Montag, 24. September 2018

Stellungnahme der Redaktion zur eigenen Haltung in Sachen „Pfenning“

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Guten Tag!

Heddesheim, 12. Oktober 2009. Die Redaktion des heddesheimblogs nimmt Stellung zum Vorwurf der Unternehmensgruppe Pfenning, das heddesheimblog berichte als „Gegner“ der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung.

heddesheimblog

Stellungnahme der Redaktion

  • Das heddesheimblog ist ĂŒberparteilich und unabhĂ€ngig.
  • Die Redaktion ist weder fĂŒr noch gegen Personen, Organisationen, Vereine oder Unternehmen eingestellt. Sie berichtet neutral und nach bestem Wissen und Gewissen.
  • Das heddesheimblog nutzt alle Stilformen der journalistischen Darstellung und informiert in Schrift, Ton, Bild und Video. DarĂŒber hinaus verlinken wir transparent zu Informationen auf andere Internetseiten.
  • Das heddesheimblog ist meinungsstark – in eigenen BeitrĂ€gen, in GastbeitrĂ€gen und in Leserkommentaren.
  • Das heddesheimblog hat den Anspruch, den bestmöglichen und professionellsten Journalismus der Region zu liefern – trotzdem passieren auch uns Fehler. Als eines von wenigen Medien in Deutschland (Spiegel, Bild) dokumentieren wir diese Fehler in der Kategorie: „Korrektur“.

Die Redaktion heddesheimblog

Der Vorwurf durch „Pfenning“

unwahrheiten

"Unwahrheiten und falsche GerĂŒchte" werden behauptet und mit der Berichterstattung des heddesheimblogs in Verbindung gebracht. "Belegt" wird dies mit einem Beispiel aus dem heddesheimblog - ĂŒber das die "Information" zugibt, dass dieser Fehler behoben wurde. Was wird damit ausgesagt? Quelle: Internetangebot von "Pfenning"

Die Unternehmensgruppe Pfenning behauptet, dass wir „Gegner“ der geplanten Ansiedlung seien.

Sind wir nicht. Wir sind Gegner von MissstĂ€nden, seien sie politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher oder kultureller Natur. Das heißt, wir nehmen die „WĂ€chterrolle“ der Presse ernst.

Im vorliegenden Fall haben wir sofort nach Kenntnis des redaktionellen Fehlers diesen korrigiert.

Unsere einzige „systematische Vorgehensweise“ ist die kontinuierliche Berichterstattung. Dazu gehört auch die nachfolgende Auflistung:

  • Die Unternehmensgruppe „Pfenning“ unterschlĂ€gt wesentliche Informationen und beweist damit die durch die Redaktion am Unternehmen geĂŒbte Kritik: So hat uns Herr Karl-Martin Pfenning am 18. September 2009 (Bild Nr. 4) persönlich ein Interview zugesagt – nach vier Absagen warten wir heute noch darauf.
  • Das Unternehmen unterschlĂ€gt die Tatsache, dass wir sowohl ĂŒber IG neinzupfenning als auch ĂŒber die GrĂŒnen – beides Gegner des Projekts – aus eigener redaktioneller Recherche heraus schon mehrfach und umfangreich kritisch berichtet haben.
  • Das Unternehmen unterschlĂ€gt die Tatsache, dass es selbst ĂŒber zwei Wochen lang vor der BĂŒrgerbefragung auf unserem besten Werbeplatz fĂŒr sich geworben hat. Wirbt man allen Ernstes dort, wo „Unwahrheiten und falsche GerĂŒchte verbreitet werden“? Wohl kaum.
  • Das Unternehmen unterschlĂ€gt die Tatsache, dass der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Uwe Nitzinger selbst uns das bislang umfangreichste Interview zur geplanten Ansiedlung gegeben hat.
  • Das Unternehmen unterschlĂ€gt die Tatsache, dass Herr Nitzinger im IFOK-„Dialogkreis“ uns zugesagt hat, sĂ€mtliche VorwĂŒrfe, Pfenning wĂŒrde seine Arbeitnehmer schlecht behandeln und bezahlen durch Gerichtsurteile und Einsicht in ArbeitsvertrĂ€ge versprochen hat. Auf die Einlösung warten wir nun schon fast zwei Monate.
  • Das Unternehmen unterschlĂ€gt die Tatsache, dass Herr Nitzinger im persönlichen Kontakt mit dem Redakteur Hardy Prothmann mehrmals bestĂ€tigt hat, dass dieser persönliche Kontakt immer professionell und seriös auf beiden Seiten abgelaufen ist.

Die Redaktion weist die Unternehmensgruppe darauf hin, dass unsere kritische Berichterstattung nichts mit „Gegnerschaft“ zu tun hat, sondern im Gegenteil sogar helfen kann, MissstĂ€nde und Fehler zu korrigieren.

  • So hat „Pfenning“ die renommierte Werbeagentur WOB in Viernheim mit einer Image-Kampagne beauftragt.
  • Ebenso haben „Pfenning“-Mitarbeiter an den IFOK-Sitzungen teilgenommen und sich den Fragen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger auf der Straße gestellt.
  • Auch hat „Pfenning“ einen „Tag der offenen TĂŒr“ veranstaltet.
  • Ebenso hat „Pfenning“ einen „Verkehrslenkungsvertrag“ mit der Gemeinde abgeschlossen.
  • DarĂŒber hinaus hat „Pfenning“ versichert, keine gefĂ€hrlichen Chemie-Produkte im geplanten Logistik-Zentrum zu lagern.
  • Auch wurden „vier“ AusbildungsplĂ€tze fĂŒr „Heddesheimer SchulabgĂ€nger“ versprochen.

Nach unserer Auffassung hat „Pfenning“ diese fĂŒr die Heddesheimer Bevölkerung positiven AktivitĂ€ten und Zusagen leider nur deshalb entwickelt, weil die AktivitĂ€ten des Unternehmens unter anderem durch das heddesheimblog kritisch begleitet werden.

Leider muss die Redaktion feststellen, dass der Unternehmensleitung diese Einsicht zu fehlen scheint und sie im Gegenteil versucht, die journalistische Leistung des heddesheimblogs zu diskreditieren.

Grund genug wĂ€re das fĂŒr die Redaktion, „es dem Pfenning mal so richtig zu zeigen“. Doch das entspricht nicht unseren Standards. Wir „zeigen“ aus solchen GrĂŒnden „niemandem irgendetwas“.

Wir recherchieren, wir berichten und wir verantworten unsere Arbeit. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber wir haben unsere Meinung und die heißt: „Pfenning“ wĂ€re gut beraten, sich endlich in seiner öffentlichen Darstellung professionell zu verhalten und auf solche „MĂ€tzchen“ zu verzichten.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.