Dienstag, 25. April 2017

Gro├če Abschlussveranstaltung der j├Ąhrlichen Aktion "Zu Fuss zu Schule" der Hans-Thoma-Grundschule

Ich kann zu Fuss zur Schule gehen

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Gro├če Schulversammlung zum Abschluss der Aktion „Zu Fuss zu Schule“ der Hans-Thoma-Grundschule Heddesheim

Heddesheim, 25. Oktober 2013. (red/sw) Kurz vor den Herbstferien hei├čt es an der Hans-Thoma-Schule drei Wochen lang „zu Fuss zur Schule“. In dieser Zeit soll bei den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern das Bewusstsein gest├Ąrkt werden, wie gut es ist, nicht mit dem „Eltern-Taxi“ zur Schule gebracht zu werden.

Von Susanne Warmuth

Seit rund acht Jahren ruft die Schulleitung gemeinsam mit einer Planungsgruppe die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der Hans-Thoma-Grundschule dazu auf, zu Fuss zur Schule zu kommen. Auch Roller und Fahrr├Ąder sind gerne gesehen. Die Aktion wurde ins Leben gerufen, um dem allt├Ąglichen Verkehrschaos rund um die Schule entgegenzuwirken. Immer mehr Eltern haben ihre Kinder mit dem Auto in die Schule gebracht. Diese liegt bekanntlich mitten im Ort, Parkpl├Ątze sind Mangelware. Die vielen Autos der Eltern erschwerten es Kindern, die ohne Auto zu Schule kommen, sich im Verkehr zurechtzufinden. Die Stra├čen rund um die Schule sicher zu ├╝berqueren wurde besonders f├╝r die Kleinsten zu einer fast unm├Âglichen Aufgabe. „Bewegung h├Ąlt den Kopf frei f├╝r die Anstrengungen des Schulalltags. Frische Luft ist gut f├╝r den K├Ârper und das Immunsystem. Sozialkontakte werden auf dem gemeinsamen Schulweg gest├Ąrkt“, betont die Rektorin Gertrud Junghans, der das „Eltern-Taxi“ schon lange ein Dorn im Auge ist, immer wieder.

Bei der Aktion „zu Fuss zu Schule“ laufen die Kinder drei Wochen lang bewu├čt ihren t├Ąglichen Schulweg. Daf├╝r gibt es jeden Tag einen Stempel in den „Laufpass“. Nat├╝rlich bekommen auch die Rad- und Rollerfahrer einen Stempel. Kinder, die von den Eltern mit dem Auto gebracht werden, bekommen keine der begehrten Troph├Ąen. Die Erstkl├Ąsser erhalten statt eines Stempels ein gr├╝nes Blatt – werden sie mit dem Auto gefahren, ist das Blatt braun. Diese Bl├Ątter schm├╝cken dann einen Baum im Eingangsbereich der Schule. Dieses Jahr ist der Baum sehr gr├╝n!

Helle Kleidung sch├╝tzt

Zum Abschluss der Aktion findet in der dritten Woche immer eine Mottowoche statt. Das Thema dieses Jahr „Helle Kleidung sch├╝tzt“. Die Planungsgruppe um Kirstin Fuchs (Konrektorin), Elisabeth Heinz, Kai Neukirch, Andrea Robers und┬á Nicole Spindler hat auch dieses Jahr wieder ganze Arbeit geleistet. Im Keller des Schulhauses wurde eine „Dunkelkammer“ erichtet. Mit dunkler, heller und reflektierender Kleidung konnten die Kinder lernen, wie wichtig besonders in Herbst und Winter die richtige Wahl der Kleidung im Verkehr ist. Bei ausgeschaltetem Licht und Taschenlampen, die die Autoscheinwerfer simulierten, h├Ârte man viele „Ooohs“ und „Aaahs“. Dank einiger Helfer aus der Elternschaft konnten alle Klassen die Dunkelkammer besuchen.

 

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Musikalische Begleitung: Ursula Fritz-Klumpp und Sylvia Horn

 

Am heutigen Freitag trafen sich die Kinder, Lehrerinnen, Eltern, Gro├čeltern und geladene Ehreng├Ąste, darunter B├╝rgermeister Michael Kessler, die B├╝rgermeister-Stellvertreterinnen Ursula Brechtel und Karin Hofmeister-Bugla, die Leiterinnen der ├Ârtlichen Kinderg├Ąrten und Pfarrer Dierk Rafflewski,┬á in der Turnhalle der Schule. Mit Gitarrenbegleitung der Lehrerinnen Sylvia Horn und Ursula Fritz-Klumpp sangen alle gemeinsam das Lied zur Aktion:

Ich kann zu Fu├č zur Schule geh’n,
den Weg dorthin muss ich versteh’n.
Gefahren kennenlernen
und damit umzugeh’n.

Einige Kinder erz├Ąhlten ├╝ber ihre Erfahrungen auf dem Schulweg: Viele Leute sind nicht gut sichtbar, da sie sehr dunkel angezogen sind. Oft gehen Erwachsene ├╝ber rote Ampeln. Die Autos fahren zu schnell. Zebrastreifen werden nicht beachtet.

 

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Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler berichten von ihren Erfahrungen auf dem Schulweg

 

Highlight der Veranstaltung waren sicherlich die Erkl├Ąrungen von Fabian und seiner Assistentin Malina ├╝ber die gewonnen Erkenntnisse. Fabian, ohne Scheu vor so einem gro├čen Publikum zu reden, ist der neue Showmaster der Schule. Mit seiner pfiffigen Art bannt er sein Publikum, sorgt f├╝r Lacher und l├Ą├čt Malina mit den Regenschirmen hantieren, um zu verdeutlichen, warum hell besser sichtbar ist.

Der F├Ârderverein der Schule hatte f├╝r die Kinder noch eine kleine ├ťberraschung: Jede und jeder bekam eine kleine Taschenlampe geschenkt. Nach einem letzten gemeinsamen Lied „Was zieh ich an, damit man mich sehen kann?“ hatten auch die Erwachsenen Gelegenheit, die Dunkelkammer auszuprobieren. Und das war selbst f├╝r die noch sehr beeindruckend.

 

  • Ralph Urbach

    Vielen Dank nochmals f├╝r die viele Helfer aus der Elternschaft. Die Beteiligung dieses Jahr war wirklich ├╝berragend