Montag, 21. August 2017

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) zieht positive Jahresbilanz 2010

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Viele FahrgĂ€ste fĂŒhrten zu einer positiven Bilanz des VRN fĂŒr das Jahr 2010 - Bildrechte: VRN/Löckel

Viele FahrgĂ€ste fĂŒhrten zu einer positiven Bilanz des VRN fĂŒr das Jahr 2010 - Bildrechte: VRN/Löckel

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Rhein-Neckar, 11. MĂ€rz 2010. (pm) Wie der Verkehrsverbund Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, kann sich die Jahresbilanz fĂŒr 2010 sehen lassen. Neben stabilen Einnahmen könne man auch stabile Fahrgastzahlen vorweisen. Ein leichter RĂŒcklauf war jedoch bei den Ausbildungs- und Semester-Tickets zu verzeichnen.
Presseinformation „VRN“

„StabilitĂ€t im Angebot des ÖPNV im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) bestimmten weitest gehend das vergangene Jahr und damit auch die Fahrgastzahlen und Einnahmen der Verkehrsunternehmen in 2010. Die Zahl der FahrgĂ€ste blieb im VRN stabil bei rund 313 Millionen. Die Einnahmen aus FahrausweisverkĂ€ufen erhöhten sich um 8,3 Millionen Euro gegenĂŒber dem Vorjahr auf insgesamt 249 Millionen Euro. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 3,45 Prozent.

Sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Fahrgeldeinnahmen erfolgte eine statistische Bereinigung, die im Zusammenhang mit einer geĂ€nderten Einnahmeaufteilungssystematik steht. Diese fĂŒhrte insbesondere dazu, dass die Fahrgastzahlen nur um rund 100.000 auf 313,1 Millionen beförderte Personen stiegen und die Gesamteinnahmen sich nun 249 Millionen Euro im Jahre 2010 belaufen.

UrsĂ€chlich fĂŒr die Einnahmesteigerung ist vor allem die durchschnittliche Tarifanpassung zum 1.1.2010 um 2,9 Prozent. Zu berĂŒcksichtigen dabei ist, dass die Tarifanpassung bei den stĂ€rker nachgefragten Zeitkarten zum Teil prozentual höher lag und so die Mehreinnahmen gegenĂŒber der Tarifanpassung begrĂŒnden.

„Auch die gestiegenen Einnahmen aus Kombi-Ticketvereinbarungen mit Veranstaltern in den Bereichen Kultur und Sport haben sich positiv auf das Gesamtergebnis ausgewirkt. Trotzdem muss der ÖPNV weiter durch ergĂ€nzende FinanzierungsbeitrĂ€ge des Bundes, der LĂ€nder und der Kommunen gestĂŒtzt werden“, so RĂŒdiger Schmidt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der VRN GmbH, der im VRN alle Verkehrsunternehmen angehören.

Langfristige Kundenbindung im ÖPNV

Der VRN erfreut sich nach wie vor einer sehr hohen Kundenbindungsquote. Insgesamt waren im vergangen Jahr 91,4 Prozent der FahrgĂ€ste im Besitz einer Zeitkarte. Grund hierfĂŒr sind vor allem die verbundweit gĂŒltigen Jahreskarten.

FĂŒr das RheinNeckar-Ticket haben sich bis Ende 2010 insgesamt 26.406 Kunden und fĂŒr das Job-Ticket 37.695 Kunden entschieden.
GegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum bedeutete dies beim RheinNeckar-Ticket eine Steigerung von 5,4 Prozent und beim Job-Ticket eine Steigerung von 3,3 Prozent.

Ende letzten Jahres im Dezember 2010 waren 58.951 Personen im Besitz einer Karte ab 60. GegenĂŒber dem Vorjahr sind dies 77 Personen mehr (+0,13 Prozent).

Die sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Fahrgeld-einnahmen erzielten Zuwachsraten, die im vergangenen Jahr auch bei den Wochen- und Monatskarten Jedermann erzielt wurden, werden vor allem durch rĂŒcklĂ€ufige Verkaufszahlen bei der Jahreskarte Jedermann gedĂ€mpft, was aber an der insgesamt stabilen Situation im Zeitkartensegment nichts Ă€ndert.

ZuwÀchse beim Gelegenheitsverkehr

Eine sehr positive Entwicklung sowohl bei den Fahrgastzahlen (+10,53 Prozent) als auch bei den Einnahmen (+12,99 Prozent) war wieder beim BC-Ticket festzustellen. Inhaber einer BahnCard der DB AG (25, 50 oder 100) haben die Möglichkeit, ein BC-Ticket zu erwerben. Es gilt ein um circa 25 Prozent geminderter Fahrpreis.

Ein Plus konnte auch bei den Tageskartenangeboten (Ticket 24, Ticket 24 PLUS, 3-Tages-Karte) verzeichnet werden. Insgesamt wurden 1,95 Prozent mehr beförderte Personen und 2,27 Prozent mehr Einnahmen verbucht.

Ausbildungsverkehr und Semester-Tickets leicht rĂŒcklĂ€ufig

Im Vergleich der Dezemberwerte der Jahre 2009 und 2010 sank die Anzahl der Kunden, die im Besitz eines MAXX-Tickets waren, auf 164.345 (- 1,09 Prozent), die der Kunden mit einer Ausbildungsjahreskarte Westpfalz auf 26.615 (- 2,31 Prozent). ZurĂŒckzufĂŒhren ist dies auf rĂŒcklĂ€ufige SchĂŒlerzahlen, die sich bis jetzt im Bereich des VRN noch moderat auf die Gesamtbilanz auswirken, aber sicherlich in der Zukunft eine grĂ¶ĂŸere Rolle spielen werden.
Beim SuperMAXX-Ticket ist die Anzahl auf 3.377 Nutzer und damit um 4,26 Prozent angestiegen.

Beim Semester-Ticket sind die Fahrgastzahlen um 0,40 Prozent gesunken. Im letzten Jahr wurden insgesamt 71.719 Tickets (jeweils 6 Monate gĂŒltig) verkauft, damit 285 Tickets weniger als im Vorjahr. Beim Anschluss-Semester-Ticket konnte mit 1,5 Prozent ein leichter Zuwachs verzeichnet werden. Insgesamt nutzten 11.196 Karteninhaber dieses Angebot. Eine positive Entwicklung gab es auch beim Semester-Ticket plus Westpfalz. Hier stieg die Zahl der verkauften Tickets um 6,2 Prozent auf nunmehr 11.622 Nutzer.

Ausblick

Die Bilanz fĂŒr das vergangene Jahr deckt sich mit dem Ausblick fĂŒr die Zukunft. Die Einnahmen und Fahrgastzahlen werden sich weiter stabilisieren.
Mit einem hohen Zeitkartenanteil ist der VRN sicherlich bundesweit fĂŒhrend. Trotzdem erwarten die Kunden keinen Stillstand. „FĂŒr uns heißt dies in erster Linie vor allem die QualitĂ€t und den Service im ÖPNV weiter zu verbessern und den Kunden ein attraktives Modell eines funktionierenden ÖPNV zu bieten“, ergĂ€nzt RĂŒdiger Schmidt.

Seit dem letzten Jahr bietet der VRN das Handy-Ticket fĂŒr bestimmte Fahrscheine nun auch verbundweit an. Neue Applikationen in der Fahrplanauskunft fĂŒr Smartphones, iPhone und PC, sogenannte App und Gadget (aktuelle Abfahrtszeiten mit Echtzeit, Fußwegerouting, Stadtplan) stehen auf der Homepage unter www.vrn.de zur VerfĂŒgung. Dabei wird das Projekt Echtzeit von der Landesregierung Baden-WĂŒrttemberg gefördert und soll in Zukunft im gesamten Verbundgebiet umgesetzt werden.“

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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.