Donnerstag, 23. November 2017

Pfenning: Zusagen des „vertrauenswürdigen Partners“ aus der Region gelten nicht mehr

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Heddesheim, 15. Juli 2011. (red) Der Mannheimer Morgen macht heute mit drei Texten zum „Pfenning“-Projekt auf – oder dem, was davon übrig ist: „Bestehende Lager ziehen vorerst nicht um“, heißt die Ãœberschrift des Haupttextes. Und sogar ein Kommentar wird geschrieben. Und sogar die „Vertrauensfrage“ gestellt – leider kommt die Zeitung wie immer zu spät und windelweich daher. Wie gewohnt, hat auch Bürgermeister Kessler für alles „Verständnis“ und sieht den Wortbruch ganz im Gegenteil sogar „positiv“. Welche Interessen vertritt dieser Mann eigentlich?

Von Hardy Prothmann

Man möchte gerne die Gesichter gewisser Gemeinderäte, sagen wir eines Herrn Doll, eines Herrn Hasselbring und eines Herrn Merx sehen, wenn diese sich heute gemütlich an den Tisch setzen und sich von ihren Frauen den Kaffee bringen lassen.

Sie schlagen die Zeitung auf, ihr ach-so-geliebtes Heimatorgan, wo alles immer so nett und schön ist und alle dankbar sind, ein Duft von Bratwurst auf tollen Festen vertrömt wird und der Wettergott gnädig ist.

Die Ãœberschrift:

„Pfenning: Bestehende Lager ziehen vorerst nicht um“

wird eventuell auf den Magen schlagen und „Bauchschmerzen“ auslösen – und zwar nicht durch zu starken Kaffee, sondern durch die Erkenntnis, dass vermutlich nichts von dem, was sie sich selbst und anderen beharrlich eingeredet haben, zutreffen wird.

Pfenning bricht Wort – das war klar

Die Frage war einfach: "Sie gehen fest davon aus, dass Sie nach Heddesheim kommen werden?". Die Antwort war noch einfach: "Ja" - 2009 hat uns Uwe Nitzinger ein Interview gegeben und Dinge behauptet, die 2011 nicht mehr stimmen. Klicken Sie auf das Bild, um das Interview zu lesen.

Die Herren und alle die anderen Wortführer und Hurra-Rufer müssen langsam aber sicher „ein Einsehen“ haben, dass sie sich selbst und andere getäuscht haben. Die Entschuldigung, sie seien getäuscht worden, wird man nicht gelten lassen.

Denn zu groß und zu genau war die Kritik im Vorfeld an dieser unheiligen Entscheidung, die mit einer politischen „Mehrheitswillen“-Deutung der Bürgerbefragung anhand von 40 Stimmen absolut oder 0,7 Prozentpunkten relativ 2009 mit Manipulationsfragen der SPD durchgezogen worden ist.

Die CDU, die SPD und die FDP sind verantwortlich für alles, was an unangenehmen „Wahrheiten“ noch so kommt, aus Richtung „Pfenning“.

Das „regional-verwurzelte“ Unternehmen pflanzt nicht um. Die eindeutige, unmissverständliche und klare Ansage des Unternehmens war aber: Wir konzentrieren unsere verteilten Standorte in Heddesheim. Das war unmissverständlich und stand nicht zur Debatte. Ebenso der Umzug von 650 Mitarbeitern.

Optimal gelaufen – jetzt wird optimiert

Die Aussagen im Artikel des MM von heute belegen das Gegenteil – auch wenn es dem Artikel nicht anzumerken ist, ob auch nur eine konkrete Frage in dieser Richtung überhaupt gedacht worden ist.

Damit steht das ganze Konstrukt zur politische Debatte – was freilich auch nicht in dem Artikel steht. Denn schließlich hat der MM durch seine Jubel-Berichterstattung auch seinen Teil der Verantwortung an dem Debakel. Der Wortbruch wird nicht thematisiert – „Pfenning“ darf sich „erklärend“ äußern, wie die Firma das will.

Denn rechtlich ist die Sache nach Ortsrecht entschieden. „Pfenning“ hat einen gültigen Bebauungsplan in der Tasche und kann sich Jahre Zeit lassen oder auch andere bauen lassen – solange man sich an die Vorgaben hält, ist alles kein Problem. (Auch wenn noch ein Normenkontrollantrag anhängig ist, mit ungewissem Ausgang.)

Die unkritische Mehrheit im Gemeinderat unter Führung von Bürgermeister Michael Kessler hat alles durchgewunken und alles getan, um „Pfenning“ den Hof zu machen. „Pfenning“ hatte es erst ganz eilig und wollte 2013 fertig sein:

„Wir müssen expandieren“,

sagte Geschäftsführer Uwe Nitzinger damals (siehe Interview auf dem heddesheimblog). Davon ist heute keine Rede mehr. Heute wird „optimiert“. Man hat keine Eile mehr, heißt es in dem Bericht des MM.

Puff – da waren sie dahin, die ganzen schönen Versprechungen.

Jetzt folgt die Quittung. Wenn „Pfenning“ an andere untervermietet, sind deren Standorte auch andere. Abgerechnet wird da, wo die Firmensitze der Mieter sind – nicht jedoch in Heddesheim. Die Arbeit wird in Heddesheim gemacht – aber die Einkommensteuerzulage findet nicht hier statt. Ebensowenig die Gewerbesteuer. Der Zuzug von Arbeitnehmern findet nicht statt. Deren Kinder gehen nicht auf die Johannes-Kepler-Schule, pardon, Karl-Drais-Schule. Es kommt keine Kaufkraft in den Ort. Örtliche Handwerker können ihre Pläne, an dem Projekt Arbeit zu finden, erstmal vertagen.

Puff – da waren sie dahin, die „bis zu 1.000“ Arbeitsplätze und die „erheblichen Gewerbesteuerzahlungen“. Das waren vor allem die Argumente eines Herrn Kessler und seiner Abnicker-Fraktionen. Aus der Traum.

Und der Verkehrslenkungsvertrag? Denn kann man wahrscheinlich getrost in der Pfeife rauchen, wenn Unternehmen fahren, die weder „Pfenning“ sind, noch für „Pfenning“ arbeiten. Vermutlich kann jeder mit seinen 40-Tonnern durch den Ort donnern, wie er will. Subunternehmer für Subunternehmer für Subunternehmer.

Und die Verlagerung des Firmensitzes? Laut MM-„Information“ soll die kommen, wenn „Pfenning“ umgezogen ist. Wenn „Pfenning“ aber gar nicht umzieht und „Neugeschäft“ macht, wie es im Artikel steht? Dann braucht es auch keinen Firmensitz in Heddesheim – mal abgesehen davon, dass man nun merkt, dass sich „Pfenning“ eh nicht an Zusagen hält und das vermutlich auch nie vorhatte.

Und Bürgermeister Kessler? Den befragt die MM-Redakteurin brav wie immer und zitiert ihn mit Verständnis:

„Das muss man einem Unternehmen zugestehen, solche Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen.“

In wessen Interesse handelt eigentlich „Bürgermeister“ Kessler?

Die Frage für Heddesheimer Bürgerinnen und Bürger ist, wie viel „Verständnis“ man einem solchen Bürgermeister noch „zugestehen“ sollte? Handelt der Mann im Interesse Heddesheims und seiner Bürger? Oder hat er ganz andere Interessen?

Und ja, er sei über die „Pläne“ informiert, zitiert ihn die Zeitung. Gut zu wissen. Der Gemeinderat ist es nicht. Und der Gemeinderat ist das oberste Organ der Gemeinde, nicht der Bürgermeister. Auch wenn der sich für die Gemeinde hält.

Der Kommentar von Frau Görlitz ist lächerlich:

„Dass schon das Bebauungsplanverfahren so lange dauern würde, hatten die Viernheimer weder auf der Rechnung, noch selbst zu verantworten“,

schreibt sie in der Mitte des Textes und am Ende:

„Was von dem, was 2009 versprochen wurde, gilt noch? „Pfenning“ ist am Zug diese Frage zu beantworten. (…) Aus eigenem Interesse – und nicht erst auf Nachfrage.“

War die Dame seit 2009 in Gedanken woanders? „Pfenning“ handelt ausschließlich in eigenem Interesse und hat Nachfragen nicht oder nur dürftig beantwortet oder auf großen Druck. Glaubt vor Görlitz tatsächlich, dass sich daran etwas ändert? Natürlich hat „Pfenning“ mit seiner Intransparenz Verantwortung für einen Vertrauensverlust. Wie auch die „Ja-Sager“-Fraktionen.

War „Pfenning“ nur ein Köder für einen Immobiliendeal?

„Pfenning“ hat die Baugenehmigung in der Tasche und es kann dem Unternehmen egal sein, was die Heddesheimer von dessen Winkelzügen halten. Die einzige Gefahr droht noch durch den Normenkontrollantrag eines einzelnen Bürgers, der klagewillig ist und sich das leistet.

Die Gemeinde Hirschberg hat in Sachen „Kreisel“-Gutachten eine Klageüberlegung zurückgezogen. Das Regierungspräsidium ein Gleis genehmigt, dass vermutlich auch nie gebaut wird.

Und „Pfenning“? War „Pfenning“ nur der Köder? Grundstückseigentümer ist die Phoenix 2010 GbR von zwei Geschäftsleuten, die für sagenhaft günstige 47 Euro den Quadratmeter ein Filet-Grundstück erster Sahne erhalten haben. Samt gültigem Bebauungsplan. Ein aus deren Sicht grandioser Immobiliendeal – natürlich erst, wenn sie den Goldschatz veräußert haben.

Nicht vorstellbar? Warten wir es ab. Welcher Abnicker-Gemeinderat wird Nein sagen, wenn es heißt: „Tja, die Pläne waren anders, jetzt machen wir es anders. Wollt ihr, dass die ganze Arbeit umsonst war?“ Glaubt da wirklich jemand an „Einspruch“ oder sogar „Widerstand“? Im Leben nicht. Und wenn, wäre er sowieso nutzlos.

Vielleicht ist alles auch ganz anders und „Pfenning“ hat sich verhoben. Auch das kann sein.

Und damit sind wir wieder bei Herrn Doll (CDU), Herrn Hasselbring (FDP) und Herrn Merx (SPD) . Die Fraktionssprecher werden erklären müssen, dass sie besserwisserisch, überheblich und unkritisch ein Mega-Projekt befürwortet haben, dass sie nie verstanden haben.

Sollten sie es verstanden haben, haben sie die Bürger getäuscht. Aus diesem Dilemma kommen sie nicht mehr heraus.

Wie auch immer – der Morgenkaffee wird nicht schmecken und „Bauchschmerzen“ sind garantiert.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist verantwortlich für dieses redaktionelle Angebot und seit 2009 partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim. Er hat sich umfassend mit dem Projekt auseinandergesetzt und nach sorgfältiger Prüfung zu Vor- und Nachteilen dieser Ansiedlung wegen erheblicher Zweifel an der Seriosität der Aussagen von „Pfenning“ gegen das Projekt entschieden und in allen Punkten abgelehnt.
In Sachen journalistischer Berichterstattung waren im Herbst 2010 drei Interviewanfragen an Herrn Nitzinger gegangen – einen Terminvorschlag von Seiten der Firma hat es nicht gegeben. Herr Nitzinger hatte entweder zu viel zu tun oder war in Urlaub.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • uskok

    Was für eine Klatsche muss das für die Befürworter sein, die sich für Pfenning so ins Zeug gelegt haben? Sollte man meinen. Am Ende werden die verantwortlichen Herren Kessler, Doll usw. vermutlich die Unruhestifter aus dem Ort für den Stillstand auf dem Acker anprangern. Belegen kann ich das nicht – warten wir es ab. Hören wir ein selbstkritisches Eingeständnis gegenüber der Gemeinde? Da kann ich auch in der Wüste nach Wasser fragen.
    Leute, wer glaubt denn wirklich, dass ein Provinzbürgermeister mit Anhang einem erfahrenen Geschäftsmann wie KM Pfenning gewachsen ist? Und wer noch immer nicht erkannt hat, dass Heddesheim über den Tisch gezogen worden ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

    • der martin

      So sieht es aus. Da hat sich ein leichtgläubiger und naiver Provinzbürgermeister von einem mittelgroßen Konzern über den Tische ziehen lassen. Und weite Teile des Gemeinderats haben die Blütenträume mitgeträumt. Der Schaden für die Gemeinde ist nun unabsehbar.

      Erschreckend ist die Analyse des heddesheimblog bzgl. der Grünen und ihrer Passivität. Wenn dies richtig ist heißt das: Heddesheimer Bürger und Wähler sind komplett vera***t – von sämtlichen Fraktionen im GR.

      • hamlet

        Je nun Gevatter, hier irrt der Freiheit Herold, selbstgekrönter Besitzer der Wahrheit, Siegelbewahrer einziger Meinung.
        Da er der Räte selber einer ist, eingedenk der Sorgfalt die sonst er läßt walten, dünkt mir, er sei bei des Rats Zusammenkünften gewesen voll des süßen Weins, solches zu verkünden!
        So wie mich deucht, er sei nicht gewesen zum Best beraten, Partei zu greifen gegen grüne Standhaftigkeit, die alle Welt gesehen und viele gut geheißen.
        Daß er nicht führt der grüen Farb im Schilde selbst ist eins, doch, wohlan, sein Streit ist einer nicht von Ehr, nicht wohl geraten, nicht gerecht.
        Ein Linsengericht, nicht mehr, wird sein der Lohn, zu säen Zwist und Streit unter jenen, die wacker streiten dem Moloch den Einzug in die Stadt zu wehren. Mit Stohfeuer kannst, Gevatter nicht bannen du das Biest.
        Ein Bärendienst heißt dies der Sach getan um kurzweiligen Lohn. Arglist ist’s dafür zu schmähen jene die mehr gestritten, mehr getan und wachsam blieben. Und sieh, schon läßt sich blenden das gutgläubige Volk. Das ist nicht Recht.

    • D. Weber

      „Am Ende werden die verantwortlichen Herren Kessler, Doll usw. vermutlich die Unruhestifter aus dem Ort für den Stillstand auf dem Acker anprangern. Belegen kann ich das nicht – warten wir es ab.“

      Wenn man ersten Erzählungen aus dem Rathaus Glauben schenkt, wird das die „Exit-Strategie“ von Kessler sein. Ich vermute er wird erzählen, dass Prothmann Grüne etc. das „Jahrhundert-Projekt“ so lang mies gemacht haben, dass Pfenning nun freiwillig abspringt und den schwarzen Peter damit weiterreichen. Aber warten wirs mal ab…

      Was sagt eigentlich die IG Nein zu Pfenning zu den neuen Entwicklungen? Die letzte Info auf der Website stammt von Oktober 2010. Hallo Herr Karnasch, gibt es Sie noch??

  • Christoph S.

    Ich vermisse mittlerweile den investigativen Journalismus, mit dem das heddesheimblog „groß“ geworden ist. Leider sehe ich hier immer mehr (kritischen) Bratwurstjournalismus und Fotoreportagen fast ohne Text. Und das Thema Pfenning beschränkt sich jetzt auf die Kritik an Artikeln des Mannheimer Morgens anstatt selbst recherchierte Informationen zu präsentieren. Immerhin hat Frau Görlitz sowohl bei Pfenning als auch bei Bürgermeister Kessler nachgefragt und auch Antworten bekommen. Dass diese Antworten für die Heddesheimer Bürger nicht zufriedenstellend sind, ist klar. Im Gegenteil: Pfenning bestätigt genau meine Befürchtungen, wegen derer ich von Anfang an gegen das Projekt war. Und der Bürgermeister enttäuscht mich noch mehr: erweckt er doch den Eindruck, dass es ihm völlig egal ist, dass Pfenning seinen Unternehmenssitz und seine regionalen Standorte nicht nach Heddesheim verschiebt. Er hat sogar Verständnis für die Haltung des Unternehmens und meint „positiv für das Unternehmen“. Das heißt aber negativ für die Gemeinde Heddesheim: keine neuen Arbeitsplätze, keine Steuermehreinnahmen (weder Gewerbe- noch Einkommenssteuer), keine Umsatzsteigerungen für das örtliche Gewerbe. Wessen Bürgermeister ist Kessler?

    • D. Weber

      Zuletzt habe ich die interessanten Artikel hier vor lauter „Kolumnen“ auch vermisst, aber mit der neuen Entwicklung bei Pfenning wird es ja wieder spannend. Allein für die obige Analyse muss man dem heddesheimblogg sehr dankbar sein.

      Nach etwas Ruhe wird es nun aus meiner Sicht langsam eng für Kessler und Co. Wenn das endgültig schief geht, kann die ganze Truppe abdanken.

    • heddesheimblog

      Guten Tag!

      Wir bieten hier ein „General Interest“-Medium an – also Themen zu allen Bereichen des Ortsgeschehens.

      Investigativer Journalismus bedeutet nicht, am laufenden Band eine „Enthüllung“ nach der anderen zu machen, sondern vielmehr, auch mit einem langen Atem an einem Thema zu bleiben und aufgrund umfassender Recherchen analytische Berichte vorzulegen.

      BM Kessler verweigert uns jedes Interview – wahrscheinlich, weil er unsere kritische Fragen fürchtet. Wir können ihn nicht zu Aussagen zwingen.

      Pfenning wurde mehrfach angefragt, verweigert aber ebenfalls Auskünfte.

      Zum „investigativen Journalismus“ gehört die Auswertung und Einordnung aller zur Verfügung stehenden Quellen, darunter auch der MM.

      Der „exklusive“ Zugang des MM zu BM und Pfenning hat nun Aussagen dokumentiert, aber völlig unzureichend analysiert.

      Die Tragweite der Folgen dieses skandalösen Wortbruchs sind auch nicht im Ansatz im MM zu lesen – wohl aber in unserem Text. Was vermissen Sie also?

      Ihre Behauptung, es gäbe immer mehr „Bratwurstjournalismus“ und Fotoreportagen fast ohne Text können wir ganz ehrlich nicht nachvollziehen – Sie müssen dafür auch jeden Beleg schuldig bleiben, weil Ihre Behauptung nicht zutrifft.

      Fotostrecken setzen wir dann ein, wenn Ereignisse im Bild besser zu dokumentieren sind.

      Vielleicht haben Sie ein Wahrnehmungsproblem und wollen nur Geschichten zu Pfenning lesen – da gab es in den vergangenen Monaten tatsächlich wenig zu berichten.

      Sie können auch gerne auf eine Lektüre hier verzichten und sich beim MM informieren – auf eine kritische, analytische Einordnung müssen Sie dann allerdings verzichten.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

  • heddesheimerin

    Die Kehrtwende von Frau Görlitz in ihrem Kommentar ist in der Tat atemberaubend. Trotzdem natürlich kein Wort der Kritik von ihr an den Verantwortlichen in der Heddesheimer Politik für das entstandene Desaster….was zu erwarten war!

    Wenn ich richtig sehe, ist nach wie vor unklar, ob jemals irgendwas nach Heddesheim kommt. Das muss man sich nach den Tumulten, Bürgerbefragung, Schlichtung etc mal vorstellen. Eine ganze Gemeinde ist hier am Nasenring zum Spott der Beobachter von einem Unternehmen durch die Manege geführt worden. Und die Herren Kessler, Doll, Hasselbring etc haben dazu applaudiert. Pfui, GR + BM Kessler!

  • Heddesheimer

    Tausende von Euro wurden aus der Gemeindekasse für den Ansiedlungsprozess (IFOK-Dialog) durch den Bürgermeister spendiert, danach war der Bürgermeister als Gastredner auf einer Veranstaltung bei Stuttgart für andere Bürgermeister. Und nun sieht Herr Kessler es Positiv für sein unternehmen Pfenning.

    Eine Moralische Verpflichtung des Bürgermeisters ist nicht zu erkennen.

    Für solche Immobiliengeschäfte bei der die Last von den Bürgern zu tragen sind, halte ich ein Durchfahrtsverbot für LKW auf der Ringstraße und den Gemeindestraßen für mehr als angebracht und für notwendig, zumal wie ich schon öfters schrieb, das wir eine exklusive Anbindung durch einen Autobahnanschluss des Industriegebietes haben wovon andere Gemeinden von Träumen.

    Einen schönen Tag

    • heddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke für den Hinweis.

      Die „unabhängige“ IFOK hat nach unserer Kenntnis 35.000 Euro Steuergelder für vier „moderierte Gespräche“ und eine Podiumsveranstaltung erhalten.

      Der MM hat ein Projekt „Klasse Azubis“ am Laufen, dessen Auswertung die IFOK vornimmt:
      „Regelmäßige Zeitungslektüre sorgt für bessere Leistungen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
      Das ist wissenschaftlich belegt. Auf diesen Zusammenhang bezieht sich unser Projekt. Ein Jahr lang
      finanzieren Sie als Unternehmen Ihren Azubis das Zeitungsabonnement. Begleitend dazu nehmen Ihre
      Auszubildenden an regelmäßigen Wissensabfragen und systematischen Leistungsüberprüfungen
      durch das Institut für Organisationskommunikation (IFOK) Bensheim teil.“

      Das Ziel ist eindeutig, Abonennten zu erschließen.

      Die Gemeinde hat zudem mehrere zehntausend Euro Steuergelder für die „Rechtsberatung“ durch RA Dr. Burmeister bezahlt – der hat auch den Verkehrslenkungsvertrag entworfen. Ein bundesweit einmaliger Vertrag, bei dem fraglich ist, ob er bei einer Klage vor Gericht Bestand hat.

      Hinzu kamen hohe Gutachterkosten – vor allem das Verkehrsgutachten musste „angepasst“ werden. Sprich nachbezahlt. Derselbe Gutachter hatte zehn Jahre zuvor für Hirschberg einen „Kollaps“ des Hirschberger Kreisels „prognostiziert“ – eine Aussage, die später nicht mehr gelten sollte und sicherlich im Normenkontrollantrag eine Rolle spielen wird.

      Man wird auf die „Bilanz“ der Abrechnung gespannt sein dürfen, ob „Pfenning“ tatsächlich für Heddesheim ein „Gewinn“ sein wird oder nicht ein absolutes Zuschussgeschäft bei gleichzeitig hoher Belastung des Ortes und seiner Bevölkerung.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

      • Heddesheimer

        Noch anzufügen sei, dass die Verwaltung bis zum Anschlag ausgelastet war laut Herr Kessler und man andere dinge nicht bearbeiten konnte.

        • heddy

          Alles in allem eine destaströse Rechnung für Heddesheim und die Bürger. Da wirkt es wie Hohn, wenn der oberste Gemeindevertreter argumentiert „Wenigstens für das Unternehmen ist die Situation positiv“.

          Wen interessiert das? Was hat das Herrn Kessler zu interessieren??