Sonntag, 20. August 2017

Gastbeitrag: „Alles in allem leider lasch.“

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Guten Tag

Heddesheim, 25. September 2010. Ist die Diskussion um „Pfenning“ ein Kasperletheater? Sicher nicht. Es ist ein ernstes, wichtiges Thema. Es ist seit fast eineinhalb Jahren das dominierende Thema im Dorf. Wir ver├Âffentlichen einen Gastbeitrag, der mit den Akteuren abrechnet – gut weg kommt keiner von ihnen.

Gastbeitrag: Die Verfasserin dieses Kommentars hat uns gebeten, anonym zu bleiben. Wie so oft werden pers├Ânliche Nachteile bef├╝rchtet. Wir haben deshalb der Bitte entsprochen, weil wir denken, dass der Beitrag an sich, wichtige und interessante Aspekte enth├Ąlt, die in die ├Âffentliche Diskussion geh├Âren. Die Verfasserin ist weder parteipolitisch aktiv, noch gibt es pers├Ânliche Verbindung zur Pro- oder Kontraseite, noch ist sie direkt vom Verkehr betroffen. Sie ist in Heddesheim geboren, lebt schon immer hier und m├Âchte auch hier bleiben. Die Redaktion

„Nach langer Zeit der Verfolgung des Themas Pfenning hier auf dem blog, aus der ein oder anderen Diskussion im privaten Bereich, sehe ich mich an dieser Stelle des R├╝ckblicks von Hardy Prothmann veranlasst, mich zu dem ganzen „Kasperletheater“, als das es von au├čen gesehen wird, doch mal zu ├Ąu├čern.

Wie gesagt, ich verfolge das Geschehen um Pfenning wie wahrscheinlich fast jeder hier in Heddesheim. Tats├Ąchlich bin ich Ur-Heddesheimerin und kann mich dem Thema schon aus reinem Patriotismus gar nicht entziehen. Wer will schon L├Ąrm, Verkehr und Feinstaub, wenn er auf dem Land wohnt? Keiner nat├╝rlich.

Aber wenn ich in mich h├Âre, kann ich mich zu einem „Nein zu Pfenning“ einfach nicht durchringen. Ich habe mich gefragt, warum? Zugegeben, zum Einen kommt bei mir die IG Nein-zu-Pfenning nicht sympathisch an. Aber gut, das w├Ąre ein kleines ├â┼ôbel, k├Ânnte ich voller ├â┼ôberzeugung „Nein“ sagen.

Kluge Dinge vom Fachmann.

Aber mir scheint, die Art des Aufbegehrens nicht stimmig. An der Stelle danke ich Ihnen, lieber Hardy Prothmann, f├╝r die Retrospektive, vor allem f├╝r das Interview mit Professor Hans-Georg Wehling.

Unter all den sehr klugen Dingen, die der Fachmann f├╝r Kommunalpolitik sagt, ist eines m. E. besonders hervorzuheben, weil es in einer Art Umkehrschluss das Argument schlechthin f├╝r ein klares und unmissverst├Ąndliches „NEIN zu Pfenning“, zumindest f├╝r mich, gewesen w├Ąre.

Ich zitiere: „Wer nichts anderes erarbeitet hat, greift auf das zur├╝ck, was er hat.“

Wehling meint damit B├╝rgermeister Kessler, weil der nicht nur nichts anderes erarbeitet hat, sondern auch gar nichts anderes erarbeiten wollte. Keine Alternativen zu haben, macht sich f├╝r einen B├╝rgermeister wahrhaftig nicht gut.

Nichts anderes erwarten.

Aber Herrn Kesslers absolutistischer Regentschaftsstil gepaart mit einer geh├Ârigen Portion Egomanie ist ja hinreichend er├Ârtert und bekannt, und so d├╝rfte es ja kaum verwundern, dass er keine Alternativvorschl├Ąge f├╝r eine sinnvolle Gewerbeansiedlung in der Schublade hat. So weit, so bekannt also.

„Nichts anderes erarbeitet zu haben“ macht sich jedoch mindestens genauso schlecht f├╝r diejenigen, die zu einem Projekt lautstark „Nein“ sagen und dann nicht einmal auf etwas zur├╝ckgreifen k├Ânnen, was sie haben, weil sie eben nichts haben.

Damit meine ich, es gibt von den Gegnern keine alternativen Pl├Ąne und Konzepte zur gewerblichen Nutzung eines Areals, das als Gewerbegebiet ausgewiesen ist, um irgendwann seiner Bestimmung ├╝bergeben zu werden. Mir jedenfalls ist in der gesamten Diskussion nicht der Hauch auch nur des Ansatzes einer Idee zu Ohren gekommen. Man m├Âge mich unbedingt korrigieren, sollte ich das schlicht ├╝bersehen, ├╝berlesen oder ├╝berh├Ârt haben. (Anmerkung der Redaktion: Diese Forderungen wurden immer mal wieder gestellt, haben sich aber in der Debatte nicht etablieren k├Ânnen. Beispiele: Video mit Michael Bowien (SPD) Wir brauchen ein Leitbild und 7 Thesen eines Sozialdemokraten zu Pfenning)

Jaja, sicher, es gibt gute ├Âkologische Argumente gegen Pfenning , aber es gibt offenbar auch gute ├Âkonomische Argumente pro Pfenning. Auch das ist mehr als hinreichend diskutiert. Das alles noch einmal aufzukochen, wurde bereits an anderer Stelle zu Recht, ich nenne es mal salopp „abgewatscht“.

Das w├Ąre auch m├╝├čig. M├╝├čig ist jedoch nicht, mal einen kleinen Moment lang dar├╝ber nachzudenken, wenn sowohl die guten Argumente gegen das Projekt, die es ja durchaus gibt, als auch ein schl├╝ssiges, ├Âkologisch vertretbares, in die l├Ąndliche Umgebung passendes, ├Âkonomisch mindestens so lukratives, wenn nicht mehr Gewerbesteuer und Arbeitspl├Ątze bringendes Konzept vorgelegen h├Ątte. Das w├Ąre ein scharfes Schwert gewesen, um es mal „militant“ auszudr├╝cken, und h├Ątte den „laschen Haufen“ „IG – Nein zu Pfenning“ praktisch unschlagbar gemacht.

Denn Professor Wehling, den ich mir noch einmal erlaube zu zitieren, interpretiert das Ergebnis der B├╝rgerbefragung wie folgt: „Die Mehrheit der Heddesheimer will Entwicklung, die H├Ąlfte der B├╝rgerschaft lehnt allerdings die Ansiedlung der Firma Pfenning ab.“

Keine Alternativen.

Nehmen wir mal bei Seite, dass nat├╝rlich nicht „die Mehrheit der Heddesheimer“ und „die H├Ąlfte der B├╝rgerschaft“ gemeint sein k├Ânnen, sondern die Mehrheit und die H├Ąlfte der an der Befragung teilgenommen habenden B├╝rger (5839 von 9077 Wahlberechtigten), so h├Ątte sp├Ątestens mit der Klarheit dieser Ergebnisinterpretation von Professor Wehling, also ab Oktober 2009, der unorganisierte, planlose Aktionismus des „laschen Haufens“ in der ernsthaften Ausarbeitung eines Alternativkonzepts m├╝nden m├╝ssen.

Denn leider, leider will eine gro├če Mehrheit (74,26 %) derer, die an der B├╝rgerbefragung teilgenommen haben „Entwicklung“. Die konnten und k├Ânnen die Pfenning-Gegner nicht bieten.

Ich bin ├╝berzeugt davon, dass es unter Ihnen einschl├Ągig ausgebildete und versierte Profis gibt, die Alternativen (wenigstens eine!) h├Ątten entwickeln k├Ânnen.

Ich m├Âchte das so gerne glauben. Ich w├Ąre so gerne mein Gef├╝hl los geworden, dass sich die Interessengemeinschaft nicht ebenfalls nur aus Interessengruppen (Bewohner Ahornstra├če mit noch herrlich freiem Blick auf die Bergstra├če, Anwohner an Umgehungsstra├čen, die viel befahrener w├Ąren, Privath├Ąusle-Besitzer im g├╝nstiger zu bebauenden Gewerbegebiet, die aber auch hier idyllische L├Ąndlichkeit nicht missen m├Âchten etc.) formiert hat.

Aber das Gef├╝hl nimmt mir irgendwie keiner.

Denn statt Konzepte, gibt es auf der Basis von aus Stuttgart gewitterter Morgenluft nun neue Flugbl├Ątter mit einer Listung dessen, wogegen man alles sein sollte mit merkw├╝rdigen, vermutlich als Zahlenspiel gesetzten Ausrufezeichen, hinter dessen Logik ich noch nicht gekommen bin.

Merkw├╝rdig lasch.

Das „gegen Versprechen, die nicht eingehalten werden!!!!!!“ hat mit sechs Ausrufezeichen die meisten Exklamationsmarker bekommen, obwohl das Gegenargument momentan sicher am schw├Ąchsten ist.

Ob ein Versprechen eingehalten wird oder nicht kann ja nun mal erst zu Tage treten, wenn eben der Tag der Einl├Âsung kommt.

Dagegen kommen echte gr├╝ne Argumente wie Feinstaub und L├Ąrm anscheinend nicht ganz an (f├╝nf und vier Ausrufezeichen), Verkehr und Logistik h├Ąlt man wohl mit nur einem und zwei Ausrufezeichen f├╝r am wenigsten bemerkenswert. Und das bei einer drohenden Gro├člogistikansiedlung! Merkw├╝rdig!

Vielleicht habe ich die Zeichensetzung auch v├Âllig falsch interpretiert. Im Zweifelsfall hat sich da einmal mehr keiner etwas dabei gedacht.

Und anstatt nun zu einer wahrhaftigen, handfesten Demonstration aufzurufen und diese auch anzumelden, trifft man sich zu einer geselligen Tour de Flur, normalerweise bekannt als landwirtschaftliche, lustige Fahrradtour.

Da hat ein „K├Ąmpft daf├╝r“ wirklich keine Kraft und wirkt – ich muss es so sagen -alles in allem leider lasch.“

Anmerkung der Redaktion:
Gastbeitr├Ąge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Autoren sind f├╝r die Inhalte selbst verantwortlich.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • jawiejetzt?

    Guten Morgen,

    eigentlich ist es zu sp├Ąt oder zu fr├╝h am Tag um mehr oder weniger geistreiche Kommentare zu schreiben.

    Aber wenn ich immer wieder was von merkw├╝rdig lasch lese mu├č ich sagen, das trifft auf diesen Gastkommentar genau so zu.

    Der Vorwurf an wen auch immer, keine Alternative Planung hervorgebracht zu haben soll was bedeuten???

    Es gab und gibt alternative Entw├╝rfe z.B. das was f├╝r dieses St├╝ck Land urspr├╝nglich geplant war. Eine organische Weiterentwicklung der kleinteiligen Entwicklung.

    Noch dazu vergessen Sie in Ihrer Betrachtung da├č die Alternative zu Pfenning schlicht auch „keinen Pfenning“ hei├čten k├Ânnte und es eine vollwertige Alternative ist, den Unfug einfach zu lassen.

    Ihre Haltung ist f├╝r einen Kommentar merkw├╝rdig lasch. Wenn ich die Kriterien anlege, die Herr Prothmann seinem MM Kollegen Herrn Gro├č ins Stammbuch geschrieben hat, haben Sie keinen Kommentar abgegeben. Sie schreiben hier einen fatalistischen Essay und beklagen zu wenig Action.

    Wo ist der Standpunkt den Ihr Kommentar vertritt? Wo ist die Alternative die Sie fordern?

    Die stattgefundene Entwicklung gen├╝gt Ihnen nicht? Da haben Sie recht. Gemessen an einem gew├╝nschten Ergebnis „kein Pfenning“ reicht die Entwicklung nicht aus.
    Andere k├Ânnten theoretisch hoch zufrieden sein – wenn sie nicht so viel verloren h├Ątten auf dem Weg bis hierher. Sie haben ihr Ziel erreicht. Ich habe keine Sektkorken knallen h├Âren bisher. Zumindest nicht in Heddesheim. Vielleicht gibt es hier nur Verlierer?

    Aber es ist keine gute Uhrzeit um philosophisch zu werden…

    So lauwarm wie Ihr Kommentar ( zusammengefa├čt: Ich sehe die Probleme, kann aber irgendwie nicht nein sagen) war die Reaktion der „Heddesheimer“. Bisher haben sich zu wenige ge├Ąu├čert, nun ja, stimmt auch wieder nicht, denn ├╝ber 1000 Einwendungen insgesamt ist f├╝r einen Ort wie diesen sehr viel.

    Von daher k├Ânnte das was Sie als lasch empfinden, ein Spaziergang kein w├╝tender Protestzug, vielleicht mehr Menschen aktivieren auf die Stra├če zu gehen als … alle denkbaren Alternativen. Wenn hier von Stuttgart die Rede ist, das waren am Anfang ein paar Hundert oder sogar weniger.

    Abwarten w├╝rde ich raten. Sie haben recht, die Heddesheimer und -Innen haben sich zu einem zu gro├čen Teil zu willig wie eine Herde Schafe f├╝hren lassen.
    Das mu├č nicht hei├čen, da├č sie das weiter mitmachen werden. Und mit wem Sie auch immer unzufrieden sind – diejenigen die sie benannt haben haben etwas getan. Es ist der Rest der folgen mu├č. Oder besser noch, gef├Ąlligst selber vorangehen.
    Daf├╝r wird die Gelegenheit geschaffen.
    Rum ist das noch lange nicht und die B├╝rger haben es selbst in der Hand. Zu viele haben sich merkw├╝rdig lasch verhalten, weil die da oben es schon richten oder hinrichten werden. Wenn die B├╝rger nicht f├╝r ihre Meinung einstehen wollen, k├Ânnen sie zu Hause bleiben, so wie sie ihren gew├Ąhlten Vertretern freie Hand gelassen haben.

    Mal sehen wieviele etwas zu sagen haben und wieviele mit ihren F├╝├čen abstimmen werden.

    Eine gute Nacht.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke f├╝r Ihren Beitrag.

      Aus Sicht der Redaktion gewichten wir einen Gastbeitrag von B├╝rgerInnen anders als den Kommentar eines „erfahrenen“ Journalisten. Unsere Beurteilung unterscheidet zwischen einem professionellen Berichterstatter und einer privaten Person. Insofern weisen wir den Vergleich zwischen Herrn Gro├č und der Verfasserin zur├╝ck.

      Bemerkenswert ist der Beitrag deshalb, weil hier – zugegeben nicht stringent, sondern eher emotional – die „Gef├╝hlslage“ einer „Ur-Heddesheimerin“ zum Ausdruck kommt, die unsere Beobachtungen durch Gespr├Ąche mit den Menschen best├Ątigt.

      Das Ziel einer „kleinteiligen Entwicklung“ ist, so verstehen wir die Kritik, vielleicht formuliert, aber nie angegangen worden. Somit fehlt aus Sicht der Verfasserin eine „tats├Ąchliche“ und nicht nur theoretische Alternative. Konkret: H├Ątte man sich die Arbeit gemacht und m├Âglichst so viele Firmen „alternativ“ f├╝r eine Ansiedlung zu gewinnen versucht – h├Ątte es eine Handlungsalternative gegeben. Dies ist aber nicht der Fall.

      In Korrespondenz mit dem fast 80-prozentigen Zuspruch der Teilnehmer an der B├╝rgerumfrage, die eine Entwicklung des Gebiets wollen, ergibt sich hier ein Dilemma, das im Beitrag zum Ausdruck kommt: Nehmen wir den Pfenning, haben wir vielleicht Probleme, aber m├Âglicherweise auch Chancen. Nehmen wir den Pfenning nicht, haben wir erstmal nichts.

      Die psychologische Dimension dieser Haltung ist von den Gegnern der Ansiedlung aus Sicht der Redaktion vollst├Ąndig untersch├Ątzt worden. Wir k├Ânnen das gut beurteilen, weil wir nach Alternativen gefragt, aber keine konkreten Antworten erhalten haben.

      Hinzu kommt, dass der 100-Millionen-Euro-Kessler best├Ąndig sein Vorhaben vorangetrieben hat – mit all seinen bekannten Ausf├Ąllen -, w├Ąhrend die IG immer sporadischer auftrat und das im Mannheimer Morgen als „Strategie“ verkauft hat.

      G├Ąbe es eine solche Strategie, w├Ąre es nicht zu einem Einwand durch die IG gekommen, den die Gemeinde dann „heilen“ konnte. Man h├Ątte sich zur├╝ckgehahlten, den Beschluss abgewartet und dann den Fehler gnadenlos ausgenutzt. Zu der Erkenntnis ist man offensichtlich nach diesem Fehler gekommen.

      Das jetztige Verhalten ist taktisch. Man wartet auf die rechtskr├Ąftige Satzung und will offensichtlich dann juristisch angreifen. Das ist auch legitim.

      Was die Verfasserin des Gastbeitrags vermisst – und das hat uns interessiert – ist, dass man sich in der IG wirklich wohl f├╝hlt. Das ist f├╝r die Verfasserin offensichtlich nicht der Fall. Sie f├╝hlt sich auch nicht wohl mit dem amtierenden B├╝rgermeister. Aber das eine Unwohlsein gleicht das andere nicht aus.

      So bleibt ein gro├čes Unwohlsein und die Frage, wof├╝r man sich eigentlich einsetzen soll?

      Die IG mag es geschafft haben, die ablehnende Haltung vieler B├╝rgerInnen zu identifizieren und zu formulieren. Als Alternative scheint sie aber nicht zu taugen.

      Wir lassen uns ├╝berraschen, wie viele B├╝rgerinnen an den angek├╝ndigten Aktionen teilnehmen werden. Wenn es wenige sein sollten, wird das negativ zur├╝ckschlagen und die Bef├╝rworter der Ansiedlung werden sich die H├Ąnde reiben. Wenn es viele sein sollten, ist wieder „Musik drin“ – dann sollte die IG sich aber nicht der Sympathie sicher sein, sondern genau ├╝berlegen, wie sie sich k├╝nftig aufstellen will.

      Es geht um Glaubw├╝rdigkeit. Nicht mehr und nicht weniger.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das heddesheimblog

    • Die Verfasserin des Gastbeitrags

      Hallo jawiejetzt,
      vielen, vielen Dank f├╝r das W├Ârtchen ├óÔéČ┼ôlauwarm├óÔéČ┬Ł. Das greife ich, wenn Sie erlauben, hier noch einmal auf, denn ├óÔéČ┼ôlauwarm├óÔéČ┬Ł trifft es genau, wenn auf der einen Seite eiskalt durchgezogen und auf der anderen Seite hei├č gekocht und hitzig agiert wird: Kalt und hei├č gemischt wird wie? Genau: Lauwarm!
      Dann ist es ja durch den Beitrag durchgekommen, dieses lasch-lauwarme Gef├╝hl, das mich in der Angelegenheit so umtreibt. So wie der Beitrag daherkommt, so ist mir zumute.Und wie sie ja selbst im weiteren Verlauf Ihres Kommentars aufnehmen, ├óÔéČ┼ôso lauwarm ist die Reaktion der Heddesheimer B├╝rger├óÔéČ┬Ł.Wie auch anders? Auf lauwarme Aktion folgt lauwarme Reaktion.

      Nicht nur mir, wie ich aus meinem Umfeld wei├č und hier auch dem ausf├╝hrlichen Kommentar der Redaktion entnehme. Apropos Redaktion, ich bin froh, dass mein Beitrag doch verst├Ąndlicher ist, als Ihr Kommentar zun├Ąchst vermuten lie├č, denn meine Ans├Ątze sind dort auf den Punkt erl├Ąutert. Dem ist eigentlich nichts weiter hinzu zu f├╝gen.

      Ich kann dennoch nicht umhin, den ein oder anderen von Ihnen angesprochenen Punkt noch einmal kurz aufzunehmen und selbst zu kommentieren:

      1. Es reicht einfach nicht, schlagwortartig von einer ├óÔéČ┼ôorganischen kleinteiligen Weiterentwicklung├óÔéČ┬Ł zu sprechen. Das ist kein Konzept, nicht einmal ein Plan, wenn man nicht wenigstens ein paar interessierte Kleinteile vorweisen kann. Das w├Ąre der Ansatz einer Alternative, die ich fordere.

      2. Meinen Sie mit ├óÔéČ┼ôden ganzen Unfug zu lassen├óÔéČ┬Ł, ├╝berhaupt kein Gewerbe dort im erk├Ąrten Gewerbegebiet anzusiedeln? Dann ist das nat├╝rlich niemals eine Alternative in Anbetracht der Tatsache, dass fast 80% der an der B├╝rgerbefragung Beteiligten sich Entwicklung w├╝nschen. Nicht ich habe also eine Alternative ├óÔéČ┼ôvergessen├óÔéČ┬Ł, sondern Sie haben ├óÔéČÔÇť obwohl im Beitrag ganz klar aufgenommen ├óÔéČÔÇť vergessen zu beachten, was die B├╝rger wollen.

      3. Ich beklage nicht zu wenig Action, sondern eher zu viel Aktionismus: ├óÔéČ┼ôdiejenigen, die Sie benannt haben, haben etwas getan├óÔéČ┬Ł sagen Sie. Zu der Thematik ├óÔéČ┼ôHauptsache, irgendjemand tut irgendetwas├óÔéČ┬Ł empfehle ich Ihnen die Lekt├╝re des klugen Artikels von Hardy Prothmann zum Thema ├óÔéČ┼ôBenefizveranstaltung Carl-Benz-Gymnasium├óÔéČ┬Ł auf dem ladenburgblog. Das tr├Ągt sehr viel zum besseren Verst├Ąndnis des Unterschieds zwischen verzweifeltem Aktionismus und wohl ├╝berlegter Aktion bei.

      Und fatalistisch? Na ja, h├Ątte ich die Hoffnung aufgegeben, dass da vielleicht nicht doch noch etwas Konkreteres, irgendwie Handfestes f├╝r ein klares, wahrhaftiges, glaubw├╝rdiges ├óÔéČ┼ôNein├óÔéČ┬Ł kommen k├Ânnte, h├Ątte ich sicher keinen Beitrag abgegeben.

      Nach wie vor befinde ich mich im Dilemma.

      Sch├Ânen Abend noch.

      • jawiejetzt?

        Guten Abend,

        da sind wir schon wieder, haben nichts besseren zu tun, als am Samstagabend Kommentare zu schreiben.

        Lassen Sie mich eine Anrede von einem anderen Mitschreiber hier ausleihen…

        Madame,

        gestatten Sie mir auf einige Unstimmigkeiten in Ihrer Argumentation aufmerksam zu machen.

        Kalt und hei├č gemischt wird wie? Genau: Lauwarm!
        Wem oder was machen Sie denn hier einen Vorwurf???
        Sie sagen doch aus, da├č entweder die einen noch k├Ąlter, die anderen noch hei├čer h├Ątten agieren m├╝ssen um den Temperaturmesser auf die eine oder andere Seite ausschlagen zu lassen.
        Wenn dem so ist, so m├╝├čte Ihr Herz und Ihr Verstand den Gegnern geh├Âren. Die eiskalten T├Ąter haben – so sehe ich das – nichts getan. Ich habe das schon mehrfach hier geschrieben oder auch gelesen. Die, welche in Ihren Augen eiskalt gehandelt haben, haben Behauptungen aufgestellt und nichts daf├╝r getan sie zu untermauern. Die eiskalten T├Ąter hatten dabei durch ihre Positionen – damit meine ich nicht die Argumente, die sie nicht haben – alle Vorteile f├╝r sich und haben sie eiskalt genutzt. Das ist Ihre Aussage.
        Dagegen ├╝berhaupt ein Feuer zu entfachen und bis heute aufrecht zu halten ist die gr├Â├čere Leistung.
        Wieso Sie dieses lasch-lauwarme Gef├╝hl, das Sie in der Angelegenheit so umtreibt haben, kann ich aus dem was Sie anf├╝hren nicht nachvollziehen.
        Mein Kommentar ├óÔéČ┼ôso lauwarm ist die Reaktion der Heddesheimer B├╝rger├óÔéČ┬Ł bezog sich nicht auf das Gesetz von Aktion und Reaktion. Sie sprechen die B├╝rgerbefragung und deren Ergebnisse an. Die 49.65% die sich allen eiskalten Manipulationsversuchen zum Trotz gegen die Ansiedelung ausgesprochen haben, waren f├╝r Heddesheim eine hei├če Aktion und Reaktion zugleich. Ich kritisiere, da├č unsere lieben Mitb├╝rger es damit haben bewenden lassen. Da war nichts lauwarm. Das war eine Ohrfeige, die hei├č auf der Wange gebrannt hat. Sie haben Recht, es h├Ątte weitere setzen sollen.
        Dem ist eigentlich nur noch eines weiter hinzu zu f├╝gen: Die Heddesheimer h├Ątten da nicht aufh├Âren sollen und sollten, wie schon ├Âfters gefordert auf die Stra├če gehen. Oder sich sonst irgendwie deutlicher bemerkbar machen.
        Kreiden Sie das den Heddesheimern an und nicht denen, die etwas getan haben.
        Ihre Kommentare m├Âchte ich wie folgt kommentieren: 1. Es reicht einfach nicht, schlagwortartig von einer ├óÔéČ┼ôorganischen kleinteiligen Weiterentwicklung├óÔéČ┬Ł zu sprechen.
        Das war das Konzept, und so stand es bis M├Ąrz 2009 im Fl├Ąchennutzungsplan. Da├č es keine „interessierte Kleinteile“ gibt, liegt daran, da├č man seitdem lieber auf einen Brocken setzen wollte. Mit dem „Sondergebiet Logistik“ haben ihre eiskalten T├Ąter Fakten geschaffen, die eine kleinteilige Entwicklung nicht mehr zulassen. Es h├Ątte durchaus Interessierte gegeben, den Ansatz einer Alternative, die Sie fordern, umzusetzen. Aber das hat man eiskalt verschwiegen. Sie werden verstehen, da├č das nicht gut gepa├čt hat.
        2. ├óÔéČ┼ôDen ganzen Unfug zu lassen├óÔéČ┬Ł, hei├čt nicht ├╝berhaupt kein Gewerbe dort im erkl├Ąrten Gewerbegebiet anzusiedeln. Der Unfug ist, eine Spedition in eine der verkehrsreichsten Gemeinden der Gegend zu holen und nicht einen einzigen Nutzen nachweisen zu k├Ânnen. In Anbetracht der Tatsache, dass fast 80% der an der B├╝rgerbefragung Beteiligten sich Entwicklung w├╝nschen, ist allerdings nicht klar geworden, welche. Beachten, was die B├╝rger wollen? Sie messen den Manipulationsfragen 1 und 2 zu viel Bedeutung bei. Den B├╝rgern wurde in die Feder diktiert, was sie zu wollen haben. Stellen Sie die Frage 3 an die erste Stelle und sehen Sie was passiert. Und obwohl die entscheidende Frage nur auf Rang 3 stand ist etwas passiert.
        3. Aktionismus? Ich wei├č nicht ob Ihnen Ihre Parteilichkeit aufgefallen ist. Der Unterschied zwischen verzweifeltem Aktionismus und wohl ├╝berlegter Aktion ist mir durchaus klar. Nur Sie scheinen alles was in Sachen Gegnerschaft unternommen wurde, in die erste Schublade zu stecken. Ihr Privileg. Aber dann bitte nicht den Aktionismus der eiskalten Durchzieher vergessen. Der ist mit wachen Augen betrachtet sogar ziemlich offensichtlich. Er beginnt mit falschen Versprechungen, miserablen Gutachten und findet seine Kr├Ânung in einer Verweigerung der Vernunft und einem leugnen der Fakten. Immer wieder.
        Und fatalistisch? Ja was sonst? Die Forderung nach doch noch etwas Konkreteres, irgendwie Handfestes f├╝r ein klares, wahrhaftiges, glaubw├╝rdiges ├óÔéČ┼ôNein├óÔéČ┬Ł ist mit Verlaub, vermessen. Das „Nein“ mu├č nicht begr├╝ndet werden. Es erkl├Ąrt sich selbst. Und es gen├╝gt, Pfenning einfach nicht zu wollen. Aber selbst wenn Sie das nicht so sehen, sollten Sie vielleicht einmal damit beginnen den blog hier zu lesen, ganz von Anfang an.
        Besonders w├╝rde ich den Beitrag http://heddesheimblog.de/2010/03/22/falsche-zahlen-falsche-gutachten-falsche-fronten-falsche-versprechen-und-eine-falsche-abstimmung/ empfehlen, aber da gibt es noch mehr.
        Wenn Sie das bew├Ąltigt haben, gibt es keinen Grund mehr sich nach wie vor im Dilemma zu befinden. So oder so.
        Sch├Ânen Abend noch.

  • Heddesheimer

    „Ich w├Ąre so gerne mein Gef├╝hl los geworden, dass sich die Interessengemeinschaft nicht ebenfalls nur aus Interessengruppen (Bewohner Ahornstra├če mit noch herrlich freiem Blick auf die Bergstra├če, Anwohner an Umgehungsstra├čen, die viel befahrener w├Ąren, Privath├Ąusle-Besitzer im g├╝nstiger zu bebauenden Gewerbegebiet, die aber auch hier idyllische L├Ąndlichkeit nicht missen m├Âchten etc.) formiert hat.“

    Hallo, ich m├Âchte hier auf die Auswertung der B├╝rgerbefragung durch das Heddesheimblog hinweisen, ich versuche es heute im laufe des Tages zu finden.
    Bei der Auswertung war ersichtlich dass die Gegner nicht ├╝berwiegend Anlieger der Ahornstra├če oder des Bergstra├čenblicks sind, sondern haupts├Ąchlich Richtung Ladenburg wohnen.

    Sch├Ânen Samstag

  • Rolf Breitwieser

    Kein Mut hinterm Ofen vorzukommen?
    Ich nehme Nachteile in Kauf.

    Rolf Breitwieser

  • neckarundrhein

    Madame.

    was w├╝rden Sie sagen, wenn Ihr einst teuer, sehr teuer bezahltes Haus und Grundst├╝ck nun von LKW-L├Ąrm bel├Ąstigt wird? Trotz der sch├Ânen Aussicht? Da├č der Wert Ihres Eigentums einfach so kaputtgemacht wird? Da Sie ja Urheddesheimerin sind, waren Sie einst sicher damit einverstanden, da├č Fritz Kessler viele Menschen in sein Dorf lockte. Und haben Sie nicht als Urheddesheimerin von der positiven Entwicklung ziemlich profitiert? Es ├Ąrgert mich, da├č Leute wie Sie sich erheben und meinen sagen zu m├╝ssen, da├č wir unsere „sch├Âne Aussicht“ verdorben sehen durch die Pfenningansiedlung und deswegen gegen ihn sind? Es scheint mir ziemlich deutlich, da├č Sie schon wieder f├╝r sich entscheiden und von den heutigen Kessler-M├Âglichkeiten profitieren wollen.

    Oder w├╝rden Sie Ihr Kind morgens mit dem Fahrrad von der Siedlung kommend durch den Ort zur
    Schule fahren lassen? Machen Sie sich mal die M├╝he, morgens den Verkehr durch den Ort und die Ringstra├če zu beobachten, dann werden Sie sicher etwas erstaunt sein.

    Bleiben Sie im Dorf oder auf dem Teppich!!!!!

  • Voll abgenervt

    Hallo,

    w├Ąhrend hier ├╝ber Verkehr diskutiert wird, haben wir den gerade vor der Haust├╝r auf der Viernheimer Stra├če Richtung Stra├čenheim und Richtung Ringstra├če.
    Seit Stunden donnern hier klappernde Traktoren mit Ladung im Zehnminutentakt durch. Was ist da los?

    Genervte Gr├╝├če

    • jawiejetzt?

      Hallo,

      Traktoren? Um die Jahreszeit k├Ânnte das die Zuckerr├╝benernte sein. Die R├╝ben werden zu zentrtalen Sammelpl├Ątzen gefahren und dann zur S├╝dzucker nach Bad Wimpfen gebracht.

      Heute Morgen allerdings sind etliche Traktoren auch mit geschrotetem Mais auf dem Brunnenweg unterwegs gewesen. Silage entweder f├╝r die Viehhaltung oder f├╝r die Biogasanlage die da drau├čen entstehen soll und die angeblich noch gar keine Baufreigabe hat aber die k├╝nftigen Betreiber haben wohl schon mal mit dem Bau begonnen oder lagern schon Biomasse ein.

      Das nutzt zwar heute nichts mehr aber der Vorsitzende des Bauernverbandes ist Herr Ruppert Bach.
      Ebenfalls im Vorstand Herr Rainer Hege.

      Die k├Ânnen Ihnen sagen was los ist und wie lange es noch dauert.

      Ich hoffe f├╝r Ihre Nachtruhe, da├č damit hoffentlich bald Schlu├č ist.

      Guten Abend dennoch.

      • Voll abgenervt

        Hallo,

        das sieht eher nach Mais aus. Ist dunkel, aber das sind definitiv keine Zuckerr├╝ben.

        Zur Abwechslung kamen jetzt mal zwei Lkw vorbei.

        Mal gespannt, wann der L├Ąrm aufh├Ârt.

        Genervte Gr├╝├če

    • Heddesheimer

      Ich kann das best├Ątigen, ich bin seit ca 17.00 zu Hause und seitdem fahren in 10-15 Minuten takt die Tracktoren in beiden Richtungen zum Brunnenweg mit sehr gro├čen Anh├Ąngern, diese Gespanne l├Ąrmen sehr und an schlaf war nicht zu denken bis jetzt.
      Habe keine ahnung woher die kommen, ich hoffte die ganze Zeit sie nehmen zur sp├Ąten stunde den Wirtschaftsweg am Vogelpark.

      Ich habe absolut nichts gegen Landwirtschaft, sie ist mir sogar Lieber als Logistik aber das heute war schon massiv!

      Jetzt ist ruhe allen noch eine angenehme Nacht.

      • Heddesheimer

        Anscheinend zu fr├╝h gefreut.:-(
        Sie fahren jetzt aber langsamer oder sind leiser und die Tacktung ist gr├Â├čer.

        Sind f├╝r mich jetzt schon 8 Stunden.

    • Tagesbetrachter

      Das ist der Betrieb f├╝r die Biogasanlage. D├╝rfte sich so h├Ąufiger darstellen,ist aber nur ein Vorgeschmack f├╝r den LKW-Verkehr der uns erwartet, sollte die Autobahn dicht sein. Heute bereits Tagesgesch├Ąft. Also Leute stellt euch schon mal darauf ein. Gemischter Betrieb schwerer Laster und schwerer Traktoren. Alles im Rahmen, alles im Plan, zur Freude unseres Michels.

      Gestern bis in die sp├Ąten Abendstunden, heute am Sonntag bereits in den fr├╝hen Morgenstunden. Ob Sonntags eingefahren werden muss, ist eine berechtigte Frage. R├╝cksicht=Fehlsicht.

      Gibt es wirklich noch keine Baugenehmigung, f├╝r diese durch den Verkehr bedrohlich laute Anlage. Zu dem Verkehrsauf-kommen hat niemand die B├╝rger informiert. Das w├Ąre doch ein
      tolles Bet├Ątigungsfeld f├╝r die Ur-Heddesheimerin, aber bitte nicht zu lasch angehen.

      • Heddesheimer

        Es war dan doch gestern Schluss mit den Traktoren und es waren dan LKWs.
        Die Traktoren rollen heute auch. Ist f├╝r die Biogasanlage der Brunnenweg aus Steuermitteln ausgebaut worden und nicht f├╝r die Zuckerr├╝ben?

        Anmerkung der Redaktion:
        Der Kommentator bezieht sich auf folgenden Sachverhalt
        http://heddesheimblog.de/2009/10/10/landwirtschaftsweg-wird-mit-fordermitteln-saniert/

        • Argus

          Ein Schelm der dabei b├Âses denkt !

        • G├╝nther Heinisch

          Guten Tag,

          wieso der Lettenb├Ącheweg saniert und ausgebaut wurde wird hier begr├╝ndet.

          http://www.landentwicklung-mlr.baden-wuerttemberg.de/afl/afl_projekte/afl_projektdateien/3523_anord.htm

          Die Pl├Ąne und weitere Details finden sich hier.

          http://www.landentwicklung-mlr.baden-wuerttemberg.de/afl/afl_projekte/3523.htm

          Richtig ist, da├č der Ausbau der Landwirtschaft insgesamt zu gute kommt, aber auch anderen Verkehrsteilnehmern die in die Aussiedlerh├Âfe Am Brunnenweg, in den Vogelpark oder zu ihren untergestellten Pferden mit entsprechend breiten Anh├Ąngern unterwegs sind.

          Ein Gemeinderatskollege der CDU hat im Gemeinderat darauf hingewiesen, da├č moderne Traktoren und und Maschinen eine Wegbreite von mindestens 4,0 Metern w├╝nschenswert erscheinen lie├čen.

          Und bevor Sie fragen, seine Familie steht im Zusammenhang mit der Biogas Anlage.

          Das sind die Fakten.

          Einen sch├Ânen Sonntag.

      • Heddesheimer

        Das sind einfach Fragen die auftauchen und resultieren daraus da die Begr├╝ndung die Zucker├╝ben waren die einen Ausbau m├Âglich machen. Ich verstehe nicht weshalb wir in Heddesheim Gelder investieren um Verkehr zu erzeugen aber man sich gegen Zebrastreifen wehrt, es ist eine Minderheit die einen nutzen davon hat und steht nicht im Verh├Ąltnis.

        Wechselnde Ruten zum einfahren w├Ąren ein Anfang und die Last w├Ąre verteilt im Ort, dauert sicher l├Ąnger aber R├╝cksicht nehmen sollten wir alle gegen├╝ber.

        Herr Heinisch danke f├╝r diese Links, sie sind aber schon hartes Brot als einfacher B├╝rger, werde versuchen zu verstehen.

        F├╝r mich gilt bei der n├Ąchsten Gelegenheit sie zu nutzen und weg aus Heddesheim!

  • G├╝nther Heinisch

    Guten Tag,

    da├č es manchen Einwohnern hier in Heddesheim nicht wohl ist in der Situation erscheint mit verst├Ąndlich.
    Zwar ist das formale Verfahren im Gemeinderat fast beendet, aber zufrieden kann niemand so richtig sein.
    Planungen wie Pfenning sind in der Vergangenheit im Gemeinderat oft mit gro├čer Einigkeit verabschiedet worden. Bei 12:9 kann davon keine Rede sein.

    Diese Spaltung ist nicht ├╝berwunden und sie besteht nicht nur im Gemeinderat in dieser Sache.
    Die Argumente waren in der Angelegenheit klar auf der Seite der Gegner, nicht nur zahlenm├Ą├čig auch inhaltlich. Die Bef├╝rworterseite hat keine Argumente geliefert, die als solche gelten k├Ânnen. Eine Diskussion kam nicht zustande.
    Die Auseinandersetzung in der Sache haben die Bef├╝rworter in Verwaltung und Gemeinderat klar verloren, die Abstimmungen haben sie mit 12:9 gewonnen.
    Sie erw├Ąhnten die B├╝rgerbefragung. Nicht einmal aus dieser konnten die Bef├╝rworter eine klare Legitimation sch├Âpfen. Gewerbe eindeutig ja, Pfenning aber nicht mit ├╝berw├Ąltigender Mehrheit sondern nur mit laschen 40 absoluten Stimmen.
    Ich gebe Ihnen recht, da├č damit niemand in Heddesheim zufrieden und gl├╝cklich sein kann.
    Da├č sie sich irgendwie einsam und verlassen f├╝hlen (meine Interpretation) kann ich verstehen. Es fehlt an F├╝hrung und keiner scheint so recht zu wissen wohin es jetzt gehen soll. Nicht einmal die CDU behauptet noch, da├č sie als gew├Ąhlte Vertreter die Entscheidungen f├╝r das Wahlvolk trifft.
    Die letzten 2/3 Ihres Beitrages mu├č ich zugeben verstehe ich nicht so recht.

    Wem werfen Sie was vor? Den Gegnern, da├č sie keinen ausgekl├╝gelten Gegenentwurf vorgelegt haben?
    Machen Sie das mal als Laie ohne das Aufgebot von Gutachtern, einer kompletten Gemeindeverwaltung und auch noch einen nicht eben billigen Rechtsanwalt.

    Ihre Unzufriedenheit und Frustration in allen Ehren. Ich denke jedoch Ihre Unzufriedenheit kommt zum Teil auch von falschen Vorstellungen und ├╝bergro├čen Erwartungen.

    Dieser Teil Ihres Beitrages ist nebul├Âs oder um Ihren Begriff zu gebrauchen, merkw├╝rdig lasch.
    Schon im Februar 2009 hie├č es „Was soll das alles noch, das ist doch schon l├Ąngst entschieden“. Wenn Sie zu dieser Fraktion geh├Âren, gibt es keinen Grund zur Aufregung. Ihre Erwartung wurde zu 100% erf├╝llt. Wenn Sie der Meinung sind, es ist nicht genug passiert, mu├č ich fragen, was Sie denn noch erwartet haben.

    Es ist nicht so, da├č alles irgendwie in der Luft h├Ąngt, wie man Ihren Beitrag verstehen k├Ânnte.

    Ich habe ich einen ganz anderen Eindruck. Wen wunderts.

    Es ist viel passiert, es passiert viel und es wird noch viel passieren.
    Es gibt keinen Grund, zu resignieren. Fast w├╝rde ich sagen, machen Sie mit, tun Sie etwas und Ihre Wahrnehmung und Ihre Einstellung werden sich ├Ąndern.
    Noch ein Tip: Treffen Sie selbst eine Entscheidung. Entscheiden Sie sich daf├╝r, f├╝r Pfenning zu sein und lehnen Sie sich zur├╝ck.
    Entscheiden Sie sich daf├╝r gegen Pfenning zu sein und mache Sie bei den Aktionen die noch folgen werden mit.

    Egal wie Sie sich entscheiden, Sie werden sich wahrscheinlich besser f├╝hlen. Alles ist besser als keinen rechten Standpunkt zu haben.

    Einen sch├Ânen Sonntag.

    • Verfasserin/Madame

      Guten Tag Herr Heinisch,

      tut mir Leid, dass ich so sp├Ąt noch einmal kommentiere. Der Beitrag ist jetzt eigentlich durch, ich wei├č. Aber ich bin ziemlich besch├Ąftigt usw. und kann oft nicht unmittelbar reagieren. Aber es ist mir ein Bed├╝rfnis noch einmal nachzuhaken, um Ihren Kommentar wiederum nicht so stehen zu lassen.

      H├Âren Sie! Es ist ja nett, dass Sie mir noch einmal vorrechnen wie knapp Befragungen und Abstimmungen ausgegangen sind, dass es nahezu eine 50 zu 50 ├óÔéČÔÇť Spaltung gibt usw., was inzwischen ja ├╝berholt scheint, betrachtet man die ├óÔéČ┼żbratwurstig├óÔéČ┼ô umjubelte Teilnehmerzahl von 90 am Flurspaziergang (Wir erinnern uns: 2870 B├╝rger haben sich bei der Befragung ausdr├╝cklich gegen Pfenning ausgesprochen). Als ob ein bisschen klammes Wetter echte ├ťberzeugung ausbremsen k├Ânnte!

      Aber wie auch immer: Es ├Ąndert jetzt alles erst einmal nichts an der Tatsache, dass wir ein brachliegendes Gewerbegel├Ąnde haben, das seiner Bestimmung nach ja wohl irgendwann mal auch bebaut und genutzt werden sollte, oder liege ich da irgendwie falsch? So etwas soll zur Entwicklung einer Gemeinde beitragen, richtig? Entwicklung ist das, was fast 80% der B├╝rgerbefragten gerne m├Âchten. Und da, werter Herr Heinisch, da geh├Âre ich ganz sicher dazu. Das ist der Standpunkt, den ich vertrete, und den Sie also keineswegs vermissen m├╝ssen.

      Bleibt also letztlich noch das ├óÔéČ┼żWie├óÔéČ┼ô zu kl├Ąren. Das gestaltet sich offenbar als ├Ąu├čerst schwierig. Ich meine, dass das Gel├Ąnde schon sehr, sehr lange als Gewerbefl├Ąche festgezurrt wurde, bevorzugt organisch kleinteilig zu bebauen, wie Dank eines Kommentators hier im Forum nun auch mir bekannt ist.

      Und jetzt wird es wirklich nebul├Âs: Der selbe Kommentator behauptet, es g├Ąbe ein Konzept und Interessenten, die dem urspr├╝nglich angedachten Anspruch gen├╝gten, das w├╝rde jedoch ├óÔéČ┼żverschwiegen├óÔéČ┼ô! Ja wie jetzt, frage ich an dieser Stelle mal? Und verschwiegen? Von wem gegen├╝ber wem? Und warum wei├č das dann der Kommentator?

      Und wenn er es wei├č, wieso nimmt man das Konzept nicht als das, was ich mit ├óÔéČ┼żscharfem Schwert├óÔéČ┼ô meinte? An der Stelle hinkt ├╝brigens auch der Vergleich mit Stuttgart 21 erheblich. Hier gibt es unz├Ąhlige Alternativkonzepte, mindestens eines davon wird als ernst zu nehmend ins Feld gef├╝hrt. Sicherlich ist dies mit ein Grund f├╝r die Massivit├Ąt des B├╝rgeraufbegehrens. Es gibt einen weiteren Plan.

      Verstehen Sie jetzt, was ich damit meine, wenn ich sage, au├čer einem ├óÔéČ┼żNein├óÔéČ┼ô haben die Pfenning-Gegner offenbar nicht allzu viel in der Hand, um mobil zu machen? Und der Umweltaspekt ist der einzige, der m.E. aus hehren Motiven, n├Ąmlich zum Schutz des Gemeinwohls, glaubw├╝rdig geltend gemacht werden kann. Ich aber behaupte, dass die Urgr├╝nder der IG Nein-Zu-Pfenning nicht in erster Linie das Gemeinwohl im Auge hatten, sondern ganz eigene, einzelne Interessen verfolgt hat. Was jeden B├╝rgers gutes Recht ist, zweifelsohne. Aber unter dem Verdacht beginnt eben die Glaubw├╝rdigkeit zu kr├Ąnkeln und der Anschluss an eine solche B├╝rgerinitiative f├Ąllt schwer. Offensichtlich nicht nur mir.

      Nachtrag: K├╝nftig w├╝rde ich mich ├╝brigens gerne unter dem Pseudonym ├óÔéČ┼żMadame├óÔéČ┼ô auf diesem blog an der ein oder anderen Stelle ├Ąu├čern. Ich finde das passt ganz wunderbar! An dieser Stelle herzlichen Dank f├╝r die doppelte Anregung aus den Reihen der Kommentatoren. Ich wei├č, meine Herren, es war s├╝ffisant von oben herab gemeint. Ich nehme mir die Arroganz, mich noch ein St├╝fchen dar├╝ber zu stellen.
      (Das hat jetzt nix mit Ihnen zu tun, Herr Heinisch)

      Madame