Sonntag, 20. August 2017

Kurt Klemm „hat die Schnauze voll“

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Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2010. Kurt Klemm, Vogelfreund und Natursch├╝tzer, hat „die Schnauze voll“. Wieder einmal hat „die Gemeinde“, respektive B├╝rgermeister Michael Kessler, wider die Natur gehandelt, sagt er. Deswegen handelt er nun gegen die „Vergiftung“.

Von Hardy Prothmann

klemm

Kurt Klemm protestiert gegen aus seiner Sicht unn├Âtigen Gifteinsatz. Bild: privat

Der Gemeinderat (parteilos, Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen) Kurt Klemm ist „sauer“, so richtig sauer. Auf der Wiese hinter dem Vogelpark, wo das neue Teilst├╝ck des Rundwegs um den Badesee angelegt wurde, ist „Gift gespr├╝ht worden“, sagt er.

„Seit ewigen Zeiten prangere ich das an“, sagt Klemm. Er meint das Spritzen von „Unkrautvernichtungsmitteln“. Diese „Unkr├Ąuter“ seien wichtige Nahrungsgrundlage f├╝r viele Insekten und die wiederum f├╝r die V├Âgel. „Aber der will nichts verstehen und macht, was er will“, sagt Klemm und meint B├╝rgermeister Michael Kessler.

Kurt Klemm hat sich deshalb zu einer privaten Protestaktion entschlossen. Auf der gespritzten Wiese hat er Warnschilder aufgestellt: „Vorsicht Gift“.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • suhedd

    Recht hat er!! Warum werden ├╝berhaupt auf einer nicht genutzten Wiese, die an ein Naturschutzgebiet bzw. Streuobstwiese angrenzt Mittel gegen angebliche Unkr├Ąuter verspr├╝ht werden?

  • A. Felis

    Das Verspr├╝hen von Gift auf einer ohnehin nicht gewerblich genutzten Fl├Ąche ist doch v├Âllige Ressourcenverschwendung, die mir nicht in den Kopf geht.

    Weiter so Herr Klemm!

  • klemm otto

    Ich vermisse bei dieser Sache eine Reaktion unserer Obstbauer, die auf die Bienen angewiesen sind. Oder kann man Best├Ąbung auch schon spritzen?

  • D. Weber

    Hat die Redaktion hierzu mal die Gemeinde befragt? Vielleicht gibt es ja gute Gr├╝nde, diese Aktionen – die ja auch Steuergelder kosten – durchzuf├╝hren.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      B├╝rgermeister Michael Kessler wurde von Herrn Klemm in ├Âffentlicher Gemeinderatssitzung schon mehrfach zu „Radikal-Schnitten“ und „Spritzungen“ befragt. Herr Kessler gibt darauf keine Antwort, sondern „nimmt das zur Kenntnis.“

      Nach unserer Kenntnis scheint Frau G├Ârlitz f├╝r den Mannheimer Morgen das Thema zu recherchieren. Angeblich will die Gemeinde erkl├Ąren, um welches Gift es sich handelt.

      Die Gemeinde hat am Vormittag die von Herrn Klemm aufgestellten Schilder bereits entfernen lassen.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das heddesheimblog

      • lutz

        Na dann sind wir mal auf die Erkenntnisse von „Miss Knallhart-Nachgefragt“ Anja G├Ârlitz gespannt!

        Ich verstehe nur nicht, warum die Gemeinde da so mauert. Wenn man de nAufwand treibt und Gift spritzt bzw. unserer Natur schadet, muss es daf├╝r ja einen vern├╝nftigen Grund geben.

      • heddy

        „Die Gemeinde hat am Vormittag die von Herrn Klemm aufgestellten Schilder bereits entfernen lassen.“

        Ich hoffe vom Einsatz von Wasserwerfern oder Pfefferspray gegen Hrn. Klemm sieht die Gemeinde ausnahmsweise nochmal ab!

        • V. Hermann

          Sehr geehrter „Heddy“,

          ich finde es nicht fair, wie nun immerzu Herr Kessler als „Mappus“ hingestellt wird. Stuttgart und Heddesheim sind v├Âllig unterschiedliche F├Ąlle und bei uns wird – Gott sei Dank!! – gewaltfrei ├╝ber Pfenning diskutiert.

    • Heddesheimer

      Wen es keine Artenvielfalt in unserer Umgebung gibt haben es K├╝nftig gutachten zum Thema einfacher und sie brauchen sich nicht wegen Schmetterlinge und K├Ąfern aufhalten.

      Vielleicht m├Âchte man ja dort als n├Ąchstes eine Transitstrecke zum Pfenning Gel├Ąnde einrichten, wie w├╝rden den da die wei├čen Lkws aussehen wen auf ihnen lauter M├╝cken kleben.

  • heddy

    Es wird immer besser, Herr Kessler profiliert sich nun nach dem „Lokal-Mappus“ in Sachen Pfenning auch noch noch als Heddesheimer Giftmischer! Ihre Beliebtheit im Ort d├╝rfte bald keine Grenzen mehr kennen, Herr b├╝rgermeister!

    Ohne dass ich die Hintergr├╝nde f├╝r die Gift-Spr├╝haktion kenne: Ich finde diese Form der Zivilcourage sympathisch, Herr Klemm! Besser jedenfalls als hinter verschlossenen T├╝ren im Gemeinderat dr├╝ber zu philosophieren. So eine Form des aktiven, friedlichen Widerstands br├Ąuchten wir auch bei „Pfenning“.

    • sven

      „Es wird immer besser, Herr Kessler profiliert sich nun nach dem ├óÔéČ┼ôLokal-Mappus├óÔéČ┬Ł in Sachen Pfenning auch noch noch als Heddesheimer Giftmischer!“

      F├╝hrender „Klimavergifter“ am Ort ist doch bereits seit l├Ąngerem. Jetzt gehts eben nicht nur gegen „seine“ B├╝rger sondern auch gegen Fauna und Flora.

      • der martin

        Jaja, jeder Anlass ist Ihnen recht, um auf Michael „Giftmischer/Mappus oder wie auch immer“ Kessler loszugehen.

        Und wenn in Ladenburg ein Sack Reis umf├Ąllt, steckt da sicher auch Herr Kessler in enger konspirativer Absprache mit Hrn. Pfenning und Fr. G├Ârlitz dahinter :-))))

        • Svenja

          Lang nicht mehr hier gewesen und es hat sich nicht viel ge├Ąndert bei unseren Verschw├Ârungstheoretikern im Blog! Alles h├Ąngt zusammen und irgendwie f├╝hren die F├Ąden immer zu Hrn Kessler.

          Aus sicherer Quelle weiss ich ├╝brigens zu berichten dass das Ladenburger Reis-Komplott tats├Ąchlich in Heddesheim geplant wurde. Kessler und G├Ârlitz sollen das Vorgehen abgestimmt haben, bei einem konspirativen Treffen in der ber├╝chtigten Skandalapotheke von Hrn Gaber! ­čÖé

          Und nun spekuliert mal, was das zu bedeuten hat. ­čÖé

  • Markus

    Wo bleibt denn die Recherche in diesem Artikel?

    Hier wird undifferenziert die Meinung eines selbsternannten Naturexperten wiedergegeben. Herr Klemm taucht ja recht oft im Blog auf im MOmenent.

    Sind denn alle Kommentatoren hier ausgewiesene D├╝ngemittel und Unkrautvernichtungsexperten? Man k├Ânnte es meinen. Es kann sich doch keiner erlauben verbotene Mittel hier herumzuspr├╝hen, auch ein „Mappus“ Kessler nicht.

    Wer wei├č denn ob Herr Klemm mit seiner „Gift-Behauptung“ Recht hat?

    „Ich hoffe vom Einsatz von Wasserwerfern oder Pfefferspray gegen Hrn. Klemm sieht die Gemeinde ausnahmsweise nochmal ab!“

    Und doch bitte etwa Zur├╝ckhaltung mit Stuttgart 21 Vergleichen, da ist man ja immer schnell dabei jetzt. Aus der Hecke der Anonymit├Ąt l├Ąsst es sich gut schie├čen (ja, auch mich eingeschlossen, aber ich bleibe sachlich). Ich lese den Blog gerne aber w├╝rde mir gerne beim mitlesen hier manchmal die eine oder andere Hetze oder polemische Bemerkung ersparen.

    PS: Bilder sagen mehr als 1000 Wort, ich bin kein selbsternannter Unkrautvernichtungsexperte, aber da bl├╝ht doch gar nichts mehr, auch ohne Unkrautvernichter. Weil, es ist ja Herbst.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Die Redaktion wei├č belegt, dass Herr Klemm immer wieder einen zu starken R├╝ckschnitt von Hecken und Geh├Âlzen sowie das Spritzen von Gift anmahnt.

      Bei einem Bericht ├╝ber eine Aktion bedarf es zun├Ąchst keiner weiteren Recherche – nicht Details ├╝ber das Gift sind in diesem Fall die Nachricht, sondern das „Geschehen“, also die Aktion.

      Herr Klemm wird selbstverst├Ąndlich h├Ąufig genannt, weil er sehr aktiv in der ├ľffentlichkeit ist: als Vogelexperte und Natursch├╝tzer und auch als Gemeinderat. Die Person, die namentlich am h├Ąufigsten genannt ist, ist sicherlich der B├╝rgermeister Michael Kessler. Meinen Sie mit Ihrer Anmerkung etwa, man sollte Namen parit├Ątisch reihum nennen? Nicht wirklich, oder?

      Wir haben die Gemeinde in der Sache angeschrieben – gew├Âhnlich dauert es mehrere Tage, bis wir eine Antwort erhalten. Wir informieren dann dar├╝ber.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das heddesheimblog

    • Heddesheimer

      Richtig da Bl├╝ht gar nichts und nicht nur im Herbst.

    • sven

      „Wer wei├č denn ob Herr Klemm mit seiner ├óÔéČ┼ôGift-Behauptung├óÔéČ┬Ł Recht hat?“

      Ganz einfach: Die Gemeinde weiss es. Der B├╝rgermeister weiss. W├╝rde hierzu transparent im GR kommuniziert und nicht gemauert, w├Ąre vermutlich weder die Protestaktion von Kurt Klemm n├Âtig noch diese Diskussion hier.

      Ich gehe auch nicht davon aus, dass Hr. Kessler illegal Gift oder andere verbotene Mittel verspr├╝hen l├Ąsst. Ob es in diesem Fall verh├Ąltnism├Ą├čig ist, zu solchen Mitteln zu greifen, darf aber doch in Frage gestellt werden.

  • der martin

    Liebe Leute

    das ist wohl ein etwas „populistischer“ Schnellschuss der ├Ârtlichen Blogredaktion. H├Ąngen bleiben soll damit wohl: „Der Kessler vergiftet uns noch alle in Heddesheim!“ Wo bleibt die Recherche?!?

    Finde ich ein wenig billig, Herr Klemm, Herr Prothmann!

    Gruss aus Schriesheim!

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Zu Ihren beiden Kommentaren – Sie haben sicherlich Verst├Ąndnis daf├╝r, dass wir Kommentare dieser Art von Ihnen k├╝nftig nicht mehr ver├Âffentlichen.
      In diesem Fall machen wir eine Ausnahme, um den LeserInnen zu zeigen, was uns so alles erreicht.

      Ach: Wo ist Ladenburg der Sack Reis umgefallen und haben Sie n├Ąhere Informationen ├╝ber das Komplott?

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das heddesheimblog

  • Grazy67

    Die Frage ist doch (siehe S21) hat der Recht der am lautesten Schreit oder die meisten Schilder aufstellt (wie in diesem Fall)

    Naturschutz kann man auch ├╝bertreiben und die V├Âgel haben w├Ąhrend der Evolution gelernt was sie fressen d├╝rfen und was eben nich und wenn,s Ihnen nich schmeckt lassen sie die Schn├Ąbel davon

    Ende der Geschichte ;-))

    LG

    Grazy

    • lutz

      Im Prinzip haben Sie recht! Man w├╝sste es halt nur gern und h├Ątte gern Transparenz, was da verspr├╝ht wird und warum! Und wenn die AKtion von Kurt Klemm dazu beitr├Ągt, die Gemeinde-Verantwortlichen wachzur├╝tteln, dass sie hier eine Informationspflicht gegen├╝ber der Bev├Âlkerung haben, dann hat es schon was gebracht.

      Ansonsten denke auch ich, dass man in der Frage nicht p├Ąpstlicher sein sollte als der Papst. Wir reden ja nicht von einer Giftm├╝llhalde.

    • kher

      Na da hat aber einer mal so richtig Ahnung von Biologie^^

      Was nicht ist kann man sich auch nicht schmecken lassen.

      ­čśë

  • Andreas Kellner

    Man muss die Natur f├╝r sich arbeiten lassen, sie beobachten, mit den Pflanzen und Tieren reden. Die sagen einem, ob sie sich wohl f├╝hlen, ob es ihnen gut geht. Wenn man da ein bisschen mitf├╝hlt und sich hineinversetzt, dann w├Ąchst es ├╝berall. Dann gibt es keine „Gunstlagen“ oder „Ungunstlagen“, nur mehr oder weniger f├Ąhige Menschen, die in Kooperation mit der Natur leben und nicht in Konfrontation.

    Kurt Klemm ist einer der Menschen der seit Jahrzehnten mit und f├╝r die Natur lebt! Er ist der Experte von dem sie lernen k├Ânnen. Er gibt uns ein St├╝ck Hoffnung: Wie wir im Kleinen und im Gro├čen der Umweltzerst├Ârung wirksam begegnen k├Ânnen. Sein Handeln beruht auf einem Denken in Zusammenh├Ąngen und Wechselwirkungen. Grundlage se├â┬şnes Wissen ist das Beobachten der Natur.

    Die Universit├Ąt und der Lehrmeister von Kurt Klemm ist die Natur. Das ist sein Auftrag im Leben. Das ist seine Verantwortung der Natur gegen├╝ber. Davon wird und sollte er sich nicht abbringen lassen.

    Das Bedauerliche ist, dass Menschen so bevormundet werden und sich von Theoretikern vorschreiben lassen m├╝ssen, wie Grund und Boden gepflegt werden sollen. B├╝rgermeister Kessler, die Natur lernt man nur in der Natur und durch die Natur.

    Unsere Beamtenh├Ârigkeit ist ein Problem, weil viele schon dazu erzogen wurden, mit dem Hut in der Hand in eine Beh├Ârde zu gehen und das zu machen, was einem gesagt wird.

    Boden vergiftet – Klima vergiftet – Wasser vergiftet

    Ihr „modernen B├╝rgermeister“ glaubt, ihr seit hoch entwickelt und zivilisiert. Doch die Handlungen und Pl├Ąne verraten nichts von Zivilisation. Sie verraten einen ungebremsten Egoismus. Wir alle wissen, dass wir so nicht mehr weitermachen k├Ânnen. Wir haben nur eine Erde. Niemand kann sich anma├čen, Eigent├╝mer der Erde zu sein. Ohne Abkehr vom derzeitigen unbek├╝mmerten Fortschrittsglauben ist die Destabilisierung unserer Lebensgrundlage nur noch eine Frage der Zeit.

    B├╝rgermeister machen sich viel zu wenig klar, dass in sich perfekte Planungen etwa f├╝r eine Industriegebiet oder ein Verkehrssystem durch unbeachtete Zusammenh├Ąnge nicht nur ├Âkologisch, sondern auch was die Sozialvertr├Ąglichkeit (Pfenning, Stuttgart 21, Stadthalle Heidelberg) und ihre Finazierbarkeit betrifft in ein Desaster f├╝hren k├Ânnen.

    Wenn unser Lebensraum weiter bewohnbar bleiben soll, wird uns nichts anderes ├╝brig bleiben, als dass wir uns alle zu einer vollst├Ąndig ver├Ąnderten Sicht der Wirklichkeit durchringen. Es lohnt sich jedenfalls dar├╝ber nachzudenken, dass viele Fehlentwicklungen durch unsystemische Zielvorstellungen zustande kommen. Eine Besinnung auf die wahre Natur unseres Treibens ist daher n├Âtig.

    Momentan leben unsere „Entscheidungstr├Ąger“ in Politik und Wirtschaft nach wie vor im trauten Einklang mit der j├Ąhrlichen Haushaltsplanung der ersten Pflanzer und Hirten, konzentrieren sich auf die kurzfristige L├Âsung von Einzelpropblemen, meiden langfristige Strategien und machen einen gro├čen Bogen um die Einbeziehung vernetzter Zusammenh├Ąnge. Denn die Komplezit├Ąt macht ihnen Angst.

    Wachsende Umweltprobleme, explodierende Staatsverschuldung, zuspitzende Haushaltsdefizite, sinkende Kaufkraft, soziale Verwerfungen, Politikverdrossenheit k├Ânnen mit herk├Âmmlichen Methoden nicht mehr gel├Âst werden.

    B├╝rgermeister Kessler werden sie zum „Natur-Spieler“. Denn wer nicht mitspielt, wer falsch spielt oder die Spielregeln missachtet, der fliegt raus – ein Verfahren, mit dem sich die Natur schon des ├ľfteren wild gewordener Teilsysteme entledigt hat. Deshalb habe ich um die Natur auch keine Angst, sondern um uns.

    • heddy

      Kurt Klemm mag manchmal ein wenig als „weltfremder Schw├Ąrmer“ r├╝berkommen. Aber wir brauchen Leute wie ihn, die ihre ├ťberzeugung haben und sich nicht verbiegen lassen. Gerade jetzt, wo die Situation in der Gemeinde so angespannt und aggressiv ist.

  • Tomjack

    Wer l├Ąngere Zeit in Heddesheim wohnt kennt Kurt Klemm. Und Hut ab vor so einem engagiertem Umweltsch├╝tzer. Er ist einer von den Menschen die nicht wegschauen und Missgriffe ├Âffentlich machen. Einen brachliegenden Acker mit Gift zu bespritzen ist in unserer heutigen Zeit mehr als sch├Ąndlich. Auch wenn zur Zeit nichts bl├╝ht. Da kann man nur sagen in Bio wohl nicht aufgepasst… Setzen sechs! Gift macht nur einen gl├╝cklich -> den Hersteller. Kurt Klemm und ├Ąhnlichen Menschen ist es zu verdanken, dass wir wieder Tiere sehen, die in meiner Jugend dank Chemie fast schon ausgerottet waren. Danke und weiter so!

    • Argus

      Ihrem Kommentar kann ich mich nur anschlie├čen!

      Es war richtig mit einer Aktion an die ├ľffentlichkeit zu gehen.
      Sonst wird man hier im Ort nicht verstanden!

      Das hat mit „Kessler-Bashing ├╝berhaupt nichts zu tun.

      • lutz

        Es zeigt mal wieder, dass sich diese Verwaltung nur bewegt wenn man sie unter Druck setzt! Im GR kann man offenbar fragen wie man will und kriegt keine Antwort. Aber eine ├Âffentlichkeitswirksame Aktion zeigt Wirkung!

        Danke an Herrn Klemm und an das heddesheimblogg f├╝r den Bericht (Und wann kettet sich Hr Prothmann an der Benzstrasse an nen Baum??).

  • Badenser

    Unn├Âtig Gift spritzen ist falsch – keine Frage. Aber die Sensationsmacherei in diesem Artikel ist ein wenig zu arg. Und Herr Klemm neigt leider hin und wieder zur ├ťberspizung – meine pers├Ânliche Meinung. Was kommt als n├Ąchstes – fesselt er sich im Vogelkost├╝m ans Rathaus? Ich bin durchaus am Sachverhalt interessiert – aber bitte auf Basis von Fakten! „Kessler-Bashing“ wird hier schon genug getrieben …

    Gr├╝├če vom Badenser

    • V. Hermann

      Sie sprechen mir aus der Seele. Ich sch├Ątze Hrn Klemm auch als engagierten B├╝rger, aber nun ist es Zeit f├╝r Fakten. Spekuliert worden ist in den letzten 24h schon genug um Ort.

  • heddy

    Der MM berichtet heute, dass Julien Christof von der Gemeinde einr├Ąumt, das Mittel werde zum Einsatz gegen Disteln verspr├╝ht. Und f├╝r Herrn Klemm geht die „Erkl├Ąrung in Ordnung“.

    Also: Relativ viel Wind um Nix …Aber nun herrscht Klarheit.

    • D. Weber

      Habe ich auch gelesen u mich gefragt warum Klemm so schnell „einknickt“ und es einfach in Ordnung findet. Gift ist Gift und es geh├Ârt da nicht hin.

    • Heddesheimer

      Ich konnte heute auch den Artikel lesen, leider ist er f├╝r mich nicht Befriedigend und mir wird suggeriert was ich zu denken habe.

      Es wurde darin erw├Ąhnt das Herr Klemm auf einer Gemeinderatssitzung diese Thema ansprach aber keine Auskunft erhielt. Der MM m├Âchte mir ├óÔéČ┼żseine├óÔéČ┼ô antwort gleich geben: „weil Herr Klemm nicht explizit nachfragte?“.

      Die gemeinde r├Ąumt ein ein Mittel gegen Disteln zu spr├╝hen, trotzdem erfahre ich nicht welches mittel es war/ist, es bleibt nur die Aussage der gemeinde das alles gut ist zur├╝ck.

      • sven

        ├óÔéČ┼ôweil Herr Klemm nicht explizit nachfragte?├óÔéČ┬Ł.

        Das war eindeutig eine Spitze gegen Klemm. Schuld war er, weil er angeblich nicht explizit gefragt hat im GR – und nat├╝rlich nicht der Herr Kessler. Was anderes war von Frau G├Ârlitz auch nicht zu erwarten.

        Interssant welchen Wirbel und Diskussionen ein paar Disteln im Ort ausl├Âsen k├Ânnen … hehe

  • Horst Berger

    Das Aufstellen der Giftschilder ist berechtigt! Die mit dem Spritzmittel in Ber├╝hrung gekommen Heilpflanzen sind f├╝r den Verzehr nicht mehr geeignet. Sollte auf dem Feld jemand Wildkr├Ąuter sammeln, dann geht er ein Vergiftungsrisiko ein.
    Warum hat eigentlich die Verwaltung keine Giftschilder aufgestellt?

    Das Auftreten oder Ausbleiben der Distel gilt als besonderes Merkmal f├╝r das Gelingen landwirtschaftlicher Ma├čnahmen. Dabei ist das keine Frage ihrer Bek├Ąmpfung. Denn Fruchtfolge- oder Bodenbearbeitungsfehler, Sommertrockenheit oder Winterfeuchte, Bodenverdichtungen oder schlecht in Gare verwandelte organische Substanz k├Ânnen hinreichende Grundlage f├╝r ihr Auftreten sein. Die einfache Frage, woher das ├óÔéČ┼żHeddesheimer Distelproblem├óÔéČ┼ô stamme, kann also nicht einfach beantwortet werden.

    Die kleinen Bl├╝tenk├Âpfchen der Distel sind stumpfviolett. Eine Distel bildet ca. 40.000! Samen aus, diese sind im Wind ausdauernde Flieger. Die Vermehrung ├╝ber die Wurzel kann ebenfalls sehr gro├č sein. (Anm. solange sie bek├Ąmpft wird). Wie lange und welche Menge Gift wollen sie eigentlich einsetzen?

    Meinen sie wirklich die Chemikalie Clopyralid ist die L├Âsung?

    Im Mannheimer Morgen erkl├Ąrt Julien Christof ├óÔéČ┼żdas Unkrautvernichtungsmittel diene ausschlie├člich der Entfernung von Disteln├óÔéČ┼ô. Diese Aussage ist falsch. Sie zerst├Âren damit unter anderem die Heilkr├Ąuter Distel, Sonnenblumen, Kornblumen, Kamille und Schmetterlingsbl├╝tler.

    Die Schmetterlingsbl├╝tler sind artenreiche Pflanzen die auf unterschiedlichste Art und Weise vom Menschen genutzt werden. Es gibt eine Vielzahl von Berichten ├╝ber Interaktionen zwischen Tierarten und Arten dieser Pflanzen. Durch die Kn├Âllchenbakterien sind sie f├╝r viele ├ľkosysteme wichtig.

    Die Chemikalie Clopyralid ist weiterhin sch├Ądlich f├╝r Wasserorganismen.

    Weiter wird behauptet: ├óÔéČ┼żdie Entfernung sei notwendig, um im n├Ąchsten Jahr wie geplant…Wildblumen eins├Ąen zu k├Ânnen├óÔéČ┼ô. Die Pflanzen die mit ├Âkonomischen Aufwand nur oberfl├Ąchlich zerst├Ârt wurden, sind aber weiterhin noch da. Sie bek├Ąmpfen also mit Chemie und PS Wildpflanzen um n├Ąchstes Jahr neue Wildpflanzen einzus├Ąen? Das ist aber nicht ein „Schildb├╝rgerstreich“? Wie tief wird denn gepfl├╝gt? Die unterirdischen Ausl├Ąufer der Disteln werden gerade durch Pfl├╝gen aktiviert.

    Auch mit viel PS und Kapital, chemischen oder mechanischen Methoden der Bek├Ąmpfung wird man der Disel nicht wirklich Herr. Doch kommt es darauf wirklich an? Reicht es vielleicht aus, den Naturprozess zu verstehen und mit ihm sinnvoll zu arbeiten? Die Pflanze zeigt auf Bodenverdichtung, humus- oder regenwurmarmen Boden in den unteren Schichten. Der Boden ist also biologisch tot.

    Die Ackerdistel ist ein Tiefwurzler, der bis 2,8 m tiefe Wurzeln treibt. Die Bl├╝ten duften nach Honig. Die Griffel├Ąste sind auf der Au├čenseite dicht mit Fegehaaren besetzt. Der Nektar steigt in der langen Kronr├Âhre bis zum Ausgang. Dadurch ist er Insekten aller Art zug├Ąnglich, insbesondere f├╝r Tagfalter ist die Pflanze eine wichtige Nektarquelle.

    In Pater Simons ├óÔéČ┼żHausapotheke der Heilpflanzen├óÔéČ┼ô steht: ├óÔéČ┼żMan braucht vor allem Samen, aber auch Bl├Ątter, Stengel und Wurzeln. Die Bl├Ątter werden im Mai, die Samen von Juni bis Oktober und die Wurzeln im Fr├╝hjahr gesammelt. …Heilanzeigen: ..entgiftet die Leber, erneuert Gewebe, bei Lungenkrankheiten, Milzentz├╝ndung, Krampfadern. Das ist Erfahrungswissen aus dem Klostergarten der Natur! Und: Dieses Erfahrugnswissen hat auch der Vogelsch├╝tzer Kurt Klemm.

    Vielleicht sollten die ├óÔéČ┼żVerwaltungsexperten├óÔéČ┼ô einmal ├╝ber den Einsatz von Regenw├╝rmern nachdenken. Das ist eine nachhaltige, langfristige und ├Âkologisch sinnvolle Planung. Wo Regenw├╝rmer sind gibt es fast keine Disteln. Der Regenwurm ist der Dreh- und Angelpunkt der Bodenwelt, weil er Dinge schafft, die kein anderes Bodenlebewesen kann. Mit ihren bis zu ein Meter tiefen R├Âhren bel├╝ften sie den Boden, leiten Wasser ein und bieten Kleintieren Lebensraum. Und: 1,5 Zentimeter Kot produzieren die W├╝rmer j├Ąhrlich fl├Ąchendeckend. 20 Tonnen bester D├╝nger pro Hektar! Ein gesunder Boden ohne Regenw├╝rmer ist nicht denkbar!

    Abschlie├čend meinen besonderen Dank f├╝r die ├óÔéČ┼żHofberichterstattung├óÔéČ┼ô des Mannheimer Morgen und seiner Redakteurin Anja G├Ârlitz. Ihre sorgf├Ąltig recherchierten Berichte sorgen immer wieder f├╝r Erheiterung. Querdenken ist schwierig aber machbar.

    • lutz

      Frau G├Ârlitz blieb die eigentlich entscheidende Frage mal wieder schuldig. Warum nimmt man nicht eine biologische Alternative zum Distelgift? Da zeigt sich wieder, dass sie zu kritischen Fragen entweder nicht f├Ąhig oder nicht willens ist. Da wird nachgeplappert was Herr Christof erz├Ąhlt und mehr nicht.

    • g├╝nter siegle

      G├╝nter Siegle

      Herr Berger, sehr guter Kommentar. Anscheinend sind Sie ein guter Naturwissender. Ich leider weniger, aber ein Naturfreund.

      Auf meinem von mir gepachtetem Acker, als Biotop angelegt, wachsen 2 Distelarten, darunter die „Mutter-Gottes-Distel“. Beide Arten sind leider von Jahr zu Jahr von immer weniger Bienen besucht, andere Insekten befruchten noch. Im Herbst und Winter stehen die Samen f├╝r V├Âgel zur Verf├╝gung. Leider konnte ich seit ├╝ber 10 Jahren keinen Distelfink mehr beobachten, trotz meiner vielen Disteln. Warum?
      Hat das vielleicht mit den „Unkrautvernichtungsmittel“ zu tun?

      Mutter-Gottes-Distel
      Ich wei├č nichts ├╝ber sie, von ihr. Aber Die Bezeichnung mu├č doch,
      wie der Holunder, vielfache Heilwirkungen haben.

      Dann versuche ich zu verstehen, warum Wildblumen (Disteln) totgespritzt werden, damit Wildblumen ges├Ąt werden k├Ânnen!

      Kann das die Verwaltung erkl├Ąren ? Nat├╝rlich: „1 Stunde geredet, und nichts gesagt“ (Ich berufe mich auf meine Meinungsfreiheit).

      Kurt Klemm: Mit meinen Mitteln unterst├╝tze ich dich in jeder Beziehung.

  • Kurt Klemm

    Kurt Klemm

    Auf ein paar Kommentare m├Âchte ich an dieser Stelle antworten, mir geht es auf keinen Fall um Sensationsmacherrei, auch neige ich nicht zur ├ťberspizung wie „Badener“ behauptet, daf├╝r ist das Thema Natur leider viel zu ernst f├╝r mich. Die Idee mit dem Vogelkost├╝m muss ich mir aber noch ├╝berlegen.
    Was „heddy“ angeht kann ich nur best├Ątigen, dass diese Angelegenheit noch lange nicht aus der Welt ist, ich habe der Erkl├Ąrung, dass die Gemeinde ├╝berhaupt eine Stellungnahme abgibt, zugestimmt, sonst nichts und nicht was Herr Christof behauptet, denn so harmlos wie Herr Christof dieses Gift darstellt, ist es beileibe nicht, wie im Kommentar von Herrn Horst Berger zu lesen ist.
    Was ich nicht nachvollziehen kann, dass auf zweimaliges Nachfragen zur Giftspritzung, in zwei Gemeinderatsitzungen der B├╝rgermeister und Herr Christof nicht in der Lage waren, eine ausf├╝hrliche Antwort darauf zu geben und diese erst auf ├Âffentlichen Druck hin tun.
    F├╝r diese f├╝r mich sinnlose Spritzungen, h├Ątte man von dem Geld das diese die Gemeinde kostet, einige sch├Âne B├Ąume f├╝r dieses St├╝ck kaufen k├Ânnen, da in den ersten Nachfr├Âsten die Wildkr├Ąuter (Disteln) eh abgestorben w├Ąren.

    • sven

      „Was ├óÔéČ┼ôheddy├óÔéČ┬Ł angeht kann ich nur best├Ątigen, das diese Angelegenheit noch lange nicht aus der Welt ist“

      Hallo Herr Klemm, danke f├╝r Ihre Kommentierung zum Thema. Dann ist allerdings der MM-Artikel etwas verf├Ąlschend geschrieben, weil ich das so lese, dass Sie der Verwaltung f├╝r die Spr├╝h-Aktion Ihren „Segen“ gegeben haben. Zitat aus MM:

      „Die Erkl├Ąrung geht f├╝r Kurt Klemm in Ordnung, wie er auf nochmalige Nachfrage sagt. Er h├Ątte sie nur eben gern im Vorfeld gehabt – zum Beispiel in der Gemeinderatssitzung: „Man kann doch die Leute vorher informieren“, sagt er.“

      • Jochen Schust

        Ganz klar: Ein astreines Falschzitat des MM. D├╝rfte nicht mal nem Prakti passieren!

        Anja, Anja, Anja…

  • A. Felis

    Hallo,

    was ich an dem MM Artikel und der Reaktion der Gemeinde nicht verstehe: Warum vernichtet man erst wilde Disteln um dann andere Wildpflanzen auszus├Ąen? Ist das nicht widersinnig? man sollte einfach die Disteln stehen lassen. So ist nun mal unsere Natur. Dies Spart Geld (unser Steuergeld!!) und Gift.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Was die Berichterstattung des MM angeht: Frau G├Ârlitz bleibt sich treu. Sie schreibt getreu auf, was der B├╝rgermeister will oder einen seiner Bediensteten anweist zu sagen. Wie ├╝blich verwechselt Frau G├Ârlitz ihre Hofberichterstattung mit Recherche und spart sich die Fakten: Wenn sie schon nachfragt, wieso schreibt sie dann nicht den Namen des Giftes auf? Und recherchiert selbst zu den m├Âglichen Nebenwirkungen?

      Erstens, weils Arbeit macht und vermutlich zweitens, weil sie gar nicht wissen will, was die Recherche ergeben k├Ânnte. Der Hinweis, dass das Mittel auch in der Landwirtschaft eingesetzt werde hei├čt was? Erstmal nichts. In der Landwirtschaft wird D├╝nger ohne Ende eingesetzt – der Hauptgrund, warum unser Trinkwasser extrem mit Nitrat belastet ist und nur gemischt die „gesetzlichen Normen“ erf├╝llt – die UN empfiehlt viel niedrigere Werte.

      Frau G├Ârlitz denkt auch nicht einmal dar├╝ber nach, was „Unkr├Ąuter“ eigentlich sind: namlich Wildkr├Ąuter, die dann zum „Unkraut“ werden, wenn sie aus welchen Gr├╝nden auch immer „nicht erw├╝nscht“ sind. Die negative Konnotation des Begriffs zeigt ein vollkommen desorientiertes Verh├Ąltnis zur Natur.

      Weiter verwendet Frau G├Ârlitz ein Foto der Gemeinde, um die „erfolgreiche“ Distelspritzung zu belegen. Selbst vor Ort war sie nicht – sie verl├Ąsst sich also auf den Urheber, der in der Kritik steht, um mit dessen Informationen das kritisierte Thema als „unkritisch“ umzudeuten. Das ist Unkrautjournalismus, von dem leider die meisten Texte dieser Hofberichterstatterin befallen sind.

      Dabei verwendet sie Begriffe wie „auf Nachfrage unserer Zeitung“ – h├╝bsch, das w├╝rde ich gerne mal sehen, wie die Zeitung nachfragt. Weiter zitiert sie Herrn Klemm falsch, was dieser hier im Kommentar ja schon best├Ątigt hat: „In Ordnung“ findet er, dass die Gemeinde sich zum ersten Mal ├╝berhaupt ge├Ąu├čert hat.

      Weiter ist es eigentlich gute Sitte, die Quelle, auf die sich Berichterstattung bezieht, zu nennen, als unsere Meldung im heddesheimblog: Leider zeigen sich die Redaktionsleitung des MM und Frau G├Ârlitz hier wieder einmal als vollst├Ąndig unsouver├Ąn und peinlich bem├╝ht, nur ja das Wort „heddesheimblog“ nicht zu schreiben. Auch das eine Fehlleistung der Redaktion. Wir k├Ânnen verstehen, dass der MM uns als bedrohliche Konkurrenz betrachtet – wir k├Ânnen aber nicht verstehen, dass der MM seine LeserInnen unvollst├Ąndig informiert.

      Der Mannheimer Morgen und seine Repr├Ąsentatin Frau G├Ârlitz werden deshalb immer wieder von uns kritisiert – weil die Berichterstattung interessengesteuert und keinesfalls objektiv ist. Dies zeigt sich vor allem darin, dass wesentliche Informationen wider besseres Wissen nicht berichtet werden.

      Redakteure des MM funktionieren Pressemitteilungen in „eigene“ Berichte um, lassen sich in die Feder diktieren, was „gew├╝nscht“ ist und merken ├╝berhaupt nicht, wie sie ihre eigene Glaubw├╝rdigkeit damit untergraben. Das ist bedauerlich.

      Wir w├╝nschen uns eine bessere Berichterstattung beim MM – dann g├Ąbe es zumindest so etwas wie einen „sportlichen“ Anreiz f├╝r uns, mit der Konkurrenz um die besten Nachrichen zu k├Ąmpfen. So bleibt uns wieder einmal nur die Feststellung, dass der MM die erweiterte Pressestelle des B├╝rgermeisteramts ist und qualitativ in der Liga von Mitteilungsbl├Ąttern spielt.

      Schade auch. Als ich von 1991-1994 als freier Mitarbeiter f├╝r die Zeitung t├Ątig war, gab es dort noch sowas wie journalistischen Ehrgeiz, wenn auch damals schon diese Tendenz der Hofberichterstattung bemerkbar war. Auch heute noch gibt es Kollegen beim MM, die ich f├╝r ihre Arbeit sch├Ątze – die betreffenden Personen wissen, wen ich meine.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Hardy Prothmann

      • Jochen Schust

        Es ist einfach ein Trauerspiel mit der Dame… Was mich mittlerweile etwas wundert, ist dass Chefredaktion und Verlag in Mannheim nicht einschreiten. Das heddesheimblog bzw. Hardy Prothmann geht bundesweit durch die Medien, und die Lokalberichterstattung des MM wird dabei immer als das Negativbeispiel schlechthin vorgef├╝hrt.

        Da m├╝ssten in Zeiten sinkender Auflagen doch die Alarmglocken in Mannheim klingeln. Frau G├Ârlitz ist langfristig damit doch schlicht gesch├Ąftssch├Ądigend f├╝r den Verlag.

        • sven

          Mich w├╝rde ja mal interessieren, wie sich die Auflage des Morgen in Heddesheim entwickelt hat seit das blog auf dem Markt ist. Gibt es hierzu Zahlen? Zu gro├čen Bl├Ąttern liest man ja ├Âfter wie sich die Auflage gerade entwickelt, BILD, ZEIT FAZ etc.

        • Jochen Schust

          Zu Ihrer Frage: Zuf├Ąllig heute wurden die neuesten Auflagenzahlen des MM ver├Âffentlicht.
          Das Ergebnis ist ersch├╝tternd f├╝r das Blatt: Der Auflagenschwund setzte sich erneut fort. In nur 3 Monaten ging die Auflage von 81.600 auf 79.700 runter. Ca. 1400 Leser haben ihre Abos in diesem Zeitraum gek├╝ndigt.

          Theoretische Rechnung: Geht die Abok├╝ndigung in diesem Tempo weiter, hat der MM in 13 Jahren keinen einzigen Abonennten mehr. Also Durchhalten, Herr Prothmann ­čÖé

          Soviel zum Erfolg von Qualit├Ątsjournalismus a la G├Ârlitz! F├╝r Heddesheim speziell habe ich leider keine separate Auflagenentwicklung gefunden.

          Mehr unter http://www.ivw.eu/index.php

  • Tomjack

    Blume des Jahres 2008
    Von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt wurde zur Blume des Jahres 2008 die
    Nickende Distel (Carduus nutans)
    ausgew├Ąhlt.
    http://www.stiftung-naturschutz-hh.de/blume/2008.htm

    Aber das war halt 2008 und interessiert unseren B├╝rgermeister nicht.