Samstag, 19. August 2017

Wer, wen, wo anfasste? Das ist doch nur Spaß :-)

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Heddesheim, 25. Januar 2011. Die Hellesema Grumbe haben am vergangenen Samstag wieder zur bewährten „Lady Dinner Night“ ins Heddesheimer Bürgerhaus eingeladen. Und auch wenn leider einige Plätze leer blieben, die Stimmung war fantastisch, eben so wie es ist, wenn Frauen ganz unter sich feiern. Männer sind willkommen – nur nicht die eigenen.

Von Sabine Prothmann

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der „Sexy Boys“ – in den vergangenen Jahren waren es die „American Dream Men“ -, die erstmalig in Heddesheim vor weiblichem Publikum die Hüllen fallen ließen.

Zunächst musste sich die Damenwelt bis zu deren Auftritt fast drei Stunden gedulden, doch die Hellesema Grumbe hatten ein gutes und kurzweiliges Programm zusammengestellt. Der 1. Vorsitzende und Elferratspräsident Rudi Göhner führte mit Unterstützung von Manuela Schöner, Prinzessin der Kampagne 2008/2009, durch das Programm.

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Frivole Spiele - viel Spaß bei der Ladys Night im Bürgerhaus.

Erster Programmpunkt war der Auftritt der Grumbe-Gugge-Noddeschisser. In bunten, fantasievollen Kostümen und mit lauter Guggemusik heizten sie die Stimmung der Zuschauerinnen an.

Der bekannte Heddesheimer „Allein“-Unterhalter Ralf Siegel machte Stimmung für alle in den Pausen ab dem ersten Schlagertitel und traf die Stimmung des weiblichen Publikums. Vor allem mit den Songs der „Deutschen Welle“ ließ Nena nicht nur die Luftballons, sondern Siegel auch die Begeisterung des Publikums fliegen.

Tanzmariechen Alina Bernhard wirbelte quirlig und mit bekannt großem Können über die Bühne. Sie wird trainiert von Manuela Schöner und Livia Kärtner und betreut von Birgit Schöner.

Anschließend unterhielt Sabrina Zahn flott-frech das weibliche Publikum in der Bütt.

Einen „Vorgeschmack“ auf die „Sexy Boys“ gab der Tanz des Männerballetts Gugge. Hier konnte das weibliche Publikum sehen, wie „sexy“ die Heddesheimer Männer sein können und wie gedrillt sie sich, dank dem Training von Livia Kärtner, bewegen.

Und dann kam er, der „Halbgott des Schlager“ alias Dieter Jürgens. Der „dicke Mann“, wie er von sich selbst sagte, brachte knapp zwei Meter und geschätzte 130 Kilogramm geballte Energie, Stimmung und Sexappeal auf die Bühne und in den Saal.

Von „Ein Bett im Kornfeld“, „Griechischer Wein“, „Tür an Tür mir Alice“ über „Ich war noch niemals in New York“ bis zu „Hol das Lasso raus“ schmetterte er tatsächlich stimmgewaltig die Highlights des Deutschen Schlagers durchs Heddesheimer Bürgerhaus.

Wen es noch auf den Stühlen hielt, lief Gefahr mit seiner Manneskraft frontal, sprich auf dem Tisch, konfrontiert zu werden. Eine Zuschauerin ließ es sich nicht nehmen, erst mit Rosen, dann persönlich die Bühne zu stürmen und ihm das Hemd vom Leib zu reißen. Denn „Stufe 4“ der Stimmung heißt beim „Halbgott des Schlagers“: „Exstase“.

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Der singenden Halbgott - klasse Stimme, Dynamit im Körper.

Im Schautanz der Großen Garde zeigten die jungen Mädchen unter dem Motto „Gute Puppen, schlechte Puppen“ sinnliche Bewegungen und eine tolle Körperbeherrschung. Was durch die Kostüme und eine spannende Choreografie noch unterstrichen wurde. Das Publikum war begeistert. Trainiert werden die Tänzerinnen von Sabrina Zahn, betreut werden sie von Angelika Eckert.

Mit „sie sind allesamt lecker und haben meinen Gütesiegel“ kündigte Manuela Schöner den Höhepunkt des Abends an.

Und dann kamen sie endlich, die „Sexy Boys“, die mit ihren gestählten Körpern eine perfekte Bühnenshow von muskulöser Strahlung, Tanz und Gesang zeigten.

Bereitwillig wurden Klischees bedient. Wildes martialisches Macho-Gehabe gehörte da genauso dazu, wie der charmante Schwarze mit dem Adonis-Körper.

Wer auf die Bühne geholt wurde, durfte nicht zimperlich sein, denn hier wurde nicht nur geschaut, sondern die Damen mussten oder durften schon auch mal anfassen und wurden angefasst.

Wer wann wen wo anfasste, fällt an dieser Stelle unter den Datenschutz. Nur soviel: Aus gutem Grund.

Das war eindeutig mehr als Striptease, was auf der Bühne des Bürgerhauses gezeigt wurde, das war Erotik pur.

Vielleicht auch das ein und andere Mal „unter der Gürtellinie“. Aber so sollte es ja auch sein, denn die Frauen waren ja unter sich und wollten und sollten ihren Spaß mit ihren „Sexy Boys“ haben. Und den hatten sie auch.

Es wurde gemeinsam getanzt, gelacht und kräftig mitgesungen.

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Tanzeinlage.

Die Lady Dinner Night der Hellesema Grumbe war sicherlich wieder ein Highlight der Faschingskampagne 2011.

Schade, dass in gegenüber dem vergangenen Jahr nicht nur „einige“ Plätze leer geblieben sind.

Vielleicht sollte man im nächsten Jahr etwas mehr die Werbetrommel rühren.

Denn die „Ladys Night“ ist ein echter Spaß!

Viel Freude mit den Fotos 🙂

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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • kompakter

    hallo,

    hat das heddesheimblog das nötig? frivole endgeile shows aus der provinz abzubilden?

    gehts audh mit etwas mehr stil oder muss es so eindeutig sien, dass „frauen“ offensichtlich nur mit wampigen halbgöttern und sinnfreien muskeln nohc spass haben können?

    mal ehrlich

    gruß

    • heddesheimblog

      Guten Tag!

      Die Frage ist falsch gestellt – wer was „nötig“ hat und Spaß daran, steht im Bericht.

      Selbstverständlich berichten wird über das Geschehen und Ereignisse im Ort. Auch über „närrische“ Veranstaltungen.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

  • hans hoppner

    Hallo

    vielen Dank heddesheimblog für die passende Antwort
    zu dem Kommentar des Kompakters. Es kann in dem blog jeder seine Meinung kund tun, ob antiquiert, ob oberlehrerhaft mit dem moralischen Zeigefinger gewunken oder ob man Frauen durch Setzen von Anführungszeichen beleidigt. Es wird bei mir der Eindruck erweckt, dass Frauen welche diese, seit Jahren bestehende Veranstaltung besuchen, auf eine bestimmte Stufe gestellt werden.
    Ich finde dies unglaublich.

  • Peter

    Für mich ist es durchaus begrüßenswert, daß im heddesheimblog über solche und ähnliche Veranstaltungen berichtet wird. Es handelt sich ja auch um gesellschaftliche Beschreibungen der „Heddesheimer Zustände“ (ganz frei nach Wilhelm Heitmeyer). Auch gerne ausführlich und mit Bildmaterial.

    Interessant ist dabei u.a. die Frage: was verändert sich ?
    In diesem Fall anscheinend das rückläufige Interesse an solchen Veranstaltungen. Die Wertung bleibt jedem selbst überlassen.

  • Party Strip Agentur

    Schade, dass es nur so dargestellt wurde, als ob die Männer auf der Bühne nichts anders gemacht hätten, als sich und die „Weiber“ aufzugeilen. Die Stripper haben außer dem „Ausziehen“ wirklich ganz tolle und ästhetische Shows gemacht. Es gab gute Kostüme, gute Choreographien, Tanz, viel Gaudi…verblieb aber nur Erinnerung an Erotik.

    Die Frauen haben wirklich vieeel Spaß gehabt, unsere Stripper natürlich auch. Was zu Herrensitzungen schon lange gehört, kommt endlich seit einigen Jahren auch auf die Bühnen bei Damensitzungen. Und es gibt nichts schöneres, wie gut aussehende Männer, die gut tanzen können und der Frauenmenge mit den heissen Körpern anheizen.

    Gerne können Sie unsere Agentur auch auf facebook besuchen und weitere Bilder von der Menstrip Gruppe und der Show in Heddesheim begutachten (folgen noch diese Woche) um sich selbst zu überzeugen.

    Bis bald!

    Ihre PSA/ Party Strip Agentur

    • heddesheimblog

      Guten Tag!

      Wo Sie lesen, dass sich die Frauen und Männer „nur aufgegeilt“ hätten, wissen wir nicht – im Text steht es nicht so.

      Und interessant, dass Sie so dünnhäutig reagieren, wo’s doch um „Sexy Boys“ geht. Wäre es Ihnen lieber gewesen, im Text hätte gestanden: „Mit Erotik hat das nichts zu tun?“

      Oder gehts im Kommentar darum, nochmal Werbung für die „Party Strip Agentur“ zu machen?

      Ein nettes Danke-schön für den Bericht und die Bilder hätte es auch getan.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

    • Madame

      Liebe Strip Agentur,

      das ist wirklich übel, wenn Stripper zu reinen Sexobjekten abgestempelt werden! Knock, knock, jemand zu Hause? Also ich war ja nicht dabei, aber grundsätzlich liegt die Vermutung doch sehr nahe – und damit wird die Branche leben müssen, fürchte ich – dass frau nur des Strippers Körper will. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
      Wenn ich ein bisschen richtig liege mit meiner Vermutung, dann hat die Agentur hier wirklich eine astreine Werbung bekommen.

  • uskok

    armes deutschland,
    alles auf „hohem niveau“ zerreden wollen und dabei die tatsache verkennen, dass der „sinnfreie“ und „niveaulose“ brei der masse so bedient werden möchte s. rtl dschungelcamp…. warum läuft das net in 3D?? ich hoffe immer noch auf einen unerwarteten schlangenbiss, der uns von sarah und co. erlöst……