Mittwoch, 26. September 2018

Baugebiet „Östlich der Schaafeckstraße“ offiziell übergeben

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Neues Baugebiet in der Johannes-Lehmann-Straße. Bild: hp

Heddesheim, 15. November 2009. Das Baugebiet „Östlich der Schaafeckstraße wurde am Samstag offiziell übergeben. Auf dem 0,7 Hektar großen Gelände können bis zu achtzehn Wohneinheiten enstehen.

Am Samstag, den 14. November 2009, hat Bürgermeister Michael Kessler die „Eigentümer, angrenzende Eigentümer, Gemeinderäte und Besucher“ zur offiziellen Ãœbergabe des Sanierungsgebiets „Östlich der Schaafeckstraße, das nunmehr Baugebiet ist, begrüßt: „Wir haben hier ein kleines, aber feines künftiges Wohngebiet mit 0,7 Hektar (7000 qm, d. Red.). Das ist Platz genug für achtzehn neue Wohneinheiten.“

An der rückwärtigen Kante sollen Doppelhäuser entstehen. Weiter seien Einzelhäuser und eine „Reihenhaussituation“ geplant. Ein Verbindungsweg führt zum Edeka-Markt und schließt das Gebiet somit an die Ortsmitte an. Durch das Entgegenkommen eines Eigentümers wurde ein zweiter Verbindungsweg geschaffen, der zum Kindergarten an der Werderstrasse führt – was neben der ruhigen Lage die Attraktivität des Gebiets für junge Familien sicherlich steigert.

Die neue „Johannes-Lehmann-Straße“ ist nach dem früheren Bürgermeister und ersten Ehrenbürger Heddesheims, Johannes Lehmann, benannt. Die Straße ist eine Sackgasse und kann von der Werderstraße aus erreicht werden.

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Der Bebauungsplan "Östlich der Schaafeckstraße". Quelle: Gemeinde Heddesheim

Das Baugebiet war zuvor im Laufe der Woche bereits ohne Mängel abgenommen worden. Eine besondere Herausforderung sei die Grundstückssituation gewesen. Es sei einfacher, auf der grünen Wiese zu planen als in einem bestehenden Gebiet. Jeder Eigentümer habe seine individuellen Wünsche gehabt, so der Bürgermeister. Die Grundstücksgrößen seinen nicht verändert worden und beliefen sich auf Größen von 160 bis 382 Quadratmeter. Ãœber die Maßnahme wurde seit 2003 diskutiert – ab Juni 2009 wurden Scheunen und andere Gebäude abgerissen und das Gebiet erschlossen und gestaltet.

Bislang hat allerdings noch keiner der elf Grundstückseigentümer einen Bauplatz verkauft. Die Sanierung wurde mit Mitteln des Bundes und des Landes finanziert, sowie der Kommune, die rund 200.000 Euro zugeschossen hat.

Die Kosten von rund 680.000 € setzen sich zusammen aus den Kosten für den Abbruch und die Freilegung der Grundstücke, den Erschließungskosten für Straßenbau, die Kosten für die Wasserversorgung sowie für die Abwasserbeseitigung, der Verfahrenskosten der Umlegung und der Planungskosten.

Im Rahmen des komplexen Umlegungsverfahrens (Wertumlegung) haben sich die Eigentümer an den Bodenwertsteigerungen für die neuen Bauplätze finanziell beteiligt, abhängig von der Größe und dem Wert der eingeworfenen Grundstücke und der zugeteilten Bauplätze. Dieser Anteil der Eigentümer liegt bei rd. 365.000 €, wovon wiederum die in der Sanierung üblichen 60 Prozent an das Land zurückfliessen (rd. 219.000 €). Der Gemeinde verbleichen somit rund 150.000 € von den Eigentümern. Da das Baugebiet im Sanierungsgebiet „Ortskern II“ liegt, erhält die Gemeinde hier Finanzhilfen aus dem SEP-Programm (Bund/Land) in einer Höhe von rund 320.000 €. Der Anteil der Finanzhilfe liegt im Regelfall bei 60 Prozent der förderfähigen Aufwendungen.
Bei Kosten von 680.000 € abzüglich dem Anteil der Eigentümer von 150.000 € sowie 320.000 € Finanzhilfen übernahm die Gemeinde rund 200.000 €.

Die neuesten Baugebiete in Heddesheim wurden über einen Erschließungsträger entwickelt, der die anfallenden Kosten für die Erschließung des Gebietes komplett auf die beteiligten Eigentümer umlegt. Dies war hier nicht der Fall, da im Sanierungsgebiet auch ein öffentlicher Zweck verfolgt wird (Sanierungsziele unter anderem: Abbruch nicht mehr erhaltenswerter Bausubstanz mit maßstabsgerechte Neubebauung; standortgerechte Nutzung von Grundstücken und Gebäuden), wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilte.

Der Bürgermeister, Vertreter aus allen Fraktionen sowie der beteiligten Firmen zerschnitten symbolisch das rote Band vor mehr als 60 Besuchern. Im Anschluss stand ein Umtrunk mit Vesper auf dem Programm.

Text und Fotos: Horst Pölitz

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Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.