Mittwoch, 26. September 2018

Das heddesheimblog wünscht einen friedlichen Heiligabend

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Guten Tag!

Heddesheim, 24. Dezember 2009. Heute feiern die meisten Menschen in Deutschland Weihnachten. An dieses Fest schließen sich die eigentlichen gesetzlichen Feiertage an. Unsere Kolumnistin Gabi hat schon zu Weihnachten geschrieben. Wir alle haben über Weihnachten geredet oder gedacht. Auch das heddesheimblog ist natürlich voll dabei.

Von Hardy Prothmann

Wir feiern Weihnachten. Was ist das eigentlich? Ein schönes, ein besinnliches, ein friedliches Fest? Eines der Einkehr oder eines im Kreise der Familie? Oder eines, dass auf den Schichtdienst fällt oder eines, dass man, warum auch immer, allein verbringt?

Es ist ein Fest der Erinnerung der westlich-christlichen Kultur am Vorabend des angenommenen Geburtstags Jesus Christus. Soviel steht fest.

Weihnachten ist ein Familienfest.

Viele Menschen in Heddesheim werden diese Passage in Wikipedia ablehnen. Sie werden nicht darüber nachdenken, was wir da eigentlich feiern. Das wären zu viel Gedanken. Andere werden sehr genau darüber nachdenken und halten es für „verunreinigt“. Wieder andere werden genau das als „verunreinigt empfinden“. Andere suchen eine Auswegstrategie, um möglichst gut über diese Feiertage zu kommen.

Auch ich bin davon nicht unbeeindruckt. Geschenke oder keine Geschenke? Welche Geschenke? Mit wem feiern? Wie wird das werden? Unsere Kolumnistin Gabi hat sich darüber schon ihre Gedanken gemacht.

Ich finde die Reduzierung auf die Familie schade. Sie schließt so viele andere Menschen aus. Andererseits ist es wichtig, mit den Verwandten, ob Eltern, Kinder, Großeltern oder anderen zusammen zu sitzen und an Jesus Christus zu denken. Denn sein Leben und sein Tod bestimmen den Glauben der Kirchgänger und vieler, die schon lange nicht mehr in die Kirche gehen.

Jesus Christus bestimmt auch das Leben vieler „Ausländer“ in unserem Land. Ich kenne beispielsweise einige moslemische Türken, die Weihnachten mitfeiern, weil es aus ihrer Sicht „zur Kultur“ gehört. Sie respektieren den Brauch. Dadurch werden sie Teil unserer Weihnachtsgesellschaft. Oder Italiener, die früher viel weniger Weihnachen feierten als wir Deutschen, aber mittlerweile aktiver sind. Und das ist gut so. Wenn alle Spaß daran haben und ein „friedliches Fest“ erleben.

Weihnachten ist aber auch ein grandioses Spektakel. In der evangelischen Kirche zu Heddesheim wird gar das Musical „Jakobs Stern“ aufgeführt. Die Kirchen machen sich damit zum Teil des Spektakels. Auch das ist gut so.

Was ist Weihnachten?

Solange man weiß, worum es sich handelt.

Es wird an Weihnachten viele Menschen geben, die nicht aus Ãœberzeugung Weihnachten feiern, sondern notgedrungen. Es wird andere geben, die sich einbringen wollen. Und es wird solche geben, für die der „Heilige Abend“ einfach heilig ist.

Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern eine Zeit der Begegnung und Besinnung. Mit der Familie und mit sich selbst.

Weihnachten ist jedes Jahr ein großes Spektakel, aber auch eine großartige Chance zur inneren Einkehr. Vor allem, wenn die Feiertage so gut fallen.

Damit gibt es angesichts des „Heiligen Abends“ für jeden Zeit, ob gemeinsam oder alleine, ob Christ, oder ausgetreten oder einer anderen Religion angehörig, Einkehr zur halten. Zum Glauben. Zum Menschsein.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.