Dienstag, 12. Dezember 2017

Missmutig werden "unvorhersehbare Mehrkosten" gebilligt - eine Enthaltung

Feuerwehrgerätehaus 70.000 Euro teurer als erwartet

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Heddesheim, 20. Dezember 2013. (red/ld/ms) Im September wurde die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses abgeschlossen. Der Gemeinderat ist mit dem Resultat zufrieden. Allerdings sind die Arbeiten mit knapp 420.000 Euro Kosten etwa 70.000 Euro teurer, als ursprünglich veranschlagt wurde. Die Schuld für 20-prozentige Kostenexplosion sei aber nicht bei dem zuständigen Architekten Thürer zu finden, heißt es von Seiten der Verwaltung: Bei den Baumaßnahmen seien „unvorhersehbare Umstände“ eingetroffen, die diese Mehrkosten verursacht haben.

Von Lydia Dartsch und Minh Schredle

Der Gemeinderat war alles andere als glücklich über die zusätzlichen Kosten. In fast allen Stellungnahmen wurde beklagt, dass die Kostenkalkulation von 350.000 Euro deutlich überschritten wurde. Allerdings bleibt wohl nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden. Bürgermeister Kessler sagte dazu:

Wenn man sich jetzt das Resultat anguckt, sind die Mehrausgaben zu verkraften.

Bei den Maurerarbeiten konnten die vorliegenden Verhältnisse nicht den statischen Ansprüchen für die neu geplanten Fenster gerecht werden. Mehrkosten in Höhe von 21.000 Euro. Außerdem wurde eine Heizung gebaut, mit der keiner gerechnet hatte. Mehrkosten von 5.000 Euro.

Für die Terasse mit Geländer wurde in der Kostenkalkulation gar nichts eingeplant – tatsächlich schlug sie mit etwa 11.000 Euro zu Buche.

Etliche „unerwartete Umstände“

Die Liste lässt sich fortsetzen: Fensterbänke, die unerwarteter für 8.000 Euro ausgetauscht werden mussten. Dadurch musste neu verputzt werden: 9.000 Euro. Bei der Verkabelung kam es zu Problemen und die Kosten für die Elektrikerarbeiten erhöhten sich um 5.000 Euro.

Bei manchen Aspekten ist etwas fraglich, ob sie tatsächlich so unvorhersehbar waren. Dennoch konnten sich fast alle Gemeinderäte damit abfinden, mehr bezahlen zu müssen. Lediglich Frank Hasselbring (FDP) enthielt sich, alle anderen stimmten dafür, die außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 70.000 Euro zu bewilligen.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.