Donnerstag, 23. MĂ€rz 2017

Lehrer des Berufsschulzentrums Weinheim informierten an der Karl-Drais-Schule

Schulabschluss – was dann?

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Die LehrkrĂ€fte Erwin Weyand, Thomas Römer und Maren Mai (v.l.) informierten die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler des Abschlussjahrgangs der Karl-Drais-Schule ĂŒber das Berufsschulzentrum Weinheim.

 

Heddesheim/Hirschberg, 14. Januar 2014. (red/csk) Die SchĂŒler der 10. Klassen der Karl-Drais-Werkrealschule steuern auf ihren Abschluss zu. Was kommt danach? Eine Informationsveranstaltung sollte den gut 30 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern helfen sich zu orientieren. Eingeladen waren Vertreter des Berufsschulzentrums Weinheim, die einen Überblick ĂŒber die Möglichkeiten gaben, die den zukĂŒnftigen Schulabsolventen in Weinheim offen stehen.

Von Christina SchÀfer-Kristof

Das Berufsschulzentrum in Weinheim bietet drei verschiedene Zweige. Mit der gewerblich-technischen Ausrichtung der Hans-Freudenberg-Schule, der wirtschaftlich geprĂ€gten Johann-Philipp-Reis-Schule und der Helen-Keller-Schule mit dem sozial-gesundheitlichen Schwerpunkt stehen den SchĂŒlern je nach Neigung und FĂ€higkeit diverse Möglichkeiten fĂŒr einen Einstieg in die berufliche Laufbahn offen. Wer sich fĂŒr einen weiteren schulischen Weg entscheidet, gewinnt erste Einblicke in den den anvisierten Wunschberuf. DafĂŒr sorgen die ProfilfĂ€cher der jeweiligen Schulen, die den Schwerpunkt des jeweiligen Zweigs bilden.

210 PlĂ€tze verteilt auf sieben Klassen stehen den SchulabgĂ€ngern von Real- und Werkrealschulen in diesem Sommer zur VerfĂŒgung – sollten sie sich fĂŒr eine gymnasiale Laufbahn entscheiden. Das Ziel der Allgemeinen Hochschulreife bieten alle drei Zweige an – lediglich die ProfilfĂ€cher unterscheiden sich. Thomas Römer, Lehrer an der gewerblich-technischen Hans-Freudenberg-Schule, machte aber deutlich, dass der Weg zum Abitur kein Zuckerschlecken ist: „Da muss man sich anstrengen“, sagte Thomas Römer. Seine Kollegin Maren Mai von der Helen-Keller-Schule mutmaßte, dass gerade fĂŒr WerkrealschĂŒler der Umstieg von der bisher eher praktischen Lernerfahrung zur Theorie des Unterrichts am beruflichen Gymnasium besonders schwer ist.

Kolleg als Alternative

Ohne Lernen geht es auch hier nicht.  Aber vielleicht ist es am Kolleg etwas leichter. SchĂŒler des Berufskollegs sammeln neben den bekannten FĂ€chern wie Deutsch, Geschichte, Englisch und Mathematik erste Grundlagen in  dem jeweiligen Profilfach. Das hilft bei anschließenden Bewerbungen – selbst wenn man den Sprung vom ersten ins zweite Jahr des Berufskollegs nicht schaffen sollte. Wer das Kolleg nach zwei Jahren mit bestandener PrĂŒfung abschließt, hat die Fachhochschulreife in der Tasche. Mit einer ZusatzprĂŒfung winkt beispielsweise an der Johann-Philipp-Reis-Schule zudem der Abschluss als Wirtschaftsassistent.

 

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Thomas Römer, Maren Mai und auch Erwin Weyand, Lehrer an der Johann-Philipp-Reis-Schule, bestĂ€rkten die SchĂŒler, sich aktiv zu bewerben – an mehreren Kollegs, dazu in Betrieben fĂŒr eine Berufsausbildung und eventuell auch noch an einem beruflichen Gymnasium. „Je mehr Ihr Euch anmeldet, desto mehr habt Ihr zur Auswahl“ der Ratschlag von Maren Mai. Sie und auch Thomas Römer hatten vorher bereits betont, dass die Berufsaussichten fĂŒr Absolventen des beruflichen Zweigs ihrer Schulen derzeit „gigantisch“ sind. Auch Erwin Weyand sah die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in Weinheim an der richtigen Adresse. Er sagte: „Sich bei uns anzumelden, dĂŒrfte keine falsche Entscheidung sein.“

Allzu lange dĂŒrfen sich die SchĂŒler der Karl-Drais-Schule – wie auch alle anderen auch – mit der Entscheidung nicht mehr Zeit lassen. Am 01. MĂ€rz lĂ€uft die Frist fĂŒr die Anmeldung an den beruflichen Gymnasien in Baden-WĂŒrttemberg ab. Bis dahin sollten die Bewerbungsunterlagen vollstĂ€ndig eingereicht sein. Bei den beruflichen Gymnasien darf man sich ĂŒbrigens nur an einer Schule bewerben. Danach kann man eine Rangfolge fĂŒr andere Berufsgymnasien festlegen. Bei Kollegs und natĂŒrlich Ausbildungen sieht es anders aus. Hier ist auch eine Mehrfachbewerbung möglich. Dann heißt es hoffen – auf einen positiven Bescheid. Und Lernen fĂŒr die AbschlussprĂŒfung.