Samstag, 19. August 2017

Der 10. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland heißt Christian Wulff

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Guten Tag!

Heddesheim/Berlin, 30. Juni 2010. Die Bundesversammlung hat heute im 3. Wahlgang den CDU-Politiker Christian Wulff zum zehnten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Mit 625 Stimmen von 1.240 gültigen Stimmen ist der niedersächsische CDU-Politiker Christian Wulff zum zehnten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden. Im dritten Wahlgang entschied sich die Wahl zwischen ihm und dem von SPD und Grünen favorisierten Kandidaten Joachim Gauck.

Wulff erreichte damit zwei Stimmen mehr als die absolute Mehrheit von 623 Stimmen. Im dritten Wahlgang enthielten sich 121 Wahlfrauen und -männer – vermutlich vornehmlich der Linken. Zwei Stimmen waren ungültig.

Die schwarz-gelbe Koalition hatte in der Bundesversammlung eine absolute Mehrheit von 644 Stimmen – die aber auch in den ersten beiden Wahlgängen nicht ansatzweise erreicht wurde. In der Geschichte der Bundesrepublik brauchte es zuvor nur zwei Mal einen dritten Wahlgang zur Wahl von Gustav Heinemann (1969) und Roman Herzog (1994).

Christian Wulff war seit 2003 Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.

In der politischen Presse wird die Wahl kontrovers diskutiert – viele sehen darin den Anfang vom Ende der amtierenden Regierungskoalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland – wenngleich mit vorwiegend repräsentativen Aufgaben.

Am 31. Mai 2010 war der bisherige Bundespräsident Horst Köhler überraschend zurückgetreten.

Die Redaktion wünscht dem 10. Bundespräsidenten Christian Wulff einen guten Start in das erste Amt im Staat und eine erfolgreiche Ausfüllung dieser herausragenden Aufgabe.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Heddesheimer

    Ich mag den Wulff nicht, weil ich es nicht für ratsam halte um im Amt objektiv zu sein, einen Politiker direkt zum Bundespräsident zu wählen.

  • jawiejetzt?

    Guten Tag,

    ich würde gerne Die Linke mal fragen was die Schau sollte? Wenn sie Wulf wollten, wieso dann eine eigene Kandidatin?

    Da hätten sie gleich sagen können wir machen Wulf zum Präsidenten und gut iss.

    Es scheint, die Einschätzung daß diese Partei nicht regierungsfähig ist, ist mehr als zutreffend. Wer mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch der Ostalgie anhängt und der DDR nachtrauert und offenbar mit den Prinzipien des Rechtsstaates ein Problem hat, der ist in deutschen Parlamenten fehl am Platz und hat auch in der Bundesversammlung nichts verloren.

    Herrn Gauck vorzuwerfen, daß er sich im Rahmen einer rechtsstaatlichen Ordnung um Aufklärung von mehr als 40 Jahren Unterdrückung im Unrecht bemüht hat und das so persönlich zu nehmen, daß er nicht wählbar erscheint ist eine zweifelhafte Position.

    Sich im dritten Wahlgang zu enthalten, was den Stimmen nach der Zahl der linken Wahlfrauen und Männern ziemlich entspricht, ist dämlich, besonders wenn klar war, daß die eigene Kandidatin keine echte Chance hatte.

    Damit hat die Linke einen Kandidaten zum Bundespräsideten gemacht, dem sie eine eigene Kandidatin entgegengestellt hatte.

    Also, was sollte die Schau?

    Einen schönen Tag noch

  • pia rahn

    ich meine,der wulff sollte zurücktreten