Sonntag, 23. Juli 2017

Aktion "Saubere Flur" der BUND-Ortsgruppe

Gemeinsam für die Natur

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Heddesheim, 24. Februar 2014. (red/sw) Am kalten, aber zum Glück trockenen Samstagmorgen trafen sich, wie jedes Jahr am Wochenende vor den Faschingsferien, wieder rund 30 motivierte Heddesheimer, um in der Gemarkung achtlos weggeworfenen Müll zu entsorgen.

Von Susanne Warmuth

Um 9 Uhr herrschte beim Heddesheimer Bauhof große Aufregung. Ungefähr 15 Erwachsene und ebenso viele Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren wollten bei der Aktion „Saubere Flur“, zu der die Heddesheimer BUND-Ortsgruppe am Ende des Winters aufruft, dabei sein. Dr. Klaus Wagner, 2. Vorsitzender der Gruppe, teilte seine Helfer in Gruppen ein und wies das zu säubernde Areal zu. Rund um Heddesheim sollten besonders die ökologisch wertvolleren Flächen nach achtlos weggeworfenem Müll befreit werden. Die Kinder durften sich in den Mannschaftsbus „quetschen“, der Rest fuhr in Fahrzeugen vom Bauhof oder in Privatfahrzeugen.

 

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Gemeinsam sind wir noch besser! An fast unerreichbaren Stellen bilden die Kinder Ketten, um den Müll herauszuholen.

 

Vor allem die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Ihr Gebiet waren die Landgräben im Norden Heddesheims sowie das „Heddesheimer Wäldchen“. Gleich von Anfang an wurden sie fündig. Allein im Landgraben, der vom Moos-Hof Richtung Muckensturm verläuft, lagen weit über 50 kleine und größere Sektflaschen, Bierdosen, Hausmüll. Das Highlight für die Kinder war ein kompletter Ampelschirm. Immer wieder schüttelten die Helfer die Köpfe, keiner kann verstehen, warum Menschen ihren Müll in der Natur entsorgen.

 

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„Warum machen sich Menschen die Mühe, so ein großes Teil hier raus zu fahren, um es wegzuwerfen?“ Eine Frage, auf die auch Dr. Klaus Wagner, 2. Vorsitzender des BUND Heddesheim, leider keine Antwort weiß.

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Auch ein im Graben entsorgter PVC-Boden stößt auf Unverständnis bei den Helfern.

 

Nach knapp 3 Stunden treffen sich die fleißigen Helfer wieder am Bauhof. Dort wartet schon – wie jedes Jahr – ein leckerer Eintopf von der Ortgruppen-Vorsitzenden Maria Landenberger. Und zum Nachtisch gibt es ein reichlich gefülltes Kuchenbüffet. Hungrig sollte niemand nach Hause gehen.

Beim gemeinsamen Essen bleibt genug Zeit, um über die „Funde“ zu berichten. In diesem Jahr waren es zum Glück wenige große Teile. Ein paar Autoreifen, der Ampelschirm, ein großes Stück PVC-Boden und sehr viel Glas- und Plastikmüll – alles Dinge, die die Gewässer verschmutzen und die Tier- und Pflanzenwelt schädigen. Es summiert sich, was die Umweltschützer zusammengetragen haben. Am Ende waren es doch viele gefüllte Tüten.

Leider waren wir wieder sehr erfolgreich,

zog Maria Landenberger die Bilanz des Vormittages. Und genau deshalb findet die Aktion auch im nächsten Jahr wieder statt. Die Kinder sind sich einig: Gemeinsam Gutes für Natur und Umwelt zu tun macht viel Spaß – auch wenn der Anlass eher traurig ist.