Dienstag, 20. November 2018

Heddesheimer KĂŒnstler Kurt Fleckenstein installiert siebtes Objekt fĂŒr Kreisverkehr

Pfitzenmeier-Turner bewegt

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Der Pfitzenmeier-Turner.

 

Schwetzingen/Heddesheim/Rhein-Neckar, 29. Mai 2012. (red) In sechs Metern Höhe ĂŒbt der kleine Turner am Reck. Das Kunstwerk des Heddesheimer Landschaftsarchitekten Kurt Fleckenstein am Kreisverkehrsplatz MĂŒhlenstraße/Carl-Theodor-BrĂŒcke/Nadlerstraße soll imagebildend sein: FĂŒr die Stadt und fĂŒr den Sponsor Werner Pfitzenmeier. Am 26. Mai wurde „Der Turner“ offiziell eingeweiht.

Von Hardy Prothmann

Es ist das siebte Kunstobjekt, dass Kurt Fleckenstein auf einem Kreisverkehr installiert hat, andere stehen in Heddeshem, Ladenburg oder Ilvesheim. Fleckenstein hat mit dem Turner eine interessante Figur geschaffen. Imposant ragen zwei Stahlpfeiler aus dem Inneren des Kreisverkehrs. Dazwischen hat Fleckenstein eine Reckstange montiert, an der eine 1,30 Meter große Jungenfigur das Turnen ĂŒbt.

Fleckenstein bringt so mehrere Dinge zusammen: Das Kunstobjekt hat der Fitness-Unternehmer Werner Pfitzenmeier als Sponsor bezahlt. Dessen Unternehmensfarben rot-weiß finden sich im weißen Jungen mit der roten Hose wieder. Das Reck als SportgerĂ€t ist aber gleichzeitig Stadttor, ragt hoch aber durchlĂ€ssig empor. Das Objekt ist ein Blickfang, lenkt aber nicht ab. Kunst im Straßenverkehrsraum darf nĂ€mlich nicht die Aufmerksamkeit fĂŒr den Verkehr nehmen.

Rund 150 GĂ€ste sind zur offiziellen Einweihung des Turners am Kreisverkehrsplatz MĂŒhlenstraße/Carl-Theodor-BrĂŒcke/Nadlerstraße gekommen. Kunst auf Kreisverkehrsinseln liegt im Trend und kann imagebildend sein. Turnen setzt eine dynamische Körperbeherrschung voraus, besteht aus Kraft und FlexibilitĂ€t. Diese Symbolik soll gleichermaßen fĂŒr ein Fitness-Unternehmung Pfitzenmeier wie auch die Stadt Schwetzingen gelten. Als Stadt in Bewegung und ein Unternehmen, das bewegt.

Statt eines prahlerischen Muskelprotzes hat Kurt Fleckenstein einen dĂŒrren Jungen gewĂ€hlt, der sich noch entwickeln, das Turnen noch lernen muss:

Ich habe den Jungen durchaus in Provokation zur durchgestylten Werbewelt gesetzt.

Ein mutiger Ansatz. Respekt muss man da vor dem Unternehmer Pfitzenmeier haben, der immerhin 20.000 Euro gespendet hat und dafĂŒr kein „perfektes“ Ergebnis bekommt, sondern eins, dass sich entwickeln muss. Der Schwetzinger Unternehmer hat vielleicht aber auch daran gedacht, dass sich sein Unternehmen vor 35 Jahren entwickelt und sich in dieser Zeit immer mal wieder verĂ€ndert hat.

Den ganzen Artikel und die Fotostrecke finden Sie auf dem Rheinneckarblog.de

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.