Sonntag, 17. Dezember 2017

Wieder Vandalismus in Heddesheim

„Insektenhotel“ abgebrannt

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Abgefackelt - das "Insektenhotel" am HirschlÀnder Weg.

Heddesheim/Viernheim, 18. Dezember 2010. Kurz nach 19:00 Uhr wurde die Feuerwehr wegen eines Brands am HirschlĂ€ngerweg alarmiert. Weil zunĂ€chst unklar war, wo sich die Brandstelle befindet, rĂŒckten die Heddesheimer und die Viernheimer Feuerwehr aus. Am HirschlĂ€nderweg brannte ein „Insektenhotel“. Die GrĂŒnde sind unklar – Brandstiftung wird vermutet.

Die Feuerwehr löschte den Brand, der Einsatz war nach einer Stunde beendet. Das „Insektenhotel“ ist zerstört. Die katholische Jugend Heddesheim hatte dieses erst 2009 als Spende an den BUND errichtet.

Richard Landenberger, der fĂŒr den BUND damals die Arbeiten mit betreut hatte, sagte auf Anfrage: „Die rund 250 Euro Sachschaden sind Ă€rgerlich. Viel Ă€rgerlicher aber ist, dass irgendjemand die Arbeit der jungen Leute mutwillig zerstört hat. Viele Menschen hatten Freude an dem Insektenhotel.“

Das ist nicht der erste Fall von Vandalismus. Ein ebenfalls im Gebiet liegende Trockenmauer wurde ebenfalls bereits einmal zerstört und eine Infotafel beschmiert. Ob es sich um einen ziellosen oder gezielten Vandalismus handelt, ist bis heute unklar. Zur soviel ist sicher: Dummheit als Motiv.

Der BUND hat den Schaden bereits besichtigt und plant, das Insektenhotel zĂŒgig wieder aufzubauen: „Vielleicht aber ein wenig weiter vom Weg weg“, sagte Richard Landenberger.

Mutwillig zerstört.

Hier ein Insektenhotel in Ladenburg - Lebensraum fĂŒr Insekten.

 

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.

  • Kurt Klemm

    Wenn ich das verbrannte Insektenhotel sehe, stellt sich mir die Frage, was bitte sind das fĂŒr Menschen die so etwas tun? In so einem Insektenhaus ĂŒberwintern hunderte von Insekten die uns bei der SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung helfen, aber hauptsĂ€chlich Wildbienen die fĂŒr die BestĂ€ubung unserer Pflanzen ungemein wichtig sind. Daran sollten diese Menschen, die so etwas unsinniges tun, eimal daran denken, wenn sie in den nĂ€chsten Apfel beißen. Ich wĂŒnschte mir, das die wehrlose Natur einmal aufschreien wĂŒrde, fĂŒr das, was wir Menschen ihr antun. Doch die Nutur stirbt leise, so wie sie es schon immer getan hat.
    Und ehe es uns auffÀllt ist sie nicht mehr da.
    Kurt Klemm