Montag, 16. Juli 2018

Kunstobjekte in Heddesheim und Ladenburg sollen abgebaut werden

Kurt Fleckenstein will für seine Kreiselkunst kämpfen

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Geht es nach dem Amtsschimmel, muss das Tor zurückgebaut werden.

Heddesheim/Ladenburg/Heidelberg, 18. September 2012. (red/pro) Das Landratsamt wird in den nächsten Tagen die Gemeinden Ladenburg und Heddesheim auffordern, die Kunstwerke des Heddesheimer Künstlers Kurt Fleckenstein zurückzubauen. Doch der will sich nötigenfalls gerichtlich wehren.

„Irrsinn“, „Kopfschütteln“, „Bürokratentum“ – Kurt Fleckenstein lässt seiner Empörung über den möglichen Abriss zwei seiner Kunstwerke auf Verkehrskreiseln freien Lauf. Das Straßenverkehrsamt hat das „Eingangstor“ im Heddesheimer Gewerbegebiet und das abstrakte „Carl-Benz-Automobil“ am Ortseingang in Ladenburg als „gefährlich“ eingestuft und wird die Gemeinden zu einem freiwilligen Rückbau auffordern. Sollte dies nicht geschehen, will die Behörde das anordnen.

Kurt Fleckenstein führt sein Urheberrecht ins Feld:

Es besteht ein Urheberrecht an diesen Kunstwerken und aufgrund ihrer einmaligen Funktion können diese nicht ohne Zustimmung des Autors entfernt werden. Ich weise schon jetzt darauf hin, dass ich alle juristischen und publizistischen Schritte unternehmen werde um eine Beseitigung oder wesentliche Veränderung zu verhindern.

Ob der Künstler eine Chance gegen die bürokratische Maßnahme hat, ist offen. Fest steht bis heute: An den Kreiseln ist es nach Auskunft des Polizeipräsidiums noch nie zu schwerwiegenden Unfällen gekommen.

Sie auch unseren Bericht vom 10. Juli: „Tödliche Kreiselkunst?“

Das abstrakte Carl-Benz-Automobil in Ladenburg soll entfernt werden.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.