Sonntag, 20. August 2017

Kesslers Rebhuhnparadies

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Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 27. Februar 2010. Die Redaktion hat ein Text erreicht – der schockierende Behauptungen aufstellt. Die geplante Ansiedlung der Firma Pfenning ist nur ein Tarnprojekt. Die Wahrheit ist viel ernster.
Satire

Wer der Heddesheimer Gemeinderatssitzung vom 25.02.2010 aufmerksam folgte, konnte heraus h├Âren, dass B├╝rgermeister Kessler ein neues Megaprojekt f├╝r Heddesheim plant: „Kesslers Rebhuhnparadies“.

Unter dem Vorwand der Ansiedlung eines gro├čen Logistikzentrums n├Ârdlich der Benzstra├če plant der B├╝rgermeister – wie sich erst jetzt heraus stellte – heimlich einen gro├čen Vogelpark f├╝r Wildv├Âgel.

Die bisherigen Planungen zu diesem Projekt fanden unter Ausschluss der ├ľffentlichkeit statt. Weder Anwohner, noch der Vogelschutzverein oder sonstige Betroffene wurden im Vorfeld dar├╝ber informiert.

Obwohl bisher kaum Informationen zu „Kesslers Rebhuhnparadies“ bekannt geworden sind, hat der Heddesheimer Gemeinderat mit ├╝berw├Ąltigender Mehrheit von 12:9 Stimmen f├╝r die Inangriffnahme dieses neuen Gro├čprojekts gestimmt.

Allein die erwarteten Mehreinnahmen durch ├ľkotouristen und die Aufwertung ganz Heddesheims durch Verbesserung der ├Âkologischen Vielfalt waren ausschlaggebend f├╝r diese Entscheidung.

Nach der Gemeinderatssitzung hat sich spontan eine Gruppe Heddesheimer B├╝rger zusammen gefunden und die „BI Nein zum Rebhuhnpark“ ins Leben gerufen.

Mit dabei ist auch der Vorsitzende des Vogelschutzvereins der mit dem Projekt eine starke Konkurrenz bef├╝rchtet. Die negativen Auswirkungen eines derartigen Gro├čprojekts f├╝r Heddesheim sind noch gar nicht abzusehen.

Insbesondere die Zunahme des Verkehrs vor allem im Luftraum l├Ąsst sich noch gar nicht absch├Ątzen – so erw├Ąhnte der B├╝rgermeister die erforderliche Einflugschneise mit der zugeh├Ârigen Beschilderung und Beleuchtung der Landebahn f├╝r die Wildv├Âgel nur am Rande.

Auch die unmittelbare N├Ąhe von gro├čen Lagerhallen von bis zu 19 m und eines Verwaltungshochhauses von 25 m H├Âhe wurden nicht ber├╝cksichtigt.

In dieser Hinsicht ist es geradezu verantwortungslos ein Wildv├Âgelparadies zu errichten, das eine unkalkulierbare Menge Federvieh anzieht und benachbarte Geb├Ąude in Mitleidenschaft zieht.

Ein Verkehrskollaps im Heddesheimer Luftraum ist quasi vorprogrammiert

Von der erh├Âhten Umweltbelastung durch s├Ąurehaltige Vogelschei├če und die Feinstaubbelastung durch den Fl├╝gelschlag der Rebh├╝hner mal ganz abgesehen.

Wie w├Ąhrend der Gemeinderatssitzung durchsickerte sollen die benachbarten Lagerhallen dazu missbraucht werden, den Vogelpark auch nachts zu beleuchten, so dass zus├Ątzliche Nachtv├Âgel angezogen werden.

Dazu sollen spezielle Lichtb├Ąnder in der Geb├Ąudewand integriert werden. Au├čerdem soll ein Gro├čteil der Lagerfl├Ąchen f├╝r Vogelfutter vorgesehen sein.

Daraus l├Ąsst sich schlie├čen, dass mit einem sehr gro├čen t├Ąglichen und n├Ąchtlichen Vogelaufkommen gerechnet wird.

Allein diese wenigen Tatsachen zeigen, dass die weiteren Entwicklungen zu „Kesslers Rebhuhnparadies“ sehr aufmerksam und kritisch verfolgt werden m├╝ssen.

Noch steht das Projekt in der Planungsphase und l├Ąsst sich verhindern.

Christoph S.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • Argus

    Jetzt ist es `raus!
    BM Kessler hat nicht nur einen Vogel!

  • Mars

    Hallo,

    kann das Logistikzentrum – Projekt verhindert werden … und wie?