Dienstag, 22. August 2017

Landrat Dallinger vereidigt

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Heddesheim/Rhein-Neckar, 21. Juli 2010. Bei der Kreistagssitzung am 20. Juli 2010 in Heddesheim wurde der Landrat Stefan Dallinger von Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner im Heddesheimer B├╝rgerhaus vereidigt.

Information des Landratsamts:

„Ich schw├Âre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und K├Ânnen f├╝hren, das Grundgesetz f├╝r die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann ├╝ben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Mit fester Stimme sprach Landrat Stefan Dallinger in Heddesheim zu Beginn der ersten Kreistagssitzung seiner Amtszeit (20.07.2010) den Amtseid, den ihm der extra aus Karlsruhe angereiste Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner abnahm. Gleichzeitig gelobte der Landrat, dass er sein Amt als Landrat des Rhein-Neckar-Kreises gerecht und unparteiisch verwalten werde und die Rechte des Landkreises nach Kr├Ąften wahren und sein Wohl und das seiner Einwohner f├Ârdern werde.

Vereidigungdallinger

Der neue Landrat Stefan Dallinger (CDU) und Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner. Bild: LRA

Der Wechsel im Amt des Landrats ist ein ganz besonderer Moment in den Geschichtsb├╝chern eines Landkreises, erst recht, wenn eine ├âÔÇ×ra, wie die 24-j├Ąhrige Amtszeit von Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz zu Ende gegangen sei, sagte Regierungspr├Ąsident Dr. K├╝hner.

Der Rhein-Neckar-Kreis sei heute Beispiel gebend im ganzen Land und ein Motor im Regierungsbezirk. Er erinnerte noch einmal an die ├╝berzeugende Wahl Stefan Dallingers im ersten Wahlgang und unterstrich, dass der Landrat als Nahtstelle zwischen kommunaler und staatlicher Verwaltungsebene ein Amt w├Ąre, das nicht nur besondere Herausforderungen, sondern eine F├╝lle von Gestaltungsm├Âglichkeiten biete.

Die Kommunen und Landkreise bezeichnete er als das eigentliche R├╝ckgrat des Landes, und Landrat sei eines der sch├Ânsten ├âÔÇ×mter, die es ├╝berhaupt gebe. Sicher w├Ąre es nicht einfach, das Anforderungsprofil eines Landrats zu erf├╝llen, schmunzelte der Dr. K├╝hner, denn schlie├člich m├╝sse ein Landrat immer Bescheid wissen, allgegenw├Ąrtig sein, bei der Arbeit am Morgen der Erste und abends der Letzte, spendabel, immer guter Laune und jede seiner Gemeinden am liebsten haben.

Ernster fuhr er fort, dass der Spagat bestimmt nicht einfach ist, in wirtschaftlich und finanziell schwierigen Zeiten einen Landkreis auf der Spur zu halten, als Wirtschaftsstandort bei der Verkehrsinfrastruktur, bei Bildung, Klimaschutz und in punkto Familienfreundlichkeit auf dem Niveau zu halten, das der Rhein-Neckar-Kreis erreicht habe. Doch als passionierter Handballer bringe Stefan Dallinger die notwendigen Eigenschaften, wie Kondition, Ausdauer, Durchhalteverm├Âgen sowie die F├Ąhigkeit, die Kr├Ąfte einzuteilen und ein Mannschaftsspieler zu sein, durchaus mit und habe das Zeug, als Landrat wirklich erfolgreich zu arbeiten.

Seine Vereidigung nahm der neue Landrat zum Anlass, nach 81 Tagen im Amt eine erste Zwischenbilanz seiner Arbeit zu ziehen. „Ich habe ├╝berall eine Welle der Sympathie erfahren und die Zeit seit dem Amtsantritt ist sehr positiv verlaufen“, freute sich Stefan Dallinger.

Bei Personalversammlung und Besuchen in allen Kreiseinrichtungen und in einer Dienstversammlung mit den B├╝rgermeistern seine Kontakte gekn├╝pft worden. Ihm sei es wichtig, „fair, konstruktiv, klar und strukturiert nach vorne zu arbeiten und damit zu Ziele erreichen, die wir uns zum Wohle der B├╝rgerinnen und B├╝rger setzen“, so der Landrat. Besonders besch├Ąftigt in der ersten Zeit habe ihn die Haushaltssituation 2011 und die Neuorgansiation des SGB II.

Doch auch zu den von ihm in seiner Bewerbungsrede vor dem Kreistag genannten drei Schwerpunkten Bildung, Klimaschutz und Wirtschaftsf├Ârderung gebe es inzwischen mehr als erste ├â┼ôberlegungen, erkl├Ąrte der Landrat. Vor dem Hintergrund erkennbar zur├╝ckgehender Sch├╝lerzahlen gelte es die beruflichen Schulen mit einem Schulentwicklungsplan weiter zu entwickeln.

Dieser „Bildungsplan Rhein-Neckar“ k├Ânne helfen, Kompetenzfelder der einzelnen beruflichen Schulen festzulegen und sie weiter zu profilieren. So k├Ânnen die Schulzentren sich zu Kompetenzzentren entwickeln, durchaus mit ├╝berregionalem Blickwinkel. Erste Gespr├Ąche haben mit der gesch├Ąftsf├╝hrenden Schulleitung und bei seinen Antrittsbesuchen mit den Oberb├╝rgermeistern von Heidelberg und Mannheim sowie auch mit dem Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises stattgefunden. Der regionale Schulentwicklungsplan des Regierungspr├Ąsidiums k├Ânne eventuell „der Nucleus sein, um Planungs- uns Investitionssicherheit an allen Schulen der Tr├Ąger zu bekommen.“

Um ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln, habe man intern ein Team gebildet, das den Untersuchungsrahmen f├╝r den Kreis und seine T├Âchter abstecken und dann ein umfassendes „Klimaschutzkonzept Rhein-Neckar-Kreis“ erstellen soll, in dem alle Investitionen sowie die organisatorischen und betrieblichen Abl├Ąufe beleuchtet und konkrete Vorstellungen zur Umsetzung erl├Ąutert werden. Nat├╝rlich m├╝ssen nach dieser Expertise sp├Ąter die Fortschritte auch immer wieder ├╝berpr├╝ft werden.

Wichtig sei ihm dabei auch ein Gesamtkonzept, das im Zusammenspiel mit den St├Ądten und Gemeinden Akzente setzen k├Ânne. „Es ist mein Wunsch und Ziel, in einer konzertierten Aktion eine gro├če Verst├Ąndigung auf Klimaschutzziele und die Vorgehensweise, wie sie zu erreichen sind, zu finden“, unterstrich Landrat Dallinger. Deshalb wolle er nach der Sommerpause auf alle Gemeinden zugehen, um seine Vorstellungen zu erl├Ąutern und f├╝r einen gemeinsamen Ansatz zu werben, der sich an den Klimaschutzzielen des Konvents der B├╝rgermeister von Kommunen in der Europ├Ąischen Union orientieren k├Ânne.

In vielen Gespr├Ąchen sei „deutlich geworden, dass in der Wirtschaftsf├Ârderung tats├Ąchlich ein weiterer Handlungsbedarf besteht“, sprach Dallinger seinen dritten Schwerpunkt an. Deshalb wolle er im Haushaltsplan 2011 eine Stelle f├╝r einen Wirtschaftsf├Ârderer im Stab des Landrats einrichten. In dieser Stabsstelle soll dann nicht nur das Thema Wirtschaftsf├Ârderung als Bestandpflege und Ansiedlungsmanagement konzentriert bearbeitet werden, sondern auch die Informationsweitergabe zu F├Ârderprogrammen des Bundes, des Landes oder der Europ├Ąischen Union einflie├čen.“

Anmerkung der Redaktion: Pressemitteilungen geben nicht die Ansicht der Redaktion wieder. Sofern wir redaktionell nicht bearbeitete, aber f├╝r die ├ľffentlichkeit wichtige Informationen ver├Âffentlichen, machen wir dies kenntlich.
Aus Termingr├╝nden konnten wir leider nicht an der Sitzung teilnehmen.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.