Sonntag, 22. Juli 2018

Birdwatching als Volkssport

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Heddesheim, 09. Januar 2010. Der Verein der Vogelfreunde- und pfleger feiert 2010 sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Das heddesheimblog unterstĂŒtzt den Verein gerne und veröffentlicht in lockerer Folge Texte, die immer ein Thema haben: Vögel.

Gastbeitrag
Kurt Klemm, Verein der Vogelfreunde und -pfleger 1960 Heddesheim e.V.

vogel

Bild: Verein der Vogelfreunde und -pfleger 1960 e.V.

Haben Sie schon einmal etwas von Birdwatching gehört? Nein? Dann sollten Sie mal nach Großbritannien, in die Niederlande oder in die USA schauen. Dort hat „Birdwatching“ schon die Form eines Volkssports angenommen.

Die Zahl der Menschen, die sich fĂŒr Vögel interessieren, hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Beobachtungen von Seltenheiten bringen Vogelbilder auf die Titel der Tageszeitungen oder werden in den Nachrichten des lokalen Fernsehens erwĂ€hnt.

So weit ist es in Deutschland noch nicht, doch auch hier nimmt die Zahl der Vogelbegeisterten zu. Beobachter der Szene schwanken bei ihren SchĂ€tzungen von einigen oder mehreren Hunderttausend bis zu ĂŒber einer Million Vogelbeobachtern in Deutschland.

Auch Sie könnten dazu gehören, der Vogelverein, der in diesem Jahr sein 50. VereinsjubilĂ€um ruft alle Einwohner Heddesheims dazu auf. Das Alter spielt hierbei keine Rolle, sie mĂŒssen nur die Augen und Ohren offenhalten, dann gelingt auch ihnen die eine oder andere Vogelbeobachtung.

„Das Jahr der Heddesheimer Vögel“ ist das Motto unseres JubilĂ€umsjahres, dabei möchten wir mit Ihrer Mithilfe feststellen, wie viele Vogelarten auf unserer Gemarkung noch vorkommen. Ob am Haus, oder im Garten, bei einem Feldspaziergang egal wo, versuchen Sie festzustellen, ob Ihnen die Vogelart, die Sie gerade beobachten, bekannt ist.

Der Vogelverein gibt Ihnen dabei Hilfestellungen, die Ihnen das Bestimmen der Vögel leichter macht. Gerade jetzt am Futterhaus bietet sich hierzu die beste Gelegenheit, so nah werden sie unseren Vögel in der Feldflur nicht mehr kommen.

Aber auch durch unsere VortrĂ€ge in diesem Jahr, lernen Sie ganz leicht, die einzelnen Vogelarten untereinander zu unterscheiden. Die Erkennungsmerkmale sind die unterschiedlichen Schnabelformen, das bunte Gefieder, der Gesang, die GrĂ¶ĂŸe, aber auch das Biotop, in dem die Vögel leben. Dazu gehören das Wasser, die Felder und Wiesen, GebĂŒsch, einzelne BĂ€ume und die WĂ€lder. Und gerade diese Vielfalt, lĂ€sst uns nicht nur die Vögel, sondern auch Schmetterlinge, Libellen und andere Lebewesen von Mutter Natur wahrnehmen.

Denken Sie auch daran: Bei all den Beobachtungen bewegen Sie sich an der frischen Luft und in einer Natur, die Sie so noch nicht wahrgenommen haben. Der Vogelverein wĂŒrde sich ĂŒber Ihre Mithilfe freuen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Schön wĂ€re auch, wenn ganze Familien, Nachbarn, Freundeskreise oder auch Gruppen die sich zu diesem Zwecke zusammenschließen und zu Vogelbeobachtern werden. Gerade in der Gruppe macht diese Art von FreizeitbeschĂ€ftigung Spaß.

Als StandartausrĂŒstung benötigen Sie ein Fernglas, Fernrohr, oder ein Spektiv, ein Taschenbuch ist ebenso zu empfehlen, um die Beobachtungen schriftlich festzuhalten. Denn wo, zu welcher Zeit und in welchem Biotop die Vögel angetroffen werden, sind wichtige Informationen.

Eine Faszination ĂŒben Vögel auf uns Menschen schon sehr lange aus. Vogeldarstellungen finden sich in der frĂŒhesten menschlichen Kulturgeschichte und spielen eine große Rolle in Mythen und im Volksglauben.

Es gibt kaum eine andere Tiergruppe, die sich den menschlichen Sinnen so gut prĂ€sentiert. Bereits die Vielzahl populĂ€rer Vogelnamen ist ein gutes Indiz fĂŒr die tiefe Verwurzelung in der Kultur des Menschen. Keine anderen Lebewesen weisen bei uns Menschen eine so hohe PopularitĂ€t auf, wie die Vögel.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.