Donnerstag, 23. November 2017

Gelungener Start für den Heddesheimer Wochenmarkt

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Guten Tag!

Heddesheim, 11. März 2011. (che) „Frischer Freitag“ – mit diesem Slogan machten überall in Heddesheim verteilte Plakate, Flyer, Postwurfsendungen und ein quer über die Unterdorfstraße wehendes Banner zum ersten Wochenmarkt auf Heddesheims noch jungem Dorfplatz aufmerksam. Und die Heddesheimer folgten dem Aufruf und bescherten so dem „Frischen Freitag“ einen gut besuchten Auftakt.

Als gegen 08:00 Uhr Bürgermeister Michael Kessler die Eröffnungsrede hielt, verloren sich erst etwa 70 Menschen auf dem Dorfplatz, darunter viele Mitglieder des Heddesheimer Gemeinderats.

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Guter Start für den "Frischen Freitag".

Kesslers Rede war erfreulich kurz; ein kurzer Abriss der Entstehungsgeschichte des Markts, die Hoffnung der Gemeinde, damit die Attraktivität und Kaufkraft des Orts zu steigern und zu erhalten und den Dorfplatz auch zu einem Ort der Kommunikation und Begegnung werden zu lassen.

Dann stellte er die eigens konzipierten Schürzen für die Händler vor, ganz in braun mit dem Logo „Frischer Freitag“, ließ rundum Äpfel mit dem Logo verteilen und lud alle Kunden zu einem kostenlosen Sekt ein.

Acht Händler präsentierten ihre Produkte

Acht Händler hatten auf dem Platz ihre Stände aufgebaut und präsentierten erwartungsvoll ihre frischen Produkte.

Das Angebot erstreckte sich von Fisch, Pfälzer Wein und Hausmacher Worscht über Käse, Eier und Nudeln, Blumen und Gemüse bis hin zu Putenfleischprodukten, Oberbekleidung von „Hellese Wear“ und Putzmitteln von Amway.

Nach Kesslers Eröffnung machte sich eine gewisse Nervosität unter den Händlern breit: Würden die Heddesheimer ihren neuen Wochenmarkt annehmen?

Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten die erschienenen Heddesheimer noch etwas verloren, doch nach und nach füllte sich der Dorfplatz mit Menschen.

Gegen 9:30 Uhr war auf dem Zugang am Rathaus kaum noch ein Durchkommen. Die Heddesheimer strömten jetzt geradezu auf den Markt. Die Markthändler, die anfangs noch in Ruhe ein kleines Schwätzchen mit ihren Kunden hielten, hatten jetzt alle Hände voll zu tun.

Besonders am Gemüsestand drängten sich die Kunden. Anita Schubkegel aus Dannstadt-Schauernheim und ihr Damen-Team bewältigten flott und freundlich den großen Andrang, denn die enorme Vielfalt ihres Obst- und Gemüsesortiments fand großen Zuspruch.

Am Stand mit den Putenfleischprodukten standen die Heddesheimer Schlange. Bauer Reinmuth aus Helmstatt-Weilerhof, der die Puten für seine Erzeugnisse selbst aufzieht und verarbeitet, verteilte an alle Marktbesucher Gutscheine für ein kostenloses Paar Putenwienerle. Das holten sich die Heddesheimer natürlich gerne ab und nahmen sich bei der Gelegenheit auch gleich noch Putenwurst oder Fleisch fürs Mittagessen mit.

Einen guten Anklang fand das reichhaltige Käseangebot. Der Stand von Jürgen Brunn aus Mannheim traf mit seinem Angebot den Geschmack vieler Heddesheimer Käsefreunde.

Die beiden Mannheimer Damen am Blumenstand machten ebenfalls einen zufriedenen Eindruck. Ihre Gestecke und Frischblumensträuße gefielen vor allem den Heddesheimerinnen, auch ihr Stand war gut besucht.

Lediglich am Fischstand war weniger Betrieb. Obwohl der Fisch optisch einladend präsentiert wurde und so frisch und appetitlich aussah, dass er ohne weiteres als Sushi verzehrt werden kann, blieben die Heddesheimer Kunden eher zurückhaltend. Frank Schott aus Albertsweiler ist aber zuversichtlich, dass sich die Qualität seiner Fischerzeugnisse herumsprechen und es für sein Angebot zukünftig größere Nachfrage geben wird.

Auch Herr Rahm aus Bad Dürkheim zeigt sich zufrieden mit der Nachfrage nach seinen Hausmacher Wurstsorten und seinem Weinangebot. Mit flotten Sprüchen und einem breiten Lächeln reichte er jedem Kunden als Entscheidungshilfe gerne ein Gläschen zum Verkosten.

Der Stand der Werbemacher GmbH („Hellesewear“) war zwar nicht so stark frequentiert wie die Stände mit den frischen Produkten, aber auch dieser Standbetreiber zeigte sich alles in allem zufrieden. Er will zukünftig jeden Freitag eine andere Kollektion anbieten, um so saisonelle Gegebenheiten und Kundenwünsche gezielt zu berücksichtigen.

Am Stand von „Amway“ dagegen hatte man nur sehr wenige Kundengespräche. Dieser Stand wirkte deplaziert und fand offensichtlich kein Interesse.

Leider hatte man einen Stand offenbar vergessen. Einige Heddesheimer monierten das Fehlen eines Standes mit Backwaren. Ein Brot oder frische Brötchen hätte so manch einer auch gerne gleich mitgenommen. Und weitaus bereitwilliger als eine Flasche Putzmittel.

Der Dorfplatz wird zum Marktplatz und zu einem Ort der Kommunikation

Bürermeister Kessler wünschte sich, der Markt möge auch ein kommunikativer Ort sein. Das wurde zur Eröffnung erfüllt. Ãœberall bildeten sich kleinere Grüppchen von Menschen, die über das Angebot des Markts ebenso eifrig diskutierten wie über die eigenen Befindlichkeiten oder die der Familie, Verwandten und Bekannten.

Man hielt ein Schwätzchen, freute sich, Menschen wieder zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte, aß dabei eine Bratwurst (1 Euro) und trank miteinander gratis ausgeschenkten Sekt.

Heddesheim hat den Wochenmarkt angenommen, obwohl für viele Heddesheimer der Freitagstermin ungünstig für Berufstätige und Schüler erscheint. Trotz dieser nicht unberechtigten Kritik war der Wochenmarkt-Auftakt ein großer Erfolg.

Großer Andrang, zufriedene Händler, zufriedene Heddesheimer, für die Zukunft des Markts lässt das hoffen.

Viel Freude mit den Fotos:
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Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Mirme

    Ich fand den Wochenmarkt auch super und hoffe daß die Qualität der angebotenen Waren konstant so bleibt. Was ich nicht so gut fand, daß der Gemeindevollzugsbeamte am Eröffnungstag gleich unterwegs war.

  • uskok

    Schön, dass die Marktzeiten so geschickt gelegt sind (8-14 Uhr), dass Rentner und Hausfrauen nicht durch Berufstätige belästigt werden können, die vielleicht auch gerne auf dem Markt einkaufen gehen würden.
    Danke! Ein grandioser Erfolg!

  • Tommes

    Die Neugierde wird den ein oder anderen Rentner mehr auf den Wochenmarkt getrieben haben. Dennoch ist es in meinen Augen eine Totgeburt. Schlechter konnte die Marktzeit nicht gewählt werden. Innerhalb des Gemeinderats herrscht wahrscheinlich immer noch die Überzeugung, dass in „Good old Heddesheim“ der Mann fürs Geldverdienen zuständig ist und die Frau zuhause die Kochlöffel zu schwingen hat. So wie sichs ghert !

  • Steffen Weber

    Hallo,
    die Darstellung, wie sie hier über meinen Stand geschrieben wurde, ist absolut falsch. Ich hatte sehr viele Kundengespräche und auch einen überdurschnittlich guten Umsatz. Viele Kunden haben mich angesprochen, weil sie die Produkte schon kennen, aber nicht mehr wußten wo sie sie bekommen können. Sie sind jetzt sehr froh, dass sie die gute Qualität nicht länger missen müssen.
    Uns als deplaziert zu bezeichnen finde ich nicht in Ordnung. So kann man jemanden, der dabei ist, etwas aufzubauen, gleich ins Grab reden.
    Die Zeiten finde ich übrigens auch nicht in Ordnung. Wir hätten den Markt auch lieber an einem Nachmittag, das auch die berufstätige Bevölkerung einkaufen kann.
    Freundliche Grüße
    Steffen Weber

    • heddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Beitrag.

      Sie können der Auffassung sein, dass die Darstellung „falsch“ sei. Unsere Autorin hat sich rund drei Stunden auf dem Markt aufgehalten und ihre Beobachtungen wiedergegeben. Es gibt aus redaktioneller Sicht keine Grund, diese Darstellung zu bezweifeln.

      Ganz sicher gibt es kein Interesse „jemanden ins Grab zu reden“, sondern nur das journalistische Interesse im Sinne der Leserinnen und Leser, die Dinge aufzuschreiben, wie sie sind. Da Sie ausweislich Ihres Kommentars mit der Resonanz zufrieden waren und einen „überdurchschnittlichen Umsatz“ erzielt haben, können Sie zufrieden sein, was uns entgegen der von Ihnen unterstellten Intention natürlich für Sie freut.

      Der Eindruck der Autorin ist, dass die Marktbesucher die Lebensmittelstände bevorzugt besucht haben – sicher gelten auch andere Umsatzbedingungen bei diesen als bei Ihnen. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg, wie allen Marktteilnehmern. Auch heute hat der Markt wohl einen guten Anklang gefunden, was zu begrüßen ist.

      Über Erfolg oder Misserfolg entscheiden aber sicher nicht die ersten beiden Markttage. Die Kritik an der zeitlichen Begrenzung bis 14:00 Uhr wird im übrigen von vielen Bürgerinnen geteilt – vielleicht sollte man bei Gelegenheit die Gemeinde auffordern, die Zeit zu verlängern.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

      • Guten Tag,
        zu diesem Thema muss ich unbedingt schreiben. Ich finde den Artikel der Journalistin schon sehr eigenartig. Man könnte fast meinen, dass Sie überhaupt nicht vor Ort war. Denn dann hätte Sie sehen müssen, dass an unserem Amway-Stand einiges los war. Die Nachfrage nach Produkten war groß und die Anzahl derer, die die Produkte schon seit Jahren kennen und lange nicht gefunden haben übertraf unsere Erwartungen. Auch konnten wir durch unseren gelungen Marktauftritt viele neue Kunden von unserem Sortiment begeistern.
        Wir waren zu zweit am Stand und hatten genügend zu tun. Wir haben viele nette Heddesheimer kennen gelernt und werden auch weiter unsere Sortiment anbieten.
        Im Großen und Ganzen nehme ich an, dass hier jemand etwas persönlich gegen Amway hat. Warum werden wir nicht erfahren. Auch wenn man eventuell in einem anderen Network eingetragen ist, sollte man als Journalistin ohne Vorurteile berichten.

        • Heddesheimer

          Hallo, sehen sie es Positiv der Mannheimer Morgen hat das Produkt Amway nicht erwähnt.

          Schönen Tag