Samstag, 19. August 2017

Geprothmannt: Die Fischfutter-Affäre oder Butter bei die Fische

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Weinheim/Heddesheim/Berlin, 28. November 2011. Der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele (Bündnis90/Die Grünen) wirft uns vor, ungerechtfertigt seine „Privatsphäre“ verletzt und falsche Angaben gemacht zu haben. Bundesweit heißt der Vorgang mittlerweile in den Medien „Fischfutter-Affäre“ und meint doch nur ein reichlich absurdes Theater mit tatsächlich ernsten Folgen.

Von Hardy Prothmann

Ist jemand, der sich mit seiner Geschäftsvisitenkarte ausweist, privat? Hans-Christian Ströbele sieht sich dann als "privat", wenn ihm das in den Kram passt.

Der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat mich als verantwortlichen Redakteur dieser Internet-Lokalzeitung am Freitag, den 25. November 2011, durch den („berühmt-berüchtigen“) Rechtsanwalt Johannes Eisenberg abmahnen lassen.

Herr Ströbele hat mit seinem Anwalt einen „Streitwert“ von 10.000 Euro festgelegt, der gleichzeitig die Höhe der „Vertragsstrafe“ bei Wiederholung festlegt. Ich soll mich verpflichten, künftig diese Behauptung zu unterlassen:

Bundestagsmitglied Christian Ströbele (Grüne) zeigte 13-jährigen Heddesheimer an.

Diese Aussage ist nicht korrekt und ich wiederhole sie auch nicht.

Außerdem soll ich Anwaltskosten in Höhe von 775,64 Euro für ein zweiseitiges Schreiben zahlen. Herr Ströbele war „gnädig“. Er hätte auch 20.000 oder 50.000 oder 100.000 Euro oder eine Million als „Streitwert festlegen“ können – dementsprechend berechnet sich die Anwaltsgebühr. Herr Ströbele meint, dass 10.000 Euro für diesen Satz ein „angemessener Wert“ sind.

Der Anwalt Johannes Eisenberg hat mir gleichzeitig „ausdrücklich eine jedwede auch nur indirekte publizistische Nutzung verboten“ – sprich: Die Abmahnung sollte diskret behandelt werden. Vermutlich aus Gründen der „Privatsphärenwahrung“.

Richtigstellung

Der inkriminierte Artikel selbst wurde nicht inhaltlich abgemahnt. Ausschließlich die Überschrift. Und diese war tatsächlich unverschuldet fehlerhaft. Herr Ströbele hat keinen Hinweis auf den Fehler gegeben, sondern nur abgemahnt. Ich habe erneut geprüft, den Fehler identifiziert und korrigiert. Die korrekte Überschrift lautet:

Ehefrau von Bundestagsmitglied Christian Ströbele (Grüne) zeigte 13-jährigen Heddesheimer an

Über meinen Berliner Anwalt Dominic Blim habe ich deshalb am Sonntag eine Unterlassungserklärung an den Anwalt von Herrn Ströbele übermitteln lassen.

Denn ich habe überhaupt kein Interesse, eine fehlerhafte Sache zu behaupten. Und ich habe noch weniger Interesse, mich mit dem Privatleben von Herrn Ströbele zu befassen. Ich darf sogar behaupten, dass ich einen gewissen – sicher keinen wohligen – Schauer bei dem Gedanken an das Privatleben des Herrn Ströbele  empfinden würde. Auch ohne „Unterlassungserklärungsabmahnung“ kann ich Herrn Ströbele versichern, dass ich überhaupt kein Interesse an seinem Privatleben habe.

Vorsatz: Information der Öffentlichkeit

Hardy Prothmann: "Journalismus hat nicht die Aufgabe zu gefallen, sondern zu informieren. Punkt."

Als Journalist habe ich einzig und allein ein Interesse, die Öffentlichkeit zutreffend zu informieren und meine mir grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit auszuüben. Diesem Vorsatz bin ich unter strenger Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen. Ich habe umfangreich recherchiert und nach Einholung aller mir zur Verfügung stehenden Informationen die „abgemahnte“ Schlagzeile formuliert.

Die Achtung von Privatsphären ist für mich nicht nur  eine Selbstverständlichkeit, ganz im Gegenteil bin ich unter Journalistenkollegen als kritischer Mahner bekannt. Denn viel zu oft beschädigen Journalisten durch schlechte Arbeit die gesamte Branche. Einerseits verteidige ich die Informationsfreiheit, andererseits kritisiere ich verfehlte Überschreitungen.

Ganz sicher passieren auch mir Fehler. War das ein Fehler? Ich wurde durch eine Informantin Anfang August auf den Vorfall aufmerksam gemacht, danach habe ich umfangreich recherchiert – im Bewusstsein, es mit einem „Prominenten“ zu tun zu haben.

Dann habe ich das „Thema“ liegen gelassen. Vor allem, um Informanten und Zeugen zu schützen und um die „Einordnung“ reifen zu lassen. Es gab einen Vorfall, Streit, Stress, eine prominent-politische Persönlichkeit.

Aggressive „Promis“

Als verantwortungsbewusster Journalist weiß ich, dass je „prominenter“ eine Person ist, umso mehr Vorsicht angebracht ist. Nicht, weil diese Personen mehr Rechte als „normale Leute“ hätten – meist haben sie mehr Geld, bessere „Kontakte“ und sind oft sehr aggressiv.

Weil ich verantwortlich arbeite, habe ich den Akteuren Zeit gelassen, sich zu beruhigen. Als ich die Recherche wieder aufgenommen hatte, entsprachen die neuen „Erkenntnisse“ denen, die ich schon recherchiert hatte. Ich holte letztlich eine amtliche Auskunft ein, um die Bestätigung des Vorfalls zu prüfen.

Danach habe ich den Bericht geschrieben und veröffentlicht, der inhaltlich von Herrn Ströbele und seinem Anwalt auch nicht abgemahnt worden ist.

Kalkulierte Abmahnung

Ich habe im Sinne der journalistischen Sorgfaltspflicht Herrn Ströbele telefonisch und per email zu erreichen versucht. Herr Ströbele hat diesen Versuch einer Kontaktaufnahme mittlerweile indirekt über einen Zeitungsbericht bestätigt, und hatte demnach keine „Zeit“ für eine Antwort auf meine Nachfrage.

Herr Ströbele hatte aber die Zeit, weil er keine Zeit hatte, seinen Anwalt Eisenberg zu beauftragen, mich abmahnen zu lassen. Keine Zeit also. Weder für eine Information, für eine „Klar“-Stellung, für eine Einigung. Genug Zeit aber, zu kalkulieren, dass ein Auftrag an den Anwalt die „Gegenseite“ schlappe fast 800 Euro kostet. Und zu kalkulieren, dass, wenn das nicht erfolgreich ist, selbst die knapp 800 Euro zu bezahlen.

Herr Ströbele hat auch nicht umgehend gehandelt, obwohl er früh Kenntnis hatte. Der Artikel erschien am Dienstag. Die Abmahnung kam am Freitagvormittag mit einer 8-Stunden-Frist, um reagieren zu können. Auch eigene Rechtsanwälte sind freitags manchmal früh im Wochenende. Man könnte vermuten, dass das kalkuliert worden ist. Damit sage ich nicht, dass es das ist, ich sage nur, es könnte so sein.

„Klasse“-Fragen

Ganz ehrlich? „Soviel Zeit“, eben mal 800 Euro zu „riskieren“, möchten wohl viele Menschen gerne mal haben. Es gibt aber sehr viel mehr Menschen, die mit weniger als der Hälfte ihren Lebensunterhalt „bestreiten“ müssen. Hans-Christian Ströbele gehört garantiert nicht zu dieser „Klasse“.

Freie Journalisten, denen Herr Ströbele ab und an und gerade vergangenen Samstag wieder mit irgendeinem Spruch von „Pressefreiheit“ und so den „Rücken“ stärkte, neigen manchmal noch dazu, sich wirklich reinzuhängen, zu recherchieren, nachzufragen, genau zu berichten.

Über die Bezahlung muss man nicht wirklich reden – es sind Hungerlöhne, die die meisten in diesem „Job“ erhalten. Von Herrn Ströbele ist mir kein Zitat bekannt, mit dem er dies, als Förderer der „Pressefreiheit“ mal angemahnt hätte. Ich kenne ihn seit ein paar Tagen nur als Abmahner mit saftigen Gebühren für „Star“-Anwälte.

Und daraus folgere ich, dass Herr Ströbele sich für so etwas in der Art hält, also einen Star. Ich meine jetzt nicht den Vogel, sondern eine prominente „Persönlichkeit“ mit einem „Recht auf Privatsphäre“.

Wann ist wer privat?

Nur seltsam, wenn ein Privatmann sich vor Ort als MdB per Visitenkarte ausweist. Und den beteiligten Personen erst dadurch bewusst wird, mit wem sie es „zu tun haben“.

Es gibt Gerüchte, dass das auch Beamte vor Ort „beeindruckt“ hat.

All das sind „kleine Geschichten“ im Umfeld des Themas zur „Fischfutter-Affäre“, die im Umlauf sind. Manchmal werden „kleine Geschichten“ ja auch „große Geschichten“, wie man unzweifelhaft gerade im Zusammenhang mit der Fischfutter-Affäre feststellen konnte.

Ich mache jetzt das, was ich als Reporter immer tue: Ich suche Geschichten, die man aufschreiben muss, weil sie wichtig für die öffentliche Meinung sind.

Aktuell recherchiere ich die Angaben einer prominenten Persönlichkeit, deren Wahrheitsgehalt zweifelhaft ist. Das ist harte Arbeit, vor allem, weil jede Fehlinformation durch andere den „eigenen Arsch kosten kann“.

Also gehe ich wie immer sorgfältig und systematisch vor.

„Gefällt“ ist kein journalistisches Kriterium

Ich schütze dabei meine Informanten, halte mich aus Privatsphären raus (hat mir schon sehr oft Geschichten nicht möglich gemacht), gehe aber jedem Hinweis nach.

Und wenn die Story fertig ist, wird sie veröffentlicht.

Ganz egal, ob das jemandem „Prominenten“ gefällt oder nicht.

Der Unterschied zwischen Herrn Ströbele und anderen „einflussreichen Persönlichkeiten“ ist: Ich nutze Informationen, das Wort und die Meinungsfreiheit.

Andere nutzen Geld, Kontakte und Seilschaften und wenn das nicht taugt, einen „Promi“-Anwalt wie diesen Eisenhut oder wie immer der auch heißt.

Butter bei die Fische

Manchmal nutzt allerdings auch jemand seinen Verstand.

Doch das ist selten der Fall.

Trotzdem gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Für Journalisten gilt: Butter bei die Fische.

Also zur Sache kommen, Klartext reden, Fakten veröffentlichen.

Herr Ströbele kann sicher sein, dass es Butter an die Fische geben wird.

Link:
Auf Facebook hatsich Hans-Christian Ströbele am Sonntagabend zur Sache geäußert.

Der inkriminierte Artikel.

Dokumentation von Reaktionen

Spendenaufruf:

Sofern Sie uns unterstützen möchten, bitten wir um eine Spende, denn wir rechnen wegen des Rufs von Anwalt Eisenberg mit einem Verfahren und Kosten von bis zu 5.000 Euro in erster Instanz, sofern die Sache vor Gericht geht. Und mit einer Verdoppelung, sollte eine zweite Instanz nötig sein. Wir werden die eingegangenen Spenden ausschließlich für die Rechtskosten verwenden.

Wir werden fortlaufend über die Höhe der eingegangenen Spenden berichten. Die Namen der Spender behandeln wir anonym, auf Wunsch nennen wir sie auch. Geld, das nicht für dieses Verfahren benötigt wird, werden wir dem Verein „Journalisten helfen Journalisten“ spenden, die vor allem Journalisten in Krisenregionen unterstützen. Dort wird selten abgemahnt, dafür vorzugsweise gefoltert und geschossen, um Berichterstatter (mund)tot zu machen.

Bankverbindung: Hardy Prothmann, comdirect Konto: 218213700, BLZ: 20041133

Den aktualisierten Spendenstand finden Sie im Artikel zur „Fischfutter-Affäre“ Ströbele

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Bert

    Bei soviel Zeit der Recherche nur einen Tag Reaktionszeit Ströbele für ein Statement als Betroffene geben und eine unausgewogene Berichterstattung riskieren? Wurde Frau Dr. Ströbele bei der Recherche kontaktiert?

  • Frank-P. Steckel

    Lieber Herr Prothmann –

    „Sphäre“ – nicht „Spähre“!

    • redaktion

      Guten Tag!

      Selbstverständlich – korrigiert.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

  • Hans

    Diese sog. „Fischfutter-Affäre“ ist doch lächerlich.

    Einzig bedeutsam ist tatsächlich die Reaktion von Ströbele – Abmahnung der inkriminierten Überschrift. Das zeugt von wenig bzw. keinerlei Netzkompetenz.

    Einen Fehler hat das Heddesheimblog beileibe nicht gemacht. Im Gegenteil.

    Der erfahrene Journalist Hardy Prothmann hat den richtigen Zeitpunkt (immerhin mehr als drei Monate) abgewartet, um diese Story dann zu posten, wenn sie am meisten Aufmerksamkeit erzeugt.

    Ströbele war in letzter Zeit wegen der Nazi-Terroristen groß in den Medien und hat sich groß exponiert. Der Castortransport – ein Kernthema Ströbeles – tut sein übriges: der Name des Grünen-Politikers wird viel gesucht und gegoogelt. Da passt die Fischfutter-Affäre einfach gut rein. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte kaum ein Hahn nach dieser Geschichte gekräht.

    Respekt zu diesem Marketing-Scoop. Der ist wirklich gelungen.

  • Hans

    Und noch eine klitzekleine Anmerkung: Niemand erstattet Anzeige wegen „geffährlicher Körperverletzung mit einer Waffe“. Den vermeintlichen Straftatbestand indentifiziert die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft, nicht der Anzeigenerstatter. Da könnte man sich auch deren überzogener Reaktion widmen. Das interessiert dann allerdiongs nur die Heddesheimer.

  • Pingback: Opinio()

  • Ulrich Schneider

    Bleiben Sie dran! In Ihrer Lokalzeitung gibt es wenigstens etwas Interessantes zu lesen.

  • genova

    Du scheinst dich zu wichtig zu nehmen. In diesem Bandwurmtext steht nichts drin, außer dass du ein ganz toller Hecht bist und dass du den Ströbele nicht leiden kannst. Mag ja sein, aber das dürfte außerhalb von Heddesheim niemanden interessieren. Dich interessiert die Klage von Ströbele natürlich dahingehend, dass die Clicks deines Blogs gerade vermutlich explodieren. Kann ja nicht schaden, als unterbezahlter freier Journalist.

    Es spricht jedenfalls nicht für deine journalistischen Fähigkeiten, dass du zuerst versuchst, Ströbele subtil in die Pfanne zu hauen (kein wohliger Schauer beim Gedanken an sein Privatleben) und im nächsten Satz behauptest, die Öffentlichkeit zu „informieren“ sei dein „einziges und alleiniges Interesse“.

    Junge, Junge, was für ein Glück für dich, dass der Ströbele an dem See in Heddesheim vorbeigekommen ist.

    (Die rechten Hetzer von PI stehen übrigens voll hinter dir.)

    Kleiner Tipp für die Zukunft: Zur Sache kommen, Klartext reden, Fakten veröffentlichen.

    Grüße
    genova

    • Kai Elves

      In Zusammenhang mit dem Blog „PI“ ist grundsätzlich immer mindestens einmal „krude“, „unerträglich“ und / oder „empörend“ zu verwenden.

      Das ist offizielle Sprachregelung hier in der Bundesrepublik Deutschland anno 2011.

      • G. Utmensch

        Sie haben „Rechtsterrorismus“ und „Naziterrorismus“ vergessen!

  • xbg

    „Danach habe ich den Bericht geschrieben und veröffentlicht, der inhaltlich von Herrn Ströbele und seinem Anwalt auch nicht abgemahnt worden ist.“

    Oh na klar. Aber weil man unbedingt eine reißerische Headline braucht, reißt man die ganze Sorgfalt mit dem Arsch wieder ein.

  • JF

    „Über meinen Berliner Anwalt Dominic Blim habe ich deshalb am Sonntag eine Unterlassungserklärung an den Anwalt von Herrn Ströbele übermitteln lassen.“

    Eine UE kann durchaus klug sein – wurde sie denn selbst abgefasst und insbesondere darauf geachtet, dass sie nicht als Schuldeingeständnis verstanden werden kann („…verpflichtet sich ohne anerkenntnis einer rechtlichen verpflichtung, gleichwohl rechtsverbindlich…“)?

  • Seibert

    Natürlich hätte ein knapper und kostenfreier Hinweis auf den Fehler in der Meldung genügt. Man muss sich auch als Politiker nicht so wichtig nehmen, dass man gleich den etwas krakeeligen Herrn Eisenberg zu Hilfe rufen muss. Ströbele ist ja selbst Anwalt.
    Allerdings: ob es ein Informationsinteresse der Öffentlichkeit daran gibt, dass Frau Ströbele einen 13jährigen angezeigt hat, erscheint mir doch etwas zweifelhaft. Der nächste Ärger könnte die Folge sein.
    MfG
    Seibert

  • Bobs

    Es scheint so, als stehe außer Frage und sei durch Aktenlage bei der StA Mannheim in Datum und Einzelheit nachvollziehbar belegt, dass hier zwei Personen verbotswidrig in einem Gewässer auf dem Gebiet der Stadt Weinheim geschwommen sind. Da offenbar mindestens einer der Personen sehr an Recht und Ordnung gelegen zu sein scheint und ebenfalls eine von ihnen Mandatsträger im Parlament der Bundesrepublik Deutschland sowie person der Zeitgeschichte ist, stellt sich mir die Frage, ob das so genannte und mutmaßliche „Schwarzschwimmen“ seitens der Stadt Weinheim eigentlich schon daraufhin überprüft worden ist, ob es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die auch heute ggf. noch zu ahnden sein könnte. Hat jemand dazu Informationen?

    • Joe

      der ungesunde Menschenverstand sagt mir……….da wird nicht weiter geahndet……………………

  • Pingback: Grüner Bundestagsabgeordneter: "Fischfutter-Affäre" – Ströbele legt auf … – Welt Online | Nachrichten()

  • norbert

    Nicht unterkriegen lassen. Mit seinner Vorgehensweise sowohl gegenüber den Jugendlichen als auch dem Heddesheimblog entlarvt sich Herr Ströbele selbst. Und er leistet sich und seiner Partei einen Bärendienst, denn das geht schwer nach hinten los, liebe Grüne.
    Wichtig wäre allerdings eine klare Information, ob das Baden in dem betroffenen Gewässer erlaubt ist oder nicht. Falls nicht hat sich da ein vermeintlich Prominenter wohl Sonderrechte angemaßt…..

    • Claudia Luh-Schülein

      Sie meinen ganz im Ernst, dass es vergleichbar ist, ob jemand verbotswidrig in einem See schwimmt oder (im Alter von 13 Jahren) andere Menschen mit einem Katapult beschießt?
      Sieht nach Stammtischpolitik aus

      • Roland

        Sachte, sachte. Von einem Katapult kann keine Rede sein. Vielleicht schon eher von Artillerie-Beschuss!?

    • Andreas Kellner

      Das Baden im Waidsee ist nur im Bereich des Strandbades erlaubt. Ausserhalb davon ist das schwimmen verboten! Es gibt auch Hinweisschilder dazu. Außerdem haben die meisten offiziellen Badeseen eine Badeordnung.

      Bei googlemaps einfach einmal Weinhein – Waidsee eingeben bzw. YouTube Waidsee eingeben 🙂

  • Martina Salzmann

    Toll, dass jemand den Begriff Presse- und Meinungsfreiheit für sich so hoch hängt. Und seine Verantwortung vernachlässigt. Zur Verantwortung gehört, den Betroffenen vorher ausreichend Gelegenheit zur Erklärung zu geben.

    • redaktion

      Guten Tag!

      Sie sollten den ganzen Text lesen. Tipp: Das Schwarze ist die Schrift.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

      • Martina Salzmann

        Wo erfahre ich denn hier in der schwarzen Schrift des Heddesheimbogs, ob Frau Dr. Ströbele-Gregor kontaktiert wurde? Wo ist dann ihre Sicht der Dinge? Wurde Herr Ströbele tatsächlich erst in der Nacht vor Veröffentlichung des Artikels erstmals angefragt? Wo ist denn dann Herrn Ströbeles Sicht der Dinge? Nicht vorhanden? Na, dann kann ich lange in der vielen schwarzen Schrift suchen…

        Pfui!

        • Christian

          Sehr geehrte Frau Salzmann,

          der Blogger schreibt, er habe den Kontakt gesucht. Herr Ströbele hat ein Büro, wo sicher E-Mails gelesen werden. Darauf hätte Herr Ströbele nur etwas antworten müssen wie: „Es betrifft meine Frau, sie ist keine Person des öffentlichen Interesses. Ich bitte Sie aus diesem Grund freundlichst von einer Berichterstattung abzusehen.“ Fertig wäre die Angelegenheit gewesen, eine etwaige Berichterstattung über den Vorfall als solchen (über dessen Informationswert man streiten kann) hätte dann ohne die Nennung von Namen stattgefunden.

  • Werner

    Geil! Die Fischfutter Geschichte wird zum typischen Barbara Streisand Effekt. Das freut mich für den Ströbele, der Schuss geht nach hinten los

    http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

    • redaktion

      Guten Tag!

      Die Fischfutter-Affäre war schon drin – ist aber wieder rausgeflogen.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

  • Susanne

    Soviel Gegacker um den Fakt, dass ihr in der Überschrift einen Fehler gemacht habt? Kleiner Tip: Beim nächsten Mal, wenn man wem eins reinwürgen will, einfach vorher einen Faktcheck machen, so wie richtige Journalisten, und nicht hinterher rumheulen.

    Andererseits, mit Ströbele trifft es keinen Falschen. Schade, dass er nicht mit Claudia Roth schwimmen war.

  • Micha

    Mir ist und war Herr Ströbele schon immer etwas unsympathisch und ich kann mir sehr gut vorstellen dass er ohne Kameras und Zuschauer das genaue Gegenteil von dem ist was er zu sein vorgibt. Das Verhalten gegenüber den Kindern, den Anglern und nun auch dem Heddesheimblog spricht zumindest dafür.
    Aber trotz aller Antisympathie diesem Mann gegenüber sollte man auch mal das Verhalten von Herrn Prothmann hinterfragen. Der freut sich natürlich über das unerwartete und rege Interesse an seinem sonst eher auf Provinzniveau agierenden Blog und feuert nun seit einigen Tagen eine Headline nach der anderen bezüglich dieses Themas raus.
    Im letzten Artikel scheint nun vor lauter Eigenlob und Selbstmitleid hier und da mal der Kopf abgeschaltet zu haben. Anders kann ich mir nicht erklären wie man in einem Satz von seriöser journalistischer Arbeit redet und im nächsten anzügliche/ironische Bemerkungen über Herrn Ströbele macht. Dazu noch ein Spendenkonto nennen…..HALLO??? Wer hat denn den Artikel laut eigener Aussage extra lange zurückgehalten um ihn zum passenden Zeitpunkt zu bringen? Wer hat denn in all der Zeit nicht erneut recherchiert bzw. sich rückversichert.
    Sorry, aber da ist mir dann charakterlich doch Herr Ströbele um einiges lieber als Herr Prothmann.
    Sie können diesen Kommentar gerne zensieren oder wie anscheinend üblich nicht veröffentlichen, aber zu diesem Thema gibt es ja dank Ihnen reichlich Möglichkeiten meine Meinung zu veröffentlichen 😉

  • bloed-zeitung

    Sehr geehrter Herr Prothmann
    Ihr Artikel unterschreitet sogar das Niveau einer auflagenstarken Tageszeitung aus Hamburg (heute Berlin), die mit ihrer großen Schrift verdecken will, dass sie außer Verleumdungen nichts zu bieten hat.

    Wo sind die harten, sorgfältig recherchierten Fakten? Ein paar Kinder an der Grenze zur Strafmündigkeit haben absichtlich oder unabsichtlich mit einer Schleuder eine ältere Dame verletzt. Der zugehörige ältere Herr (satt über 70 Jahre alt) hat sich darüber aufgerecht und seine Frau hat die Angelegenheit zur Klärung in die Hände der Polzei bzw. Staatsanwaltschaft gelegt. Und das walzen Sie so aus? Wo ist die Butter bei den Fischen?

    Da gab es nichts zu recherchieren und das mit dem Zeugenschutz ist in dem Fall wohl auch etwas absurd oder unterstellen Sie, dass Herr Stöbele einen Schlägertrupp … oder was auch immer?

    Wenigstens die Vorgeschichte hätten Sie etwas untersuchen sollen. War der erste Schuss schon der Treffer oder ist die ältere Dame in selbstmörderischer Absicht in den Geschosshagel geschwommen? Hat er oder sie vielleicht gerufen? Wie kann man auf dem See zwei!! (nicht einen Schwimmer) übersehen? Gab es, was ich auf keinen Fall unterstellen will (aber einige Kommentare von Anglern haben mich darauf gebracht) eine Ermutigung von Erwachsenen “ vermiest den Schwimmern, die immer unsere Fische stören, den Spass…“. Alles Fragen, denen man in drei Monaten nachgehen kann. Man hätte auch mal die andere Seite hören können (sollen gute Journalisten manchmal machen). Das wäre für mich wichtig gewesen, um zu beurteilen, ob Herr Ströbele über reagiert hat oder nicht. (Ihm ist es vermutlich völlig egal, da ich nicht sein Wähler bin)

    Die Nummer, wenige Stunden vor der Veröffentlichung dem betroffenen die Möglichkeit einer Stellungnahme einzuräumen, ist ja nur für ganz große Deppen, die den Trick nicht durchschauen. Wäre ich bösartig, würde ich sagen, dass dieses Vorgehen mit Bedacht gewählt worden ist. Wäre eine Berichtigung der Schlagzeile erfolgt, bliebe es bei der Frau S., die keine Person der Zeitgeschichte ist und keine Sau hätte sich für die Geschichte interessiert. Nur mit diesem Vorgehen kam Herr Ströbele in die Geschichte und es wurde eine Storry. Aber so etwas würde ich nie behaupten, ist nur eine theoretische Erörterung.

    Dass dann auch noch Herr Ströbele so blöd war, mit der Abmahnung zu kommen (was hätte er aber sonst tun sollen), war ein Gottesgeschenk an den Blog. Dadurch kommt er zu vielen Klicks und zu vielen Spendengeldern. Eigentlich gibt es für Fehler im Beruf eine Berufshaftpflicht, meist auch noch günstig über Berufsverbände. Sie sollten den Gebührenbescheid einfach unter „Lehrgeld“ oder „Werbungskosten“ buchen. Besser kann es für den Heddesheimblog nicht laufen.

    Allerdings haben Sie damit ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Habe ich bisher Ihre Berichte über Pfenning mit Interesse gelesen und auch Ihren Darstellungen aus dem Gemeinderat geglaubt, bin ich doch sehr in Zweifel geraten. Wie kann man sich für eine Geschichte 3 Monate Zeit nehmen, den Beschuldigten nicht hören und dann nur eine Pseudomöglichkeit der Richtigstellung geben? Wenn das Journalismus ist, verkündet die Zeitung aus Hamburg nur die Wahrheit!

    • Neusprech

      Ja, Ja… So ist das eben wenn die Maske verutscht. Da hilft auch Ihr ganzer Sermon hier nichts. Herr Ströbele hat jetzt mal einer breiten Öffentlichkeit sein wahres Gesicht gezeigt. Auch interessant finde ich den Bericht den die Welt heute gebracht hat. Aus diesem Bericht ergibt sich für mich der Anfangsverdacht daß Herr Ströbele sich möglicherweise strafbar gemacht hat als er die beiden Jungs (gegen ihren Willen?) ins Auto verfrachtet und zum Jugendamt gekarrt hat. Ist sowas nicht möglicherweise Freiheitsberaubung oder Nötigung (beides sind Straftaten) Ermittelt da die Staatsanwaltschaft schon?

    • Michael

      Der heddesheimblog.de ist kein CSI-Miami, aber Sie haben Recht: Vielleicht sollten noch Gutachter herangezogen werden, die nicht nur die Bahn des Geschosses berechnen, sondern auch die Geschwindigkeit der Kugel.
      Mal im Ernst, ein *blog* und keine Tageszeitung wie FAZ hat über ein Zwischenfall am See berichtet.

  • Aufklaerung

    Herr Ströbele hat noch immer nicht kapiert, dass er sich nicht (mehr) für die Anzeige (seiner Frau) rechtfertigen muss, sondern dass er seinen Anwalt schleunigst anweisen sollte, die Abmahnung zurückzuziehen.

    Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen ist im Falle der Anzeige noch menschlich verständlich. Ärger, Schmerz, Aufregung – da knallt der Eine oder Andere vielleicht die MdB-Visitenkarte auf den Tisch und brüllt rum. Ok, das könnte ich auch bei mir nicht in jedem Falle ausschließen (habe zwar keine MdB-Visitenkarte, aber auch eine, die Eindruck machen könnte). Im Falle der Abmahnung ist es eine wohlkalkulierte rechtliche und wirtschaftliche Machtdemonstration, die an unseriöse Abmahnanwälte und ähnliches Gesockse erinnert. Ein solches Imponiergehabe ist gegen „Bild“, „Spiegel“ oder das ZDF gerechtfertigt oder gar notwendig, die große Rechtsabteilungen haben und mit eigenem Sachverstand wissen, welche Grenzverletzungen sie in Kauf nehmen. Nicht jedoch gegen einen kleinen Lokalblogger, den man somit einschüchtern will.

    Herr Ströbele sollte sich öffentlich eingestehen, dass er diesbezüglich überreagiert hat und sein Anwaltsschreiben zurückzieht. Stattdessen veröffentlicht er im „Tagesspiegel“ larmoyante Leserbriefe über sein „Urlaubserlebnis“ (http://www.tagesspiegel.de/meinung/lesermeinung/stroebele-es-war-ein-unerfreuliches-urlaubserlebnis/5895494.html), die jedoch keinen Funken Verständnis für seine Rechthaberei aufkommen lassen.

    Da demontiert sich mal wieder jemand selbst. Schade. Denn es handelt sich um eine Institution der Bundesrepublik, die Meinungs- und Pressefreiheit immer hochgehalten hat. Die wohlfeilen Prinzipien gelten dann halt nicht mehr, wenn es um die eigene Haut geht. Damit gleicht Herr Ströbele vielen MdBs, die die eigenen Gesetze für alle — nur nicht für sich selbst gelten lassen wollen.

    • Grüne Heuchler

      Broder kommentiert auf achgut gestern:

      Man muss schon mehrmals zwischen Hanoi und Havanna hin-
      und her fahren, um einen größeren Heuchler zu finden als
      Christian Ströbele.

    • recipient

      Eine der wenigen differenzierten Betrachtungen, der ich mich weitgehend anschließe, mit Ausnahme der Jugendamt-Polizei-Anzeige-Aktion, die ich schon für überzogen halte. Und dann noch die ebenso überflüssige Abmahngeschichte. Ich hätte Herrn Ströbele für weniger stur und spießig, zumindest aber für klüger gehalten.

  • Knallharte Futterkugel

    Nun ja, Herr Ströbele nimmt es mit den Vorschriften allgemein nicht so genau, wer des Öfteren im Regierungsviertel unterwegs ist, sieht ihn schon mal mit dem Rad auf dem Bürgersteig fahren(trotz ausgewiesener Radwege), beim Quatschen wird das Rad natürlich auch quer zum Weg gestellt – der Pöbel kann sehen, wie er durchkommt.
    Das Wikipedia die Angelegenheit herauszensiert überrascht nicht wirklich, auch der Tagesspiegel profiliert sich als „Zentralorgan“ des Christian S. aus B., zu Guterletzt melden sich dann hier Kommentatoren, die die Faschismuskeule ala „ihr seid PI“ schwingen – Herr Prothmann: Das sind die linksextremen Kampagnen-Seilschaften, die hier versuchen die Wahrheit zu verdrehen, bzw. zu verdecken, lassen Sie sich von denen bitte nicht beirren.
    Sollte es tatsächlich vor Gericht gehen, teilen Sie das bitte mit, dann wird gespendet.
    Paypal macht es einfacher, allerdings kann man sicher auch per online- Überweisung einfach und schnell helfen.
    Beste Grüße an die Angeljungs!

    • Bobs

      Dem schließe ich mich an.

  • André

    „Ich habe im Sinne der journalistischen Sorgfaltspflicht Herrn Ströbele telefonisch und per email zu erreichen versucht. Herr Ströbele hat diesen Versuch einer Kontaktaufnahme mittlerweile indirekt über einen Zeitungsbericht bestätigt, und hatte demnach keine “Zeit” für eine Antwort auf meine Nachfrage.“

    Dazu gibt es hier eine Stellungnahme von Ströbele
    http://www.facebook.com/notes/hans-christian-ströbele/ein-kommentar-zu-den-kommentaren-nachtrag-zur-so-genannten-fischfutteraffäre/10150404060201921

    da heisst es“ err Prothmann hatte mich am Dienstag, 22. November um 15:58 Uhr mit einer Mail an meine Bundestagsadresse kontaktiert. In zwei kurzen Sätzen bat er um Kontaktaufnahme, wenn ich mich zu dem Vorfall äußern wolle. Er teilte allerdings nicht mit, dass und vor allem wann er einen Artikel schreiben will.
    Nach seiner Blogseite hat Herr Prothmann seinen ersten Artikel über mich wohl am Dienstag, 22. November um 16:20 Uhr eingestellt.
    Ganze 22 Minuten hatte er mir so Zeit für eine Reaktion gegeben.

    Ich selbst habe die Zuschrift erst am späten Dienstagabend nach der Rückkehr von einer TV-Diskussion bei Phoenix zur Kenntnis erhalten. Zu diesem Zeitpunkt war der Artikel offensichtlich längst im Netz. “

    Welche Version stimmt, kann ein Außenstehender nicht beurteilen, träfe Ströbeles Version zu, wäre mir unverständlich, weshalb die Monate alte Geschichte um biegen und brechen so kurz darauf schon veröffentlicht werden musste.

    Dass Sröbele sich eine gigantische Dummheit geleistet hat gegen den Artikel in dieser Weise vorzugehen ,die zudem seine fehlende Netzkompetenz unterstreicht (er scheint nicht vom Streisand-Effekt gehört zu haben von dem er nun ausgiebigst kostet), ist offensichtlich und dämmert inzwischen auch ihm. (siehe facebook-Link). Jedenfalls ist die Story inzwischen so wirkungsvoll eskaliert dass ich neugierig bin, welcher (Halb-)Prommi als nächster nicht daraus gelernt hat.

  • Harald
  • Christian Lukas

    Sehr geehrter Herr Prothmann,

    ich bin entsetzt. Schlicht und ergreifend. Eigentlich wäre diese Affäre gar keine. Sie haben etwas geschrieben, da gab es einen Fehler (den Sie nicht verschuldet haben), darauf hätte man Sie hinweisen können, heute schon würde kein Hahn mehr nach der Geschichte krähen. Und ehrlich gesagt: Sie ist im Kern auch nicht von öffentlichem Interesse. Da wurde „etwas geworfen“, da hat jemand „etwas abbekommen“, zwei Parteien streiten sich, das passiert jeden Tag in Deutschland, ach, es gibt nichtigere Angelegenheiten, die zu Klagen führen und mit denen sich dann deutsche Gerichte beschäftigen müssen. Und da es ja die Frau des Abgeordneten betraf und offenbar die Jungs keine politischen Absichten verfolgten (wussten die, wer da schwimmt?), hat der Herr Bundestagsabgeordnete ja sogar Recht wenn er sagt: Das geht die Öffentlichkeit nichts an.
    Eigentlich…

    Doch dann das… Hans-Christian Ströbele. Ich mochte ihn. Nicht, weil ich politisch mit ihm kompatibel gewesen wäre. Oh, das ist wahrlich nicht der Fall. Ich mochte ihn, da er auf mich den Eindruck machte ein Mann zu sein, der sich nicht verbiegen lässt. Ob man seine Ansichten teilen mag oder nicht: Im grauen Politbetrieb gab er bis vor wenigen Tagen eine bunte Note ab, war auf seine Art und Weise ein Original. Man konnte sich an seinen Einstellungen abarbeiten, sie unterstützen, sie ablehnen, sie für verrückt erklären, sie in die eigene Meinungsbildung einbeziehen.

    Aus und vorbei.

    Bin ich einem Hirngespinst erlegen?

    Ich schreibe in der Vergangenheitsform, da ich nicht eroieren kann, ob und in wie weit der Herr Abgeordnete jemals tatsächlich dieser Mensch gewesen ist, den ich als politisch interessierter Beobachter durchaus geschätzt habe. Ich hoffe, dass er mal einer „der Guten“ gewesen ist. Ich hoffe es für ihn, ich hoffe es für die Menschen, die ihm das Vertrauen aussprachen und direkt in den Bundestag wählten.

    Ich kenne ihn nur als eine Person des öffentlichen Lebens.

    Und für eine solche Person ist seine Reaktion einfach nur als blamabel zu bezeichnen – und möglicherweise entlarvend?

    Ihrem Kommentar ist nicht viel hinzuzufügen. Mich beeindruckt vor allem folgendes Zitat: „Als verantwortungsbewusster Journalist weiß ich, dass je ‚prominenter‘ eine Person ist, umso mehr Vorsicht angebracht ist. Nicht, weil diese Personen mehr Rechte als ’normale Leute‘ hätten – meist haben sie mehr Geld, bessere “Kontakte” und sind oft sehr aggressiv.“

    In Deutschland wird oft bemängelt, unsere Blog-Kultur sei im Vergleich zur Blog-Kultur angelsächsischer Staaten höchstens in der dritten Liga anzusiedeln. Und dort auch nur im Mittelfeld. Warum das so ist – tja, hier haben wir einen Fall, der genau das erklärt. Ein einziges anwaltliches Schreiben – und die gesamte Existenz eines Menschen kann „den Bach runtergehen“. Da überlegt man sich zweimal, was man schreibt, ob man überhaupt etwas schreibt. 10.000 Euro? Um dieses Geld zu verdienen, muss ein frei arbeitender Journalist viele, viele Zeichen tippen.

    Dass nun ausgerechnet Herr Ströbele in einer Art und Weise gegen einen, mit Verlaub, Provinzblog vorgeht, um diesen an einer Berichterstattung zu hindern, wo letztlich eine Mail ausgereicht hätte, um die Geschichte gütlich ins digitale Nirvana zu versenden – tja, was soll man da noch sagen? Ich verzichte auf allzu harsche Worte, um den Betreiber dieses Blogs nicht noch mehr in Schwierigkeiten zu bringen, denn er trägt als Admin ja die Verantwortung für die Einträge. Würde ich schreiben, was für Worte in meinem Kopf herumschwirren… Lasse ich es lieber bleiben. Die Selbstzensur funktioniert. Herzlichen Glückwunsch, Herr Abgeordneter, Sie haben Ihr Ziel erreicht.

    Einzig eines trötest mich: Der Streisand-Effekt. Mag dieser Blog auch in seiner Berichterstattung fortan mit Zurückhaltung agieren – Herr Ströbele hat genau das Gegenteil dessen erreicht, was er erreichen wollte. Statt eine Berichterstattung in einem Provinzblog zu untersagen, berichten nun sämtliche großen Medien über den Fall.
    Etwa die Berliner Morgenpost http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article1839007/Stroebele-und-das-Fischfutter.html
    Etwa die Welt http://www.welt.de/politik/deutschland/article13737206/Stroebele-seine-Frau-und-die-Affaere-Fischfutterkugel.html
    Die BZ http://www.bz-berlin.de/archiv/meine-frau-hatte-eine-woche-kopfschmerzen-article1328763.html
    Der Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/meinung/lesermeinung/stroebele-es-war-ein-unerfreuliches-urlaubserlebnis/5895494.html

    Die Taz sowieso, dort bin ich über den Fall gestolpert, denn den Heddesheimblog kannte ich nicht (warum auch? Ich komme nicht aus der Region, was interessiert er mich?).

    Ich möchte meine Gedanken mit einem Zitat des Ruhrbarone-Blogs beenden. „Tja, als Politiker kommt Ströbele immer als der Urtyp der Froschfarbenen rüber. Fahrrad, Kreuzberg, keine Ahnung vom Internet und so. Jemand, mit dem man auf keine Fall ein Bier trinken will, weil er einen den ganzen Abend vollsülzen würde, aber der ganz ok ist. Menschlich und so. Ist er aber scheinbar nicht. Denn was er da mit Hardy (dem Blogger, Anm.) macht ist eine miese Nummer. Aber das schöne ist: Das wissen jetzt alle. Und Ströbele kann ja mal die Kinderreporter fragen, was der Streisand-Effekt ist…“ (http://www.ruhrbarone.de/barbara-stroebele-und-das-fuschfutterattentat/)

    Mit besten Grüßen
    Christian Lukas

  • André

    Das hier, spricht übrigens sehr dafür dass das handwerklich so richtig sauber nicht war:
    „Herrn Ströbele haben wir nicht erreichen können und eine Anfrage per email gestellt. Sollte er sich äußern, werden wir den Artikel aktualisieren. (Hat sich erledigt, in der Zwischenzeit hat Herr Ströbele “Kontakt mit uns aufgenommen”.)“

    Die Passage „Sollte er sich äußern, werden wir den Artikel aktualisieren.“ meine ich.
    Wenn ein Artikel monatelang herumliegen kann ist wohl mehr als fragwürdig ihn dann so kurzfristig online zu stellen ohne jede Not. Schon gar nicht, wenn man zugleich Blogeinträge wie diesen vornimmt:
    http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150426809600489&set=a.10150107391970489.284062.741780488&type=1

    Soweit noch die Ergänzung.

    • redaktion

      Guten Tag!

      Woher nehmen Sie die Kenntnis, dass der Artikel „monatelang“ herumlag? Wir haben im August von der Geschichte erfahren als wir Betriebsferien hatten.
      Unabhängig davon haben wir nicht unmittelbar berichtet, vor allem aus dem Grund, um wegen Quellen und – Sie werdens nicht glauben – Privatsphärenschutz einen zeitlichen Abstand zu schaffen.
      Aber auch, um zu wissen, wie das Verfahren ausgegangen ist.
      Und dann war Zeit den Artikel fertig zu recherchieren. So einfach erklärt sich das ganz ohne Verschwörungstheorien.

      Der Screenshot auf FB ist deshalb gemacht worden, weil wir nur mit einer begrenzten Aufmerksamkeit gerechnet haben.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

      • verschwörungstheorie

        nach Adam Riese und Eva Zwerg sind von August bis Ende fast November 4 Monate. Da konnten Sie Herrn Ströbele keinen Tag für eine Antwort Zeit geben? Gehört zu einem seriösen Journalismus nicht, auch die andere Seite anzuhören?
        Wenn es stimmt, was man in seriösen Zeitungen list, warum haben Sie verschwiegen, dass Herr Ströbele erst zum Jugendamt fuhr und von dem zur Polizei geschickt wurde? Warum haben Sie, wenn andere Berichte stimmen sollten, nicht berichtet, dass der Futterklumpen in der Nähe des Auges von Frau Ströbele eine Verletzung verursachte?
        Warum haben Sie nicht mal einen Link auf eine solche Futterschleuder gemacht. Dann hätte auch der gutwilligste gesehen, wie gefährlich die sind. Wie groß war denn nun dieser harte Futterklumpen? Wer nachschaut: zwischen Murmel und Golfball! Und sehr hart sind die auch. Wahrscheinlich haben aber erstens die 4 Monate zu solch einer aufwändigen Recherche nicht gereicht und zweitens sind alle anderen Medien unseriös und nur Sie machen keine Fehler?
        Wer unabsichtlich einen Fehler macht, versucht ihn auch austzubessern. Was werden Sie unternehmen?

        • redaktion

          Guten Tag!

          Wir haben sofort reagiert und den Fehler korrigiert – lesen hilft.

          Einen schönen Tag wünscht
          Das Heddesheimblog.de

      • André

        Ströbeles Version „Ganze 22 Minuten hatte er mir so Zeit für eine Reaktion gegeben.“ scheint zuzutreffen, jedenfalls haben Sie hier nicht inhaltlich widersprochen.

        „Woher nehmen Sie die Kenntnis, dass der Artikel “monatelang” herumlag? “
        Vielleicht habe ich mich etwas zu flapsig ausgedrückt mit „herumliegen“, Fakt ist, dass er fast 4 Monate nicht veröffentlicht wurde. Dann aber soll nicht Zeit gewesen sein eine Stellungnahme Ströbeles zu diesem Vorgang einzuholen in dieser Zeit? Und es war auch nicht Zeit, angenommen es ging tatsächlich darum den Ausgang der Geschichte abzuwarten, ihm zu diesem Zeitpunkt Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben.

        Mit Verlaub, aber für so naiv dass ein Bundestagsabgeordneter mehr zu tun hat als minütlich auf Mails zu reagieren, halte ich Sie nicht. Es spricht auch nicht für die von Ihnen so hochgehaltenen journalistischen Statuten dass Sie konzidieren “Sollte er sich äußern, werden wir den Artikel aktualisieren.”. Der bewusst in Kauf genommene Schaden ist schon deshalb eingetreten, weil z.B. beim SPON mit einer wesentlich höheren Reichweite und Bedeutung als das Heddesheimblog die Ursprungsversion nicht korrigiert wurde. Bis heute nicht. Die Überbetonung Ihrer angeblich Arbeitsweise in diesem Kontext mag ein jeder selbst beurteilen.

        Mit „Verschwörungstheorie“ hat das alles natürlich nicht zu tun, aber auch das wissen Sie nur zu gut. Es geht schlicht um unsauberen Jpurnalismus denn die Selbstverständlichkeit alle Parteien zu einem Vorgang zu hören wurde ganz sicher nicht erfüllt nur weil Sie pro Forma eine Mail an Ströbele richteten in der er ja Zeit gehabt hätte unmittelbar Stellung zu beziehen – so er denn schnell genug gewesen wäre.

        Ich glaube nicht, dass Sie sich mit dieser „Enthüllunggeschichte“ journalistisch betrachtet, einen Gefallen getan haben.

        So wenig wie ich für Ströbeles in meinen Augen überzogene Reaktionen wirkliches Verständnis habe (beim Vorfall selbst, wie bei der Nachfolgenden Abmahnung), habe ich Verständnis für die Art und Weise des von Ihnen betriebenen Journalismus. Der hat mit Qualität leider wenig gemein, noch weniger mit „strenger Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht“, die Sie vorgeben einzuhalten. Das ist nicht weiter schlimm, dass Heddesheimblog kenne ich nur weil die Geschichte bis zu SPON hin eskaliert ist, ich werde es sicher genauso rasch wieder vergessen.

        Die einmalig hohen kurzfristigen Clickrates und die damit verbundene „Berühmtheit“ seien Ihnen gerne gegönnt. Artikel von Hardy Prothmann werde ich -so mir je welche begegnen sollten- sicher zukünftig mit einer gewissen Distanz lesen.

        In diesem Sinne, erfolgreiches Schaffen!

        • redaktion

          Guten Tag!

          Artikel mit einer gewissen Distanz zu lesen, ist immer eine gute Entscheidung.

          Und wenn Sie die eingenommen haben, stellen Sie fest, dass der Artikel inhaltlich nicht angegriffen worden ist, also zutreffend ist. Der Grund für den Fehler in der Überschrift lag bei der falschen Behördenauskunft und wurde umgehend korrigiert.

          Herr Ströbele hat die Möglichkeit genutzt, Stellung zu nehmen – allerdings nicht bei uns.

          Einen schönen Tag wünscht
          Das Heddesheimblog.de

  • gipsnacken

    Wären die Kinder russische Polizisten gewesen und die Zwille nen Schlagstock, hätte der Ströbele doch selbst noch Journalisten eingeladen.

    Als jemand der schon mehrmals Grün gewählt hat finde ich solche eine Doppelmoral erbärmlich.
    Jämmerlich wie Leute versuchen ne Schleuder mit Futterkugeln geladen als potentielles Mordwerkzeug darzustellen. Futterkugeln!! keine Stahlmurmeln!

  • recipient

    „[…] unter strenger Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht […] bin ich unter Journalistenkollegen als kritischer Mahner bekannt […] Als verantwortungsbewusster Journalist weiß ich […] Weil ich verantwortlich arbeite […] Also gehe ich wie immer sorgfältig und systematisch vor […]“

    Ich finde die kostenpflichtige Abmahnung auch ausgesprochen daneben, vielleicht sogar entlarvend, aber – Ströbele hin, Meinungsfreiheit her: Ich bezweifle, dass Sie sich mit dieser bisweilen pathetischen Selbstbeweihräucherung einen Gefallen getan haben.

    Irgendwie sehe ich wieder mal nur Verlierer.

    Nebenbei: Den Satz „Der Unterschied zwischen Herrn Ströbele und anderen “einflussreichen Persönlichkeiten” ist: Ich nutze Informationen, das Wort und die Meinungsfreiheit“ würde ich auch noch mal überdenken.

  • Grüner Heuchler

    Broder kommentierte auf achgut gestern:

    Man muss schon mehrmals zwischen Hanoi und Havanna hin-
    und her fahren, um einen größeren Heuchler zu finden als
    Christian Ströbele.

  • Persönliche Meinung, keine Tatsachenbehauptung im rechtlichen Sinne (sowas muss man ja mittlerweile vor fast jeden Kommentar stellen, der gewissen Personen nahe gehen könnte):

    Ich finde Ströbele schon die ganze Zeit eine im wahrsten Sinn des Wortes linke Bazille. Mit „linke“ meine ich hemmungslos opportunistisch, die Moral nach persönlichen Bedürfnissen und politischer Weltanschauung ausrichtend, halt „Linken“ im Kontext von Täuschen, Schönreden und für sich geeignete Positionen ohne ehrhafte Einstellung beziehen.

    Ich habe da viele Erklärungen seiner Person wahrgenommen, die bei der „politisch korrekten“ Gewalt für mich ein deutliches Verständnis seinerseits andeuteten. Andererseits giftete er für mich immer dann besonders herum, wenn ihm die Gewalt politisch nicht passte.

    Auch habe ich etwas in Erinnerung, dass nach meinem Verständnis die Quasi-Abschaffung der Polizei zwecks Ersatz durch freundliche Diskussion mit „Problemfällen“ dárstellte.

    Gut, für diese Meinung kann man mE eintreten, wenn man ausreichend bekloppt und weltfremd ist.

    Aber halt. Wurde ihm nicht mal das Fahrrad geklaut und er rannte direkt zu den
    „bösen“ Staatsorganen? Warum treibt er sich mit seiner Frau herum, wo ein gesetzestreuer Bürger nichts zu suchen hat – Schwimmen im Badeverbot? Warum hat er die betreffenden Jugendlichen nicht „zugelabert“, also Konfliktlösung durch Diskussion betrieben, wie er es mE immer so gerne für Problemfälle propagiert? Sollte das etwa doch nicht immer funktionieren oder sind seine Statements nur situationsabhängige Auswürfe nach politischem Gusto? Warum versucht er, die Berichterstattung mit mE Überreaktionen einzudämmen, wo er doch mE die Pressefreiheit _öffentlich_ so hoch hält und einfordert?

    Handelt es sich bei Ströbele etwa um einen Blender, der persönliche Interessen und persönliche, politische Einstellungen höher bewertet, als seine publikumswirksam propagierten Moralvorestellungen?

    Ich finde, Ströbeles Image bricht spätestens jetzt wie ein Kartenhaus zusammen. Für mich ist er keinen Deut besser als windige Investmentbanker, NPD-Spinner oder beliebige, andere Gestalten, denen man im Privaten nicht mal auf 2 km begegnen möchte. Ich halte ihn für ein verlogenes, egomanisches Wesen.

    Dass jetzt die Welle des Internet über ihm zusammenbricht, gönne ich ihm ebenso, wie jedem anderen, für mich unehrlichen Politiker.

    Ende der persönlichen Meinung

  • Hm.

    Auch hier versaut den langen, guten Text leider wieder die Überschrift.

    Genauer gesagt: das erste Wort.

    Ist gePROTHMANNt etwa das Äquilavent zu „hingeRÖTZERt“?

    Bei aller nachvollziehbarer Wut über den Kokolores, und ich habe Dich auch unterstützt, Hardy: Das war keine gute Idee.

  • Frank

    Moin Moin,

    und weil der Herr Ströbele es gerne so ganz genau nimmt, wenn es um seine Rechte geht, habe ich es nun auch einmal ganz genau genommen und lasse, per Strafanzeige, staatsanwaltschaftlich prüfen, welche Rechte Ströbele sich in dieser Angelegenheit rausgenommen hat und welche Rechte er sich nicht hätte rausnehmen dürfen. Die Beschlagnahme der „Tatwaffe“ stellt für mich einen Verstoß gegen § 858 Abs.1 BGB dar und dass Ströbele auf seiner HP die Jungs heute noch beschuldigt, absichtlich auf seine Frau „geschossen“ zu haben, stellt für mich einen Verstoß gegen § 164 StGB Falsche Verdächtigung und § 187 StGB Verleumdung dar. Ich bin mächtig gespannt was passiert. So geht es nämlich nicht! Was glaubt der Herr eigentlich, wer er ist???

  • Hm, das nennt man mit Kanonen auf Spatzen schießen. Da hat sich Herr Ströbele aber eher selbst geschadet. Wer rennt wegen sowas zum Jugendamt (gut, es war seine Frau ….).!? Und ich hab ihn bei der letzten Bundestagswahl auch noch als Direktkandidaten gewählt. Mensch, Christian: Deeskalation und Empathie sind jetzt angesagt. Abrüsten jetzt und sofort! Vielleicht solltest Du alle Beteiligten mal zum Fischessen einladen und Fünfe gerade sein lassen. TsTsTs ….

  • Ob sämtliche journalistischen Sorgfalspflichten eingehalten worden sind, ob die Angelegenheit abmahnfähig war oder nicht, ob die Abmahnung in dieser Angelegenheit ein geschicktes Mittel war oder nicht- all das mag mal dahingestellt sein. Das kann ich aufgrund der hier vorliegenden Informationen jedenfalls nicht beurteilen, mir höchstens hierzu eine eigene Meinung bilden. Äußerungen zu solchen Vorfällen müssen möglich sein und sind wichtig. Politiker müssen nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, sie sind Personen des öffentlichen Interesses. Rechtsanwälte gibt es ja auch für beide Seiten und diese Hilfe wurde von Herrn Prothmann ja nun auch in Anspruch genommen.

    Was mich allerdings wirklich irritiert sind manche Kommentare hier. Man kann ja seine eigene Meinung haben, aber bitte nicht undifferenziert, fast schon beleidigend. Muss das sein? Ob man die Abmahnung richtig findet oder ob sie das nicht war, das steht auf einem Blatt. Hierzu kann man sich ja äußern. Aber wenn eine adäquate Auseinandersetzung in der Sache gefordert wird, dann sollte man sich in seinen eigenen Kommentaren auch so verhalten: Sachlich, mit Niveau und genau mit dieser Sache auseinandersetzend. Manche Kommentare, die ich hier so gelesen habe, scheinen das nicht zu wollen. Schade, denn so führen diese Kommentare genau dazu, dass man den Kopf schüttelt und sich fragen kann, um was es hier eigentlich geht, noch die Sache an sich?

    Schöne Grüße
    Simone Weber
    http://www.weber-rechtsanwaeltin.de

  • No Mercy

    „Und diese war tatsächlich unverschuldet fehlerhaft.“

    Herr Prothmann, verantwortlich sind Sie demnach für Ihren Blog nur, wenn alles Ok ist?
    Nun, das paßt auch irgendwie zu Ihrer Moderation der Kommentare hier – Zensur allen Kritischen, wenn’s Ihnen nicht in Ihre Selbstdarstellung paßt.
    Erlauben Sie, dass ich nicht den Hauch von Mitleid für Sie aufbringen kann.

  • Bia Chen-Satt

    Verstehe ich das richtig, Sie formulieren eine falsche Überschrift, können aber irgendwie nichts dafür und regen sich über eine Abmahnung auf?
    Über eine Abmahnung, die völlig korrekt ist?
    Verstehe ich das weiter richtig, dass, wenn ein Journalist eine Fehler macht, der (böse) Politiker lieb anrufen soll, damit der Journalist seinen Fehler mal schnell korrigiert? Dann ist alles gut?
    Was für ein Schwachsinn!
    Und dann:
    “Soviel Zeit”, eben mal 800 Euro zu “riskieren”, möchten wohl viele Menschen gerne mal haben. Es gibt aber sehr viel mehr Menschen, die mit weniger als der Hälfte ihren Lebensunterhalt “bestreiten” müssen. Hans-Christian Ströbele gehört garantiert nicht zu dieser “Klasse”.
    Ist das Neid? Warum sind sie nichtz Anwalt geworden, wenn Sie gerne mehr Geld verdienen würden? Vielleicht kann man auch als Journalist so viel Geld verdienen, wenn man den sorgfältig arbeitet?!?
    Abschließend folgender Hinweis: Wer ist den Schuld an der fehlerhaften Überschrift? Irgendwie habe ich eine konkrete Antwort nicht gefunden. Vielleicht kann ihnen da ihr Anwealt helfen, das scheint ja ein besserer Mensch zu sein als der des Herrn S.

    • redaktion

      Guten Tag!

      Sie haben leider so ziemlich nichts richtig verstanden.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

  • Cornelia Holtmann

    Vielleicht wäre Herr Ströbele ja dazu bereit, das „unerfreuliche Urlaubserlebnis“ anders zu beurteilen, wenn der Täter ihm glaubwürdig versicherte, er habe lediglich das naturschutzbedingte Badeverbot verteidigen wollen. Ich weiß: Dem so engagierten Umweltschützer hätten andere Wege offen gestanden. Aber für ein wenig jugendliche Militanz wird Herr Ströbele doch Verständnis haben.

    Es bleibt ja auch zu hoffen, dass Herr Ströbele dem Jugendlichen nur den richtigen Weg hat weisen wollen: Der Junge muss schließlich begreifen, dass der Weg zur Polizei und zu den Ämtern der rechtsstaatliche und somit einzig gangbare ist. Glücklicherweise hatte der 13-jährige ja wohl auch keinen Migrationshintergrund. Herrn zu Ströbeles Weg zur Polizei – ich bitte um Entschuldigung, der seiner Frau zur Polizei – war also in keiner Weise behindert.

    Hoffentlich hat das Bußgeld für seine Ordnungswidrigkeit (Schwimmen trotz des Badeverbots) Herrn Ströbele nicht allzu hart getroffen. Oder sollten die Behörden es versäumt haben, ein solches zu verhängen? Das allerdings könnte das Vertrauen unseres Jugendlichen in die Rechtsstaatlichkeit vielleicht erschüttern. Aber wir müssten ihm das ja nicht erzählen.

  • Vschmidt

    Sehr geehrter Herr Prothmann,

    ich würde Ihnen raten, die Abmahnung in vollem Wortlaut zu veröffentlichen.
    Der Advokat Eisenmann würde aus seinem Winkel kommen und eine Abmahnung wegen der Veröffentlichung der Abmahnung schicken. Die Affäre würde weiterkochen, Ihr Blog würde weterhin stark frequentiert sein und ich könnte zusehen, wie sich ein Advokat an seiner eigenen Abmahnung erdrosselt. Ich spende auch – versprochen!

    Viele Grüße
    V. Schmidt

    • redaktion

      Guten Tag!

      Das ist kein guter Vorschlag – wir haben kein Interesse an dem Krawall. Es reicht, dass Herr Eisenberg ein Krawallbruder ist und überdies Herrn Ströbele äußerst schlecht beraten hat.

      Wäre Herr Eisenberg ein guter Anwalt, der im Sinne seines Mandanten handelt, hätte er „den Ball flach gehalten“, eine Korrektur verlangt und seinem Mandanten den Shitstorm vermutlich erspart.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

      • Vschmidt

        Sehr geehrter Herr Prothmann,

        die andere Variante wäre, um die Genehmigung zur Veröffentlichung der Abmahnung zu bitten. Schließlich hat die Öffentlichkeit ein Recht zu erfahren, worum es darin geht. Wenn die Veröffentlichung abgelehnt wird, ist es eine gute Story, wenn sie genehmigt wird, umso mehr.
        Strübele hin, Ströbele her. Hier geht es um die Pressefreiheit, die von einer Seite bedroht wird, der man es gemeinhin nicht zugetraut hätte.

        Mit freundichen Grüßen
        V. Schmidt