Sonntag, 23. Juli 2017

17 K├╝nstler und zwei Schulklassen stellten am Badesee aus

Kunst am See

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Installation von Hildegard Peetz bei der Ausstellung „Kunst am See“ des Kunstvereins Heddesheim

Heddesheim, 22. Juli 2013. (red/sw) 19 K├╝nstler und Gruppen sind am Wochenende dem Aufruf der Vorsitzenden des Kunstvereins Heddesheim gefolgt und zur ersten Freiluft-Ausstellung „Kunst am See“ gekommen. Trotz des hei├čen Wetters scheuten Kunstinteressierte den Weg dorthin nicht.

Von Susanne Warmuth

Cony Welcker ist „vun Monnem“ – fr├Âhlich, offen und so gar nicht der Typ „K├╝nstlerin“, wenn es den denn gibt. Die gelernte Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin erz├Ąhlt frei heraus was sie in ihren 12 Jahren Ausstellungserfahrung so alles schon erlebte. Zu jedem ihrer Werke gibt es Anektdoten. Ihr Werk „Die Zauberin“ zum Beispiel ist weit gereist, war schon in Paris und Evian. Ein Werk, das ein typisches Haus in Portugal darstellt, wo die K├╝nstlerin einige Zeit gelebt und gearbeitet hat, ist aus einem Stein, den sie im Pf├Ąlzer Wald gefunden hat.Der Fisch sollte urspr├╝nglich gar kein Fisch werden. Erst ein Freund „sah“ den Fisch im unbearbeiteten Stein – nach einer Weile sah Frau Welcker ihn auch. Immer wieder verreist die Bildhauerin mit ihren Lieblingen.

Letztes Jahr waren wir in Basel, dieses Jahr steht sogar noch New York im Terminkalender – da durfte Heddesheim nicht fehlen!

Die M├Ądchen der Rheinau-F├Ârderschule waren sehr stolz auf ihre Arbeiten. Im Rahmen eines Projekts haben sie zwei Wochen intensiv an den „Nanas“ gearbeitet. „Nanas“ sind kopflose Frauenk├Ârper nach dem Vorbild der franz├Âsischen K├╝nstlerin Niki de Saint Phalle, hier gestaltet aus einem Drahtgestell, das mit Pappe und Gips verputzt und bunt bemalt.

Irmintraud Teuwisse-Eckard ist zust├Ąndig f├╝r das Glasdesign, die handwerkliche Umsetzung ├╝bernimmt ihr Partner Heinz Schader. Die beiden haben eine tolle Geschenkidee f├╝r gro├če Feste: eine rohe Glasplatte wird zerschnitten, die einzelnen Teile k├Ânnen frei mit pulverisiertem Glas gestaltet werden. Anschlie├čend werden die Einzelteile wieder zusammengesetzt und verschmolzen. Gemeinschaftsarbeit ist ein dauerhaftes Andenken an gro├če Ereignisse. Au├čerdem haben sie wundersch├Âne farbenfrohe Glasblumen und Glasbilder┬ámitgebracht, die problemlos auch drau├čen ├╝berwintern k├Ânnen.

Die Vielfalt auf dem Weg war wirklich erstaunlich: Ikebana, Goldschmiedkunst von Renata Bostroem, Keramik aus der Wingertwerkstatt von Elke Friedrich-Albiez, Holzskulpturen von Kurt Arnold, Toneier „Geschl├╝pt-Entschl├╝pft“ von Traudel Hagmann, Skulpturen und auffallend gestaltete B├Ąnke von J├Ârg Windmann, Bilder aus Natur und Sand von Branko Stahl, Roland Geiger mit Skulpturen aus Altmaterial, die in Heddesheim bestens bekannten K├╝nstler Roland Schmitt und Bernd Gerstner mit Malerei und Holzarbeiten, Stefan Birker mit Malerei, Kurt Fleckenstein mit einem ├╝berdimensionalen „Zuckerw├╝rfel“, die bunten Stelen von Helga von Jena, eine Installation von Hildegard Peetz und liebevoll gestaltete Land-Art der Kunst-AG Hans-Thoma-Schule.

├ľfter suchte man jedoch vergeblich nach den K├╝nstlern selbst – ob die wohl lieber bei den Sportfischern waren, die f├╝r die Bewirtung gesorgt haben?

Highlight des Tages war sicherlich die Enth├╝llung der Skulptur „Fern-See-Her“ von Roland Geiger, die der K├╝nstler den B├╝rgern Heddesheims gestiftet hat. Der „Fern-See-Her“ ist einer, der in die Ferne schaut ├╝ber den sch├Ânen Heddesheimer See.

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