Samstag, 19. August 2017

Auch die TG will keine unabhängige Berichterstattung

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Guten Tag!

Heddesheim, 23. April 2010. (red/pöl) Am heutigen Freitagabend hat die TG 1891 Heddesheim ihre Generalversammlung. Wir hätten gerne über die Ergebnisse berichet – wurden aber vor die Tür gebeten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Rausschmiss bei der AWO am vergangenen Samstag hat nun auch die TG Heddesheim dem heddesheimblog die Tür gewiesen.

ewalddoll

Ewald Doll bedrängt Hardy Prothmann von hinten: "Hau ab." Bild: Archiv

Unser freier Mitarbeiter Horst Pölitz war kurz vor Beginn der Veranstaltung in der TG Gaststätte erschienen. Der 1. Vorsitzende Ewald Doll bat ihn zur Seite und begleitete Herrn Pölitz zum zweiten Vorsitzenden Thomas Ross, denn er wolle „nicht allein entscheiden“.

Die Entscheidungsfrage war: Darf das heddesheimblog über die Veranstaltung berichten oder nicht? Herr Doll sagte nein, Herr Ross sagte nichts, nickte aber.

Unser Mitarbeiter Horst Pölitz hat daraufhin den Ort verlassen. Zum zweiten Mal: Bereits im Januar hatte ihn Herr Doll beim Sportlerball vor die Tür geschickt.

Herr Ewald Doll ist der Bruder des Gemeinderats und CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Josef Doll.

Am Samstag, 10. April 2010, hatte die AWO Heddesheim uns die Anwesenheit bei deren Mitgliedsversammlung verweigert und uns die Tür gewiesen.

Bürgermeister Michael Kessler verkündete gestern im Gemeinderat, dass er vor einigen Tagen Mitglied der AWO geworden sei.

Ob der Bürgermeister das nun zur Tradition macht, jeden Vereinsein- und austritt öffentlich zu verkünden, hat er nicht bekannt gemacht.

Ãœber die AWO als eigenes Thema haben wir noch nicht auf dem heddesheimblog berichtet. Ãœber die TG Heddesheim bereits mehrfach.

Hier finden Sie einen Ãœberblick der Texte, die Herr Pölitz bislang für uns verfasst hat.

Die pressefeindliche Haltung des TG-Vorstitzenden Doll ist unverständlich und geeignet, dem Verein zu schaden.

In der Satzung des Vereins heißt es unter §6: „Alle Vereinsmitglieder sind verpflichtet, das Ansehen des Vereins zu wahren, das Vereinsvermögen zu sichern , Satzungen und Ordnungen einzuhalten.“

Am heutigen Abend wird der Vorstand neu gewählt – rund ein Dutzend Mitglieder sind anwesend.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Tagesbetrachter

    Wie klein oder gross ist dieser Verein denn wirklich.
    Wenn zur Neuwahl des Vorstandes nur ein dutzend Menschen kommt,
    kann sich der Vorstand einfach selbst wählen.
    Oder interessieren sich die anderen überhaupt nicht dafür.
    Dann braucht es Menschen wie Ewald Doll.

  • onkel heini

    Dazu fällt mir nur das alte Sprichwort“Viel Feind,viel Ehr ein. Das Umfeld der Gemeinderäte sorgt erfreulicherweise in inkompenter Form dafür,das der Heddesheimblog immer beliebter wird. Noch mehr Saalverweise und bald können sich manche Heddesheimer Vereine gemeinsam mit einigen Gemeinderäte in einem Raum treffen. Einem Demokraten kann man kaum raten, solche Vereine zu unterstützen. Keinen Zutritt, das Erinnert auch an die Apartheid damals in Südafrika, und mit solchen verantwortlichen Vereinsvorstandmitglieder will ich nichts zu tun haben. Und wenn ich der einzige bin, aber das bin ich ganz bestimmt nicht.
    Bis zum nächsten Mal

    Euer Onkel Heini

  • Argus

    Ist schon toll der Doll.
    Wie halten das nur die Mitglieder der TG aus.
    Nicken die auch alles ab?
    So ein Mann ist doch nicht tragbar!

  • heddesheimerin

    ich kann nicht behaupten, dass mich Ewald Dolls Verhalten noch überrascht…

    • Jochen Schust

      Man sollte das abhaken. Die Frage ist, was kommt nach der Ära der Betonköpfe bei der TG. Und: Wer hat den Mut, in gegen Widerstände die alten Zöpfe abzuschneiden und einen Neuanfang zu wagen. Diese Antwort muss aus der TG selbst heraus kommen. Und sie sollte schnell kommen. Die Entwicklung der Mitgliederzahl und Resonanz auf Veranstaltungen sprechen leider eine klare Sprache: Ewald Doll und sein Team haben nicht das richtige Konzept für die Zukunft der TG.