Montag, 21. August 2017

Argumente zum Wochenmarkt – machen Sie mit

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Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. Die Mehrheit des Gemeinderats lehnte eine Befragung der B√ľrger und eine schriftliche Liste mit Pro- und Kontra-Argumenten zu einem Wochenmarkt auf dem Dorfplatz ab. Trotzdem wurden schon in der Sitzung entsprechende Argumente vorgebracht. Wir dokumentieren die wichtigsten nach dem Verlauf der Sitzung. Haben Sie weitere Ideen, W√ľnsche, Argumente? Machen Sie mit!

Dokumentation der Argumente:

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Familien holen sich Appetit und kaufen dann beim Discounter
  • Umsatzrisiko f√ľr Heddesheimer Firmen
  • Bestand der Firmen bedroht
  • 2 Obst- und Gem√ľseh√§ndler haben bereits aufgegeben
  • Heddesheimer H√§ndler, die selbst anbieten, haben doppelte Kosten (Personal+Stand)
  • Umsatz wird nicht steigen
  • „Themenmarkt“, vier Mal im Jahr, beispielsweise Spargelmarkt, Weihnachtsmarkt, Ostermarkt

Ulrich Kettner (Gr√ľne):

  • Leute gehen nicht zum Discounter, wenn die Ware √ľberzeugt
  • Nachteile f√ľr lokale H√§ndler m√∂glich. L√∂sung: Sollen sich beteiligen

Martin Kemmet (CDU):

  • Sachverhalt gr√ľndlich er√∂rtern
  • H√§ndler mit ins Boot nehmen
  • Bei aller Liebe zur „Atmosph√§re“ muss man die zus√§tzliche Konkurrenz sehen

Andreas Schuster (Gr√ľne):

  • Impuls f√ľr die Ortsmitte
  • Aufwertung der Ortsmitte
  • Investition in den Wert des Gemeindelebens

Karin Hoffmeister-Bugla (SPD):

  • B√ľrger gehen sowieso woanders auf den Markt

G√ľnther Heinisch (Gr√ľne):

  • Meinungsbild ist wichtig

B√ľrgermeister Kessler:

  • Bund der Selbstst√§ndigen unterst√ľtzt den Markt

Frank Hasselbring (FDP):

  • Jede Menge Heddesheimer gehen in Ladenburg einkaufen

J√ľrgen Merx (Gr√ľne):

  • Es geht um Vielfalt
  • Wichtiger Impuls

Reiner Edinger (Gr√ľne):

  • Keine Konkurrenz zu Edeka schaffen – wichtig f√ľr √§ltere Menschen
  • Welche Waren sollen angeboten werden?
  • Keine Gro√ümarkteink√§ufer
  • Erinnert an „Standort“-Politik: Pflug abgerissen, um Caf√© zu etablieren – nicht gelungen

Andreas Schuster (Gr√ľne):

  • Edeka sicherlich nicht durch einen Wochenmarkt bedroht
  • Eigenes „Heddesheimer Gepr√§ge“ – Waren anbieten, die es woanders nicht gibt.

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Blumenh√§ndler und B√§cker bedroht

Andreas Schuster (Gr√ľne):

  • Zumindest ein Blumenh√§ndler am Rand der Ortsmitte positioniert sich anders, keine Gefahr

Volker Schaaf (CDU):

  • Fr√ľhere Anl√§ufe gescheitert
  • Themenmarkt vorstellbar

Hardy Prothmann (partei- und fraktionsfrei):

  • Belebung des Gesch√§fts auch f√ľr andere H√§ndler und Gesch√§fte
  • Flankierende Ma√ünahmen wie Parkordnung anpassen auf eine halbe Stunde
  • Markt darf die Gemeinde nichts kosten
  • Pro- und Kontraliste mit B√ľrgerbeteiligung erstellen

B√ľrgermeister Kessler:

  • Marktordnung kann das Angebot regeln
  • B√ľrgerbeteiligung verz√∂gert das Angebot

Kurt Klemm (Gr√ľne):

  • Die Gemeinde vergibt sich nichts mit dem Versuch.

Reiner Edinger (Gr√ľne):

  • Markt steht und f√§llt mit der Akzeptanz durch die Kunden – Meinungsbild wichtig

Frank Hasselbring:

  • R√§t dringend von B√ľrgerbefragung ab

Welche Argumente haben Sie? Bringen Sie sich mit ein und schreiben Sie einen Kommentar zum Thema. Wir sammeln W√ľnsche und Ideen sowie Pro- und Kontra-Argumente.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsloser Gemeinderat und verantwortlich f√ľr das heddesheimblog.

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • Argus

    Durch den Wochenmarkt wird der Monopolist Edeka nicht geschwächt!

    Die Gesch√§fte der Gem√ľseh√§ndler haben sich vermutlich nicht „gerechnet“,weil sie ja st√§ndig pr√§sent waren und Waren zu Supermarktpreisen nicht anbieten konnten.

    Auf dem Wochenmarkt könnte das anders aussehen.
    Wenn dort das Preis-/Leistungsverh√§ltnis stimmt,nehmen Kunden das Angebot auch an,davon bin ich √ľberzeugt.
    Ich gehe davon aus,dass nur Lebensmittel angeboten werden sollen.

    Selbstvermarkter sollten mit ihren Preisen „auf dem Teppich“ bleiben.
    Die Großhandelsspanne entsteht ja nicht.

    Eine B√ľrgerbefragung ist m.E. nicht erforderlich.

    Der Bedarf wird sich zeigen,wenn ein oder zwei Wochenmärkte stattgefunden haben.

    Von Themenmärkten halte ich persönlich nichts.

  • kher

    Ich f√§nde einen Wochenmarkt wirklich toll, wobei die meisten Wochenm√§rkte leider schon l√§ngst abgebaut haben bis man als Arbeitnehmer Feierabend hat. Den Markt samstags abzuhalten w√§re vielleicht keine schlechte Idee, l√§ngere „√Ėffnungszeiten“ sind wohl unrealistisch.

    Ein erfolgreicher Markt k√∂nnte sich durch ein regionales und vor allem √∂kologisches Angebot deutlich von dem der Superm√§rkte abgrenzen, ich denke hier vor allem an Biofleisch und -gem√ľse regionaler Anbieter, dieses Angebot ist ja quasi in Heddesheim (und den meisten umliegenden Superm√§rkten) leider nicht vorhanden.

    Stellt sich nur noch die Frage der Parkplatzsituation ūüôā

    Über einen Themenmarkt nachzudenken wäre schön, hat allerdings mit der Frage nach einem Wochenmarkt, der ja hauptsächlich Lebensmittel anbietet wohl wenig zu tun.

    √úber Herrn Kesslers Argument gegen eine B√ľrgerbeteiligung kann man sich einmal mehr nur noch wundern. Sich B√ľrgermeister nennen zu wollen ist wirklich einmal mehr eine Frechheit dieses Menschen. B√ľrgerfremder gehts kaum noch….

    Was √ľbrigens den Edeka-Markt betrifft: Trotz des teilweise begrenzten Angebotes vor allem bei Obst und Gem√ľse gehe ich dort regelm√§ssig und gerne einkaufen. Nicht zuletzt wegen der wirklich super netten und kompetenten Beratung an der Fleisch/Wursttheke und den Damen und Herren an der Kasse, man sieht selten so freundliche und gut gelaunte Supermarktangestellte! Das sollte auch mal gesagt werden!

  • heddesheimerin

    Vom „suboptimalen“ Angebot bei Edeka Heddesheim war bereits mehrfach die Rede. Ich gehe da nur ungern hin und begruesse jeden Versuch, neue Konkurrenz fuer Edeka aufzubauen. Ein Markt kann ein erster Schritt hierzu sein.

    Und der Schritt ist doch einfach und geht ohne grosse Investitionen und Risiken: Einfach ausprobieren und nach einigen Wochen ein Resumee ziehen, ob es funktioniert!

    • doreen Weber

      Ich verstehe ja auch nicht, warum es bei Edeka ausgerechnet in Heddesheim so chaotisch sein muss. Da muss es doch „Konzern-Vorgaben“ geben, was Ordnung Sortiment etc betrifft. Ausnehmen von der Kritik sollte man die Mitarbeiter, die aus meiner Erfahrung eigentlich imer bemueht und freundlich sind.

      • Argus

        Soviel ich wei√ü wird der Laden vom Inhaber/(Besitzer?) gef√ľhrt.
        Edeka d√ľrfte da kein Mitspracherecht haben.
        Von den hier geschilderten „Mi√üst√§nden“ habe ich nichts bemerkt.
        Das Personal ist durchaus als freundlich zu bezeichnen.

        Was die Parksituation angeht sollten Kunden f√ľr die zumutbaren Wege ihre Fahrr√§der flott machen.
        Ich benutze oft mein Rad obwohl ich auch Auto
        fahre und am Ortsrand wohne.
        Es gibt gen√ľgend kostenlose Parkpl√§tze in der N√§he und ein Parkhaus am Dorfplatz.

        Die Bedenkenträger von der CDU kann ich nicht verstehen.

        Also einfach mal versuchen !

        • Snake Plissken

          Kann hier eigentlich nur zustimmen. Hatte noch nie Probleme seitens der Mitarbeiter die stets freundlich versuchen meine Kundenw√ľnsche zu erf√ľllen. Klar ist das Sortiment platzbedingt nicht mit dem Scheck-Inn zu vergleichen, aber ich bekomme trotzdem alles was ich brauche. Auch wenn ich gerne mehr Konkurrenz in der Ortsmitte h√§tte ( siehe meinen Eintrag an anderer Stelle betreffs den alten Treff-Markt, wei√ü nicht wie man das hier verlinken kann ) ist Der Edeka ebendie einzige M√∂glichkeit. Ich habe kein Auto , also bin ich eh aufs Fahrrad angewiesen und habe da keinerlei Probleme. Und was die Gehfaulheit mancher betrifft, da braucht man nur mal morgens an die JKS oder den angrenzenden Kindergarten zu kommen…..am liebsten w√ľrden manche Eltern Ihre Kinder direkt an Ihren Platz fahren

  • Tommes

    Vorweg, von Themenmärkten halte ich auch nichts, da hier das Angebot dann zu einseitig ausfällt (z.B. Spargelmarkt). Es ist ja gerade das Dilemma, daß Heddesheim als Einkaufsstandort leidet, da ganz einfach die Vielfalt, sowie die Konkurrenz und somit die Preisvergleichsmöglichkeit fehlt.
    Ich w√§re einem Wochenmarkt gegen√ľber positiv eingestellt. Ich wei√ü nicht, ob es zu regeln w√§re oder √ľberhaupt zul√§ssig, da√ü nur Anbieter von Heddesheim und der n√§heren Umgebung zugelassen werden k√∂nnten, die sich im fairen Wettbewerb um die Gunst der Kunden bem√ľhen. Es k√∂nnte n√§mlich auch die Chance sein, f√ľr sich und seine Erzeugnisse Werbung zu machen. Nicht jeder im Ort kennt den Spargelhofverkauf von xy, oder den Hofladen von xy. Es w√§re doch eine prima B√ľhne um sich zu pr√§sentieren.
    Der Wochenmarkt sollte f√ľr die Gemeinde nichts kosten. Das sehe ich auch so. Spontan f√§llt mir hierzu M√ľll und Reinigungskosten ein ! War jemand schonmal in Mannheim nach dem Markt, wies da aussieht ?

  • Manfred M√ľller

    Hallo, ich stehe hinter der CDU.
    Es bringt niemanden einen Mehrwert einen Wochenmarkt zu haben.
    Im Gegenteil, so sehe man die Beispielproblematik des Ortes Feudenheim.
    Dort findet ein Wochenmarkt statt und es bringt niemanden etwas positives.
    Die rollenden H√§ndler stellen √ľberall ihre Fahrzeuge und H√§nger hin und behindern den Verkehr!
    Die B√ľrger nehmen das Angebot nicht an, sie kaufen die Waren nach wie vor beim Bauern direkt oder
    im Discounter.
    Es ist eine grenzlos sinnlose Idee einen altmodischen Wochenmarkt einzurichten,
    den niemand benötigt.

  • soziales Gewissen

    Vielleicht sollte man doch die B√ľrger befragen. Die schlechte F√ľhrung des Edeka-Marktes ist bekannt. Viele Kartonagen, viel Durcheinander werden auch von teilweise freundlichen Mitarbeitern nicht wett gemacht. Preise werden, zum Nachteil der √§lteren B√ľrger, ohne Wettbewerb gemacht. Ungem√ľtlich, einkaufen, keine Freude. Kassen, Dauerstress. Die Parksituation Ein- u. Ausfahren oft ein Chaos. Was haben wir im Dorf sonst noch an interessanten L√§den. Zerrissene Strukturen, lange Wege schlechte Parkqualit√§t insgesamt.
    Kaufen hat mit Lust und Freude zu tun. Generationen von Marketingleuten haben sich damit besch√§ftigt. Ladenburg hat weniger Menschen, aber eine recht gut gestaltete Einkaufslandschaft. Ein lieblos ins Leben gerufener kleiner Markt mit den gleichen Park-Problemen √§ndert an den grundlegenden Einkaufs-Problemen in Heddesheim √ľberhaupt nichts. Da hat man Jahre lang geschlafen, oder die Situation zu Wohle Einzelner gezielt gesteuert.

    • doreen Weber

      „Ein lieblos ins Leben gerufener kleiner Markt mit den gleichen Park-Problemen √§ndert an den grundlegenden Einkaufs-Problemen in Heddesheim √ľberhaupt nichts.“

      Dass Edeka in Heddesheim schlecht gefuehrt ist, ist bekannt (DAS waere mal ein Thema fuer das heddesheimblog …wenn Hausfrauensorgen hier interessieren). Ein Markt kann aber sehr wohl eine Alternative sein. Er muss ja nicht lieblos gemacht sein, sondern von oertlichen Anbietern aus der Region mit Herzblut. Und das wuerde dann wieder das Edeka Management antreiben, den eigenen Laden ein wenig zu entstauben.

      Klar is aber auch, dass Heddesheim eine langfristige Loesung fuer das Parkproblem braucht. Hier sollte der GR und der Buergermeister ansetzen. Wer die Flaeche von 10 Fussballfeldern fuer einen Logistikriesen betoniert, sollte auch das kleine Parkplatzproblem in den Griff kriegen, liebe Grossbaumeister im Gemeinderat!

  • Marktfreund

    Ich w√ľrde mich sehr freuen, wenn es hier in Heddesheim einen Markt geben w√ľrde, es kommt aber auch auf das Angebot an. Ich pers√∂nlich fahre jeden Freitag (wenn zeitlich machbar) nach Viernheim und genie√üe die Atmosph√§re.
    Wenigstens könnte man es einmal probieren, ob das Angebot angenommen wird,allerdings länger als 3-4 mal, damit es auch wahrgenommen wird.