Donnerstag, 24. August 2017

ATU stimmt gegen die PlÀne in Heddesheim

Hirschberg lehnt Edeka-Erweiterung ab

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Hirschberg/Heddesheim, 17. Januar. (red) Bis auf die FDP stellten sich alle Fraktionen gegen das Vorhaben, in Heddesheim ein GetrĂ€nkelager zu errichten. Die GemeinderĂ€te fĂŒrchten den Verkehrskollaps.

BĂŒrgermeister Manuel Just erlĂ€uterte das  in Heddesheim geplante Bauvorhaben:

Ich persönlich freue mich absolut ĂŒber eine weitere wirtschaftliche Entwicklung der Nachbargemeinde. Wir haben aber eine außerordentliche schwierige Verkehrssituation. Der Verkehr wird abermals zunehmen.

Gerde der Lkw-Verkehr wĂŒrde bei Problemen auf der A5 ĂŒber Schriesheim und Hirschberg, sowohl in Leutershausen als auch Großsachsen, ausweichen.

Auch der Kreisverkehr sei nach Meinung der Gemeinde nicht in der Lage weiteren Verkehr aufzunehmen.

Wir akzeptieren zwar eine weitere Entwicklung in Heddesheim. Wir wollen unsere damit einhergehenden Probleme gelöst haben. Sonst kann ich nicht zustimmen.

Fritz Bletzer (Freie WĂ€hler) sagte:

Die Gemeinde Heddesheim bringt uns mal wieder in die ZwickmĂŒhle. Schon bei Pfenning war man nicht in der Lage, klipp und klar zu sagen, wie der Verkehr sich entwickelt.

Weiter sagte er, er wisse, dass ein weiterer Kreisel an der Autobahnausfahrt von Heidelberg geplant sei. Bevor die Situation nicht gelöst sei, könne man nicht zustimmen.

GLH-Gemeinderat Karl-Heinz Treiber sagte:

Wir lehnen wegen der vielfÀltigen Probleme dieses Bauvorhaben ab.

Auch CDU und SPD waren fĂŒr eine Ablehnung. Eva-Marie Pfefferle sagte:

Ich möchte wie die anderen die Verwaltung loben, dass hier Kralle gezeigt wird. Wir leiden am meisten unter dem Verkehr und wollen das nicht.

Sieben Ausschussmitglieder stimmten fĂŒr die Ablehnung. Die CDU-GemeinderĂ€te Dr. Jörg Boulanger (Rechtsanwalt) sowie Karl Schnell (Bauunternehmer) erklĂ€rten sich wegen Auftragsverbindlichkeiten mit der Gemeinde Heddesheim fĂŒr befangen.

Anmerkung der Redaktion:
TextĂŒbernahme vom Hirschbergblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.

  • Snake Plissken

    Anscheinend gibt es doch noch gewĂ€hlte Gemeindevertreter die wirklich das Wohl Ihrer Gemeinde im Sinn haben. Da sollten sich die Vertreter in Heddesheim mal ein paar dicke Scheiben abschneiden. Daumen hoch fĂŒr diese Entscheidung.

    • Babsy

      Ja, super, Snake Pliske! Ganz meine Meinung; Heddesheimer Gemeinderaete und
      der Buergermeister sollten sich mal ueberlegen, warum sie von den Buergern der
      Gemeinde Heddesheim gewaehlt wurden. Wer von denen vertritt denn noch das Wohl
      der Gemeinde, wer schielt nicht eher nach *vollen Kassen(durch Gewerbesteuer)*,
      koste es, was es wolle ? Pfenning? Groesseres Verkehrsaufkommen durch einen
      EDEKA-Getraenkemarkt? Verschandelung der Gemeinde Richtung Bergstrasse
      durch diese bloeden hohen,weissen Gebaeude(keine Kaschierung durch hohe Baeume); schon heute kann man das Grausen kriegen, wenn man abends am
      Dorfrand spazieren geht und statt der Bergstrasse nur noch angestrahlte *weisse
      Bloecke* sieht.

      • gordongecko

        „schon heute kann man das Grausen kriegen, wenn man abends am
        Dorfrand spazieren geht und statt der Bergstrasse nur noch angestrahlte *weisse
        Bloecke* sieht“

        Richtig, Heddesheim war noch nie eine ganz große Schönheit aber mit diesem Koloss ist es endgĂŒltig zum Depressionen kriegen bzw. Wegziehen.

    • gabi loewer

      Tja, liebe Leut,

      wĂ€ren die schlauen Hirschberger mal zu einer BĂŒrgerinfos der EDEKA in Heddesheim rĂŒber ĂŒber die A5 gekommen, dann wĂŒssten sie, dass sich wegen dem zugemachten Fleischwerk und dem neuen Lager gar nichts am Verkehr Ă€ndern wird. So wenig Betrieb wie im Moment hatten wir noch nie, weil das Fleischwerk schon zu gemacht hat und das neue Lager noch gar nicht gebaut ist. Und zu den LĂ€den in Leutershausen, Grosssachsen, Oberflockenbach, LĂŒtzelsachsen und Weinheim fĂ€hrt die Edeka auch schon immer hin. Was sollte sich denn da in Zukunft Ă€ndern ?
      Soll der neue Zeili seine Waren mit seinem Bus selber abholen, damit keine Edeka Laster nach Hirschberg fahren ?

      Sich nicht informieren, aber erstmal feste draufhauen………..
      Auch eine Art von Politik, aber sicher nicht die cleverste !

      • Klaus.E

        Hallo,

        oder waren die Hirschberger in der Annahme so wie die Heddesheimer das das Fleischwerk und der Verkehr hierdurch wegfallen und nicht durch einen Neubau ersetzt wird?
        In folge dessen brauchten sie auf keine Infoveranstaltung besuchen.

      • Liebe Gabi Loewer,

        „
dass sich wegen dem zugemachten Fleischwerk und dem neuen Lager gar nichts am Verkehr Ă€ndern wird
“, auch ich hörte auf den beiden Infoveranstaltungen der EDEKA diese Worte, nur mir fehlt der Glaube! Und das aus gutem Grund!

        Aktuell erleben wir doch (Pfenning), was Aussagen aus der Vergangenheit wert sein können. Egal wie es kommt, wir sollten die berechtigten Ängste und Anliegen ALLER Nachbargemeinden sehr ernst nehmen.

        Heddesheim ist nicht alleine in der Metropolregion, auch wenn sich der ein oder andere Kommunalpolitiker in seinen Entscheidungen so verhÀlt.

        Wir sollten grundsÀtzlich die Aussagen von Firmenvertretern, die der Gewinnmaximierung von Anlegern verpflichtet sind, wesentlich vorsichtiger begegnen, viel kritischer hinterfragen und nicht allen vollmundigen Versprechungen trauen.

        Gruß
        Peter Kröffges

  • heddy

    Wieder mal ein Beleg, dass sich die „MĂ€chtigen“ in Heddesheim nicht nur gegenĂŒber der eigenen Bevölkerung ignorant verhalten sondern auch die legitimen Interessen umliegender Gemeinden mit FĂŒĂŸen treten.

    Gute Nachbarschaft ist was anderes, Herr Kessler!

  • Ringstrassengallier

    Hut ab vor dieser Entscheidung!!

    Der Gemeinderat und BĂŒrgermeister ist nicht nur fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung einer Gemeinde, sondern vor allem fĂŒr das Wohl der gesamten Gemeinde und dem Erhalt der LebensqualitĂ€t fĂŒr seine BĂŒrger zustĂ€ndig.Dies wird bei der Mehrheit der Heddesheimer GemeinderĂ€te gerne vergessen. Die Heisemer und Saasemer zeigen hier wie es richtig gemacht wird.

    Ich stelle hier den (nicht ganz ernst gemeinten) Antrag die GemeinderĂ€te von CDU/FDP/SPD in Heddesheim durch die Hirschberger Kollegen zu ersetzten. Ach…fast habe ich es vergessen ..BĂŒrgermeister Manuel Just ist natĂŒrlich auch recht herzlich in Heddesheim wilkommen.

    • Lieber Ringstrassengallier,

      Antrag zumindest in einzelnen Bestandteilen gerne angenommen (auch nicht ganz ernst gemeint)!

      Nein einmal im Ernst, ich teile Ihre EinschĂ€tzung einer sorgfĂ€ltigen AbwĂ€gung von „wirtschaftlichen Interessen einer Gemeinde“ auf der einen Seite und den „Erhalt der LebensqualitĂ€t“ auf der anderen Seite.

      Eine Gemeinde ist in der heutigen Zeit mehr als in der Vergangenheit darauf angewiesen, sorgfĂ€ltig und umsichtig zu wirtschaften. Aber nach einer sorgfĂ€ltigen AbwĂ€gung der Sachargumente zur Ansiedlung Pfenning und der Erweiterung EDEKA, sollte und MUSS eine Gemeinde zu der in Hirschberg getroffenen Entscheidung – auch in BerĂŒcksichtigung des Allgemeinwohls der Hirschberger- gelangen.

      Es darf in der modernen Politik nach einem Fehler fĂŒr eine Kurskorrektur, wenn der Kompass geklemmt oder falsche Signale erhalten hat, niemals zu spĂ€t sein!

      Die nĂ€chste Wahl wird es zeigen, ob sich die jetzige Kommunalpolitik mit den wirklichen WĂŒnschen der BĂŒrger deckt.

      Gruß
      Peter Kröffges

  • Roland

    warum regt sich hirschberg auf wegen dem verkehrsauf kommen sie bekommen doch eh nichts ab . siehe EVO bus hirschberg machen alle test fahrten durch heddesheim zu jeder tages zeit auch keien interesse von bĂŒrgermeister just da es hirschberg nicht betrifft. oder spetition Döderlein fĂ€hrt auch zu 50% durch heddesheim auch keine interesse von bĂŒrgermeister just deswegen kein verstĂ€ndnis fĂŒr die aufregung durch verkehr da der verkehr der A5 nicht vom bĂŒrgermeister kessler ĂŒber die B3 geleitet wird sondern von der polizei und autobahn meisterei.

    • Elfriede

      genau das ist es doch Hirschberg baut an den Rand von Heddesheim ein Industriegebit hin wo mehr belastet als Pfenning (ADR) und regen sich dan ĂŒber Hedesheim auf schon komisch.

    • Ringstrassengallier

      Hallo Roland,

      das miit Evo Bus und Döderlein mag wohl richtig sein; bei Pfenning und Edeka sprechen wir aber von einem Verkehrsaufkommen mit Faktor X. (5 mal so viel 10 mal so viel??! wer weiss das schon genau)

      Da sind obig genannte Unternehmen im VerhĂ€ltnis, als relativ „kleine Player“ zu bezeichnen.

  • Klaus.E

    Guten Tag,

    tja am Ende hat durch die Pfenning Ansiedlung keiner gewonnen und warum? Weil man nicht mit offenen Karten gespielt hat. Dass EDEKA die absichten zur Erweiterung hat dĂŒrfte den verantwortlichen bekannt gewesen sein.