Montag, 11. Dezember 2017

Bürgerhaus hat "neue optische Eingangssituation"

Ist diese „Verschönerung“ 13.000 Euro wert?

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Bunt reflektiert sich die Ampelanlage in der "neuen Gestaltung" des Eingangsbereichs des Bürgerhauses.

 

Heddesheim, 09. März 2012. (red) Seit ein paar Tagen ist die „Verschönerung“ des Eingangsbereichs am Bürgerhaus montiert. Begründet wurde die rund 13.000 Euro teure Maßnahme damit, dass „auswärtige Besucher“ das Bürgerhaus oft nicht finden. Wer nun davorsteht, kann den Eingangsbereich kaum noch übersehen – aber auch nicht die unschön aussehenden Zettel im Schaukasten und Lichtreflektionen der Ampel.

Von Hardy Prothmann

Für repräsentative Zwecke geben Bürgermeister Kessler und Teile des Gemeinderats viel lieber Geld aus, als beispielsweise für Jugendsozialarbeit.

Für die Sanierung des Brunnens vor dem Rathaus beispielsweise werden knapp 100.000 Euro ausgegeben, jetzt 13.000 Euro für die Gestaltung des Eingangsbereichs des Bürgerhauses.

Leider hilft die schönste Maßnahme nichts, wenn ein Zettelkasten immer noch wie ein Zettelkasten aussieht.

Und obwohl es sich angeblich um eine sehr erfahrene Firma handelt, hat diese wohl nicht die Lichtreflektionen der Ampelanlage bedacht, wie man auf unserer Aufnahme gut sehen kann. Die wechselnd rot, organenen, grünen Reflektionen wollen sich nicht so recht ins neue „Design“ einpassen.

Vielleicht handelt es sich ja aber auch um einen gewollten Effekt – das Design mit dem roten Punkt sozusagen.

 

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Zosti

    Wenn ich vor diesem Schaukasten stehe, habe ich das Bürgerhaus ja bereits gefunden – insofern ist die Begründung für diese Geldausgabe für mich sehr komisch und wohl nicht haltbar. Aber wie manch anderes auch in den letzten Jahren; „GröBaZ“ läßt grüßen …

  • D. Weber

    Wie oft passiert es denn überhaupt dass auswärtige Besucher ins Bürgerhaus wollen?? Heddesheimer wissen eh wo es lang geht…

    Ich finde das Ergebnis jedenfalls nicht sehr elegant. Aber man hats ja …

  • Günter Keller

    Geldverschwendung pur. Wie wäre es, wenn das Wort Bürgerhaus über dem Eingang
    angebracht worden wäre und nicht senkrecht seitlich.

  • Guten Tag,

    wie so vieles in Heddesheim, wurde auch bei diesem „Projekt“ nicht bis zu Ende gedacht.

    Der richtige Ansatz wäre ein gut durchdachtes und als Konzept geplantes Orientierungs- und Ausschilderungssystem für die gesamte Gemeinde. Ladenburg und andere Nachbargemeinden sind hier seit Jahren wesentlich weiter und haben hier schon Systeme entwickeln lassen, die zum Ortsbild passen.

    Schade, dass Heddesheim hier trotz konstruktiver Hinweise aus dem Gemeinderat (Grüne) nur zu einer „Teillösung“, die wohl wirklich Geschmackssache ist, gefunden hat.

    Denn ob Dorfplatz, Museumscheuer oder auch nur den geeigneten Fußweg aus der Gemeinde heraus zum Badesee, ein gutes Beschilderungssystem fehlt einfach. Bewohner aus Heddesheim können diese Situation nicht nachvollziehen, fragen Sie einfach mal auswärtige Besucher.

    Gruß
    Peter Kröffges

  • Heike

    Ganz schrecklich!! Sinnlos Geld ausgegeben,wie so oft….

  • A. Hoffmann

    Einfach nur unverständlich – wie so vieles, was der Gemeinderat einfach nur abnickt, weil es ein Herr Kessler so vorgibt….

  • Th.Günther

    Ich finde die Beschilderung sehr schön und gelungen! Sie passt optisch gut ins allgemeine Bild und war für mich sofort ein „Eye Catcher“.

  • Heike

    Mittlerweile ist unser“Allgemeinbild“ ein einziges Durcheinander. In Heddesheim, besonders im Ortskern passt kaum ein Gebäude zum anderen. Vielen Dank Herr Bürgermeister!

    • s.santino

      danke das es jemand auf dem punkt bringt

      • Heike

        Gern geschehen:-)

    • heddesheimerin

      Dies fügt sich ein in die mittlerweile berüchtigte „Beton-Ideologie“ von Herrn Kessler. Hauptsache bauen, ohne Sinn und Verstand. Ich lehne Veränderung und Neubauten nicht grundsätzlich ab, die Gemeinde sollte aber gut abwägen, was mit einzelnen Projekten ggf. auf Generationen am Ort zerstört wird.

  • Klaus.E

    13000€ dafür und für Baumbepflanzung geht man auf Betteltour

  • TJ

    zu teuer!

  • A. Hoffmann

    @ Klaus. E:
    ja das trifft des Pudels Kern – diese „Verschönerung“ ist tot – Bäume leben!!!
    Für so ziemlich alles was „lebt“ hat Herr Kessler nicht sehr viel Verständnis – die vielen Artikel hier im Heddesheimblog verdeutlichen dies.
    Einen schönen Abend noch…