Montag, 09. Dezember 2019

Gastbeitrag: Entwicklung und Wachstum – von Richard Landenberger

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Gastbeitrag

Von Richard Landenberger

Jetzt dĂŒrfen wir in Heddesheim darĂŒber abstimmen, ob sich unsere Gemeinde weiterentwickeln soll.
Allerdings ist den Fragestellern ein Fehler unterlaufen. Sie schreiben Entwicklung und meinen Wachstum, ja Wachstum auf Teufel komm raus.

Dabei sind wir schon lĂ€ngst an den Grenzen des Wachstums angekommen. Der Naturhaushalt der Erde lĂ€ĂŸt ohne großen Schaden keine weitere Eingriffe zu. Eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung muß daher intelligent mit den vorhandenen Natur-GĂŒtern umgehen.

Nun behaupten viele, und in Heddesheim sind dies die BefĂŒrworter der Ansiedlung Pfenning, eine Entwicklung ohne Wachstum sei nicht möglich. Oder sie meinen, Wohlstand sei ohne Wachstum nicht aufrechtzuerhalten. Aber dies ist eine veraltete materialistische Doktrin.

Doch das ist sehr wohl der Fall. Und es ist der Weg, der nicht in die Sackgasse fĂŒhrt. Er erfordert allerdings ein Umdenken in unseren Köpfen, er erfordert ein Umstellen unserer Lebensgewohnheiten.
Wir können zwar ohne weiteres noch etliche Jahre so weitermachen wie jetzt, aber dann wird der Fall hÀrter werden und unsere Kinder und Enkelkinder werden kaum noch Chancen haben, sich frei zu entwicklen, wenn alles zerstört ist.

Besser ist es, jetzt schon die Weiche umzustellen und sich zu ĂŒberlegen, wie in Heddesheim eine zukunftsfĂ€hige Entwicklung möglich ist.

Und so schmerzlich es auch sein mag, man muß sich fragen, ob man allen Luxus behalten will.

Die Frage der Bescheidenheit stellt sich auch in Heddesheim. Etliche Millionen ZuschĂŒsse pro Jahr fĂŒr Freizeiteinrichtungen mĂŒssen auf den PrĂŒfstand.

Leider wurde noch kein Konzept fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Entwicklung speziell fĂŒr Heddesheim entwickelt.

Dies lĂ€ĂŸt sich auch nur mit allen Interessierten tun. Die BĂŒrgerabstimmung ist ein gutes Startzeichen fĂŒr einen solchen Prozeß.

Stimmen wir daher fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung Heddesheims, stimmen wir gegen die weitere Zerstörung der FlĂ€chen in unserer Gemarkung.

JA (1) fĂŒr eine Nachhaltige Entwicklung Heddesheims
JA (1) fĂŒr die Chancen unserer Kinder und Enkel
NEIN (0) zur Zerstörung der Natur.

Mit 110 geben wir Heddesheim eine Chance.

Richard Landenberger

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.