Sonntag, 20. August 2017

5. Platz für das Heddesheimer Jugendrotkreuz bei Bundeswettbewerb

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Guten Tag!

Heddesheim, 13. September 2010. Beim Bundeswettberb der Jugendrotkreuzler der Stufe 2 (12-16) Jahre erreichten die Heddesheimer Rotkreuzler den 5. Platz. Austragungswort war Arendsee in Sachsen-Anhalt.

Von Sabrina Metz

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Der 5. Platz beim Bundeswettbewerb ist für das Jugendrotkreuz Heddesheim ein klasse Erfolg.

Als Vertreter für den Landesverband Baden-Württemberg machten sich die Landessieger aus Heddesheim bereits am Freitagmorgen auf den Weg in das 520 Kilometer entfernte Arendsee. Dort fand vom 10.-12. September der diesjährige Bundeswettbewerb des Jugendrotkreuzes statt. Insgesamt 17 Gruppen aus ganz Deutschland stellten sich den vielfältigen Aufgaben, die auf dem weitläufigen Gelände des „KIEZ“ (Kindererholungszentrum) verteilt waren.

Dank der guten Vorbereitung durch die Gruppenleiter/Experten für die verschiedenen Themen, sorgte der 5. Platz für mächtig Begeisterung, da die Gruppe auch eine der jüngsten in der Alterstufe ist (Durchschnittsalter 13 Jahre).

Getreu dem Motto „Backfisch, Lot und Seemannsgarn“ wurde die Gruppe von dem „Kapitän“, Bundesleiter Marcus Janßen in Empfang genommen. Am Abend gab es offene Angebote, u.a. hatte jede Gruppe die Möglichkeit eine Fahne zu gestalten oder eine Schneekugel zu bauen, ehe am Lagerfeuer mit Knüppelkuchen, bei uns eher bekannt als Stockbrot, der Abend ausklang. Denn am Morgen mussten ja alle für den Wettbewerb fit sein.

Für die „DoDo’s“ begann der erste Teil des Wettbewerbs mit einem Rollenspiel. Durch Erfragen musste die Gruppe herausfinden, was die einzelnen auf dem Gelände verstreuten Personen benötigen, damit sie zur nächsten Aufgabe kommen. Am Ende jedes Eintauschens stand eine Aufgabe, die wettbewerbsrelevant war. Am Nachmittag ging es klassisch „von Station zu Station“, davon einige am Ufers des Arendsees. Die Aufgaben drehten sich rund um den 100. Todestag des Rotkreuz-Gründers Henry Dunant, um Katastropenschutz, sowie der Rahmenstrategie „Vielfalt“.

Hier eine kurze Ãœbersicht über die verschiedenen Stationen:
Im Bereich der Ersten Hilfe gab es sowohl Einzel- als auch zwei Gruppenaufgaben. Der Unterschied zu den vorherigen Wettbewerben ist hier, dass die Gruppe nur die Situation geschildert bekommt, nicht aber die Art und Schwere der Verletzungen. Diese müssen von den Helfern richtig erkannt und erstversorgt werden.

1. Gruppenaufgabe: „Kneipenschlägerei“: 1. Verletzer: bewusstlos, dann Atemstillstand, 2. Verletzer: Schürfwunden am Ellenbogen und Platzwunde an der Stirn, 3. Verletzter: bewusstlos.

Die 2. Gruppenaufgabe „Unfall am Badesee“ war etwas kniffliger. Zunächst gab es nur 3 Verletzte, die in der Nähe der Umkleidekabinen lagen.
1. Verletzter: Prellmarke an der Brust, Hustenanfall, Atemnot, später bewusstlos
2. Verletzter: Schürfwunden an beiden Händen
3. Verletzter: ist sehr aufgeregt, da seine Freunde verletzt sind

Nach 10 Minuten tauchten im wahrsten Sinne des Wortes 2 weitere Verletze auf, nämlich am Ufer des Sees:
4. Verletzter: Schock, Hyperventilation,
5. Verletzter im Schlauchboot: Reibungsverletzung an beiden Handinnenflächen, Platzwunde auf der Nase
Außerdem gab es am Ufer auch noch eine 6. Personen, die sehr besorgt um die verletzen Freunde war
Bei nur sechs zulässigen Helfern eine ziemlich schwierige Aufgabe.

Die Einzelaufgaben waren die Versorgung von einem Verletzten durch einen Helfer:
Fremdkörperverletzung mit einem Nagel in der Hand
offener Unterschenkelhalsbruch nach Sturz
Amputation eines Fingers
Verätzung des rechten Auges mit Säure
Verbrennungen 2. Grades am Unterarm nach Lagerfeuer
Theorie-Aufgabe zum Thema Selbstschutz / Katastrophenvorsorge
Rotkreuzwissen:
Ereignisse aus dem Leben von Henry Dunant mussten Jahreszahlen zugeordnet werden
Antworten zu Fragen aus der Rotkreuzgeschichte mussten aus Silben, die in einem Bällebad verteilt waren, gesucht werden
Nachbau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage (siehe Bild im Anhang)
Sozialer Bereich
Nach einem Erdbeben müssen die Jugendlichen sich entscheiden, welche Grundbedürfnisse für die Betroffenen am wichtigsten sind, bzw. welche Hilfsmittel benötigt werden
aus bereitgestellten Zubehör musste ein Gerät zur Messung der Sichttiefe des Arendsees gebaut werden
Anhand von Playmobilfiguren mussten bezogen auf den Kreisverband Mannheim die Verhältnismäßigkeiten dargestellt werden, z.B. weiblich/männliche Mitglieder, Bereitschaft / Jugend
Musisch-Kulturell
Die Gruppe musste ein vorbereitetes Stück zum Motto „Das Jugendrotkreuz sucht das Supertalent“ vorstellen
Zu der Geschichte „Von dem Fischer und seiner Frau“ galt es mit Legofiguren die Geschichte Bild für Bild nachzustellen, damit ein kurzer Film entsteht
Bei einem Schattenspiel musste ordentlich Seemannsgarn gesponnen werden

Bei Sport / Spiel musste z.B. ein ferngesteuertes Auto durch einen Parcours gelenkt werden, einmal auch blind (siehe Foto)

Der Abend endete mit einem Fackellauf anschließender Siegerehrung, sowie einem Kapitänsdinner.

Die Teilnehmer: Philipp Schick, Oliver Rosenwald, Ines Tuschner, Diana Gottschall, Sophia Bechtel, Linda Pulver, Lara Göhner
Gruppenleiter: Sabrina Matthes, Alexandra Adelmann, Michael Schmitt
Jugendleiterin: Sabrina Metz

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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Kurt Klemm

    Liebe Mädels und Jungs,
    das war eine ganz tolle Leistung die ihr da abgelegt habt und weil ich weiß, dass ihr nicht nur am Dienst an unserem Nächsten, sonder auch im Vogelschutz großartiges leistet, möchte ich euch ganz herzlich zu eurem Erfolg gratulieren.
    Kurt Klemm