Montag, 11. Dezember 2017

Vorentscheidung für Edeka-Erweiterung getroffen – Kunstrasen für Fortuna frühestens 2012

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Guten Tag!

Heddesheim, 26. Mai 2011. (red) Der FDP-Gemeinderat Frank Hasselbring hat in der heutigen Sitzung einen Antrag eingebracht, dass noch vor der Sommerpause über einen Aufstellungsbeschluss für die Edeka-Erweiterung beraten werden solle. Mit 15 Stimmen wurde dieser Antrag angenommen. Der Antrag des partei- und fraktionslosen Gemeinderats Hardy Prothmann hingegen, vor eine solche Beratung eine umfangreiche Bürgerbeteiligung zu stellen, wurde von der Mehrheit aus CDU, SPD, FDP und Bürgermeister Kessler klar abgelehnt.

Dr. Detlev Weiler, einer der Geschäftsführer der Edeka Südwest, stellte im Gemeinderat die Pläne der Edeka am Standort Heddesheim vor. Durch den Wegzug des Fleischwerks müsse das nicht mehr nutzbare Gebäude abgerissen werden. Das Trockensortimentslager solle renoviert und erweitert werden, das Kühllager ebenfalls erweitert. Im südlichen Teil plant die Edeka weitere Logistikhallen auf 75.000 Quadratmeter Gelände.

Nach der Vorstellung stellten fast ausschließlich Gemeinderäte der Grünen und Hardy Prothmann Fragen. Für die SPD fragte Fraktionsvorsitzender Jürgen Merx, wie viel denn die Edeka investierte (als ob er das nicht wüsste) und erhielt als Antwort 45-50 Millionen Euro. Der CDU-Gemeinderat Rainer Hege erweiterte die Frage, ob das nur die Erweiterung sei oder alles. Dr. Weiler sagte, nur die Erweiterung, mit dem Umbau seien es rund 75 Millionen Euro.

Dann folgte eine lange Debatte über den Ablauf des Verfahrens und eine umfassende Bürgerbeteiligung.

Gemeinderat Prothmann interessierte sich dafür, wann die Entscheidung bei Edeka gefallen sei. „Im Jahr 2007“, antwortete Dr. Weiler. Das bestätigte Prothmanns Vermutung, weil das Fleischwerk nur gekühlt zu benutzen ist und durch die Entscheidung zum Umzug nach Rheinstetten (bei Karlsruhe) klar war, dass dieses Gebäude als unbrauchbar abgerissen werden muss. Bürgermeister Kessler bestätigte dann, dass der alte Gemeinderat eine Entwicklungsmöglichkeit für Edeka beschlossen habe. Die Konsequenz ist klar – bereits seit 2007 weiß man, dass Edeka umbauen und sich erweitern möchte. Im Zusammenhang mit der Pfenning-Ansiedlung wurde durch den Bürgermeister und Gemeinderäte der Befürworter immer wieder darauf hingewiesen, dass Verkehr wegen des Umzugs wegfalle.

Gemeinderat Prothmann appellierte auch an das Unternehmen, seriöse Angaben zu machen. So stellte Dr. Weiler in seiner Präsentation heraus, dass Edeka seht auf Regionalität achte und im Gegensatz zu Discountern (Aldi, Lidl) über mehr Personal kundenfreundlicher sei. Auf Nachfrage musste Dr. Weiler dann einräumen, dass Edeka nach Aldi und Lidl der drittgrößte Discount-Händler Deutschlands ist.

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Geplanter Umbau und Ausbau bei Edeka – längst im Hinterzimmer entschieden? Quelle: Edeka

Auch die Aussage, man habe zunächst beim Bürgermeister angefragt, ob man ein Zentrallager mit 32 Meter hohen Hallen in Heddesheim bauen könne, stellte Prothmann in Zweifel: „Sie haben mehrfach betont, dass Heddesheim nicht der geeignete Standort für ein Zentrallager mit solch hohen Hallen ist. Andererseits erzählen Sie die Geschichte, der Bürgermeister habe das Ansinnen eines Zentrallagers zurückgewiesen. Soll ich das glauben? Auf mich wirkt das konstruiert, um die Leute zu beruhigen. Sehr her, 32 Meter wollte Edeka, mit 19,5 Metern gibt man sich zufrieden. Dieses Märchen glaube ich nicht.“ Bürgermeister Kessler verneinte eine solche „Deutung“ und auch Dr. Weiler bemühte sich zu erklären, dass Heddesheim doch ein Zentrallager-Standort sein könnte, „aber kein optimaler“.

Hardy Prothmann stellte den erweiterten Antrag, dass vor dem Antrag von Frank Hasselbring entschieden werden solle, die Verwaltung zu beauftragen, zusammen mit dem Gemeinderat eine über das gesetzlich notwendige Maß hinausgehende, umfassende Bürgerbeteiligung zu entwerfen. Er musste wegen der fortlaufenden Debatte und weil die Verwaltung nicht in der Lage war, den Antrag sinngemäß zur Abstimmung zu stellen, diesen Antrag vier Mal wiederholen.

Bürgermeister Kessler wies den Status des erweiterten Antrags zurück und ließ erst über den FDP-Antrag entscheiden, vor der Sommerpause über einen Aufstellungsbeschluss zu beraten, der mit Mehrheit angenommen worden ist. Grünen-Gemeinderat Reiner Edinger bezeichnete das ebenso wie andere Gemeinderäte der Grünen als „unnötige Beschleunigung“ und stellte ebenfalls einen erweiterten Antrag, die Anwohner gezielt anzuschreiben und zu informieren. Bürgermeister Michael Kessler bezeichnete das als Schein-Antrag, der das Verfahren verzögern solle.

Wie mittlerweile üblich, unterbrach der Bürgermeister häufig und ausschließlich die Gemeinderäte der Grünen und Hardy Prothmann. Als sich Gemeinderat Jürgen Merx mehrfach laut in der Redezeit von Hardy Prothmann äußerte, verwies der Gemeinderat auf diese Störung, woraufhin Merx sagte: „Herr Bürgermeister, ich glaube, Herr Prothmann wartet auf einen Ordnungsruf an mich“ und lächelte dann. Der Bürgermeister sagte: „Ordnungsruf.“

Auch im Publikum wurde deutlich, dass die Mehrheit aus CDU, SPD, FDP und Bürgermeister keinerlei besondere Mühe in Sachen Bürgerbeteiligung anstreben und die Edeka-Pläne schnellstmöglich beschließen wollen. Der Bürgermeister entgegnete, es handle sich nur um eine Beratung und nicht um eine Beschlussfassung. Die könne zwar getroffen werden, aber das sei nicht Inhalt des FDP-Antrags gewesen.

Danach stellte er den Antrag von Gemeinderat Prothmann zu Abstimmung: „Ich empfehle die Ablehnung, der Antrag ist zu ungenau.“ Die Mehrheit lehnte daraufhin den Antrag ab.

Ãœber die weiteren Beratungspunkte berichten wir noch. Unter Anfragen und Bekanntgaben verkündete Bürgermeister Kessler noch eine Nachricht, die sicher für heftige Diskussionen sorgen wird: Der geplante Kunstrasenplatz kann dieses Jahr nicht realisiert werden, weil die Frist für eine Förderung abgelaufen ist. Somit kann der Kunstrasen für die Fortuna frühestens 2012 kommen.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Snake Plissken

    Also alles wie gehabt. Die Bürger von Heddesheim sollen mal wieder übergangen werden. Nur keine Kritik zulassen. Und wenn man dann noch liest das schon seit 2007 bekannt ist das Edeka bauen will sagt das umso mehr über die Infopolitik der Kesslerschen Machenschaften aus.

    Trotzdem noch einen schönen Tag

  • Heddesheimer

    „Der geplante Kunstrasenplatz kann dieses Jahr nicht realisiert werden, weil die Frist für eine Förderung abgelaufen ist. Somit kann der Kunstrasen für die Fortuna frühestens 2012 kommen.“

    Man wird im Schlepptau einen Weißen Ritter präsentieren.

    2012 sollen die ersten Hallen stehen.

  • Peter Kröffges

    Guten Tag,

    ich habe gestern als Besucher an der Gemeinderatsitzung teilgenommen und komme leider zu dem Ergebnis, dass dies wieder eine peinliche und beschämende Veranstaltung für Heddesheim war.

    Bitte gestatten Sie mir hier eine etwas ausführlichere Schilderung, die Sachlage erfordert dies einfach.

    Das ein Unternehmen wie EDEKA ein berechtigtes wirtschaftliches Interesse verfolgt, wird ja auch von den „kritisch begleitenden“ Gemeinderäten (B90 / GRÜNE, GR Prothmann) nicht bestritten, in der Sache als selbstverständlich angesehen und ist nun wirklich auch verständlich.

    Schlimm genug, dass man diese „kritische Begleitung“ herausstellen muss, was ja an sich für einen GR selbstverständlich sein sollte bei einem Projekt von bis zu 75 Millionen Euro.

    Ein persönliches Gespräch mit Herrn Dr. Weiler im Anschluss an die Diskussion hat mir gezeigt, dass sich EDEKA als offenes und kooperatives Unternehmen zwar mit konkreten Zielen darstellt, jedoch eine Beteiligung der Bürger ernsthaft wünscht. Seine abschließende Aussage, nach vielen Hinweisen einiger Zuschauer im Vorraum des Sitzungssaales: „Ich habe gelernt…“, zeigte dies sehr deutlich.

    Aber was sollte diese Veranstaltung, oder besser gesagt SHOW-AKT gestern? Hier ist der nachdrückliche Eindruck entstanden, dass in welchem „Kämmerlein“ auch immer, vielleicht im Heddesheimer Ratskeller (der Name bietet sich hierzu an), schon zwischen CDU-FDP-SPD und EDEKA die Sache entschieden wurde. Eine Behandlung im GR sollte dann nur noch eine Formsache sein und der Einwurf eines GR, man könne doch gleich den Bebauungsplan beschließen, ist nicht so weit hergeholt und brachte den Sachstand auf den Punkt. Der Drops ist eigentlich schon gelutscht.

    Was geht eigentlich in den Köpfen einiger GR vor? Wie kann man sich als politisch gewählter „Volks-/Bürgervertreter“ einer maximalen Beteiligung der Bürgerschaft so verschließen? Was ist daran verwerflich, wenn die Bevölkerung gezielt eingeladen, vorurteilsfrei gehört und sich zu den geplanten Vorhaben äußern können?

    Erst dann, sollte sich ein GR der Abwägung von Interessen widmen und zum Wohle der Gemeinde Heddesheim abschließend entscheiden. Erst dann, sollte ein Verfahren eingeleitet werden.

    Dies wieder einmal als „Blockade“ oder „Verschleppung“, wie vom BM sehr deutlich dargestellt zu werten, erinnert wirklich an ein Kindergartenniveau. „Ist das ein Kindergarten…“, war mehrfach in den Reihen der Zuschauer zu hören. Ist also eine tatsächliche „Bürgermeinung“ und sollte nachdenklich machen!

    Aber bei der Veranstaltung gestern wurde leider wieder sehr deutlich, dass die „Alleinherrschaft ohne Wiederspruch“, noch lange in Heddesheim nicht abgeschafft ist. Der Hinweis des Bürgermeister, dass „noch“ keine gesetzliche Veränderungen in den Verfahren (mehr Bürgerbeteiligung) durch die neue Landesregierung auf den Weg gebracht ist, zeigte seine Zufriedenheit mit dem Umstand hier nicht mehr als nötig „beteiligen“ zu müssen. Erst auf nachdrücklicher Forderung von einigen Gemeinderäten (B90 / DIE GRÜNEN, GR Prothmann) wurde gnädiger weise eine erneute Infoveranstaltung in Aussicht gestellt.

    Herr Bürgermeister (Sie werden diesen Blog bestimmt lesen oder lesen lassen) bitte verzeihen Sie mir den Hinweis an dieser Stelle, Ihre Kollegen in den umliegenden Nachbargemeinden „meistern“ solche Situationen deutlich souveräner. Wo kommt diese tiefe Verachtung, ja ich möchte sagen tiefe Respektlosigkeit gegenüber einigen demokratisch gewählten und erfahrenen Gemeinderäten her? Sie sollten als kommunaler Profi niemals die Sachebene verlassen und sich durch Neutralität in der Diskussion auszeichnen. Sie haben als Versammlungsleiter die Pflicht, hier eine „offene und faire“ Atmosphäre zu gestalten. Das gelingt Ihnen in der Vergangenheit und Gegenwart leider überhaupt nicht. Sie sind für die Qualität einer Ratssitzung mitverantwortlich. Schauen Sie in die umliegenden Gemeinden wie dies geschehen kann.

    Meine Damen und Herren von CDU und FDP, Sie sollten sich wirklich schämen und einmal darüber nachdenken, ob Sie hier an der richtigen Stelle sitzen. Vielleicht gibt es ja bei Ihnen eine „zweite Reihe“, mit einem demokratisch besser ausgeprägtem Bürgerverständnis. Haben Sie aus den Ereignissen um die Pfenning-Ansiedlung immer noch nicht gelernt?

    Heddesheim und die Bürger verändern sich, Sie können nicht mehr so verfahren wie in den letzten 40 Jahren und damit rechnen alle Projekte einfach „durchwinken“ zu können, dies hatte Herr Mappus in Stuttgart auch gedacht und die Quittung erhalten. Die neue Generation der Heddesheimer ist aufmerksamer, kritischer und flexibler. Wird politische Prozesse sehr genau und abwägend betrachten.

    Sehr geehrte Damen und Herren der SPD, Sie entfernen sich im Moment in Lichtgeschwindigkeit von der Position ihrer Landes-SPD. Im Ländle ist maximale Bürgerbeteiligung gefordert und gewünscht, in Heddesheim (kein kleines gallisches Dorf, außerhalb der jeglicher Realität) verfolgen Sie aber genau die entgegengesetzte Richtung. Wo SPD draufsteht, sollte doch auch SPD drin sein, oder? Wie kann sich ein überzeugter Sozialist einer Beteiligung seiner Bürger (Wähler), wie gestern aus voller Überzeugung geschehen, verweigern?
    Respekt, das muss man sich erst einmal trauen. Einfach unfassbar! Dies als Demokrat für Bürger verständlich zu erklären, darauf bin ich gespannt und hoffe Sie werden an irgendeiner Stelle diese Gelegenheit einmal nutzen.

    In Heddesheim besteht noch sehr viel Arbeit auf dem Weg zu einer wirklichen Bürgergesellschaft. Im Moment erlebe ich als Bürger eine gefühlte „Diktatur“. Ob die Mehrzahl unserer GR zu einer modernen Demokratie, wo auch die politische Gegenseite einmal Recht haben könnte, überhaupt fähig sein kann wird die Zukunft zeigen. Zweifel daran bleiben aber nach der gestrigen Veranstaltung erst recht.

    Gruß
    Peter Kröffges

    • heddesheimerin

      Danke für die umfassende Analyse zu diesem erneuten „Schurkenstück“ im GR! Sehe es wie Sie – die 3 etablierten Parteien CDU, SPD und FDP haben in Heddesheim abgewirtschaftet. Bzw. es stellt sich die Frage, ob und wen es in diesen Parteien jenseits der GR-Mitglieder noch gibt, die sich diesem Irrsinn – auch im Sinne einer innerparteilichen „Palastrevolution“ – entgegenstellen.

      Zu Herrn Kessler erübrigt sich inzwischen jeder Kommentar.

  • Heddesheimer

    Was mich sehr wundert weshalb man die Ringstraße nicht für Schwerlastverker sperrt und man eine Privatstraße für EDEKA zukünftig Pfenning und andere Unternehmen im Gewerbegebiet unterhält?
    Die jetzige Verkehrsführung in richtung Heddesheim von der B38 (Viernheim) kommend, lässt einzig und allein nur ein erreichen des Gewerbegebietes von Heddesheim/Hirschberg zu, dabei sind beide Gewerbegebiete bestens mit einem Autobahnanschluss versehen wie auch immer wieder beworben wird.
    Diese Privatstraße geht zu lasten der Bürger (Zukünftiger Lärmschutz derzeitige Bebauung, Lärmschutz Baugebiet Mitten im Feld, sicht in die Flur geht verloren usw.) und es sind Steuerzahlergelder notwendig für zum Vorteil des Einsparens der Maut eines Unternehmens.

    • Peter Kröffges

      Sehr geehrter Heddesheimer,

      der Gedankenansatz ist spannend und wirklich sehr interessant.

      Wie spielen die Zuständigkeiten (Land + Kommune) im Rahmen eines zukunftsweisenden Verkehrskonzeptes ineinander? Gibt es überhaupt von Seiten der Gemeinde Heddesheim ein kurz-, mittel- oder langfristiges (ganzheitliches) Verkehrskonzept?

      Die Umgehungsstraße, in allen Präsentationen von EDEKA mit „wunderschönen Kreisverkehren“ enthalten, ist wohl aus finanzpolitischer Landessicht eine Vision für die nächsten 10, 20 oder mehr Jahren.

      Fragen Sie doch mal persönlich als Besucher in einer GR-Sitzung, oder stellvertretend über die Fraktion ihres Vertrauens, nach dem bestehenden Verkehrskonzept der Gemeinde Heddesheim.

      Wäre auf die Antwort des Bürgermeisters sehr gespannt.

      Gruß
      P.Kröffges

      • Heddesheimer

        Hallo Herr Kröffges erstmal danke für ihre Meinung zu meinem Kommentar, entschuldigen sie das ich erst jetzt antworte

        Ich sehe keine Gesprächsbasis mit unseren Bürgermeister nachdem er zuletzt uns Bürger aus dem Saal bei einer Gemeinderatssitzung rauswerfen wollte, als Herr Kemmet (CDU) doch darum gebeten das man in sinne der Gemeinde wieder zusammenrücken sollte und er dafür Zustimmung aus dem Publikum bekommen hatte.
        Eigentlich dachte ich das wir in allem was wir tun danach streben uns in der Zukunft weiterzuentwickeln, in unserer Gemeinde entwickeln wir uns zurück.
        Ein Verkehrswegekonzept im Sinne der Bürger wird es in Heddesheim nicht geben, liegt vielleicht auch an unserer Vertretung im Kreistag. Wie auf den Erweiterungspläne für EDEKA zu sehen ist, möchte man das Gewerbegebiet durch einen neuen Kreisel an die mögliche Umgehungsstraße anschließen, auch wen diese in den nächsten 5-10 oder 20 Jahren nicht gebaut werden sollte, rechne ich damit das der neue Kreisel und das Teilsstück (Verbindung zwischen Großsachenerstraße und Leutershausenerstraße)was auch schon vorhanden ist, gebaut wird. 😉
        Sie können sich selbst ausmahlen was auf den Heddesheimer Straßen nach einer weiteren exklusiven Anbindung des Gewerbegebietes los sein könnte.
        Der Mannheimer Morgen schneidete in seiner Samstagausgabe den Anschluss und den Kreisel einfach ab und blende das Thema hierdurch aus.
        Der Schwerkraftverkehr gehört auf die Autobahnen und nicht auf die mögliche Umgehungsstraße oder auf die exklusive und Private Ringstraße (die Gründe benannte ich oben) wir haben eine B38 (A659 Weinheim Kreuz – Viernheim Kreuz) auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine A656 (Mannheimer Kreuz – Heidelberger Kreuz) und benötigen keine weitere Anbindung für ein Industriegebiet das mit einem Autobahnanschluss erschlossen ist.

        Wem das nicht reicht soll weiter ziehen.
        Nur wird man von Herr Merx (SPD) hören das Wähler zu ihm kommen, „ich brauch meinen Arbeitsplatz“, es werden durch Pfenning weitere. 😉

        Ich möchte hier mal einen großen dank an die Firma UPS aussprechen, die als einzigstes Unternehmen nach meiner Wahrnehmung ihren Verkehr nicht mehr durch Heddesheim lenkt.

        Schöne Grüße

        • Snake Plissken

          Und die Gerüchteküche brodelt dahingehend das gerade UPS Heddesheim in den nächsten Jahren den Rücken kehren wird. Soll ja ein großes Gelände in Viernheim frei werden. Man sollte mal nachrechnen wieviele Arbeitsplätze und Gewerbesteuer die Gemeinde dadurch verlieren könnte.

        • Peter Kröffges

          Hallo,

          ich kann Ihre Haltung nachvollziehen. Bei der von Ihnen erwähnten GR-Sitzung war auch ich einer der applaudierenden, ein Rauswurf für den Applaus an einen CDU-Gemeinderat?
          Wäre doch der erste Akt für eine „Revolution“ in Heddesheim gewesen, gell?

          Scherz beiseite, ich möchte den Glauben daran nicht aufgeben, dass es IMMER eine Gesprächsbasis geben kann, auch mit einem Bürgermeister Kessler und mit nicht immer selbstentscheidenden Räten der CDU, SPD und FDP.

          Selbst dieser Bürgermeister ist nicht in der Lage, alles falsch zu machen und das sollte der Ansatz für die Zukunft sein. Auch, wenn es nur das repräsentative Lächeln auf den Jubiläumsfotos sein mag. Ein erster Gesprächsansatz: „Herr Kessler, Sie machen auf Bildern eine wirklich gute Figur, aber ihre Politik ist einfach …,naja. Lassen Sie uns mal darüber reden!“

          Übrigens, Fortbildungen für die demorkatische Moderation und Leitung von Sitzungen gibt es bei Bildungsanbietern des Vertrauens auch in ihrer Nähe, Herr Kessler!

          Für Heddesheimer Verhältnisse, hat sich doch in den letzten beiden Jahren sehr viel verändert. Hätte doch niemand für möglich gehalten, oder? Also, langsam aber konsequent auf der Sachebene die alten Strukturen bearbeiten, die Öffentlichkeit einbinden und auf Dialog setzen.

          Das ist eine Zielsetzung für die Zukunft, die niemals aufgegeben werden sollte und mit Nachdruck zu verfolgen ist.

          Friedliche Revolution in Heddesheim, wahre Ratsdemokratie und ehrliche Öffentlichkeit, ich gebe die Hoffnung nicht auf. Wer jetzt glaubt, das kann nur ein GRÜNER sagen, der hat Recht und sollte mal darüber nachdenken!

          Gruß
          P.Kröffges

  • Christoph S.

    Guten Morgen!

    Bürgerbeteiligung? Wenn der Bürgermeister und seine loyalen Mehrheitsfraktionen dieses Wort in den Mund nehmen, wissen sie nicht wovon sie wirklich sprechen. Die Edeka-Erweiterung ist quasi schon beschlossene Sache und die Erweiterungspläne schon bis ins Detail ausgearbeitet, bevor ein normaler Bürger überhaupt von dem Projekt erfährt. Bürgerbeteiligung fängt viel früher an. Dass der Gemeinderat schon im Jahr 2007 über die Pläne zur Edeka-Erweiterung informiert war, habe ich als Bürger erst jetzt erfahren. Das wäre aber der richtige Zeitpunkt gewesen die betroffenen Bürger in den Prozess einzubeziehen und mit ihnen gemeinsam Pläne zu entwickeln.
    Eine Info-Veranstaltung für die kaum und zu kurzfristig geworben wurde und die von der Uhrzeit für viele Arbeitnehmer zu früh war, als frühzeitige Bürgerbeteiligung zu bezeichnen ist fast schon Hohn. Toll ich habe das Recht kritische Fragen zu stellen und meine Bedenken zu äußern, aber keinen der Entscheidungsträger interessiert das, da eh alles schon beschlossene Sache ist. Und der liebe ach so bürgerfreundliche Edeka-Geschäftsführer setzt Heddesheim ganz zärtlich die Pistole auf die Brust: entweder ihr schluckt das ganze Projekt genauso wie wir das wollen oder Edeka ist für immer weg aus Heddesheim.
    Heddesheim macht sich völlig abhängig von zwei großen Unternehmen (wovon das eine bisher nur ein Phantom ist) und die Bürger haben tatsächlich nichts mehr zu melden.

    Gruß
    Christoph S.

  • TJ

    EDEKA Hin oder her, beachtlich ist, dass der Kunstrasen für die Fußballer auf längere Zeit ausfällt, weil die Frist verpennt wurde. Für Pfenning wurde extra ein Jurist eingeschaltet, damit ja alle Fristen eingehalten werden. Tja da sieht man was unserem Bürgermeister & Co wirklich wichtig ist… Attraktives Heddesheim und so!
    Wo sind eigentlich die vielen Befürworter für Pfenning? Keinen einzigen Kommentar gelesen…
    SEIT 2007! das macht einen wirklich sprachlos. So viele schöne Argumente für Pfenning und dann alles feiste Lügen. PEINLICH!
    Sonnige Grüße? 😉
    Pfenning ist so gut wie durch EDEKA kommt zusätzlich… SPITZE! Habt Ihr fein gemacht…

    • numalangsam

      Hallo TJ,

      fraglich ist ob die Gemeinde Heddesheim überhaupt einen Kunstrasenplatz braucht, sind doch die Folgenkosten eines solchen auch nicht gerade als Peanuts anzusehen. Mehrere Tausend € pro Jahr und in etwa 10 Jahren eine Komplettrenovierung. Das ist auch nicht gerade etwas das aus der Portokasse bezahlt werden kann. Übrigens hat das Land entschieden dass der Zuschuss in diesem Jahr nicht an Heddesheim gezahlt wird, verpennt wurde da gar nichts!

      Und zu: „Pfenning ist so gut wie durch EDEKA kommt zusätzlich…“
      Ich sage dazu nur: Gut so, das erhält den finanziellen Rückhalt den die Gemeinde braucht um auch in Zukunft ihre Liegenschaften, Gebäude und Freizeiteinrichtungen zu erhalten und vielleicht auch zu erweitern. Oder möchtest du Jahr für Jahr eine Erhöhung der Eintrittspreise im Hallen- oder Freibad, bei den Gebühren der Kindergärten oder der Kinderbetreuung, der Bücherei? Wohl kaum, ich denke du wärst dann einer der Ersten die sich auch darüber vehement beschweren würden!
      Abgesehen davon dass Pfenning und Edeka zwei grundverschiedene Paar Schuhe sind. Aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen fällt wohl nicht jedem wirklich schwer.

      Denk mal drüber nach bevor du das nächste Mal deine Ergüsse zum Besten gibst, das ist nur gut gemeint!

      Aber nichtsdetotrotz, ich würde mir wünschen dass du weiterhin mit so viel Esprit deine Meinung öffentlich machst, davon lebt das Ganze hier!

      Gruß und schöne Tage!

      • TJ

        Warum meinen Sie (ich bleibe beim Sie, da wir weder ein Bier zusammen getrunken haben, noch uns offiziell das Du angeboten haben), dass EDEKA und Pfenning ein Vergleich von Äpfeln und Birnen ist?
        Betrachtet man beide Unternehmen, sieht man folgendes: Beide benötigen große Lagerhallen um Ware, die per LKW angeliefert wird, einzulagern. Bei Beiden wird diese Ware dann wieder per LKW verteilt (Kerngeschäft der Großhandlung und einer Spedition). Je schneller dieser Prozess läuft, desto geringer die Lagerkosten. Beide Unternehmen betreiben Gewinnmaximierung durch Kostenreduktion, was wiederum zu erhöhtem LKW-Verkehr für Anwohner der jeweiligen Straßen führt. Seit Einführung der Maut ist der LKW Verkehr deshalb auf den Bundesstraßen (inkl. Ringstrasse) angestiegen.
        Mit den jeweiligen Steuern werden dann Einrichtungen der Gemeinde unterstützt. Klar! Das wird aber auch mit den Gewerbesteuereinnahmen der Kleinbetriebe im Gewerbegebiet gemacht und ist deshalb kein Argument für Großbetriebe.
        Einerseits soll man froh sein, das der Kunstrasen nicht kommt, weil der Geld kostet und andererseits soll ich mich nicht beschweren, dass Hallenbad und Bücherei unterstützt werden. Sind das nicht zweierlei Maß und eine einseitige Bevorzugung? Sollten sich nicht auch diese Einrichtungen selbst tragen oder auf den Prüfstand, wie sie für die breite Masse attraktiver werden? Sollen Viele für das Wohl Weniger einen Nachteil haben? Lieber zahl ich in diesen Einrichtungen dann mehr Eintritt. Bitte mir aber nicht unterstellen, ich würde mich als Erster beschweren, woher nehmen Sie dieses Argument?
        Dass Ihnen mein Esprit gefällt freut mich. Schönen Abend noch