Mittwoch, 18. September 2019

Herr Kessler, Sie haben das zu verantworten!

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Leserbrief: FM

Guten Tag, Herr Kessler,

nun sind es fast 40 Jahre, die wir hier in Heddesheim leben. Bis vor einigen Monaten glaubten wir sogar, das gro├če Los, n├Ąmlich hier zu leben, gezogen zu haben.

Inzwischen bef├╝rchten wir aber, dass Sie sich ├╝ber die Bef├╝rchtungen und berechtigten ├âÔÇ×ngste eines gro├čen Teils der Heddesheimer Bev├Âlkerung, hinsichtlich Pfenning-Ansiedlung r├╝cksichtslos einfach hinwegsetzen. Sie wollen mit Pfenning zusammen Ihr Ding durchdr├╝cken.

Aber: K├Ânnte es auch sein, dass Sie von Pfenning „├╝ber den Tisch gezogen wurden“ und Sie nicht gemerkt haben, dass Sie ein williges Werkzeug von Pfenning sind? Mir scheint, dass Sie leider nicht verstanden haben, was unserer Gemeinde mit Ihrem Vorhaben widerf├Ąhrt.

Sie lehnen nach wie vor offene Diskussionen und Informationen ab. Dies muss schon sehr nachdenklich machen. Was wollen Sie denn verbergen?

Es ist zu vermuten, dass Sie jetzt nicht mehr zur├╝ckk├Ânnen oder wollen, um das Gesicht nicht zu verlieren?

Es ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in unserem friedlichen Heddesheim mit seiner freundlichen Bev├Âlkerung Zwietracht und Misstrauen eingezogen sind und dass Sie derjenige sind, der dies zu verantworten hat?

Es konnte auch nicht verborgen bleiben, dass Sie auch den Gemeinderat instrumentalisiert haben.

Es w├Ąre gut gewesen, mit der Bev├Âlkerung ├╝ber das Riesenprojekt „Pfenning“ gleich von vornherein offen zu diskutieren.

Warum ist das nicht geschehen? Was wollten Sie denn von allem Anfang an verschweigen?

Und noch eine Frage: K├Ânnen Sie sich vorstellen, dass durch Ihr Vorhaben „Pfenning“ viele Anwesen ihren Wert verlieren und diese B├╝rger Ihnen daf├╝r nicht dankbar sein werden?

Sicherlich glauben Sie, dass wir Heddesheimer irgendwann vergessen, wie Sie mit uns umgesprungen sind, denn Sie hofften ja, wiedergew├Ąhlt zu werden.

In diesem Fall hoffen Sie auf meine Stimme vergebens und die anderer Heddesheimer wohl auch.

Vielleicht w├Ąre es auch gut f├╝r uns alle, wenn Sie Ihr Amt aufgeben w├╝rden, damit in Heddesheim wieder Frieden einkehrt.

Es wird ohnehin sehr lange dauern, bis die durch Sie geschlagenen Wunden verheilt sein werden.

Anmerkung der Redaktion: Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Verfasser sind f├╝r ihre Inhalte selbst verantworlich.

Zus├Ątzliche Anmerkung der Redaktion: Das K├╝rzel FM steht f├╝r „freier Mitarbeiter“ oder „freie Meinung“. Der vorliegende Leserbrief erscheint unter Pseudonym, weil der Verfasser der Redaktion plausibel bef├╝rchtete Nachteile aufzeigen konnte.
Die Redaktion bietet f├╝r solche Situationen Pseudonyme an: nicht um „vom Leder ziehen zu k├Ânnen“, sondern die Autoren oder Informanten zu sch├╝tzen.

Der Leserbrief wurde kritisch von der Redaktion gepr├╝ft. Es handelt sich um einen starken Meinungsbeitrag, der nach Auffassung der Redaktion durch Artikel 5 Grundgesetz gesch├╝tzt ist.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.