gemeinden jetzt zwingen will. Die vermeintlich pragmatische Schull├Âsung f├╝r die beiden Nachbargemeinden ist dabei lediglich ein von der Staatlichen Schulaufsicht erzwungenes j├Ąhrliches „Klassen-Wechsel-Modell“ ab dem 8. Schuljahr.
In einer ersten Bewertung muss dies als herber R├╝ckschlag f├╝r die beiden Gemeinden gesehen werden. Da gibt es nichts zu besch├Ânigen. Das von Staatssekret├Ąr Wacker bisher behauptete p├Ądagogische Konzept entschwindet immer mehr in nebul├Âse Sph├Ąren.

2. Offensichtlich ist, dass es bei der neuen L├Âsung in erster Linie um Gesichtswahrung geht. Hauptsache, es passt irgendwie in das verkorkste Schulgesetz. Hauptmotiv war allem Anschein nach das Bestreben, Ausnahmegenehmigungen um Teufel komm raus zu verhindern. Das Wohl der Sch├╝ler steht bei solchen ├â┼ôberlegungen nicht im Mittelpunkt, im Gegenteil. Au├čerdem wird somit auch viel zu wenig R├╝cksicht auf die Arbeitsf├Ąhigkeit einer Schule genommen. Ein weiterer Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die Kostenfrage. Die Gemeindekassen werden in einer sowieso schon schwierigen Kassenlage weiter strapaziert, da k├╝nftig kommunale Kosten f├╝r Sch├╝lerbef├Ârderung hinzu kommen.

3. Dabei kann das Modell Werkrealschule schon zahlenm├Ą├čig nur ├╝berleben, wenn in den n├Ąchsten 10 Jahren j├Ąhrlich 20 Prozent der Grundsch├╝ler in beiden Gemeinden auf die WRS wechseln w├╝rden. Dass dies wenig realistisch ist, kann man leicht erkennen. Deswegen bef├╝rchte ich, dass mit solchen Scheinl├Âsungen wie dem Rotationsmodell das Ende von Schulstandorten an der Bergstra├če schneller kommt als es kommunal Verantwortliche heute wahrhaben wollen.
F├╝r mich gibt es deswegen keine Alternative zu neuen Verbundschulen mit dem Ziel des gemeinsamen l├Ąngeren Lernens. Ich werde auch weiterhin daf├╝r eintreten, dass Kommunen als Schultr├Ąger derartige alternative Schulformen durchf├╝hren k├Ânnen.

Weitere Artikel: Werkrealschule

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Insgesamt 100.000 Euro f├╝r b├╝rgerschaftliches Engagement

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Februar 2010. Vereine, Institutionen und Organisationen aus der Metropolregion Rhein-Neckar k├Ânnen finanzielle Unterst├╝tzung erhalten, wenn sie b├╝rgerschaftliches Engagement bieten und sich bei der MVV um Unterst├╝tzung bewerben. Die Bewerbungsfrist l├Ąuft bis zum 31. M├Ąrz 2010.

Der Energieversorger MVV lobt auch dieses Jahr wieder seinen Sponsoringfonds aus. Auf Nachfrage der Redaktion betonte die MVV, dass sich jede Gruppe, die ehrenamtlich t├Ątig ist, bewerben kann.

Geldmangel ist oft ein Problem f├╝r ehrenamtliches Engagement. Ambitionierte Projekte finden hier vielleicht einen L├Âsung f├╝r dieses Problem.

Pressemitteilung der MVV:

„Vom Einrichten eines Fahrrad-Fuhrparks f├╝r das Mobilit├Ątstraining an der Eduard-Spranger-F├Ârderschule ├╝ber die t├╝rkischen Kulturwochen f├╝r Kinder und Jugendliche der Stadtbibliothek Mannheim bis zur Anlage eines Fischlehrpfades des Angelsportvereins Zuzenhausen reicht das Spektrum der Projekte in der Metropolregion, die in der zehnten Runde des Sponsoringfonds von MVV Energie Unterst├╝tzung erhalten.

Insgesamt qualifizierten sich in dieser Runde 18 Projekte, die sich in vorbildlicher Form vor allem f├╝r die F├Ârderung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft und Wissenschaft einsetzen. Vertreter der Vereine, Institutionen und Organisationen, die diese Projekte tragen, trafen sich heute zu einem Gedankenaustausch in den R├Ąumen des Unternehmens.

„Alle von Ihnen sind aktiv und engagieren sich f├╝r andere Menschen“, begr├╝ndete Matthias Br├╝ckmann, Vorstandsmitglied von MVV Energie, die Auswahl der Projekte. „Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, und die Bedeutung Ihrer Arbeit wollen wir mit unserem finanziellen Beitrag unterstreichen“.

MVV Energie stehe in einem gesellschaftlichen Zusammenhang und wolle der Verantwortung eines regional verankerten Unternehmens gerecht werden. „Die Menschen der Region sind uns wichtig, und der Sponsoringfonds ist ein Weg, wie wir unterst├╝tzend t├Ątig werden k├Ânnen“, erkl├Ąrte Br├╝ckmann.

„Wir sind sehr froh ├╝ber die Unterst├╝tzung von MVV Energie. Das Sponsoring hilft uns, gemeinsam mit der Schule, der Stadt, dem Aktionskreis Schriesheimer Senioren sowie weiteren Mitstreitern unser ehrgeiziges Projekt zur Neugestaltung unseres Schulhofprojektes anzugehen und umzusetzen“, betonte Hartmut Voss vom F├Ârderverein der Kurpfalzschule Schriesheim.

Der Sponsoringfonds von MVV Energie unterst├╝tzt seit 2005 unter dem Leitgedanken „St├Ąrke f├╝r Stadt und Region“ zweimal j├Ąhrlich Initiativen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar mit insgesamt 100.000 Euro pro Jahr.

Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand eines Kataloges von Kriterien, bei denen insbesondere die F├Ârderung von Kindern und Jugendlichen sowie von Projekten in der Region im Vordergrund steht.

Insgesamt haben bisher 235 Projekte Mittel aus dem Sponsoringfonds erhalten.

In der zehnten Runde des Sponsoringfonds werden folgende Organisationen unterst├╝tzt:

  • Bezirksbeirat Mannheim-Wallstadt
  • Deutsche Leuk├Ąmie-Forschungs-Hilfe
  • Eduard-Spranger-Schule
  • Evangelisches Kinder- und Jugendwerk/Jugendkirche
  • Feudenheimschule Hauptschule mit Werkrealschule
  • ISC Mannheim e.V.
  • Kath. Kindergarten St. Raphael
  • Kindergartenlabor e.V.
  • Profi Wirtschaft Bildung Integration
  • Social Meets Culture e.V.
  • Stadtbibliothek Mannheim
  • Steckenpferd e.V.
  • TIG7 / Theater TrennT e.V.
  • Angelsportverein Zuzenhausen e.V.
  • F├Ârderverein der Kurpfalzschule Schriesheim e.V.
  • Kindergarten St. Nikolaus
  • VfL Brackenheim
  • Vogelnest-Verein f├╝r Kleinkindf├Ârderung e.V.

Die elfte Runde des Sponsoringfonds ist bereits am 1. Februar gestartet, die Bewerbungsfrist l├Ąuft bis zum 31. M├Ąrz 2010.

Interessierte k├Ânnen sich auf der Homepage des Unternehmens unter www.mvv-life.de informieren, wo auch w├Ąhrend der Bewerbungsfrist Zeit das Bewerbungsformular zu finden ist.“

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Was das „gemeindliche“ Protokoll „tats├Ąchlich“ protokolliert

Guten Tag!

Heddesheim, 20. Februar 2010. Bei der Gemeinderatssitzung am 21. Januar 2010 gab es eine Anfrage des Gemeinderats Hardy Prothmann zu einem Vorfall auf einer Baustelle in der Hans-Thoma-Schule. Diese Anfrage ist, wie ├╝blich, im Protokoll zur Gemeinderatssitzung dokumentiert.

Protokolle dienen der Dokumentation. Die Gemeinde Heddesheim protokolliert, gesetzlich vorgeschrieben, jede Gemeinderatssitzung.

├â┼ôber die Art und Weise, wie protokolliert wird, kam es in der Sitzung vom 21. Januar 2010 zu Diskussionen, Antr├Ągen und Abstimmungen. Auch f├╝r die Sitzung vom 21. Januar liegt nun ein Protokoll vor, das in der kommenden Sitzung vom 25. Februar 2010 abgezeichnet werden soll.

Das heddesheimblog hat ├╝ber diese Sitzung berichtet. In diesem Bericht hei├čt es:

„Oder m├Âglicherweise einen Handwerker als „Idioten“ zu bezeichnen? Mir (Hardy Prothmann, Anm. d. Red.) wurde aus mehreren Quellen zugetragen, dass Herr SPD-Gemeinderat Reiner Lang als betreuender Architekt bei einer Bauma├čnahme in der Hans-Thoma-Grundschule sich entsprechend ge├Ąu├čert haben soll und habe deshalb um Kl├Ąrung gebeten. Ganz im Sinne von Herrn Lang. Denn wenn das nur ein Ger├╝cht ist, w├Ąre es in meinen Augen absolut vonn├Âten, diesen Vorwurf transparent und klar auszur├Ąumen und festzustellen, dass diese Beleidigung nicht stattgefunden hat.

„Ich sehe keinen Grund, hier etwas aufzukl├Ąren.“ B├╝rgermeister Kessler

Umgekehrt hielte ich es f├╝r unertr├Ąglich, wenn der Vorgang ohne eine ├Âffentliche Entschuldigung durch Herrn Lang bei diesem Handwerker bliebe, sofern diese Entgleisung stattgefunden haben sollte.

Doch der B├╝rgermeister Michael Kessler und die meisten Gemeinder├Ąte von CDU, SPD und FDP sehen das anders. Herr Kessler wies meinen Antrag auf Kl├Ąrung zur├╝ck und sagte:

„Auf dem Bau geht es manchmal hart zu. Au├čerdem ist das ein Gesch├Ąft der Verwaltung. Das geh├Ârt hier nicht ins Gremium und damit ist das erledigt.“

Auf meine Nachfrage, ob er damit meinen Antrag auf Aufkl├Ąrung ohne Abstimmung im Gemeinderat zur├╝ckweist, sagte er: „Ich sehe keinen Grund, hier etwas aufzukl├Ąren.“

Die Redaktion des heddesheimblogs dokumentiert das Protokoll aus Sicht der Gemeinde.

Die Leserinnen und Leser k├Ânnen anhand dieses Protokolls und unserer Berichterstattung sehr leicht erkennen, warum vor allem die Fraktion der Gr├╝nen und der freie Gemeinderat Hardy Prothmann (verantwortlich f├╝r das heddesheimblog, Anm. d. Red.) mit dieser Form der Protokollf├╝hrung nicht einverstanden sind.

Das „Protokoll“ der Verwaltung fasst den Verlauf der Diskussion wie folgt zusammen (klicken Sie auf das Dokument f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung):

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Die Anfrage und was im Protokoll steht. Quelle: Gemeinde Heddesheim

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Mord aus niedrigen Beweggr├╝nden – Ex-Sch├╝ler t├Âtet Lehrer mit Messer

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim ist heute ein Lehrer von einem ehemaligen Sch├╝ler get├Âtet worden. Als Tatmotiv hat der 23-j├Ąhrige mutma├čliche T├Ąter „Wut“ angegeben.

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Die rheinland-pf├Ąlzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) und der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig. Bild: hblog

Die Teilnehmer der Pressekonferenz im Ludwigshafener Polizeipr├Ąsidium waren sichtlich ersch├╝ttert ├╝ber die Tat: „Wir gehen von einer Tat aus niedrigen Beweggr├╝nden aus“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig gegen├╝ber der Presse.

Rund 70 Reporter filmten, fotografierten und schrieben mit. Noch gibt es wenige Details: Alles deutet darauf hin, dass es kein Amoklauf war, sondern eine gezielte Attacke auf den get├Âteten 58 Jahre alten Lehrer, der seinen Wohnsitz in Hessen hat.

Verletzt wurden ein weiterer Lehrer und der Schulleiter Walter Lautwein. Beide konnten sich aber in Sicherheit bringen. Die Schule wurde umgehend ger├Ąumt, Spezialkr├Ąfte der Polizei verhafteten kurz darauf den Tatverd├Ąchtigen.

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Die Berufsbildende Schule Technik II in Ludwigshafen. Bild: hblog

Dieser soll strafrechtlich bislang nicht auff├Ąllig gewesen sein und habe nach eigenen Angaben die Schule bereits 2004 verlassen. „Wut“ ├╝ber die schlechte Benotung sei angeblich das Tatmotiv gewesen.

Hinweis:
Der f├╝r dieses blog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann auf Focus online: Trostlose Lebenssituation

Redaktion

Amoklauf an Berufsschule in Ludwigshafen? Lehrer get├Âtet

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim soll es am Vormittag zu einem Amoklauf gekommen sein. Dabei wurde ein Lehrer get├Âtet. Der mutma├čliche T├Ąter soll gefasst sein.

Die Nachrichtenlage ist d├╝nn. Laut Polizei soll sich die Tat gegen 10:00 Uhr ereignet haben. Angeblich soll ein bereits gefasster 23-j├Ąhriger der mutma├čliche T├Ąter sein, der mehrere Personen angegriffen haben soll. Ein Lehrer starb an seinen Verletzungen.

Welche Waffe der T├Ąter benutzte, ist auch noch nicht klar. Vermutlich ein Messer.

Die Schule ist nach Angaben der Polizei durch ein Gro├čaufgebot der Polizei schnell ger├Ąumt worden. Eltern und Sch├╝ler werden nach Angaben der Beh├Ârden psychologisch betreut.

Die Berufsbildende Schule Technik II im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim hat 3.200 Sch├╝ler und 130 Lehrer.

Redaktion

Was vom Antrag ├╝brig bleibt – die Werkrealschule der Politik

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 18. Februar 2010. Der urspr├╝ngliche Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule ist gescheitert. Das „macht nichts“, denn ein „Alternativantrag“ soll die „L├Âsung“ sein.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es geht um das „Wohl unserer Sch├╝ler“. An dieser Aussage lie├čen die B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) keinen Zweifel.

Kein Zweifel? Von wegen.

Das Konzept der Werkrealschule an sich ist verzweifelt.

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Michael Kessler, Georg Wacker, Manuel Just finden "Alternativl├Âsung". Bild: hblog

Nur Baden-W├╝rttemberg und Bayern leisten sich dieses Konzept, w├Ąhrend schon zehn andere der sechzehn Bundesl├Ąnder die Hauptschule abgeschafft haben oder dabei sind, diese abzuschaffen.

In Stuttgart wird eine Kirchturmpolitik gemacht, die mit den „Zust├Ąnden“ vor Ort, mit dem Zustand der Hauptschule an sich nichts zu tun hat. Die Werkrealschule ist eine „Zwischenl├Âsung“ auf dem Weg zur Abschaffung der Hauptschule und von Motiven getrieben, denen ganz sicher das „Wohl der Sch├╝ler“ egal ist. Es geht darum, was diese „kosten“.

Das Konzept ist, dass alles noch nicht geregelt ist.

Wenn Staatssekret├Ąr Georg Wacker (CDU) etwas von „p├Ądagogischen Konzepten“ in diesem Zusammenhang erl├Ąutert, darf man mit Fug und Recht behaupten, dass er „schw├Ątzt“.

Denn mit den Konzepten ist es nicht weit her.

Das Gesetz zu dieser „Schulreform“ wurde im Hauruck-Verfahren von der Landesregierung gegen die Empfehlungen der Lehrer und Eltern durchgedr├╝ckt. Die Vorsitzende des Landeselternbeirats Christiane Staab (CDU) ist zusammen mit ihrer Stellvertreterin Sylvia Wiegert aus „Entsetzen“ ├╝ber die Schulpolitik am 20. Januar 2010 von ihrem Amt zur├╝ckgetreten.

Konzepte? Bis heute liegen keine Lehrpl├Ąne f├╝r diese ach-so-tolle Werkrealschule „neuen Typs“ vor. Erst in einigen Wochen wird das der Fall sein: „Die Schulen und Lehrer haben dann ausreichend Zeit, sich darauf einzustellen“, sagt Staatssekret├Ąr Wacker und tut so, als liefe alles wie am Schn├╝rchen.

Hautpsache „gesetzeskonform“.

Das tut es aber nicht. Die AlternativNotl├Âsung Hirschberg-Heddesheim ist ein erstklassiges Beispiel.

Auf der Pressekonferenz wird eine „gesetzeskonforme“ L├Âsung pr├Ąsentiert. B├╝rgermeister Manuel Just machte keinen Hehl daraus, dass man aus der misslichen Lage das Beste machen wollte (erster Antrag) und das Bestm├Âgliche nun beantragen wolle (Alternativantrag).

Kommende Woche wird die zweitbeste aller schlechten L├Âsungen nun durchgeboxt. Am Montag wird der Hirschberger Elternbeirat in Kenntnis gesetzt, am Dienstag soll der Gemeinderat den neuen Antrag abnicken, am Mittwoch wird der Heddesheimer Elternbeirat in Kenntnis gesetzt, am Donnerstag soll der dortige Gemeinderat nicken.

F├╝r die beiden Schulen, die dann k├╝nftig eine sein werden, wird die Schulleitung neu ausgeschrieben. Voraussichtlich wird Jens Drescher, der Leiter der Martin-St├Âhr-Schule der neue Leiter der gemeinsamen Werkrealschule – es k├Ânnte aber auch jemand anderes werden. Die Heddesheimer Rektorin Hiltrud Rudolf wird sich voraussichtlich der Lage beugen und Leiterin einer Johannes-Kepler-Grundschule werden.

Doch auch das ist noch nicht geregelt – voraussichtlich wird die gemeinsame Werkrealschule zum kommenden Schuljahr 2010/11 starten und noch beide Schulleitungen im Amt haben.

Dringende Probleme

Ein neuer Name wird bis dahin auch noch nicht gefunden haben, denn „es gibt dringendere Probleme“ zu l├Âsen, wie B├╝rgermeister Manuel Just sagt.

Beispielsweise die Organisation der verteilten Schule: Wer, wann, wo und wie sind die bislang ungel├Âsten Fragen zum Einsatz der Lehrer.

Auch der Transport der Sch├╝ler ist noch nicht geregelt. Wie sch├Ân, dass das „die Zehntkl├Ąssler nicht betrifft“, wie B├╝rgermeister Michael Kessler sagt, „die k├Ânnen wie bisher auch mit dem normalen ├ľPNV fahren“.

Vier Klassenzimmer stehen k├╝nftig in Hirschberg oder in Heddesheim leer. Was macht man damit? B├╝rgermeister Kessler sagt allen Ernstes: „Die k├Ânnte man dann beispielsweise renovieren. Oder so.“

„Oder so“ also.

Die „Werkrealschule der Politik“ f├╝hrt dazu, dass „zwei starke Hauptschulen“ in ein zweifelhaftes Abenteuer mit unbekanntem Ausgang gest├╝rzt werden.

Der vom Staatssekret├Ąr hoch gelobte „mittlere Bildungsabschluss“ der Werkrealschule, der angeblich dem Realschulabschluss „gleichwertig“ sein soll, ist in den Nachbarl├Ąndern Rheinland-Pfalz und Hessen unbekannt und dementsprechend nichts wert.

Ein guter Abschluss?

Darauf angesprochen sagt Herr Wacker: „Die Kultusministerkonferenz hat diesen Abschluss quasi „zertifiziert“. Hier in Baden-W├╝rttemberg wurde uns versichert, dass dies ein guter Abschluss ist.“

Ein guter Abschluss also? Das wird sich in der Praxis zeigen m├╝ssen. Aus Sicht der Lehrer handelt es sich um einen Etikettenschwindel.

Die Schulnote f├╝r die „Schulreform“ und die Hirschberger-Heddesheimer-L├Âsung hingegen steht fest: Sie ist mangelbehaftet. Ebenso wie die „Einbeziehung“ der Sch├╝ler, Eltern und des Elternbeirats – was kommende Woche passieren wird, hat nichts mit „Einbeziehung“ zu tun, sondern nur mit „Durchboxen“.

Die Alternativl├Âsung ist eine L├Âsung ohne Alternative.

Gemeinsame Werkrealschule: Der „Alternativantrag“

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 18. Februar 2010. Der urspr├╝ngliche Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg hatte politisch keine Chance. Ein Alternativantrag soll genehmigungsf├Ąhig sein.

Der Alternativantrag f├╝r eine gemeinsame Werkrealschule sieht vor, dass bereits zum kommenden Schuljahr die Klassen 5-7 der Hauptschulen Heddesheim-Hirschberg einz├╝gig (also nur mit einer Klasse in der Stufe) vor Ort unterrichtet werden (siehe unseren Bericht „Letzte Verhandlungen zur Werkrealschule„).

Die Klassen 8-9 werden zweiz├╝gig an wechselnden Standorten unterrichtet. Die Klasse 10 wird dort absolviert, so zuletzt die Klasse 9 stattgefunden hat.

Auf einer Pressekonferenz in Hirschberg erl├Ąuterten die B├╝rgermeister Michael Kessler (Heddesheim) und Manuel Just (Hirschberg) sowie Staatsminister Georg Wacker (CDU), dass der gemeinsame Schulstandort Hirschberg sein soll. Heddesheim soll als „Ausgleich“ Standort eines noch einzurichtenden „Schulzweckverbandes“ werden.

Am Montag, den 22. Februar 2010, soll der Hirschberger Elternbeirat der Martin-St├Âhr-Schule ├╝ber den „Alternativantrag“ unterrichtet werden. Am 23. Februar 2010 soll der Hirschberger Gemeinderat dem Antrag zustimmen. Am 24. Februar soll der Heddesheimer Elternbeirat der Johannes-Kepler-Schule ├╝ber den „Alternativantrag“ unterrichtet werden. Am 25. Februar 2010 soll der Heddesheimer Gemeinderat dem „Alternativantrag“ zustimmen.

Die Zustimmung der beiden Gemeinder├Ąte ist die Vorraussetzung, dass beide Gemeinden bis zum 15. M├Ąrz 2010 einen neuen „Alternativantrag“ stellen k├Ânnen.

Dokumentation der Pressemitteilung:

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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