Donnerstag, 24. August 2017

Probleme mit dem Betriebssystem gefährden die Sicherheit

Saukopftunnel bleibt bis Montag früh zu

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Eine außerplänmäßige Sperrung des Saukopftunnels führt zu erheblichem Verkehrsaufkommen zwischen Weinheim und Birkenau. (Foto: Wikipedia/Ak84)

 

Weinheim, 22. November 2012. (red/aw) Am frühen Mittwochabend wurde der Saukopftunnel zwischen Weinheim und Birkenau außerplanmäßig gesperrt. Soft- und Hardware-Probleme konnten die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gewährleisten. Die Vollsperrung dauert in jedem Fall bis Montag, den 26. November, 05:00 Uhr an.

Während der Inbetriebnahme neuer Anlageteile im Haupt- und Fluchtstollen wurde die vorhandene betriebstechnische Anlage durch Software-und Hardwarekomponenten erweitert. Bei der Programmierung dieser neuen Anlagenteilen entstanden allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit dem bestehenden Betriebssystem. Diese veranlassten das Regierungspräsidium in Karlsruhe am frühen Mittwochabend den Tunnel auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau sofort zu schließen. Wie das Regierungspräsidium mitteilte, sei die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gewährleistet und die Sperrung daher unumgänglich.

Die bereits angekündigte Vollsperrung am Wochenende vom 23.11. bis 26.11.2012, von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr, findet zudem planmäßig statt. Die Autofahrer müssen daher bis mindestens Montagmorgen, 05:00 Uhr, auf die alte B38 ausweichen.

Allerdings kann es dadurch auch im Weinheimer-Stadtbereich zu erheblichen Behinderungen kommen, da im Bereich der Bundesstraße B3 Bergstraße/ Ecke Friedrichstraße die Fahrbahndecke saniert wird. Zeitweise wird die Friedrichstraße sogar ganz gesperrt.

Die beliebte Ausweichstrecke über den Watzenhof in Hemsbach ist ebenfalls durch Bauarbeiten eingeschränkt. Die Autofahrer sollten heute und morgen in jedem Fall mehr Zeit einplanen.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Thönnessen

    Fehlende Koordination, Mißmanagement, weder operatives noch strategischen Denken sind die Ursachen. Das Projekt-Management – wenn es dies hier überhaupt gibt – ist ein Versagensmanagement. Da der Fisch vom Kopf her stinkt, sind es die Spitzen der beiden zuständigen Ämter, Hessen Mobil in Bensheim und das Regierungspräsidium Nordbaden in Karlsruhe – und das heißt, damit absolut verantwortlich sind:
    1. Auf der Seite von BadenWürttemberg/Weiheim, -.Klaus Dieter Lang Abt. Präsident, – Dr. Dr. Nicola Damianoff, Leitender Baudirektor, – Peter Siepe, Leitender Baudirektor
    2. Auf Seite von Hessen also Hessen-Mobil, – Heiko Durth, Abteilungsleiter,- Gerd Giegelhuth, Abteilungsleiter,- Ulrich Hansel, Abteilungsleiter,- und last not least Andreas Moritz Regionaler Bevollmächtigter.
    Ich denke, nach dieser Aneinanderkettung – jahrelang – von Pannen, Fehlern Versäumnissen, etc., wäre es angebracht eine Prüfung durch die zuständigen übergeordneten Stellen zu veranlassen, mit der Vorgabe zu ermitteln, ob diese Personen überhaupt fähig oder auch Willens sind die mit den Positionen verbundenen Leistungen zu erbringen. Dies ist längst überfällig.

    • Arndt Kuehner

      Hallo ,

      Sie sprechen mir aus dem Herzen !! Vollkommen undenkbar in der freien Wirtschaft …

      Lg

      AK

      • Frank

        Gibt es noch einen Tunnel in Deutschland, der so oft gesperrt wird? Scheinbar ohne alternative Lösungsansätze und vor allem ohne Rücksicht auf die Betroffenen und ohne Abstimmung mit anderen Bauvorhaben (Weinheim Baustelle ohne Umleitungsmöglichkeit, Niederliebersbach gesperrt, Flockenbach Hauptstrasse aufgerissen und Mörlenbach Herzinfarkt und planlose Verkehrsführung) wird der Saukopftunnel nach Gutdünken irgendwelcher Fehlplaner, die weit weg wohnen, mit hilflosen Erklärungen gesperrt. Die Bevölkerung muss es ja auch nicht unbedingt verstehen, warum sie morgens und abends eineinhalb Stunden länger zur Arbeit/nach Hause braucht. Soft- und Hardwareprobleme bei der betriebstechnischen Anlage müssen nicht unbedingt zu einer solch unüberlegten Maßnahme führen. Es gäbe auch alternative Lösungen zur Dauersperrung. Zum Beispiel in diesem Fall eine Zwangslüftung des Notstollens, solange bis die Software zuverlässig programmiert ist. Aber das wäre ja zu kompliziert. Da müsste man ja nachdenken. Lieber dichtmachen. Da kann dann auch nichts passieren. Oder doch? Birgt Endlosstau nicht doch auch eine Gefahr? Naja, wer weiß das schon?

  • Werner Petry

    Wir wohnen jetzt seit einem Jahr in Wald-Michelbach und es erschreckend zu sehen welches Chaos und wirtschaftlichen Schaden diese unkoordinierte Planung zur Folge hat.
    Hätte ich diese ungeplanten Sperrungen und die dazu kommenden Sperrungen/Baustellen durch Mörlenbach (gleichzeitig noch in Birkenau ?) schon vorher gewusst wäre ich nie in diese schöne Region gezogen.
    Alle Orte hinter dem Tunnel werden succzessive von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Infrastruktur (Einzelhandel, Restaurants…) stirbt nach meinem empfinden somit in naher Zukunft aus ! Wenn nicht bald was für eine Entlastung der Pendler und Anwohner getan wird, Zeichen sehe ich keine ??