Dienstag, 22. August 2017

Schulzweckverband Werkrealschule in Hirschberg beschlossen – heute Abstimmung in Heddesheim

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Heddesheim/Hirschberg, 20. Mai 2010. Geht es nach dem Hirschberger Gemeinderat, ist die Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ beschlossen. Heute stimmt der Heddesheimer Gemeinderat dar├╝ber ab.

Von Hardy Prothmann

W├Ąhrend der Hirschberger Gemeinderat die zwei Antr├Ąge auf Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ und die Bestellung von f├╝nf Vertretern sowie des B├╝rgermeisters einstimmig beschlossen hat, ist die Abstimmungsentscheidung in Heddesheim offen.

Sicherlich kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit des Gemeinderats den Beschlussvorlagen zustimmt – eine Einstimmigkeit ist nicht zu erwarten.

Interessant wird das Abstimmungsverhalten der Fraktion „B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen“ – immerhin hat die Fraktion den Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule abgelehnt – ist aber zweitst├Ąrkste Fraktion.

Die Regelung sieht vor, dass der Sitz der gemeinsamen Werkrealschule in Hirschberg an der Martin-St├Âhr-Schule sein wird, die Grundschule eingeschlossen.

In Heddesheim wird die Grundschule der Johannes-Kepler-Schule nicht mit eingeschlossen sein, was zumindest den GLH-Gemeinderat J├╝rgen Steinle verwunderte: „Wieso ist die Grundschule bei uns eingeschlossen und in Heddesheim nicht?“, fragte er B├╝rgermeister Manuel Just.

Der antwortete, dass ginge „organisatorisch“ nicht anders. Das sei ein Vorgabe des Landes gewesen, dass der Hauptsitz eine Einheit bilden m├╝sse.

Der Zweckverband verwaltet die Mittel f├╝r den Schulbetrieb. Hier zahlen die Gemeinden einen „Kopfbetrag“ von 214 Euro pro Sch├╝ler aus der jeweiligen Gemeinde ein. Die Personalkosten liegen beim Land, die Geb├Ąudekosten tragen die Gemeinden. Die anteiligen Kosten f├╝r die Martin-St├Âhr-Grundschule verbleiben bei der Gemeinde Hirschberg.

Als Verbandsvorsitzender soll der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler gew├Ąhlt werden. Das allerdings entscheiden nicht die Gemeinder├Ąte, sondern die Verbandsversammlung, die aus je 5 Gemeinder├Ąten der jeweiligen Gemeinde sowie den beiden B├╝rgermeistern besteht.

Da der Verband auf „Augenh├Âhe“ arbeite, k├Ânnen Entscheidungen immer nur einstimmig gef├Ąllt werden, sagte B├╝rgermeister Just. Konkret bedeutet das: Kommt es zu gegenteiligen Entscheidungen, entsteht eine Pattsituation von 1:1 Stimmen. Innerhalb der Abordnungen aus den Gemeinden kann es auch zu Abstimmungen kommen, die innerhalb der sechs Stimmen zu Mehrheiten f├╝hren oder eben auch zu einer Pattsituation von 3:3 Stimmen f├╝hren k├Ânnen.

├â┼ôber die Leitung der neuen gemeinsamen Werkrealschule ist noch nichts bekannt. B├╝rgermeister Just nannte das eine „offene Flanke“: „Wir wissen noch nicht, wer der Schulleiter werden wird.“

Es kann, muss aber nicht sein, dass der Hirschberger Rektor Jens Drescher zum Zug kommt. M├Âglicherweise gibt es auch andere Bewerber. Die Heddesheimer Rektorin Hiltrud Rudolf wird nach Informationen der Redaktion Rektorin der Johannes-Kepler-Grundschule.

Dokumentation:
Der Entwurf f├╝r die Verbandssatzung

Anmerkung der Redaktion:
Der f├╝r das hirschbergblog und heddesheimblog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.