Sonntag, 20. August 2017

"Pfenning" baut schon am zweiten Riegel für den Klotz

Neues von der Baustelle – Folge 13: So groß hab ich mir das nicht vorgestellt

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Plattenbaugerippe - der zweite Riegel des Klotzes wächst.

 

Heddesheim, 22. Juni 2012. (red/pro) Auf der „Pfenning“-Baustelle geht es voran – mittlerweile wird am zweiten Riegel gebaut. Nächste Woche wird es spannend, denn dann wird vor dem Verwaltungsgerichtshof eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan verhandelt. Bekommt der Kläger recht – steht die Baustelle still.

Einen kleinen Eindruck vom künftigen Verkehr bekommt man jetzt schon durch die Baustellenfahrzeuge. Es wird eng auf den Straßen im Gewerbegebiet. Ziemlich dreckig oder staubig geht es zudem zu – je nach Wetter. Die Hallen werden Stück für Stück wie ein Lego-Baukasten zusammengesetzt.

Spaziergänger, Radfahrer, Eltern mit Kindern sucht man schon heute vergebens – dem Koloss mag man sich nicht nähern und kann es auch nur bedingt, da der Brunnenweg nun auch Baustelle ist. Ein Ehepaar vor Ort sagt:

Wir haben wegen der Arbeitsplätze dafür gestimmt – wenn wir gewusst hätten, wie groß das wird und wie das den Ort verändert, hätten wir es besser nicht getan.

A propos Arbeitsplätze – die kommen bislang überwiegend von außerhalb. Die Wohncontainer sind mittlerweile zweistöckig aufgestellt und Wanderarbeiter kampieren in Wohnwagen auf der Baustelle. Ob es in Heddesheim ein Job-Wunder gibt? Wir dürfen gespannt sein – im Herbst soll der Betrieb aufgenommen werden.

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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Bernd Vitt

    Ich war von 1995 bis 2007 Niederlassungsleiter der Spedition Schüchen International in Heddesheim in eben diesem Gewerbegebiet tätig.

    Von daher weiß ich, welche nicht unerheblichen Vor- und Nachteile solch außergewöhnlich große Logistikzentren für den dortigen Verkehrsraum mit sich bringen.

    Wichtig ist natürlich die Verkehrsanbindung, die – je nach Einlagerungsstrukturen und deren Umschlagshäufigkeit – ein wichtiger Faktor für diese Art von Immobilien sind und natürlich die notwendigen und damit ausreichenden Abstell- bzw. Parkflächen für die großen und langen Fahrzeuge. Diese werden u.a. auch dazu benötigt, dass die Fahrer ihre gesetzlichen Ruhezeiten machen können. Stehen dafür ausreichend Aufenthalts- und Toilettenräume zur Verfügung? Ein wichtiger Aspekt für ein Gewerbegebiet!

    Nun hängt es davon ab, welche Gruppen von Gütern umgeschlagen und eingelagert werden. Sind es möglicherweise risikobehaftete Gefahrgüter oder sind es Waren mit enormer Brandlast? Reichen dafür die Kapazitäten der Heddesheimer Feuerwehr bzw. der Wehren im Umland aus?

    Solch ein riesiger Komplex besitzt eine enorme „versiegelte“ Fläche (Dachflächen und Verkehrsflächen) und stellt enorme Ansprüche an die Abwasserkanalisation. Vorher bei den landwirtschaftlich genutzten Feldern war der größte Teil des Regenwassers versickert.

    Diese großen Dachflächen eignen sich sehr gut für effiziente Solar- oder Photovoltaikanlagen. Sind solche Einrichtungen vorgesehen und wurden diese im Rahmen der statischen Berechnungen (Schneelast) berücksichtigt?

    Natürlich vertraut man auf die Experten des Bauamts und der Baukompetenz, aber oft klafft die Schere zwischen bautechnischem Bedarf und Investitionsbereitschaft weit auseinander. Alleine die Frage, welche Jahresereignisspanne wird angenommen, ist schon sehr dehnbar.

    Ich hoffe, dass all diese Fragen von den zuständigen Behördenämter eingehend geprüft und in den Bauauflagen fest verankert wurden und vor Bauabnahme auch ausreichend kontrolliert werden.

    Mein Beitrag sollte insbesondere als Denkanstoß gesehen werden. Ich wünsche Pfennig ein gutes Gelingen für dieses ehrgeizige Projekt.

  • Peter Wegner

    Schaut man sich die Berichte vom Dezember/Januar zum Pfenning Neubau an, sieht man viele Beschwerden darüber das es zu langsam geht, „nur ein einsamer Bagger“ auf dem Feld steht, die Baustelle dreckig und das das Ding sowieso erst 2013 fertig sein wird usw……………….

    Dann kam der tragische Fall mit den Eichhörnchen, das wahrscheinlich kein Schwein interessiert hätte, wenn er nicht auf diesem Gelände wär.

    So, jetzt steht das Ding fast und es wird sich darüber beschwert das es zu groß ist, es werden irgendwelche Baustopps angefordert (die sowieso nicht stattfinden lieber Herr Prothmann) usw.

    Warum lasst Ihr es nicht endlich sein???

    Wartet doch mal ab bis das Ding steht, die Grünflächen fertig sind und die Lkw s rollen.

    Falls dann Dinge eintreten die nicht vorausgesagt waren könnt Ihr euch gerne alle zurecht beschweren.

    Doch wenn das nicht der Fall sein wird, dann wird Herr Prothmann und konsorten wieder mächtig Wirbel in diesem „wichtigen“ Heddesheimblog machen, was dann im Endeffekt wieder nur heisse Luft sein wird.

    Viele Grüße aus Viernheim

    • Redaktion

      Guten Tag!

      Sie sind anscheinend kein regelmäßiger Leser, sonst wüssten Sie, dass Hardy Prothmann, verantwortlich für dieses Blog, noch niemals einen „Baustopp gefordert“ hat.

      Sie verstehen leider auch keine Ironie – „Pfenning wollte schon 2010 fertig sein, jetzt ist es Mitte 2012. Die massiven Verzögerungen haben vor allem damit zu tun, dass es im Vorfeld jede Menge Kritik gab und die zu Recht. Für Sie ist das vielleicht „heißt Luft“ – andere sehen das anders. Beispielsweise als eine Anhäufung von Lügen: „Wir konzentrieren unsere Standorte in Heddesheim“ wurde immer wieder betont. Nichts wird konzentriert – was von den anderen Aussagen zu halten ist, wird man ebenfalls sehen.

      Beispielsweise die Größe – das haben sich anscheinend viele nicht so vorstellen können. 2014 ist wieder Kommunalwahl – mal schauen, wem dann ein kalter Wind ins Gesicht bläst…

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Heddesheimblog.de

  • Ingrid Busse

    Guten Tag,

    wer schon einmal aus Richtung Badesee kommend in die Zedernstraße eingebogen ist, weiß wovon ich rede. Beide Straßenseiten sind zu geparkt, der Fußweg auf der rechten Seite ist nicht begehbar , schon gar nicht mit einem Kinderwagen oder einem Kinderfahrrad.
    Hier sollte eine andere Parkregelung getroffen werden.