Sonntag, 20. August 2017

Grumbe, Garden, Guggemusik und knackige Kerle

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Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. Am Samstagabend ging es hei├č her im B├╝rgerhaus: Die „American Dream Men“ lockten ├╝ber 200 Besucherinnen an. Die Grumbe hatten damit wieder einen H├Âhepunkt in der n├Ąrrischen Zeit. Die weiblichen G├Ąste lie├čen sich von den Garden, der Guggemusik und Ralf Siegel gut unterhalten – aber sie waren ganz sicher auch, wenn nicht vor allem wegen der Strip-Show gekommen.

Von Sabine Prothmann

„Der Vorverkauf f├╝r die „Lady Dinner Night“ im B├╝rgerhaus verlief eher schleppend“, sagte die Elferr├Ątin der Hellesema Grumbe, Heide Kr├Âner, dem heddesheimblog.

Doch die Sorge, dass die Veranstaltung nicht gut besucht wird, zeigte sich an der Abendkasse als unbegründet: Ãœber 200 Karten wurden dann doch verkauft.

Die Stars des Abends waren die „American Dream Men“, die in Heddesheim vor weiblichem Publikum die H├╝llen fallen lie├čen.

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Bianca I. tanzt mit Mike, dem Moderator. Bild: hblog

F├╝r diesen Teil des Damenabend waren keine M├Ąnner zugelassen. Die anwesenden Frauen (zwischen 18 bis ├╝ber 60 Jahre) mussten sich bis zum Auftritt der gut gebauten Stripper aber gut zwei Stunden gedulden.

Die Hellesema Grumbe hatten bis dahin ein kurzweiliges Programm zusammengestellt. Der 1. Vorsitzende und Elferratspr├Ąsident Rudi G├Âhner f├╝hrte mit Unterst├╝tzung von Manuela Sch├Âner, Prinzessin der Kampagne 2008/2009, durch das Programm.

Der in Heddesheim bekannte Alleinunterhalter Ralf Siegel traf mit seiner Musikauswahl ab dem ersten Schlagertitel die Stimmung bei den Frauen.

Nach dem Auftritt der Gro├čen Garde ging Sabrina Zahn in die B├╝tt und unterhielt flott-frech das Publikum. ├â┼ôber ihre zotigen Witze und spitzen Bemerkunge wurde viel gelacht. Damit empfahl sie sich f├╝r ihren n├Ąchsten Auftritt bei der Prunksitzung am kommenden Samstag.

Tanzmariechen Alina Bernhard wirbelte quirlig und mit gro├čem K├Ânnen ├╝ber die B├╝hne. Im „Tanz der Amazonen“, Schautanz der Gro├čen Garde, zeigten die jungen M├Ądchen perfekte Bewegungen und K├Ârperbeherrschung.

Das Tanzduo Livia K├Ąrtner und Vanessa Herbel tanzten eine aufw├Ąndige und spritzige Choreografie zur Musik von „Lion King“.

Trainiert werden die T├Ąnzerinnen von Sabrina Zahn, Manuela Sch├Âner und Livia K├Ąrtner.

Einen „Vorgeschmack“ auf die „American Dream Men“ gab der Tanz der Kerweborscht. Schon hier konnte das Publikum M├Ąnner in Unterw├Ąsche bewundern. Wenngleich auch nicht ganz „so gut“ gebaut, wie die Stars des Abends.

Letzter Programmpunkt vor dem Highlight war der Auftritt der Grumbe Gugger Noddeschisser. In bunten, fantasievollen Kost├╝men und mit lauter Guggemusik heizten sie die Stimmung der Zuschauerinnen noch mal richtig an.

Um 22:15 Uhr war es dann soweit: F├╝nf M├Ąnner, die „American Dream Men“, pr├Ąsentierten ihre gest├Ąhlten K├Ârper: Jack Taylor, Daniel Silver, Brian Stone, Dennis Jackson und Kevin Black. Sie zeigten eine perfekte B├╝hnenshow aus fleischgewordener Erotik und provokantem Tanz.

Zwischen den einzelnen Show-Acts moderierte, sang und tanzte Mike Hamilton. Seine Gesangseinlagen waren allesamt hervorragend. Auf einem Tisch gab er eine Tanzeinlage mit Grumbe-Prinzessin Bianca I., alias Bianca Granath. Das Publikum feuerte die beiden begeistert an.

Die Damen, die auf die B├╝hne geholt wurden, durfte nicht nur schauen, sondern auch anfassen und wurden angefasst. Was auf der B├╝hne des B├╝rgerhauses gezeigt wurde, war damit eindeutig mehr als Striptease.

Im Gegensatz zu „echtem Striptease“ spielten die M├Ąnner aber mit der Fantasie der Frauen. Wenn die letzten H├╝llen fielen, war nicht wirklich „etwas“ zu erkennen, da die Details durch Trockeneisnebel und geschickte K├Ârperhaltungen verborgen blieben.

Unsere Fotostrecke zum Abend finden Sie hier.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • Bratwurstbr├Ąter

    Das ist doch genau der Journalismus der hier sonst so verurteilt wird …

    „unterhielt flott-frech das Publikum“

    „In bunten, fantasievollen Kost├╝men und mit lauter Guggemusik heizten sie die Stimmung der Zuschauerinnen noch mal richtig an.“

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke f├╝r Ihren Beitrag.

      Der „Journalismus“, den Sie meinen, hei├čt „Bratwurstjournalismus„.

      Damit ist ein lustloser Journalismus gemeint, der fortw├Ąhrend floskelhafte Formulierungen f├╝r nachrichtenarme Ereignisse verwendet.

      Hinzu kommt, dass diese Form von Journalismus weitgehend auf eigene Recherchen und eigene Themenfindungen verzichtet.

      Bratwurstjournalismus findet sich h├Ąufig bei Berichten ├╝ber Veranstaltungen aller Art: Feste, Jubil├Ąen und aktuell zu Fasnachtsterminen. Diese Form von „Berichterstattung“ stilisiert Selbstverst├Ąndlichkeiten zur Nachricht, beispielsweise die Versorgung von G├Ąsten mit Essen & Trinken.

      Wir geben Ihnen recht, die von Ihnen zitierten Textstellen sind zumindest des Bratwurstjournalismus verd├Ąchtig. Andererseits hat die Redaktion genau diese und andere Textstellen durch R├╝cksprache mit der Autorin gepr├╝ft: Die Rede war „flott-frech“, die Kost├╝me sind „bunt, fantasievoll“ (siehe Fotos), die Guggemusik ist „laut“ und die viele der Damen hielt es nicht auf den Pl├Ątzen, die Stimmung war also au├čerordentlich gut (siehe Fotos).

      Damit handelt es sich um Tatsachen. Diese werden im Bericht zutreffend beschrieben.

      Dar├╝ber hinaus darf eine Berichterstattung auch ab und an, gerade zur Fasnachtszeit, aus Sicht der Redaktion ein wenig blumiger sein als sonst. Die Betonung liegt auf „ab und an“. Bratwurstjournalismus verwendet die „blumige Ausdrucksweise“ dagegen als Standard.

      Weiter sollten Sie die zitierten Stellen im Kontext der Berichterstattung sehen. Neben dem Bericht, der ├╝berwiegend nachrichtlich gehalten ist, hat die Redaktion eine Fotostrecke ver├Âffentlicht – eine gute Methode, um zu zeigen, wie die Stimmung war ohne ins „Labern“ zu verfallen. Und: Wir haben einen Kommentar ver├Âffentlicht, der durchaus kritisch mit der Veranstaltung umgeht, eine These aufstellt, Fragen stellt, ├╝berraschende Sichtweisen bietet und damit den Leserinnen und Lesern eine Einordnung erm├Âglicht.

      Wir hoffen, dass Sie nach unseren Ausf├╝hrungen nicht mehr der Meinung sind, dass es sich bei den Zitaten um „Bratwurstjournalismus“ handelt. Sofern Sie aber an Ihrer Meinung festhalten, empfehlen wir Ihnen ein Abonnement des Mannheimer Morgen. Da werden Sie t├Ąglich mit Bratwurstjournalismus bestens bedient.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das heddesheimblog

  • „Journalist“

    Ich lese hier doch schon etwas l├Ąnger, habe mich aber immer zur├╝ckgehalten. Doch jetzt muss ich sagen, dass sie tats├Ąchlich in den Bratwurstjournalismus verfallen sind. Sie haben zwar vermutlich recherchiert, jedoch sind diese Floskeln „bunte Kost├╝me“ etc pp (siehe Bratwurstbrater) genau das, was sie anprangern.
    Sie legen wert auf professionellen Journalismus? Dann darf eben nichts blumiger geschrieben werden, als es war. Journalismus, solang keine Glosse oder Satire, muss so meinungsfrei sein wie er eben sein kann.
    Das geh├Ârt zu gutem Journalismus dazu. (Was auch dazu geh├Ârt, ist, keine Mitbewerber wie z.B. den MaMo zu verunglimpfen. Einen Beweis sind sie bis heute schuldig, dass es wirklich Bratwurstjournalismus ist. Es mag sein, dass die ihnen positiv gestimmten Leser keinen Beweis fordern, aber der neutrale Leser schon. These – Argument – Beispiel, aber als Germanistikstudent muss ich ihnen das wohl nicht erkl├Ąren.) Zum Thema Kontext:
    Wenn sie vom GR berichten, rei├čen sie auch alles aus dem Kontext. Ich war des ├Âfteren zugegen und habe es selbst miterlebt. Also Ball vielleicht auch mal an und an flach halten. Niemand ist perfekt…

    Gru├č

    „Journalist“

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Wenn Sie „bunte Kost├╝me“ f├╝r eine Floskel halten, sollten Sie ├╝berlegen, ob ein Germanistikstudium f├╝r Sie die richtige Wahl war, da Sie offensichtlich nicht wissen, wie eine Floskel definiert ist. Auch Ihre Journalismus-Kritk ist leider mangelhaft. Sie d├╝rfen sich setzen. Nicht bestanden.

      Journalismus kann sehr wohl auch blumig sein und sogar blumiger schreiben, als die Realit├Ąt war – ├╝brigens nicht nur bei einer Glosse oder einer Satire, auch im Feature, in der Reportage, im Portr├Ąt oder im Essay. Es kommt auf das Thema, auf die Idee und die Realisierung sowie den Kontext an.

      Da Sie Ihre Medienkompetenz offensichtlich aus der Sozialisation ├╝ber den MM ableiten, haben Sie verst├Ąndlicherweise Probleme, dies entsprechend einzuordnen. In Verbindung mit einem Germanistik-Studium und einer Zeichnung „Journalist“ wird dieser tragische Zustand noch deutlicher.

      Und Sie k├Ânnen mit Sicherheit davon ausgehen, dass, sollte sich der MM „verunglimpft“ f├╝hlen, dessen Juristen schon l├Ąngst eine „strafbewehrte Unterlassungserkl├Ąrung“ geschickt h├Ątten.

      Weiter behaupten Sie, ich sei „bis heute einen Beweis schuldig, dass es wirklich Bratwurstjournalismus ist“. Das ist herzig. Ich habe sehr gelacht. Sie meinen wahrscheinlich nicht beweisen, sondern belegen. Und hier muss ich Ihnen widersprechen – lesen Sie einfach die Texte noch einmal. Kleiner Tipp: Das Schwarze ist die Schrift.

      Und wenn Sie sich der M├╝he der Recherche und des Nachdenkens unterziehen w├╝rden, ja dann w├╝rden Sie auf solche S├Ątze gerne verzichten:
      „Journalismus, solang keine Glosse oder Satire, muss so meinungsfrei sein wie er eben sein kann.“

      Herr Germanistikstudent! Ein Blick ins Grundgesetz (das ist unsere Verfassung) h├Ątte gen├╝gt, damit Sie den Bl├Âdsinn Ihrer Aussage sofort erkannt h├Ątten. Artikel 5:

      (1) „Jeder hat das Recht, seine MEINUNG in Wort, Schrift und Bild frei zu ├Ąu├čern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug├Ąnglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew├Ąhrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

      Sie haben erstens nicht verstanden, dass dieser sehr wichtige Grundgesetzartikel grunds├Ątzlich festlegt, dass alle B├╝rger ihre MEINUNG ├Ąu├čern und verbreiten d├╝rfen.

      Die freie Meinungs├Ąu├čerung ist das Fundament der Pressefreiheit und somit des Journalismus. Menschen, die damit ihr Geld verdienen, nennt man gemeinhin Journalisten.

      Zweitens verwenden Sie „muss“. Journalismus muss gar nichts. Es gibt kein Gesetz dar├╝ber, dass Journalismus irgendetwas „muss“. Und das ist gut so.

      Es gibt so genannte Standesregeln, was Journalismus „sollte“. Denen kann man sich anschlie├čen oder auch nicht. Die kann man teilen oder auch nicht. Die kann man befolgen oder auch nicht. Und die kann jeder f├╝r sich so definieren, wie er das m├Âchte. All dies garantiert Artikel 5.

      Deswegen gibt es Spiegel und Focus, Gala und Bunte, Bild und Mannheimer Morgen, Frankfurter Allgemeine und taz und auch das heddesheimblog.

      Weiter behaupten Sie, dass unsere Berichterstattung „alles aus dem Kontext rei├čt“. Sie bleiben Ihrerseits jeden Beleg f├╝r diese Behauptung schuldig. Au├čerdem schreiben Sie „alles“. Alles hei├čt ausnahmslos. 100 Prozent. Das muss ich Ihnen als „Germanistikstudent“ aber „wohl nicht erkl├Ąren“.

      Ich mache Ihnen als „Journalist“ ein Angebot: Schreiben Sie einen Artikel, in dem Sie all Ihre Behauptungen belegen. Das heddesheimblog wird diesen garantiert ver├Âffentlichen.

      Viel Spa├č bei der Arbeit!

      Hardy Prothmann
      Redaktion heddesheimblog

      • „Journalist“

        Wieder einen „Leser abgefertig“. Wie alle anderen Kritiker vor mir…hier ├╝berlebt nur das Ja und Amen. Kritik wird nur entgegengenommen, wenn sie den Kern ihrer „Artikel“ nicht ber├╝hrt. Formfehler nehmen sie gern entgegen, inhaltliche Kritik wird dagegen zerredet.

        Gru├č

        „Journalist“

        P.S.: Ich bin kein Germanistikstudent, sonst h├Ątte ich vermutlich nur m├╝de ├╝ber das Blog gelacht…oder ├╝ber ihre Rechtschreib/Grammatikfehler.
        Meinen Namen haben sie scheinbar nicht ganz verstanden, sonst h├Ątte sie anders reagiert.

        • dasheddesheimblog

          Guten Tag!

          Ich nehme an, dass ich nicht mehr mit einem Artikel Ihrerseits rechnen muss, der „alles“, was Sie so vor sich hin geschwurbelt haben, belegt.

          Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
          Hardy Prothmann

          P.S. Sie liegen schon wieder falsch. Wir sind sehr an inhaltlicher Kritik und Auseinandersetzung interessiert. Ihr Text war leider sowohl kritikfrei wie auch inhaltsleer. Probieren Sie es gerne wieder! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
          P.S.S. Wenn ich R├Ątsel l├Âsen m├Âchte, spiele ich Sudoku. Ganz bestimmt habe ich Besseres zu tun, als mit Ihnen R├Ąuber-und-Gendarm zu spielen.