Samstag, 25. März 2017

Vertreter statt Verwalter

Günther Heinisch (52) kandidiert für das Amt des Bürgermeisters in Heddesheim

heinisch

Grünen-Gemeinderat Günther Heinisch will Bürgermeister von Heddesheim werden.

Heddesheim, 10. Januar 2014. (red) Jetzt ist es offiziell. Der grüne Gemeinderat Günther Heinisch will Bürgermeister von Heddesheim werden (Anm. d. Red.: Wir haben bereits gestern berichtet). Er setzt klar auf die Karte „Bürgerbeteiligung“. Weitere Schwerpunkte seiner Kandidatur sind Verkehr und „Zukunftsperspektiven“. Dem Amtsinhaber Michael Kessler wirft der Diplom-Psychologe eine „kopflose wirtschaftliche und demographische Expansion“ vor.

Information Ortsverband Bündnis90/Die Grünen:

„Der Gemeinderat Günther Heinisch bewirbt sich im laufenden Jahr 2014 für das Amt des Bürgermeisters. Unter dem zentralen Motto „Mehr Bürger – weniger Meister“ steht Heinisch für einen neuen Stil im Rathaus, der den Bürgermeister nicht als Verwalter der Gemeinde, sondern als echten Vertreter der Bevölkerung versteht. Eine ernst gemeinte und umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und ist eines der zentralen Anliegen des Kandidaten Günther Heinisch.

Das Wahlprogramm ist klar strukturiert. Es besteht aus den drei Themenfeldern „Bürgernähe“, „Verkehr“ und „Zukunftsperspektiven“. Unter dem ersten Punkt ist eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse zu verstehen. „Es ist höchste Zeit, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nicht nur über die Farbe eines Gebäudes entscheiden dürfen – sondern darüber, ob überhaupt gebaut wird.“, so Heinisch.

Die bestehende Verkehrsbelastung in den Griff zu kriegen ist erklärtes Ziel. Dabei darf es keine Denkverbote geben. Auch die Option der Herabstufung von Kreis- zu Ortsstraßen soll ernsthaft geprüft werden. „Der Lebensqualität unserer Einwohnerinnen und Einwohner ist wichtiger als eine kopflose wirtschaftliche und demographische Expansion.“ Unter dem Oberbegriff „Zukunftsperspektiven“ finden sich mehrere Themen, für die Günther Heinisch eintritt. Sie reichen von einer besseren Unterstützung der örtlichen Vereine über bessere Unterstützung von kleinen und mittelständischen Betrieben bis zu einem deutlicheren Engagement für Natur- und Umweltschutz.

Günther Heinisch ist seit Jahren erfolgreich auf Orts- und Kreisebene politisch tätig und bestens in die Landesregierung vernetzt. Seit 2009 ist er darüber hinaus Mitglied des Heddesheimer Gemeinderats und fungiert seit 2011 als Fraktionssprecher. Der gelernte Diplom-Psychologe hat seine Leidenschaft für exklusiven Single Malt Whisky zum Beruf gemacht und arbeitet als Fachberater und Autor von Rezensionen in einem europaweit führenden Online-Fachhandel für exklusive Spirituosen. Nebenbei züchtet er erfolgreich Bonsai-Bäume und frönt seiner Leidenschaft für die Britischen Inseln.“

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • peggo

    Jawoll! Endlich bietet mal jemand dem Verwaltungswahnsinn die Stirn. Herr Heinisch, krempeln Sie die Ärmel hoch, denn es gibt eine Menge zu tun. Engstirnigkeit, Willkür, Ignoranz halten Hof in Heddesheim. Die Bürger wollen den Perspektivenwechsel. Und zwar am besten gestern. Die Unterstützung von mir und meiner Familie haben Sie!

    Peggo

  • Suse

    Als junge Familie fühlte ich mich in Heddesheim bisher eher aufs Abstellgleis verschoben. Trotz vollmundiger Worte passiert hier in Heddesheim nicht wirklich viel. Mit den Kindern Radfahren zum Beispiel ist brandgefährlich. Und wenn ich mal ins Grüne will, kann ich auch gleich nach Viernheim oder an die Bergstraße fahren. Der schmale Streifen um den See hat keinen Naherholungswert. Generell hat man schon den Eindruck, dass der amtierende Bürgermeister eher den Fokus auf die wirtschaftlichen Faktoren legt. Wäre schön, wenn sich das ändern würde!

  • Ortskern

    Gott sei Dank – dem Leviathan Kessler wird die Stirn geboten.

  • heddesheimerin

    Ich würde mir von Herzen einen Wechsel wünschen in Heddesheim. Aber ich glaube nicht daran. Heinisch wird ein respektables Ergebnis erzielen, aber keinen Sieg.

    • Unbekannt verzogen

      Wir werden sehen. Es ist zuviel passiert, in den letzten Jahren. Die Unzufriedenheit zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Es gibt so viele, die eine Rechnung mit Kessler offen haben. Hatte gestern ein seeehr aufschlussreiches Gespräch mit einem Mitarbeiter vom Rathaus. Nach vorne raus stehen natürlich alle hinter ihrem Chef. Aber hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Die Unruhe zieht sich bis in die Verwaltungsetagen.

  • A. Wissmann

    Das wird nicht einfach, den Kessler ist gut vernetzt und hat sich in den Jahren viele Vasallen geschaffen, die im alle den einen oder anderen Gefallen schulden. Aber in den letzten Jahren hat er auch Federn lassen müssen. Der pfenning-Skandal, Das Debakel um das gewaltige Getränkelager der EDEKA, einige unüberlegte Maßnahmen und vor allem die herrische Art des Umgangs mit anderen haben ihre Spuren hinterlassen. Herr Kessler ist angezählt.

    A. Wissman

  • Andreas Schuster

    Mit dieser Bürgermeisterwahl steht Heddesheim an einem Scheidepunkt. Jeder unserer Bürgerinnen und Bürger muss jetzt eine Entscheidung für sich selbst treffen. Soll es so weitergehen wie immer, oder wird es Zeit für positive Veränderungen? Es geht nicht darum, alles anders zu machen. Aber eben vieles besser.

    Meine Empfehlung: Kontaktieren Sie Herrn Heinisch und stellen Sie ihm Ihre Fragen. Er ist ein erfahrener Politiker und ein Mann der Visionen. Finden Sie es heraus!

    Andreas Schuster

  • Muckensturmer

    Warum tritt eigentlich Herr Prothmann nicht an. Dann wäre Stimmung in der Gemeinde.

  • Alfred Mayer

    Mein Tipp an Hr. Heinisch: Tun Sie etwas für die kleinen vereine! Die Großen (prestigeträchtigen) Sportvereine werden nach Kräften unterstützt. Alles was etwas unscheinbarer ist, fällt durchs Netz. Scheinheilig!

    Viel Erfolg!

    A. Mayer

  • Angeheiratete

    Bin ich froh , daß es wenigstens eine Alternative zu Kessler gibt. Vielleicht ändert sich dann auch mal was in der Schlafburg Heddesheim, denn “ wach und aktiv “ ist hier als Familie nicht wirklich drin. Tagsüber sieht man hier nur Senioren auf dem Weg zum einzigen!! Lebensmittelladen im Ort. Für Bio-Lebenmittel in größerer Auswahl muß man dann schon den Ort wechseln, denn im vielgelobten Obst und Gemüsemarkt eines Gemeinderatsmitgliedes fragt man umsonst danach.Bio wird in Heddesheim arrogant belächelt. Kaffee trinken gehen…Ort wechseln! Spazieren gehen mit Kindern…Ort wechseln. Der Weg um den See ist zu langweilig, da täte ein zweiter Spielplatz beim Vogelpärkchen ganz gut. Angebote für Kinder ? Bis auf das spärliche Angebot der VHS ist ,gerade für die ganz Kleinen ,nicht wirklich was vorhanden. Erst wenn die Tore zum See wieder öffnen, kann man als Familie wieder hoffen. Ok, Heddesheim ist keine Großstadt und man muß Abstriche machen , aber immer bei den Kleinen ? Wer soll/ will hier in 20 Jahren leben, wenn die Senioren von heute weg sind ?

    • Genervter

      Hallo Angeheiratete,
      ihnen ist das Bio wohl etwas zu Kopf gestiegen! Haben sie überhaupt irgendeine Ahnung was es in Heddesheim alles für Freizeitmöglichkeiten gibt? Angefangen vom Badesee, Hallenbad, Eisbahn, viele Spielplätze, Bolzplätze,Jugendhaus, Sportvereine usw. es gibt noch viel mehr Sachen die ich ihnen noch aufzählen könnte. Meinen sie durch einen grünen Bürgermeister gibt es ab sofort mehr Bio Produkte in Heddesheim? Warum wohnen Sie eigentlich in Heddesheim wenn es doch so wenig Angebote für Kinder gibt? Am besten sie wechseln gleich komplett den Ort dann muss man nicht strändig solch hirnlose Kommentare lesen.

      • Angeheiratete

        Lieber Genervter,

        wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich schrieb „gerade für die Kleinsten “ gäbe es nichts. Und ja , ich habe mich schlau gemacht. Ausser 1 Schwimmkurs ( VHS), 1 Spielgruppe ( auch VHS) gibt es noch 1 Turnkurs (TG) und 1 privat organisierte Krabbelgruppe für die unter 3 Jährigen. Die wenigsten Spielplätze verfügen über Kleinkindschaukeln , geschweige denn Rutschen, die die ganz Kleinen nutzen können. Bolzplatz, Eisbahn, Jugendhaus etc entfallen für die Zwerge.

        Warum ich hier wohne…Es soll noch Leute geben die Angehörige haben, die Pflege bedürfen und diese nicht abschieben. Und BIO , weil mein Kind im Gegensatz zu Ihnen noch ein ganzes Leben vor sich hat und nicht jetzt schon mit Chemie belastet werden muß. Ob sich das mit einem Grünen Bürgermeister ändert weiß ich nicht, ich bin ja nicht hellsichtig, mit dem alten wohl kaum.Übrigens: Streitkultur ist , wenn man den anderen nicht beleidigen muß.

    • heddesheimerin

      Ich bin die Letzte, die einen Michael Kessler verteidigen würde, aber er kann sicher nichts dafür, dass Heddesheim nicht Frankfurt ist…

    • iffi 52

      Muss doch noch auf deinen Kommentar antworten. Bin noch nicht so lange Heddesheimerin und gehe eher in Richtung Senior als junge Familie. Muss dir aber voll und ganz zustimmen. Zum Thema Bio weiss ich nur, dass es vor Jahren einen Bioladen in Heddese gab-hat mir jemand erzählt. Auch ich würde es begrüßen, wenn ich am Ort einkaufen könnte. Aber so lange Edeka hier das Monopol hat habe ich wenig Hoffnung.Also, weiterhin fremd kaufen in Ladenburg oder Feudenheim. Das zieht auch Kaufkraft aus dem Ort. Und wenn Edeka erst neu gebaut hat, werden die Preise dort uns Kunden noch die Tränen in die Augen treiben.

  • peggo

    Gerade entdeckt: http://www.guenther-heinisch.de

    Wow! Der Mann macht aber echt Druck. In meinem Bekanntenkreis gibt es zur Zeit kein anderes Thema mehr. Das Programm von Herrn Heinisch macht übrigens einen durchdachten Eindruck.

  • Anja

    …entlich kommt mal jemand der Heddesheim aus dem Dornröschenschlaf wecken will,es wurde ja mal Zeit.Meine Stimme und die meines Mannes haben sie jetzt schon.Ich wünsche gutes gelingen.

  • Der Schölle

    Endlich bewegt sich etwas bei uns. Unser jetziger Bürgermeister Kessler war viel zu lange ohne echte Opposition. Echten Widerspruch traut sich doch eh keiner! Jetzt habe ich endlich die Möglichkeit, mit dem Kreuzchen auf dem Wahlzettel einen Unterschied zu machen.

    Wie sieht es mit euch (allen) aus? Werdet ihr weiterhin nur über die Verhältnisse motzen und dann doch für Kessler stimmen (oder nicht wählen gehen, was noch schlimmer ist!)? Oder gebt ihr euch endlich mal einen Ruck und traut euch eine Alternative zu wählen? Genau! Sie meine ich!!!

    Hin und wieder kriege ich zu hören, ein grüner Bürgermeister wäre zuviel des Guten. Aber wer wagt denn im Gemeinderat wenigstens ab und zu die Gegenrede (könnte ruhig noch öfters sein!)? Außerdem paukt Herr Heinisch natürlich nicht die rein grüne Politik durch, wenn er erst im Amt ist. Das weiß er auch und schreibt es sogar auf seiner Homepage!!!

    Traut euch!

    Schölle

  • iffi 52

    Was sich das Heddesheimer Rathaus mit der Verkürzung des Wahlkampfes da geleistet hat ist ein starkes Stück!Hoffentlich merken jetzt endlich noch mehr Bürger wie hier die Uhren schlagen.
    Günther Heimisch, ich wünsche Ihnen alles Gute für die Bürgermeisterwahl

  • A. Hoffmann

    ALLE HUNDEFREUNDE sollten für Herrn Heinisch stimmen, denn SIE ALLE zahlen Ihre Hunde-Steuer und Herr Kessler gibt nur noch viel Geld aus für Schilder in ganz Heddesheim „Leinenpflicht“ – also liebe Hundefreunde – wählt die Alternative – wählt Herrn Heinisch – ein Natur-/Umwelt-/und ein großer Tierfreund!!!