Donnerstag, 23. November 2017

Gleitschirmflieger fliegt bis nach Mittelfranken

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Mit einem Gleitschirm flog Martin Laible 150 km weit. Beispielfoto: Tom Eisele

Guten Tag!
Rhein-Neckar, 17. MĂ€rz 2011 (red) Eine außergewöhnliche Flugleistung gelang einem Gleitschirmflieger des BergstrĂ€ĂŸler Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs am vergangenen Samstag. Nach dem Start vom Ölberg in Schriesheim flog er in 4,5 Stunden 150 Kilometer weit bis nach Ansbach in Mittelfranken. Auf seinem Flug stieg er dabei bis auf 2390 Meter Höhe.

Von Christiane Eisele

Gestartet war Martin Laible um 12:19 Uhr bei Westwind vom Ölberg im Schriesheim, dem 370 Meter hoch liegenden Startplatz der BergstrĂ€ĂŸler Drachen- und Gleitschirmflieger. Kurz nach 13:40 Uhr konnte er sich in der NĂ€he von Eberbach/Waldbrun auf 2200 m Höhe kurbeln. Als er gegen 14:20 Uhr Osterburken und Buchen ĂŒberflog, erreichte er mit der aufsteigenden Warmluft die höchste Höhe mit 2390 m.

ÃƓber die Taubertalroute flog er weiter ĂŒber Bad Mergentheim nach Creglingen, das er um 15:25 erreichte. Um 16:00 Uhr flog er rechts an Rothenburg ob der Tauber vorbei und landete schließlich um 16:53 Uhr sĂŒdlich von Ansbach in Herrenried.

Mittels eines GPS-EmpfĂ€ngers, den jeder Flieger wĂ€hrend des Flugs mitfĂŒhrt, werden die zurĂŒckgelegte Strecke und weitere Informationen ĂŒber den Flug, wie zum Beispiel die erreichte Höhe und die zurĂŒckgelegte Distanz in einem sogenannten „Tack Log“ beim Deutschen HĂ€ngegleiterverband e.V. (DHV) aufgezeichnet.

FĂŒr Clubkollegen und andere interessierte Flieger sind diese Tracks zudem ein wichtiges Informationsmittel um die eigene Technik zu verbessern und aus den FlĂŒgen zu lernen. Martin Laibles Tack Log können Sie sich hier anschauen.

Einige Gleitschirmflieger filmen ihre FlĂŒge zusĂ€tzlich mit Kameras wie z.B. einer „Gopro“, einer speziellen Sportkamera. Diese Filme vermitteln eher bodenstĂ€ndigen Zuschauern in eindrucksvollen Bildern etwas von der ungeheuren Faszination des Gleitschirmfliegens, von der Leichtigkeit und dem vogelgleichen Schweben, das die Gleitschirmflieger in ihren FlĂŒgen suchen und finden.

Die Kameras sind gegen das Herunterfallen gesichert (schon um unbeteiligte Passanten vor Verletzungen zu schĂŒtzen) und werden in der Regel auf Helmen oder an der AusrĂŒstung befestigt.

Einige Flieger, wie Georg Rombach, ein erfahrender Gleitschirmflieger aus Ladenburg, filmen aber auch aus der Hand. Einen seiner Filme, entstanden am 13. Mai auf einem Flug ĂŒber Schriesheim – Ladenburg – Dossenheim – Heidelberg, hat er uns zur VerfĂŒgung gestellt.

Viel Freude mit dem Film!

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.