Mittwoch, 23. August 2017

KliBA stellt Energiebericht vor

Eisbahn frisst Energieeinsparung auf

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Heddesheim, 28. Juni 2012. (red) Die gute Nachricht – die Gemeinde spart √ľberwiegend durch investive Ma√ünahmen Energie ein. Die schlechte: Die Kosten steigen trotzdem. Eisbahn und Hallenbad sind nach wie vor Energiefresser.

In der Gemeinderatsitzung vom 28. Juni 2012 berichtete Dr. Klaus Ke√üler, Gesch√§ftsf√ľhrer der KliBA gGmbH,¬† √ľber den aktuell vorliegenden Energiebericht des Controllings aus dem Vorjahr √ľber die Energietr√§ger Erdgas, Heiz√∂l, Holzpellets, Strom und Wasser.

Der gesamte Energie- und Wasserverbrauch der Gemeinde wird von wenigen Großverbrauchern entscheidend beeinflusst. Auch Witterung und schwankende Besucherzahlen wirken sich direkt auf die Höhe des Wärme-, Strom- und Wasserverbrauchs aus.

Die KliBA GmbH stellte neben den Ergebnissen aus der Kontrolle, Analyse und Dokumentation des Jahresverbrauchs  auch die im Jahr 2011 entstandenen zugehörigen Kosten und die Höhe der Co²-Emissionen dar.

Konsequentes Energiecontrolling

Durch das konsequent durchgef√ľhrte Energiecontrolling konnten seit 2003 die Verbrauchwerte aller erfassten fossilen Energietr√§ger (Erdgas, Heiz√∂l, Holzpellets, Strim und Wasser) deutlich reduziert werden. Diese Reduktion wurde bis zum Jahr 2006 konstant gehalten.

In den folgenden Jahren gelangen den Liegenschaften weitere Reduzierungen durch verschiedenartig durchgef√ľhrte Ma√ünahmen der Gemeinde und durch die Einf√ľhrung des Energiesparcontracting. Als einziger Ausrei√üer bildet das Jahr 2009 eine Ausnahme – hier verursachte das Blockheizkraftwerk durch eine ganzj√§hrige Stromproduktion und l√§ngerer Laufzeiten einen h√∂heren Gasverbrauch.

Der vorj√§hrige Gesamtenergieverbrauch der Liegenschaften sank gegen√ľber 2010 erneut – mit dem Verbrauch von 5.600 MWh konnte im Vergleich zum Jahr 1997 eine Einsparung von 25 Prozent erreicht werden. Die CO2-Verbrauch ist sogar um 40 Prozent zur√ľckgegangen – das bedeutet eine Einsparung von 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Diese Reduzierung entstand vor allem durch Einsparungen im Wärmebereich (76 Prozent der Gesamtenergie). Die Einsparungen wurden zur Hälfte vom Rathaus und der Heizungszentrale in der Johannes-Kepler/Karl-Drais-Schule realisiert.

Auch der Stromverbrauch konnte bei nahezu allen reduziert werden, mit Ausnahme der Eisbahn, welche durch ihren Ausfall in der Kältesteuerung die Einsparungen der anderen Liegenschaften zunichte machte. In der Betrachtung der Gesamtbilanz ist daher nur eine sehr geringe Einsparung des Stroms zu verzeichnen.

Bei einem nur graduellen Anstieg von unter einem Prozent des Gesamtverbrauchs (213 m³) blieb der Wasserverbrauch im Vorjahr fast konstant.

Kosten steigen kontinuierlich

Die Kosten f√ľr Energie sind jedoch trotz aller durchgef√ľhrten Einsparungen seit 2003 kontinuierlich angestiegen. Seit einem im Jahr 2009 erstmalig aufgetretenen R√ľckgang der Kosten gegn√ľber dem Vorjahr wuchsen die Kosten 2010 bereits wieder erneut, und das trotz sinkenden Energieverbrauchs.

In der aktuellen Bilanz 2011 konnten die Kosten von etwa 515.000 ‚ā¨ auf 431.000 ‚ā¨ gesenkt werden. Diese Kostenwerte liegen sogar unter den 2006 festgestellten Energiekosten. Die Gemeinde hat langfristige Bezugsvertr√§ge geschlossen und somit f√ľr die entsprechenden Zeitr√§ume „feste“ Preise.

Eine Ursache f√ľr die aktuelle verzeichnete starke Abnahme ist der milden Witterung im Jahre 2011 zuzurechnen, welches das w√§rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997 war. Hier wurde deutlich weniger Heizw√§rme verbraucht als in den Vorjahren. Das warme Wetter hat direkte Auswirkungen auf die Kosten die nicht witterungsbereinigt sind.

Als eine weitere positive Einwirkung auf die Kosten sind auch die durchgef√ľhrten Ma√ünahmen zur Energieeinsparung zu sehen.

Der gesamte Gasverbrauch der Liegenschaften wurde reduziert. Im Jahr 2011 musste weniger externer und teurer Strom zugekauft werden, da das Blockheizkraftwerk (BHKW) √ľber die Laufzeit eines gesamten Jahres mehr Strom selbst produzierte. Auch das Heiz√∂l im Rathaus musste aufgrund der Bevorratung nicht nachgetankt werden.

Sehr umfassend durchgef√ľhrte D√§mmma√ünahmen an der Geb√§udeh√ľlle des Rathauses haben den Heiz√∂lverbrauch so stark reduziert, dass der Verbrauch von Pellets im Bauhof den Heiz√∂lverbrauch √ľberwog.

Neuer Kostenfaktor Straßenbeleuchtung

Ebenfalls auf den milden Winter und den dadurch niedrigeren W√§rmeverbrauch von unter 1.500 Tonnen¬† ist der¬† um 40 Prozent (Vergleichsjahr 1997)¬† gesenkte CO¬≤-Verbrauch. Durch den Bezug von √Ėkostrom wird dieser Wert auch in Zukunft weiter sinken.

Die Stra√üenbeleuchtung ging am 01. April 2012 in den Bereichen Wartung und Instandhaltung vom Eigentum der EnBW¬† in das Eigentum der Gemeinde √ľber. Diese werden ab sofort ebenfalls in den Energiebericht aufgenommen, um die Ver√§nderungen der Kosten bzw. Einsparungpotential der Stromkosten erfassbar machen zu k√∂nnen.

Aus Sicht von Dr. Ke√üler sei es sinnvoll Anfang des kommenden Jahres F√∂rderantr√§ge f√ľr ein Klimaschutzkonzept zu stellen. Auch der Kreis habe so ein Konzept in Vorbereitung mit dem Ziel des energieautarken Kreises.

Anm. d. Red.: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heddesheim f√ľhrt die KliBA GmbH seit dem Jahr 2001 ein Energiecontrolling f√ľr die 12 ausgew√§hlten Liegenschaften der Kommune Heddesheim durch.

 

√úber sabine