Dienstag, 12. Dezember 2017

Post von der GEZ

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Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2009. Wenn Sie dieser Tage Post von der GEZ bekommen, hat das einen Grund: Es gibt rechtliche √É‚Äěnderungen, die die GEZ befolgen muss. Das geht auch in Ordnung. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich Betr√ľger diese Gesetzes√§nderung zunutze machen.

Von Peter Kröffges

Die Geb√ľhreneinzugszentrale (GEZ) bittet zurzeit viele Rundfunkteilnehmerinnen und -teilnehmer, die eine Einzugserm√§chtigung erteilt haben, ihre Daten f√ľr das Lastschriftverfahren schriftlich zu best√§tigen.

Hintergrund sind bevorstehende rechtliche √É‚Äěnderungen beim Lastschriftverfahren. Bis zum 31. Oktober dieses Jahres muss die Europ√§ische Richtlinie f√ľr Zahlungsdienste in deutsches Recht √ľberf√ľhrt werden. Diese regelt auch ein neues Lastschriftverfahren und damit auch die Einzugserm√§chtigung. Zwar wird es eine √ÉŇďbergangsperiode geben, in der die alten Einzugserm√§chtigungen von den Banken und Sparkassen noch ber√ľcksichtigt werden, aber diese Zeit ist begrenzt.

Die GEZ stellt im Internet unter der Nr. 26 weitergehende Informationen zur Verf√ľgung.√ā¬†Sollten datenschutzrechtliche Fragen auftreten, ist die Datenschutzbeauftragte der GEZ die richtige Ansprechpartnerin.

Da nicht nur die GEZ von den rechtlichen √É‚Äěnderungen im Lastschriftverfahren betroffen ist, wird voraussichtlich bald auch andere Institutionen ihre Kundschaft anschreiben.

Achtung:
Pr√ľfen Sie sorgf√§ltig, ob tats√§chlich eine Einzugserm√§chtigung erteilt wurde, bevor Sie eigenen Daten best√§tigen. Leider sind, auch aus „illegalen Quellen“ (Datenskandale der Vergangenheit) immer noch zahlreiche Kontodaten im Umlauf und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Personen oder Unternehmen mit betr√ľgerischer Absicht Best√§tigungsschreiben versenden.

Pr√ľfen Sie regelm√§√üig und in kurzen Abst√§nden die Kontobewegungen (Ausz√ľge) auf Unregelm√§√üigkeiten, veranlassen Sie zeitnah erforderliche R√ľckbuchungen.

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • Markus Br√∂del

    Bei dieser Gelegenheit k√∂nnte man gleich dazu √ľbergehen, keine GEZ mehr zu zahlen. Einfach Brief hinschicken „Ich halte keine Ger√§te mehr zum Empfang bereit!“ Keinen GEZ-Schn√ľffler mehr reinlassen. Die haben genau so viel Rechte wie Prospektverteiler = keine. Also keine Angst haben. Nicht gleich stramm stehen, blo√ü weil so ein Schn√ľffler das Maul aufrei√üt. Antworten Sie: „Danke, ich kaufe nichts!“ Drohbriefe k√ľnftig dann einfach die M√ľlltonne entsorgen.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke f√ľr Ihren Beitrag.
      Anmerkung der Redaktion: Ganz so einfach, wie Sie das darstellen, ist das nicht. Die GEZ kann Haushalte auch sch√§tzen. Grunds√§tzlich sollte man jeden Brief aufmachen. Wenn Sie n√§mlich gesch√§tzt werden und nicht widersprechen, m√ľssen Sie zahlen. Das ist gerichtlich schon mehrfach entschieden worden und heute macht man „kurzen“ Prozess.

      Abgesehen davon dient die GEZ der Finanzierung des √∂ffentlich-rechtlichen Rundfunks. (Bitte jetzt keine Debatte √ľber einzelne Programme…). Sofern Sie mit den Programmangeboten (Das Erste, Deutschlandfunk, SWR1-2-34, DasDing, Phoenix, Arte, ZDF usw.) nicht einverstanden sind, k√∂nnen Sie sich beim Rundfunkrat und direkt beim Sender beschweren. Wenn viele das tun, wird es auch besser…

      Da Journalismus und hintergr√ľndige Berichterstattung im Fernsehen und H√∂rfunk kaum noch stattfinden, w√§re es schlecht, wenn immer weniger Zuschauer/-h√∂rere Geb√ľhren zahlen, weil es dann noch weniger wird. Privatsender finanzieren sich √ľber Werbung – das k√∂nnen ARD und ZDF nur in einem ganz kleinen Umfang machen.

      Die GEZ zieht f√ľr ARD und ZDF nur die Geb√ľhren ein.

      Richtig ist, dass Sie keinen Vertreter der GEZ in ihre Wohnung lassen m√ľssen.

      Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
      Das heddesheimblog

  • kher

    Guten Abend!

    Rechnungen der GEZ sollten immer ge√∂ffnet werden und im Zweifel muss Widerspruch eingelegt werden. Nicht beantwortete Rechnungen/Mahnungen m√ľssen sonst gezahlt werden, auch wenn nachweislich keine Ger√§te da sind!

    Was mich an dem „Verein“ am meisten st√∂rt sind die kriminell anmutenden Eintreiber, die sich nicht scheuen, gerade √§ltere Menschen einzusch√ľchtern (wie z.B. meine Oma, die weder Radio noch Internet besitzt und trotzdem zahlt…)

    Abgesehen davon ist das Programm (ok, keine Diskussion hier ;)) derartig schlecht, dass man sich wundert wie viel Werbung trotzdem noch läuft. Ausser den Nachrichten und ab und an mal Arte kann man sich das doch nicht antun?

    Schönen (Fernseh-) Abend!