Samstag, 19. August 2017

Amoklauf an Berufsschule in Ludwigshafen? Lehrer getötet

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Guten Tag!

Region Rhein-Neckar, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim soll es am Vormittag zu einem Amoklauf gekommen sein. Dabei wurde ein Lehrer getötet. Der mutmaßliche Täter soll gefasst sein.

Die Nachrichtenlage ist dünn. Laut Polizei soll sich die Tat gegen 10:00 Uhr ereignet haben. Angeblich soll ein bereits gefasster 23-jähriger der mutmaßliche Täter sein, der mehrere Personen angegriffen haben soll. Ein Lehrer starb an seinen Verletzungen.

Welche Waffe der Täter benutzte, ist auch noch nicht klar. Vermutlich ein Messer.

Die Schule ist nach Angaben der Polizei durch ein Großaufgebot der Polizei schnell geräumt worden. Eltern und Schüler werden nach Angaben der Behörden psychologisch betreut.

Die Berufsbildende Schule Technik II im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim hat 3.200 Schüler und 130 Lehrer.

Redaktion

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Schüttguttechnik

    Einfach unglaublich! So was darf einfach nicht passieren! Das ist Mord! Es wird immer wieder hinterfragt was der Täter alles durchgemacht haben muss um als junger Mensch zu so einer Tat fähig zu sein. Da frage ich mich nur, was machen andere Menschen in ihrem Leben durch und die laufen nicht durchs Büro und schießen auf den Chef! Niemand hat das Recht einem anderen Menschen das Leben zu nehmen! Mir tut die Familie des Opfers leid und ich denke ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl….

  • Flug

    Es ist wirklich erschreckend, dass Amokläufe jetzt immer Regelmäßiger in Deutschland werden! Ich bin Studentin und ich muss sagen, dass man manchmal schon selbst ein ungutes Gefühl hat und Angst hat, dass man in so eine Situation gerät! Ich denke auch, dass vieles geändert werden muss, es kann nicht sein das Amokläufe irgendwann einfach dazu gehören!

  • Snake Plissken

    Unfaßbar zu was inzwischen junge Menschen fähig sind um Ihren Frust zu kompensieren. Was für mich persöhnlich noch erschreckender ist, waren die Amokläufe bisher immer weit weg. Doch nun passiert sowas direkt vor der Haustür…..zumal ich selbst während meiner Ausbildung an eben dieser Schule war. Auch wenn es schon ein paar Jahre her ist…vielleicht hatte mich dieser Lehrer auch noch unterrichtet. Mir wird Angst und Bange bei der immer weiter sinkenden Hemmschwelle von Gewalt um meine eigenen Kinder. Doch gilt im Augenblick mein Mitgefühl den Angehörigen des Lehrers. Ich hoffe das Sie die bestmögliche Betreuung bekommen….und ungeachtet des Lebensweges des Täters die Höchstmögliche Strafe für ihn….. manchmal wünsche ich mir tatsächlich das amerikanische Strafsystem für Deutschland

  • Esteban

    Nur um das hier mal klarzustellen, das war kein Amoklauf, sondern ein gezieltes Rachenehmen am ehemaligen Lehrer. Herr Plissken und Flug, sie müssen stark unterscheiden, ob es bei der Tat um einen niederen Beweggrund wie Rache oder Habgier geht, oder um etwas weitaus tiefer liegendes wie Ängste durch die Umwelt unabsichtlich hervorgerufen. Auch das Ergebnis ist ein anderes. Bei einem Amoklauf sterben zumal mehrere Menschen plus dem Täter, bei einem gezielten Anschlag die Zielperson. Ich möchte die Tat und die einhergehende Tragik keinesfalls verharmlosen, sondern einfach nur klären, dass es doch einen Unterscheid gibt. Ich persönlich habe kein ungutes Gefühl als Student in meine Universität zu gehen. Wenn man sich dort nicht mehr wohlfühlt, sollte man vielleicht darüber nachdenken damit aufzuhören. Zumal die Täter selten im studierfähigen Alter sind, oder einfach Studenten sind. Es geht meist um Schüler, die mit ihren Ängsten und Sorgen nicht umgehen können, und es nie gelernt haben sich jemandem anzuvertrauen.

    • Snake Plissken

      Es ist für mich unerheblich ob ein Mensch oder mehrere Menschen sterben. Nur weil diese gescheiterte Existenz nicht mit sich selbst im reinen war und nun versucht hat andere zur Verantwortung zu ziehen bin ich in keinster Weise bereit hier Eingeständnisse zu machen. Solch eine vorsätzliche Tat aus niederen Beweggründen will ich gar nicht analysiert haben. Es schert mich einen Dreck welche Vergangenheit der Täter hatte, und wie Sie schreiben ob unbeabsichtige Einflüsse Ihn dazu getrieben haben. Sowas verharmlost nur solche Taten. Und wenn man liest welche Vorkehrungen der Täter getroffen hat, welches Waffenarsenal er zuhause hatte muß man froh sein das nicht noch mehr unschuldige Menschen zu Tode gekommen sind. Wie ich schon in meinem Kommentar schrieb…..das Rechtssystem von Texas dürfte hier zu Anwendung kommen…..mir bleibt für solche Individuen nur Verachtung übrig

      • Esteban

        Kennen sie den Begriff Sozialkompetenz? Wenn ein Mensch mit psychischem Druck nicht fertig wird, muss ihm geholfen werden, um genau so etwas zu verhindern. Wenn sie Krebs hätten, würde man sie auch nicht liegen lassen. Es ist an der Zeit, dass psychische Erkrankungen endlich von der Gesellschaft auch als eine Krankheit angesehen und nicht belächelt werden! Denn genau dieses ignorante Verhalten das sie an den Tag legen, lässt uns immer weiter von einer möglichen Prävention schreiten.
        Das Rechtssystem ist ähnlich wie dem in Texas, bis auf Geschworene…sie meinen wohl die Gesetze sollten verschärft werden. Hier geht es vordergründing NICHT um die Bestrafung des Täters, sondern vielmehr darum, dass der Täter gar nicht erst zum Täter wird. Das hätte dem Lehrer geholfen, nicht aber jetzt eine Todesstrafe. Wir müssen diese Menschen verstehen, ihr Verhalten frühzeitig erkennen, um dann so eine Tat durch psychiatrische Hilfe unmöglich zu machen. Hier geht es nicht um Strafe, hier geht es ganz klar um Prävention. Und solange es Menschen gibt, die meinen mit der Todesstrafe oder ähnlichem wäre das Problem gelöst, werden wir immer weiter davon abrücken, die Täter zu verstehen.

        Gruß

        Esteban

        P.S.: Hätten sie meinen Beitrag aufmerksam gelesen, wäre ihnen aufgefallen, dass ich explizit erwähnte, dass ich die Tat keinesfalls verharmlosen will! Aber nun gut…

        • Snake Plissken

          Ich habe ehrlich gesagt gar nicht vor den Täter zu verstehen. Genau Ihre Aussage bestätigt doch wieder dieses Klischee den Täter zum Opfer seiner sozialen Probleme zu machen und das wirkliche Opfer außen vor zu lassen. Was ist mit den Angehörigen des Opfers??? Ich lese nichts darüber in Ihren Ausführungen. Es ist doch immer wieder das selbe, ob es sich jetzt um diese Tat in Ludwigshafen handelt….den Angriff in einem Mannheimer Bus oder die ganzen Taten zuvor in der Öffentlichkeit…immer wieder werden die Täter in den Vordergrung gestellt und analysiert. Aber die Opfer werden ganz schnell vergessen. Medial gesehen auch kein Wunder….Mitgefühl ist nun mal heutzutage nur noch ein Wort aus dem Duden..

        • Esteban

          Was sie wieder schreiben… Der Täter MUSS verstanden werden, weil man sonst nicht präventiv gegen ihn vorgehen kann. Hier ist das „Verstehen des Täters“ lediglich das Mittel zum Zweck, und keine soziale Maßnahme… Sie scheinen nicht in der Lage zu sein, diese kleinen aber dennoch bedeutenden Punkt zu verstehen.

        • Snake Plissken

          Ich verstehe schon auf was Sie rauswollen….ich möchte das aber nicht….für mich steht die härtestmögliche Strafe für solche fehlgeleiteten Individuen im Vordergrund für die größtmögliche Abschreckung für potenzielle Nachahmungstäter

        • Snake Plissken

          Und nebenbei…..wie hieß es schon in der Bibel???

          Auge um Auge….!!

        • Esteban

          Es geht hier NICHT um Nachahmung. Die darauffolgeden Täter fanden die Sache nicht „cool“. Sie machen das aus einer Art Überzeugung. Und wir müssen wissen, wie diese Menschen ticken, damit wir sie frühzeitig stoppen können. Abschreckung hilft vielleicht etwas bei Marihuanahandel oder ähnlichem aber nicht bei Taten, die aus der inneren Überzeugung heraus geschehen.
          Die Bibel meint soweit ich den Geistlichen in unserer Kirche zugehört habe nicht wörtlich…

  • Urlaub

    Ich bin selber Lehrerin und finde es erschreckend was heute in den Schulen passiert!Mittlerweile muss man als Lehrer Angst haben, dass sich irgendein Schüler rächen könnte! Früher hat ein Schüler gelernt wenn er schlechte Noten bekam, heute nimmt er ein Messer und ersticht seinen Lehrer! Ich denke man muss an vielen Schulen etwas ändern, es darf einfach nicht mehr passieren, dass Schüler bewaffnet in die Schule kommen!

    • Argus

      Liegt die Problematik nicht schon im Elternhaus?
      Ich habe die Erfahrung gemacht,dass viele Jugendliche aus „gutem Hause“ „Sozialkrüppel“ geworden sind weil die Eltern,i.d.R. beide Besserverdiener,ihre Kinder zur Erziehung und Versorgung in fremde Hände gegeben haben.
      Ähnlich verhält es sich bei den einfachen Leuten,bei denen beide Partner „gezwungen“ sind den gewählten Lebensstandard zu halten und arbeiten zu gehen.
      Hier kann unter diesen Bedingungen zwangsläufig einiges in Richtung Erziehung „schieflaufen“.

      Man muß sich halt um die Kinder kümmern!

      Zum Lehrermord:
      Frustrierte Schüler gab es schon immer.
      Wenn ich an meine Jugend zurückdenke so habe ich heute noch Wut im Bauch.
      Nur war ich anders erzogen.
      Autorität war für mich etwas normales,egal was für ein Scheusal der jeweilige Lehrer war.
      Oder war es nur Angst?
      Die waren zum großen Teil von der HJ oder der Wehrmacht „geprägt“ und so haben sie sich auch verhalten!

      In der heutigen Zeit möchte ich kein Lehrer sein.
      Viele Eltern erwarten,dass die Schule die Erziehung der Kinder übernimmt.Die Unterstützung der Lehrer durch die Erziehungsberechtigten wird aber vermisst!
      Lehrer haben einen Lehrauftrag und können nur mitwirken.

      Nullbock ist also nicht „angesagt“!
      Die Arbeitswelt ist hart!

  • Muss man bei Jungs nicht viel früher ansetzen – indem man eine Erziehung hin zu einer friedfertigen Männlichkeit in Angriff nimmt? Die neue Initiative http://www.boys4peace.org scheint genau das zu bezwecken …

    U. Varhen

    • Esteban

      Sowas nennt man doch Werbung oder? Auf dem Blog auf den man weitergeleitet wird, wenn man auf ULRICH VARHEN klickt, verkauft Bücher zum Thema. Warum wird so etwas geduldet!?

      • dasheddesheimblog

        Guten Tag!

        Warum sollte so etwas nicht geduldet werden?
        Da verkauft jemand Bücher – und weiter?

        Einen schönen Tag wünscht
        Das heddesheimblog

        • Esteban

          Weil man hier versucht, über das tragische Thema „Amoklauf“ billig Werbung zu machen?

        • dasheddesheimblog

          Guten Tag!

          @esteban

          Bei Ihnen scheint sich ein gedanklicher Amoklauf abzuspielen.
          Wir verzichten hiermit vorerst auf weitere Kommentare Ihrerseits.

          Einen schönen Tag wünscht
          Das heddesheimblog