Mittwoch, 23. August 2017

Dokumentation: Stefan Mappus in Heddesheim. Teil 6: „Der entscheidende Faktor ist Bildung“

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Guten Tag!

Heddesheim/Rhein-Neckar, 21. Februar 2011. Stefan Mappus sagt: „Dass man Fehler gemacht hat stimmt. Dass wir nicht rechtzeitig erkannt haben, was sich da in einem Kessel zusammengebraut hat, der sich ein Ventil gesucht hat.“ Herr Mappus fordert eine „neue Sachlichkeit“. Dabei redet er auch über Energiepolitik und den „5-Milliarden-Deal“ des Rückkaufs von EnBW-Aktien. Die Haltung von Grünen und SPD nennt er „perfides gegen alles sein.“

„Wenn Sie vor 30 Jahren fleißig waren, konnten Sie noch eine Arbeitsstelle finden. Das wird es in Zukunft nicht mehr geben. Also muss die Politik alles dafür tun, dass die Menschen beste Bildungschancen haben.“

„Ich möchte, dass alle Kinder beste Bildungschancen haben, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.“

„Chancen nutzen muss man selber, Chancen bieten, dafür müssen wir sorgen.“

„Mit der CDU Baden-Württemberg bleibt die kleine Grundschule im ländlichen Raum erhalten.“

„Das Grandiose am Schulsystem Baden-Württembergs ist, dass es eben nicht entscheidend ist, ob man nach der vierten Klasse aufs Gymnasium kann oder nicht. 50 Prozent aller Studenten in Baden-Württemberg haben nicht die allgemeine Hochschulreife, sondern sind auf den unterschiedlichsten Wegen des Bildungssystems zum Studium gekommen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 26 Prozent.“

„Was wir nicht brauchen, ist das Einheitsschulsystem, dass Rot und Grün in Baden-Württemberg wollen.“

„Wer Rot-Grün will, muss wissen, dass es dieses Bildungssystem in Baden-Württemberg nicht mehr geben wird.“ Applaus.

„Wer will, dass es ungerecht bleibt, der muss Rot-Grün wählen. Wer will, dass sich was ändert, der muss CDU wählen.“

Ãœber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Jottka

    Oh mein Gott … „Ideologie hat ganz viel Schlimmes übers Volk gebracht“ … dabei ist er selbst nicht nur der Dogmatiker vor dem Herrn sondern lobte ja in einem vorangegangenen Teil noch Filbinger. Diesen gedanklichen salto mortale muss mir erst mal jemand erklären.

    Apropos Bildung in anderen Bundesländern: Die meisten Ministerpräsidenten anderer Bundesländer sprechen übrigens Hochdeutsch und keinen Dialekt.

    Gleiche Chancen für alle?! In einem vorherigen Teil ist er aber dennoch für Studiengebühren. Was kommt danach in seinem Plan? Ständewahlrecht?! Wer ohne Bafög-Bewilligung und ohne Unterstützung der Eltern studieren möchte, kann sich das in Zeiten des verschulischten Bachelors eh nicht mehr „leisten“.
    … und wer bestimmt eigentlich, dass man sich Ü18 noch mit den eigenen Eltern verstehen muss, damit die einem von ihrem versteuerten Geld das Studium finanzieren?! Man sieht: Den Reichen nur noch mehr Privilege und dem Rest Knüppel zwischen die Beine.

    Das mit dem Kind im Schulbus ist der größte Humbug schlechthin. Im Ländlichen gibt es für die Schüler oft genug sowieso kein Schwimmbadbad für den Schwimmunterricht und somit gehen ohnehin 2×20 min Busfahrt von der Doppelstunde Sportunterricht ab. Obendrein noch lange Wege zum Sportplatz. Kommen dann noch alle paar Schülergenerationen Sanierungen oder Asbest vor, findet der „Ersatzunterricht“ eh im Nachbarort statt. Eigene Erfahrung.
    Darüber hinaus zementiert die örtliche Grundschule den Zustand des erziehenden Elternteils nur noch, da „Mami“ die Kinder dann nämlich zwei Mal am Tag chauffieren muss … potentiell jeweils mit einem Leerweg. Da sind Schulbusse jawohl zweifelsohne ökonomischer UND ökologischer.

    Die vielbeschworene Durchlässigkeit in BaWü ist eher ein Novum. Das ging vor 10 Jahren schon in RLP und Hessen, nicht aber in BaWü, da erst ab 2009.
    Bei seiner Fehde gegen die „Einheits(-tages-)schule“ erwähnt er hingegen weder, dass Finnland auch ein Einheitsschulsystem hat, noch dass es auch Abstufungen in den Kursschwierigkeitsgraden einer Einheitsschule gäbe.

    Das klingt alles wie die Angst vor dem großen bösen Sozialismus … und das in Zeiten von Bankenverstaatlichung, Pauschalisierung des Gesundheitssystems und politischen Kuhhandeln mit der Atom-Lobby. Wer hat da denn bitte den Schuss nicht gehört?!