Samstag, 22. Juli 2017

Dokumentation "Pfenning": Deal und Fragen ohne Antwort

Der „ver-antwortungslose“ Kessler

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Heddesheim/Rhein-Neckar, 26. Juli 2012. (red) B├╝rgermeister Michael Kessler macht seinem Namen alle Ehre. Er kesselt sich ein. Und mit ihm die „etablierten Dienstleister-Medien“. Eine Anfrage unserer Redaktion zur wichtigsten Ansiedlungspolitik seiner Amtszeit bleibt┬á zwei volle Tage unbeantwortet. Kann man diesem B├╝rgermeister noch verantwortliches Handeln zutrauen?

Von Hardy Prothmann

Beh├Ârden und deren Leiter sind zur Auskunft gegen├╝ber der Presse verpflichtet. Seit dem Start des Heddesheimblogs verst├Â├čt B├╝rgermeister Michael Kessler gegen diese Auskunftspflicht immer wieder. Er ist und bleibt ein Feind der grundgesetzlich garantierten freien Meinungsbildung.

Pressefeind Kessler

Gegen diese „Behandlung“ haben wir in der Vergangenheit protestiert und Dienstaufsichtsbeschwerden beim Landratsamt eingereicht. Dort wurden wir zun├Ąchst dar├╝ber informiert, dass man ein Blog nicht f├╝r „Presse“ h├Ąlt. Ein freundlicher Hinweis unserseits „zur Fortbildung“ auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts f├╝hrte dann dazu, dass das Landratsamt B├╝rgermeister Kessler „empfohlen“ hat, uns doch als „Presse“ zu ber├╝cksichtigen.

Auch ein Hinweis von unserer Seite an den aktuell stellvertretenden Landrat und ersten Landesbeamten Joachim Bauer vor einigen Wochen, der sich „k├╝mmern wollte“ hat an der demokratisch-deformierten Haltung des B├╝rgermeisters wohl nichts ge├Ąndert.

Die damalige Empfehlung hat bis heute nur zur Minimall├Âsung gef├╝hrt. Wir erhalten als Unterlagen die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung und ab und an eine Pressemitteilung, bevorzugt zu Baustellen. Zu vielen vor Ort Terminen werden wir nicht eingeladen – der Mannheimer Morgen hingegen ist immer vor Ort. Vermutlich hat die Zeitung die besseren „Spurnasen“.

MM als investigativstes Bratwurstmedium Deutschlands

Vielleicht ist ein „Dieter Kolb“ (diko) auch einfach nur ein „harter Hund“ und einfach investigativer als wir und wir m├╝ssen unser Haupt gegen├╝ber diesem enormen Reporter-Potenzial beugen – oh, MM, du findest einfach jede Bratwurst vor uns. Es gibt kein Fest, keinen Wettergott, keinen Gerstensaft, kein Lob, keine Stimmung, die du, glorreiche Zeitung, nicht vor uns findest.

Zur├╝ck zum Ernst der Sache: Die Zeitung wei├č um die Sonderbehandlung und hat noch nie in Sachen „Pressefreiheit“ diese uns├Ągliche Haltung des B├╝rgermeisters Kessler kritisiert – warum auch? Der Mannheimer Morgen (wie auch andere unkritische Medien) genie├čt die Nutznie├čer-Rolle. Kost und Logis. „Exklusive Verlautbarungsinformationen“.

Presse- und Meinungsfreiheit – so muss man mutma├čen – ist der Zeitung keine Zeile wert. Das ist f├╝r den Berufsstand so ziemlich das Verwerflichste, das Erb├Ąrmlichste, was man einem Medium vorwerfen kann. Das bedeutet jegliches Fehlen eines Restes von berufsst├Ąndiger Ehre. Doch das ist die Realit├Ąt. Belegt durch keine einzige geschriebene Zeile, wie ein „kleines, unabh├Ąngiges Medium“ durch einen gew├Ąhlten B├╝rgermeister vors├Ątzlich schlechter gestellt wird. Und sollte das der Zeitung „zuf├Ąllig“ entgangen sein, m├╝sste man sich fragen, ob man die noch ernst nehmen kann. Die Zeitung kann sich im Dilemma aussuchen, ob sie doof oder vors├Ątzlich handelt – viel Spa├č dabei.

(Wir begr├╝├čen ├╝brigens geradezu dankbar eine eventuelle Abmahnung durch den Mannheimer Morgen zur Feststellung von Tatsachen – nur zu… Und stellen hier fest, da eine Abmahnung infolge geringer Erfolgsaussichten nicht stattfinden wird, dass unsere Feststellung solange zutrifft, solange uns diese nicht gerichtlich untersagt wird.)

Versagen der lokalen Medien

Es gibt aber auch andere Medien wie die Rhein-Neckar-Zeitung, die Weinheimer Nachrichten, die Rheinpfalz, SWR-H├Ârfunk und -Fernsehen, die j├Ąmmerlich versagen. (RNF haben wir nicht vergessen – der Sender hat nun gar nichts mit einem Restpotenzial von Journalismus zu tun, den wir bei den anderen Medien zumindest mutma├čen.) Denn diese Medien machen ├╝berwiegend schon l├Ąngst keinen Journalismus mehr, sondern haben sich komfortabel eingerichtet – von Event zu Event. Party bis zum Abwinken.

Wir geben gerne eine Form von Nachhilfe und stellen den nicht-berichtenden Redaktionen unsere Fragen zur freien Verwendung zur Verf├╝gung. Vielleicht erhalten diese ja eine Antwort – und wir zitieren dann gerne diese Medien mit ihren „exklusiven Meldungen“.

Dokumentation unserer Anfrage vom 24. Juli 2012, 17:47 Uhr:

„Sehr geehrter Herr B├╝rgermeister Kessler,

nach unseren Informationen steht ein 100-Millionen-Euro schwerer Immobiliendeal in Heddesheim bevor.

Die Union Investment Real Estate GmbH will das „Pfenning“-Logistikzentrum ├╝bernehmen.

Wir haben dazu Fragen:

  • Seit wann ist Ihnen der geplante Verkauf bekannt?
  • Wann wurde der Gemeinerat ├╝ber die Verkaufsverhandlungen unterrichtet?
  • Seit wann wissen Sie, dass es sich um ein Immobiliengesch├Ąft handelt und Pfenning nicht vorhatte, selbst Besitzer zu bleiben?
  • Sind Sie ├╝ber die Entwicklung ├╝berrascht?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus f├╝r die Gemeinde?
  • Was wird aus den bis zu 1.000 Arbeitspl├Ątzen, der erheblichen Gewerbesteuerzahlung und dem Verkehrslenkungsvertrag?
  • Ist Ihnen jemand aus dem Gemeinderat oder der lokalen Gesch├Ąftswelt bekannt, der aus dem Gesch├Ąft profitiert?
  • Sehen Sie pers├Ânliche Konsequenzen f├╝r sich durch den Immobiliendeal?
  • Es ist zwar noch ein wenig hin, aber: Planen Sie erneut f├╝r den B├╝rgermeisterposten zu kandidieren?

├ťber eine zeitnahe Beantwortung w├Ąren wir dankbar.“

Wir sind gespannt, ob eine der „journalistischen Redaktionen“ eine, manche oder sogar viele der Fragen auch stellt und ebenso auf die Antworten gespannt ist, die wir nicht erhalten. Noch mehr sind wir ├╝ber eventuelle „Erkl├Ąrungen“ gespannt, zu denen keine Fragen gestellt werden, die aber ├╝ber die „etablierten Medien“ verbreitet werden.

Tot schweigen oder Aufkl├Ąrung?

Vielleicht gibt es auch einen verabredeten Konsens, das Thema „tot zu schweigen“. Dieser Konsenz tr├Ągt allerdings zum Tod der Glaubw├╝rdigkeit von „unabh├Ąngigen“ Zeitungen und einem „unabh├Ąngigen ├Âffentlich-rechtlichem Rundfunk-System“ bei.

Man darf also gespannt sein, ob und wie die „etablierten Medien“ drei Tage nach unserem exklusiven Bericht das Thema aufnehmen. Tun sie es nicht, sind sie journalistisch nicht mehr ernst zu nehmen – denn ehemals feierten sie „Pfenning“ als gr├Â├čte Investition im Raum. Tun sie es doch, muss man genau darauf achten, wie sie das tun und sich dann eine Meinung bilden, ob das etwas mit „unabh├Ąngigem“, „objektivem“ Journalismus zu tun hat.

„Ich bin die Gemeinde“ entzieht sich der Kontrolle

Der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler hat sich schon l├Ąngst jeder ├Âffentlichen Kontrolle durch Fragen und Antworten entzogen. Er „h├Ąlt sich f├╝r die Gemeinde“ – die Frage ist, wie lang sich ein solch verirrter Mensch noch in dieser verantwortlichen Position halten kann.

Dazu ist der Heddesheimer Gemeinderat gefragt – die Riege der Abnicker wird dazu „keinen Beitrag leisten┬á k├Ânnen“. Und die Gr├╝nen haben einen Beitrag verpasst.

Sie wollten Kessler in seiner Kesselei schmoren lassen – das k├Ânnte man verstehen, wenn es nicht so dringliche Fragen geben w├╝rde, die auch die Gr├╝nen vor lauter – was wei├č ich – nicht gestellt haben.

Daf├╝r-dagegen reicht nicht. Handeln ist gefragt.

Wer das System der „Kessler“ aufl├Âsen m├Âchte, muss anders handeln. Sonst macht man sich mitschuldig. B├╝rgermeister Michael Kessler ist polistisch betrachtet ein „Versager“ – einer, dem man nicht mehr glauben kann, wof├╝r er eigentlich eintritt.

„Pfenning“ hat er sich zum Schicksal gemacht – genau wie alle anderen. Daran wird man ihn messen. M├╝ssen.

Im Fall von „Pfenning“ waren die Gr├╝nen daf├╝r, dann dagegen – aber bis jetzt haben sie zu wenig gemacht, um etwas zu ver├Ąndern.

Maul-Helden gibt es genug. Beispielsweise B├╝rgermeister Michael Kessler, der auf die Frage, wer die Gemeinde sei, einfach „Ich“ geantwortet hat.

Maul-Helden, die sagen, das ist aber nicht in Ordnung, erreichen genau nichts. Helden, die den Mut haben, sich nicht das Maul verbieten zu lassen und sagen und fragen, was notwendig ist, fehlen leider bis jetzt.

Wir werden erneut eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen und sind gespannt, wie Landrat Stefan Dallinger darauf reagieren wird.

Wie immer gilt – die Hoffnung stirbt zuletzt.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • G├╝nther Heinisch

    Lieber Hardy,

    „Dazu ist der Heddesheimer Gemeinderat gefragt ÔÇô die Riege der Abnicker wird dazu ÔÇťkeinen Beitrag leisten k├ÂnnenÔÇŁ. Und die Gr├╝nen haben einen Beitrag verpasst.“

    Hardy, wir verstehen ja, da├č es f├╝r die kommerziellen Anteile des Heddesheimblogs besser ist, wenn richtig Remmidemmi ist, so was liest sich besser und lockt weitere Leser an.

    Aber was soll dieser Versuch, der Umkehr der Beweislast? Wir haben den B├╝rgern in Sachen Pfening nichts zu erkl├Ąren. Unsere Haltung ist seit Mai 2009 klar und hat sich nicht ge├Ąndert.

    Du erinnerst dich, wir haben die Bef├╝rworter davor gewarnt, die Reibung die ensteht wenn man sie ├╝ber den Tisch zieht, f├╝r Nestw├Ąrme zu halten.
    Du warst dabei, als alle, aber auch wirklich alle Fragen an der Festung „Arbeitspl├Ątze, Gewerbesteuerzahlung, Gleisanschlu├č und lenkbarer Verkehr“ abgeprallt sind. Du warst auch dabei, als da sonst an Pro-Argumenten nichts weiteres kam.
    Haben wir etwas verpa├čt oder hast du Informamationen, da├č sich wesentlich etwas ge├Ąndert hat?

    Recht hast du damit, da├č es Fragen zu stellen gibt. Diese Fragen stellen sich schon seit Februar 2009 und sind bis heute unbeantwortet, sie werden dringender, denn was sich da mit dem Verkauf an einen Immobilienfonds anbahnt kann und wird hochproblematisch werden f├╝r Heddesheim.

    Au├čerdem sind wir der Meinung, da├č hier das Eisbergprinzip gilt, das Schnipsel, da├č hier ein Teil des hochgelobten St├Ądtebaulichen Vertrags ausgehebelt wird und eben nicht die 2 Mann GbR Ph├Ânix 2010 baut und von ihr Pfenning Logistics mietet, sondern die Verf├╝gungsgewalt ├╝ber die Immobilie an eine Investmentgesellschaft aus Hamburg verkauft wird, ist sehr wahrscheinlich nur der Anfang der Enth├╝llungen.

    Da├č „Die Gemeinde“ hier ausgebootet wird weil das „bedeutende Unternehmen aus der Region“ von Anfang an seine ganz eigene Agenda verfolgt hat, ├╝berrascht uns nicht. Aber die Gutgl├Ąubigen, die Nicht-Zweifler und die Naiven, die unkritischen 12:9-komme-was-da-wolle-Stimmer die haben – sehr nachdenklich und sehr ├╝berrascht – den B├╝rgern etwas zu erkl├Ąren.

    Wir haben in der Sache aber weder etwas zu erkl├Ąren, noch einzugestehen noch unsere Irrt├╝mer zuzugeben. Nicht wir.

    Das System der ÔÇťKesslerÔÇŁ wie du es nennst k├Ânnen nur die B├╝rger aufl├Âsen. Termin ist 2014, B├╝rgermeisterwahl, Gemeinderatswahl. Hier wird abgerechnet und hier werden die Quittungen ausgeschrieben. Je deutlicher, desto besser.
    Hier von Mitschuld am Bestehen der herrschenden Verh├Ąltnisse an unsere Adresse und von zu wenig gemacht zu reden, schm├Ąlert auch deinen Beitrag an dem was du noch vor einiger Zeit den Gegnern der Pfenningansiedelung an Erfolgsbilanz zugesprochen hast. Die – sicher und leider nicht entscheidenden – Korrekturen die eine 9:12 Minderheit durchsetzen konnte, kamen auch mit deiner Stimme zustande.
    Ob wir die Helden oder Maul-Helden sind, das wird sich auch 2014 zeigen.

    Bis da hin werden wir – wie in der letzten Sitzung wieder zu sehen war – unbotm├Ą├čig und unbequem bleiben und das tun, was eine Gemeinderatsfraktion mit 6 Stimmen tun kann. Die Gr├╝nen Heddesheim sind aber nicht nur die Fraktion, das sind auch engagierte Menschen au├čerhalb des Gemeinderates, die sich teils schon seit ├╝ber 30 Jahren f├╝r Heddesheim einsetzen, ein anderes Heddesheim wie es die Mehrheit des Rates und „kommunale Entwicklungsvorstellungen“ definieren und gerne haben m├Âchten. Und da ist Respekt angebracht statt Effekthascherei vor der Sommerpause.

    Einen sch├Ânen Tag noch.

    • Redaktion

      Guten Tag!

      Es steht auch mit keinem Wort im Artikel, dass die Gr├╝nen etwas „einzugestehen“ h├Ątten. Aber es kann erwartet werden, dass sie Fragen stellen, wenn die Verantwortlichen sich um eine ordentliche Information der ├ľffentlichkeit dr├╝cken.

      Wie erb├Ąrmlich sich der Mannheimer Morgen aus seiner journalistischen Verantwortung stielt (falls die Zeitung mit dem Wort ├╝berhaupt was anfangen kann), sieht man hier. Baustellbildchen als Fotostrecke, statt Hintergrundbericht zum aktuellen Immobiliendeal.
      https://www.morgenweb.de/nachrichten/fotostrecken/das-neue-pfenning-logistikzentrum-nimmt-form-an-1.663629

      Immerhin – es scheint jede Menge Leute zugeben, die sich diese Lala-„Berichterstattung“ nicht mehr bieten lassen. Das sind die Abo-Zahlen vom Mannheimer Morgen: Ausgabe A, Mo-Fr. 69.862 (2/2012). 71.821 (2/2011), -2.73%, Quelle: ivw.de

      Die Zeitung verliert kontinuerlich drei Prozent pro Quartal und ist jetzt unter 70.000 Abos gefallen. Noch schlimmer d├╝rften die Umsatzr├╝ckg├Ąnge im Anzeigenbereich sein.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das Heddesheimblog.de

  • wengenroth

    Es ist sehr erfreulich dass sich Herr Prothmann wieder mehr um die Heddesheimer Politik k├╝mmert. Die j├╝ngsten Ereignisse versprechen einen spannenden kommunalen Vorwahlkampf!

  • Lieber Hardy Prothmann,

    ich habe ganz bewusst, aufgrund der aus meiner Sicht sehr ÔÇ×negativen Ver├ĄnderungÔÇť des heddesheimblog, keine Kommentare mehr geschrieben. Der Blog hatte so vielversprechend und sehr seri├Âs begonnen, was ich gut und richtig fand. Der urspr├╝ngliche Blog fehlte einfach in Heddesheim, bis es zu pers├Ânlich und etwas ├╝bertrieben wurde.

    Mit solchen Aussage wie in diesem Artikel

    ÔÇ×Es gibt aber auch andere Medien wie die Rhein-Neckar-Zeitung, die Weinheimer Nachrichten, die Rheinpfalz, SWR-H├Ârfunk und -Fernsehen, die j├Ąmmerlich versagen. (RNF haben wir nicht vergessen ÔÇô der Sender hat nun gar nichts mit einem Restpotenzial von Journalismus zu tun, den wir bei den anderen Medien zumindest mutma├čen.) Denn diese Medien machen ├╝berwiegend schon l├Ąngst keinen Journalismus mehr, sondern haben sich komfortabel eingerichtet ÔÇô von Event zu Event. Party bis zum Abwinken.ÔÇť

    verliert das heddesheimblog nach meiner Einsch├Ątzung auch noch den letzten Funken von Respekt.

    Einmal ist es gegen├╝ber den Mitarbeitern dieser Medien, hier alle in einen Topf zu stecken, unfair und nicht seri├Âs. Auch ist es eine schallende Ohrfeige f├╝r alle Zuseher, Leser und H├Ârer, denen nach dieser Darstellung ein schlechtes Urteilsverm├Âgen ausgestellt wird.

    Dem heddesheimblog w├╝rde etwas mehr Zur├╝ckhaltung gut zu Gesicht stehen. Es reicht wenn es politisch ÔÇ×einen AlleinherrscherÔÇť in Heddesheim gibt. Ein Medium, dass sich f├╝r die ÔÇ×einzig richtige WahrheitÔÇť h├Ąlt, bedarf es nun wirklich nicht auch noch.

    Kehren Sie und Ihr Team wieder zu den St├Ąrken der ersten Tage zur├╝ck. Respektieren Sie die Menschen mit ihren Fehlern und bereichern Sie einfach die Medienlandschaft. Selbst ein B├╝rgermeister Kessler, der Mannheimer Morgen oder alle anderen Menschen und Medien gelingt es nicht, immer ALLES falsch zu machen.

    Es gilt auch heute noch der Ausspruch: “ Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zur├╝ck!“

    W├╝nsche Ihnen und dem Team, gute Besserung etwas mehr Bescheidenheit und einen sehr erholsamen nachdenklichen Sommer!

    Gru├č
    Peter Kr├Âffges

    • Redaktion

      Hallo Herr Kr├Âffges,

      wir sind keine Hellseher – wenn Sie f├╝r sich eine „negative Ver├Ąnderung“ feststellen, sind wir aber immer per email, telefonisch oder auch pers├Ânlich vor Ort ansprechbar.

      Zu den von Ihnen inkrimierten Aussagen: Generelle Aussagen ber├╝cksichtigen niemals jedes Detail. Sondern beschreiben eine „breite Sicht“ der Dinge. Und wenn wir solche Aussagen treffen, schreiben wir das nicht „einfach so“ auf, sondern, weil wir durch eine kontinuierliche Beobachtung, recherchierte Fakten und eine detaillierte Kenntnis der Medien dazu Aussagen treffen k├Ânnen.

      In der heutigen Ausgabe des MM k├Ânnen Sie wieder ein Beispiel f├╝r unsere Aussage finden. Kritische Nachfragen finden in der ausschlie├člich aus der ungepr├╝ften Sicht des Unternehmens dargestellten Situation nicht statt:
      https://www.morgenweb.de/suche?q=pfenning&o=p

      Die Kernaussage von Pfenning in Sachen Verkehr lautete fr├╝her: „Die Waren kommen aus der Ferne und gehen in die Ferne“. Der MM schreibt aktuell: „(…) ein „namhafter Discounter“ ein, f├╝r den Pfenning das Non-Food-Retourenmanagement und auch Transporte in der Region ├╝bernehmen werde.“ Nachfrage dazu? Fehlanzeige.
      Eine weitere wesentliche Aussage war: „Die Investition ist eine Generationenentscheidung“ – sprich, das „Familienunternehmen Pfenning“ investiert auf Generationen. Tatsache ist: Das ist eine falsche Aussage. Was macht der MM daraus? „Da das Logistikunternehmen zudem Verwalter der Immobilie bleibe, befinde man sich weiterhin in einer „eigent├╝mergleichen Situation“.“ Damit wird der Leser auf den Arm genommen.

      Bei Ihrer Einsch├Ątzung, ob wir „den letzten Funken“ von „Respekt“ verlieren, m├╝ssen wir uns verst├Ąndigen, was Sie unter „Respekt“ verstehen. Respektare, hei├čt, zur├╝ckschauen. Und wir schauen zur├╝ck und bilden uns aus zur├╝ckliegenden und aktuellen Informationen unsere Meinung. Und richtig: Die Arbeit vieler Medien ist schlichtweg „unrespektabel. Weil das, was ver├Âffentlicht wird, oft gesch├Ânt ist, weil keine ergebnisoffenen Recherchen durchgef├╝hrt werden. Und wenn wesentliche Informationen gar nicht erst berichtetw werden, wird die Arbeit im Sinne des Wortes sogar „mangelhaft“.

      Weitere Beispiele gef├Ąllig?
      http://www.weinheimblog.de/17/nachgefragt-wie-wird-aus-einer-politischen-pr-meldung-ein-redaktioneller-text-in-der-rnz/3569.html
      http://www.heddesheimblog.de/13/plagiator-formel-dreist-dreister-journalist-wie-tageszeitungen-tagtaglich-bescheisen/23489.html

      Wir sind kein Medien-Watchblog wie bildblog.de, informieren die Leserinnen und Leser aber immer wieder, wenn besonders dreist kopiert, geklaut wird oder andere Verfehlungen.

      Zu den Mitarbeitern: Medien sind Unternehmen und in Unternehmen gibt es „Kulturen“ – wir wissen von vielen Medienunternehmen, dass die Mitarbeiter mit den Unternehmen nicht einverstanden sind. Beispielsweise der miserablen Bezahlung der freien Mitarbeiter oder auch Zeitungsaustr├Ąger. Die m├╝ssen sich entscheiden zwischen „Revolution wagen“ oder „Geld verdienen m├╝ssen“. Insofern haben wir f├╝r viele Verst├Ąndnis – trotzdem sind sie Teil des Systems und damit auch verantwortlich, wenn sie in diesem weiter mitwirken. Ob sich jemand durch unsere Kritik angegriffen f├╝hlt, entscheidet jeder selbst. Wer gute und anst├Ąndige Arbeit macht, ist sicher nicht gemeint.

      Wir sehen auch keine „schallende Ohrfeige“ f├╝r die Leserinnen und Leser: Wenn, dann ein „R├╝tteln“ – werdet endlich wach und kritischer. Was in der Zeitung steht, steht in der Zeitung und muss deshalb noch lange nicht wahr sein. Oft ist es viel entscheidender, was „NICHT“ in der Zeitung steht – denn das findet nicht statt. Wir bieten mit unserem kritischen Blick hinter die Kulissen der Medienbetriebe einen au├čerordentlichen Mehrwert, den sicherlich viele Leserinnen und Leser zu sch├Ątzen wissen. Denn die Medien stellen Produkte her, bedrucktes Papier oder elektronische Sendungen. Und wir fragen: Ist das auch drin, was versprochen wird? Unter welchen Bedingungen wird das Produkt hergestellt? Geht es ethisch „sauber“ zu? Von au├čen betrachtet kann man das oft nicht erkennen – insofern trifft Medienkonsumenten erstmal „keine Schuld“, wohl aber, wenn sie nicht wissen wollen, was eigentlich drin ist.

      Dass es sehr kritische Menschen gibt und sich immer weniger Menschen f├╝r schlechte Produkte interessieren, zeigen die seit Jahren andauernden Abo-Verluste der Tageszeitungen. Private H├Ârfunksender bieten bis auf die Versendung von Agenturmeldungen oft gar keine eigenen journalistischen Inhalte mehr an und auch im ├Âffentlich-rechtlichen Rundfunk kommt es zu untertr├Ąglichen Einflussnahmen durch die Politik (siehe Nikolaus Brender, einem der besten deutschen Fernsehjournalisten, der durch den fr├╝heren Ministerpr├Ąsidenten Roland Koch, als Chefredakteur des ZDF abges├Ągt worden ist.) und zu einer zunehmenden inhaltlichen Verarmung.
      Aktuelles Beispiel: http://www.rheinneckarblog.de/23/regioretter-kritisiert-swr-sparmasnahmen/12702.html

      Was Sie als respektlose Kritik missverstehen, ist zun├Ąchst auch in weiten Teilen der Branche so stigmatisiert worden – „selbstverst├Ąndlich“, denn wer stellt sich schon gerne einer „bei├čenden“ Kritik? Tats├Ąchlich hat der kontinuierliche Druck dazu gef├╝hrt, dass viele Kollegen nachdenklich geworden sind und sich um die Qualit├Ąt ihrer Angebote Gedanken machen. Ich bin in den vergangenen drei Jahren zu mehr als 30 Veranstaltungen als Diskutant, Podiumsteilnehmer, Impulsreferent usw. eingeladen worden. Von Journalistenverb├Ąnden, Journalistenschulen, Zeitungen, Radiosendern, Universit├Ąten – gerade wegen der von mir verantworteten, kritischen redaktionellen Linie und einer „unbequemen“ Haltung.

      Dar├╝ber hinaus sind wir eines von sehr, sehr wenigen Medien, die eine „Korrekturspalte“ anbieten. Hier dokumentieren wir eigene Fehler, die wir nat├╝rlich auch machen. Wir verschweigen sie aber nicht, sondern zeigen sie freiwillig und korrigieren diese.

      Woraus Sie einen „Alleinherrscher“-Anspruch bei uns ableiten, ist uns vollkommen unverst├Ąndlich. Hier sollten Sie Ihre Haltung vielleicht noch einmal ├╝berpr├╝fen. Wir bieten Informationen an – nichts weiter. Die kann man zur Kenntnis nehmen, teilen oder ablehnen.

      Unsere St├Ąrken haben wir vergangenen Dienstag mal wieder gezeigt, in dem wir investigativ und exklusiv den Immobiliendeal aufgedeckt haben. Auch hier zeigt sich die Erb├Ąrmlichkeit des MM – statt fair die Erstquelle zu nennen, stellt die Zeitung es so dar, als habe sie beim „Baustellenrundgang“ davon erfahren. Halten Sie das f├╝r glaubw├╝rdig, dass Karl-Martin Pfenning bei einer solchen Gelegenheit bewusst nebenbei erw├Ąhnt, die 100-Millionen-Euro-Investiton gehe an einen Immobilienfonds? Das kann man glauben oder auch nicht. Wir glaube es nicht, sondern sind ├╝berzeugt, dass unsere Exklusiv-Geschichte diese „Offenbarung“ erzwungen hat. Anst├Ąndigerweise respektierte man fr├╝her in der Branche exklusive Nachrichten und nannte die Erstquelle. Ob der MM sich anst├Ąndig verh├Ąlt, dar├╝ber kann sich auch jeder seine eigene Meinung bilden.

      Ihre implizite Aussage, wir w├╝rden behaupten, dass andere alles immer falsch machen, ist, mit Verlaub, auch falsch. Wenn Sie aufmerksam lesen, finden Sie sogar jede Menge positive Darstellungen sogar von Herrn Kessler bei uns. Soviel zum „Respekt“.

      Zum Abschluss noch ein Hinweis: K├Ânnte es sein, dass Sie nicht damit einverstanden sind, dass wir auch die „Gr├╝nen“ nach wie vor kritisch behandeln? Unserer Ansicht nach war es ein Fehler, den Immobiliendeal nicht in der Gemeinderatssitzung zu thematisieren. Und den Beleg daf├╝r lesen Sie heute im MM: Keine einzige kritische Position ist dort vertreten. Zeitungsleser, die keine anderen Quellen nutzen, m├╝ssen damit auskommen.

      Die Gr├╝nen waren ├╝brigens die ersten, die wir in der Anfangszeit von Heddesheimblog.de enorm kritisiert haben – f├╝r die Fehlentscheidung der Zustimmung zu dem, was heute im Gewerbegebiet entsteht. Die Gr├╝nen waren uns in dieser Zeit nicht „wohl gesonnen“ – was uns genauso wenig beeindruckt, als wenn jemand anderes nicht mit unserer Berichterstattung einverstanden ist. Wir nehmen Kritik immer verantwortlich zur Kenntnis, pr├╝fen, ob wir sie inhaltlich einarbeiten oder nicht – so wie mit dieser langen Antwort auf Ihren Kommentar.

      Danke f├╝r die Besserungsw├╝nsche – wir arbeiten dran. Die Gr├╝nen sollten das ebenfalls tun. Unsere Prognose ist n├Ąmlich, dass die Chancen f├╝r einen Politikwechsel in Heddesheim schlecht stehen, wenn hier nicht deutlich mehr Engagement wahrnehmbar ist. Der B├╝rgermeister Kessler kann nur abgel├Âst werden, wenn ein geeigneter Gegenkandidat sich zur Wahl steht. Die Gr├╝nen k├Ânnten deutlich mehr Fraktionssitze bei der Kommunalwahl 2014 erhalten und st├Ąrkste Kraft werden – wenn genug geeignete Kandidaten zur Verf├╝gung stehen und wenn die Partei dieses Ziel mit harter Arbeit erreichen m├Âchte.

      Das ist aber nicht unsere Aufgabe – wir begleiten die Politik und das ├Âffentliche Leben in Heddesheim journalistisch kritisch. Und das schlie├čt die Kritik an den Gr├╝nen selbstverst├Ąndlich mit ein – auch wenn Ihnen das als Gr├╝nen-Vorstand (zust├Ąndig f├╝r ├ľffentlichkeitsarbeit) vielleicht nicht gef├Ąllt.

      Mit besten Gr├╝├čen
      Hardy Prothmann

      • Hallo Herr Prothmann,

        was mein Kommentar mit den Gr├╝nen in Heddesheim zu tun hat, erschlie├čt sich mir nicht!

        Dieser Kommentar wurde auch nicht F├ťR oder im Auftrag der Gr├╝nen in Heddesheim verfasst, sonst w├Ąre dies auch deutlich gemacht worden. So viel der Ordnung halber zur Interpretation.

        Ihre Antwort und das was Sie aus meinem Kommentar schlie├čen, spricht in den Aussagen f├╝r sich. Aber genau das ist nicht die Bescheidenheit und Zur├╝ckhaltung, welche ich mir vom heddesheimblog w├╝nsche.

        Schade, trotzdem weiterhin viel Erfolg.

        Gru├č
        Peter Kr├Âffges

        • Redaktion

          Guten Tag!

          Sie sind im Vorstand des Ortsverbands der Gr├╝nen im Vorstand und zust├Ąndig f├╝r ├ľffentlichkeitsarbeit. Weiter haben Sie das Feld f├╝r die Angabe der Internetseite auf die Homepage der Gr├╝nen ausgef├╝llt. Klickt man auf Peter Kr├Âffges, landet man auf der Gr├╝nen-Seite.

          Daraus erschlie├čt sich uns, dass es um die ├äu├čerung eines gr├╝nen Ortspolitikers handelt – ob abgestimmt oder nicht, ist nicht unsere Angelegenheit. Da Sie das Amt als ├ľffentlichkeitsbeauftragter inne haben und sich zu Medien ├Ąu├čern, gehen wir davon aus, dass es sich um eine politische (wenn auch vielleicht nur Ihre eigene) Position handelt. Da Sie sich entschieden haben, bewusst am ├Âffentlichen-politischen Leben teilzunehmen, sollten Sie dies auch tun und sich im Zweifel nicht ins „Private“ zur├╝ckziehen – und wenn doch, dies deutlich machen.

          Was Zur├╝ckhaltung und Bescheidenheit in der ├Âffentlichen Wahrnehmung bewirken, k├Ânnen Sie in der Samstagsausgabe des Mannheimer Morgen nachlesen. Eine Seite Jubelmeldungen „Wir liegen im Zeitplan“ zum Pfenning-Projekt. Eine kritische Position der Gr├╝nen findet sich nicht, denn die haben sich ja „vobildlich“ zur├╝ckhaltend und bescheiden gezeigt. Ob sich die Menschen eine solche Haltung von den Gr├╝nen w├╝nschen und diese daf├╝r w├Ąhlen halten wir f├╝r zweifelhaft.

          Wir w├╝nschen auch Ihnen und den Gr├╝nen mit dieser „Strategie“ viel Erfolg.

          Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
          Das Heddesheimblog.de

        • Erstaunter Beobachter

          Hallo,

          herrlich, wie es das Blog immer wieder schafft, Leute hinterm Busch hervorzuholen. Da wird der Gr├ÂBAZ zu recht in die Mangel genommen und ein Gr├╝ner verteidigt die Medien (und irgendwie auch den GR und den BM), in denen die Gr├╝nen am schlechtesten wegkommen, geht daf├╝r aber das Blog an, weil es sich erlaubt, die Gr├╝nen auch kritisch zu betrachten.

          Saubere Leistung, Heddesheimblog! Wie man sieht, seid Ihr wirklich unabh├Ąngig und scheut Euch auch vor diesen spie├čigen, moralischen Rechthaber-Gr├╝nen nicht.

          Wirklich erstaunlich, wie das von Ihnen benannte „Monster“ da drau├čen w├Ącst, Pfenning alle ├╝ber den Tisch gezogen hat und Heddesheim im Schweigen versinkt. Ist ein wenig wie der Besuch der alten Dame.

          Hoffentlich gibts ne 2014 eine W├Ąhlerliste mit parteiunabh├Ąngigen Kandidaten – von den aktuellen Parteien kann ich keine w├Ąhlen!

          Was die BM-Wahl angeht: Der allergr├Â├čte Fehler, den die Gr├╝nen machen k├Ânnten, w├Ąre den GR Heinisch aufzustellen. Aber vielleicht will der sich zum dritten Mal ne blutige Nase holen. Und ich vermute mal, dass die Gr├╝nen diesen Fehler mahcen. Bin schon auf den Wahlkampf gespannt. Eingeschlafene F├╝├če sind wahrscheinlich spannender.

          • Christoph S.

            Hallo „Erstaunter Beobachter“,

            ich finde es immer wieder toll, wenn sich Kommentatoren hinter solchen „Namen“ verstecken, um andere pers├Ânlich zu kritisieren die ihren echten Namen angeben. Geht es dem Heddesheimblog wirklich so schlecht, dass es noch Kommentare wie Ihren unkommentiert l├Ąsst?
            Was Sie machen ist ├╝belstes Gr├╝nen-Bashing und mir erschlie├čt sich ├╝berhaupt nicht warum Sie das tun. Haben Sie den urspr├╝nglichen Kommentar von Peter Kr├Âffges ├╝berhaupt gelesen? Dieser schreibt als Privatperson kritisch ├╝ber das Heddesheimblog ohne jeglichen Bezug zu den Gr├╝nen. Diese Verbindung stellt nur Hardy Prothmann in seiner Antwort her. Aber das interessiert Sie ja gar nicht. Falls Sie zuf├Ąllig zu entt├Ąuschten Ex-Gr├╝nen-W├Ąhlern geh├Âren, ├Ąu├čern Sie doch mal konstruktive Kritik – mit Ihrem echten Namen.

            Christoph S.

          • Redaktion

            Guten Tag!

            Die Debatte ├╝ber die Verwendung von Pseudonymen gab es schon ├Âfter – wir weisen daraufhin, dass wir dies gestatten, wenn Kommentatoren Gr├╝nde sehen, nicht unter Klarnamen zu schreiben. „Christoph S.“ ist, mit Verlaub, auch kein Klarname.

            Der von Ihnen angesprochene Kommentar richtet sich kritisch und argumentativ gegen die Gr├╝nen – das geh├Ârt zum Meinungsbildungsprozess dazu.

            Nicht zutreffend ist, dass Herr Kr├Âffges sich privat ge├Ąu├čert hat. Er mit dem Internetlink auf die Seite des gr├╝nen Ortsverbands eindeutig einen Zusammenhang hergestellt. Aber diese Diskussion hatten wir auch schon in Weinheim mit dem CDU-Pressesprecher, der sich in Kommentaren zur Politik als „Privatmann“ ├Ąu├čern m├Âchte. Auch ihn haben wir darauf hingewiesen, dass eine Trennung explizit stattfinden muss, man aber als „B├╝rger“ erwarten kann, dass Parteifunktion├Ąre auch zu dem stehen, was sie im politischen Raum ├Ąu├čern.

            Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
            Das Heddesheimblog.de

          • heddesheimerin

            „ich finde es immer wieder toll, wenn sich Kommentatoren hinter solchen ÔÇťNamenÔÇŁ verstecken, um andere pers├Ânlich zu kritisieren die ihren echten Namen angeben“

            Witzig, dass diese Kritik von jmd kommt, der selber anonym unter „Christoph S.“ schreibt!

  • Steiger

    Tut mir leid, aber Herr Heinisch redet sich zunehmend um Kopf und Kragen. Der Versuch auch wirklich ├╝berall seinen Senf dazu zu geben geht gewaltig nach hinten los. Zum Gl├╝ck hat die gr├╝ne Fraktion weitaus frischeres Material zu bieten. Zeit, dass sie das mal in Position bringen …

    • Klaus.E

      Guten Tag,

      ich kann ihnen nicht folgen, wie sollen Beitr├Ąge von Herr Heinisch nach hinten losgehen?

      Seine Beitr├Ąge ├╝berzeugen eher damit dass sich ein Gemeinderat mit Themen in der Gemeinde auseinandersetzt und Fachkompetenz sich aneignet, um etwas anderes geht es erstmal nicht. Oder passt ihnen das etwa nicht?

      Sch├Ânen Tag.

      • Steiger

        Diese Frage beantworte ich Ihnen gerne. Gerade als W├Ąhler der Gr├╝nen bef├╝rworte ich Herrn Heinischs Auseinandersetzung mit wichtigen Themen durchaus. Auch das Aneignen von Fachkompetenz ist durchweg begr├╝├čenswert. Was mir sauer aufst├Â├čt ist die sich entwickelnde „Mediengeilheit“, die mir an Herrn Heinisch auff├Ąllt. W├Ąre er der geeignete Mann f├╝r die ├ľffentlichkeit, dann w├Ąre das nur konsequent. Ist er aber nunmal leider nicht.

        Meine pers├Ânliche Empfehlung an ihn lautet deshalb, weiterhin seine (gute!) Arbeit im Team zu leisten, aber anderen den Vortritt zu lassen wenn es darum geht, das „Gesicht“ der Heddesheimer Gr├╝nen zu sein.

        • wengenroth

          Das verstehe ich nicht. Warum sollte ein gew├Ąhlter GR wie Heinisch seine Position nicht auch bei ├ľffentlichkeit und Medien vertreten? Nat├╝rlich kann man manchmal anderer Meinung sein als er, aber ein „Maulkorb“ ist nun wirklich keine L├Âsung f├╝r eine debattenorientierte Parteiendemokratie.

  • Snake Plissken

    Guten Tag,

    sich jetzt gegenseitig zu versuchen die Augen auszustechen bringt ja niemandem etwas, der Gemeinde Heddesheim und Ihren B├╝rgern und B├╝rgerinnen am wenigsten. Auch ich bin ein Mensch der liebend gerne am Kalender die Tage abstreichen w├╝rde bis die Person an der Spitze der Verwaltung ( Inzwischen widerstrebt es mir schon diesen Namen in den Mund zu nehmen ) seine Koffer packt. Aber leider mu├č ich auch feststellen das gut 2 Jahre vor der Wahl und gerade trotz aller Wirrungen der letzten 2 Jahre f├╝r mich kein Kandidat in Sicht ist der eine Alternative als B├╝rgermeister w├Ąre. Als einfacher B├╝rger f├Ąnde ich es schon w├╝nschenswert wenn der Ein oder Andere beginnen w├╝rde sich zu positionieren. Es reicht bei weitem nicht immer wieder die gleichen Floskeln zu bringen ( „die n├Ąchste Wahl wirds schon zeigen“ ) sondern es wird Zeit der Alternative ein Gesicht zu geben. Ich bin mir sicher das es Heddesheim mehr wie verdient hat zu wissen wer sich in der Lage f├╝hlt die Geschicke der Gemeinde zu leiten. Im Augenblick hab ich selbst eher die Bef├╝rchtung das Dank fehlender Kandidaten alles beim Alten bleibt.
    Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

    In diesem Sinne einen erfolgreichen Wochenstart und einen sch├Ânen Tag

    • wengenroth

      Sie sprechen mir aus dem Munde… Wir haben eine Persona non grata an der Spitze der Gemeinde – und gleichzeitig keine erkennbare Alternative. Das macht mir langsam Angst, auch wenn es noch lange hin ist bis zur Wahl.

  • A. Hoffmann

    Zu den B├╝rgermeisterwahlen: Ich kann nur hoffen und w├╝nsche mir, dass Einer/Eine das R├╝ckgrat sich aufzustellen und gegen den „ver-antwortungslosen“ Kessler anzutreten.

    Eines ist ihm/ihr ganz sicher: Er/Sie kann nichts schlechter machen!!! Es kann nur besser werden. Ein Michael Kessler hat sich hinter dem Namen seines Vaters versteckt, der ein wirklicher B├╝rgermeister war – da kann sein Sohn nicht mal hinriechen…. Weg mit dem Kerl und zwar so schnell wie m├Âglich – denn dieser BGM ist UNM├ľGLICH!!

    Einen sch├Ânen Tag noch

    • wengenroth

      Gebe Ihnen v├Âllig recht, man sch├Ąmt sich als Heddesheimerin f├╝r diesen Mann…Vielleicht findet sich ja ein relevanter Kontrahent!