Samstag, 19. August 2017

Ballspiele – Amt, Eheleute, Partei, Bürgermeister und der MM

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Guten Tag!

Heddesheim, 09. März 2010. Am Samstag, den 06. März 2010 berichtet der Mannheimer Morgen über eine Veränderung im Rathaus. Die langjährige Vorzimmerdame im Bürgermeisteramt zu Heddesheim hört auf. Auf sie folgen zwei neue Vorzimmerdamen, die „sich die Bälle zuspielen“. Das klingt nett, harmlos und irgendwie „verspielt“. Ist es das?: „Verspielt?“

Von Hardy Prothmann

Der Artikel im Mannheimer Morgen (MM) stimmt die LeserInnen mit Wertebegriffen ein: „Treue, Reich, wohlverdient, Wünsche, schweres Herz, das Ende ist der Anfang… für eine „Chance“.

All das geht wohl auf eine Quelle zurück: Bürgermeister Michael Kessler. Und all das schreibt die MM-Redakteurin Anja Görlitz auf.

merx

Ballspielerinnen: Martina Merx und Nicola Schmitt. Quelle: MM

Der Bürgermeister hat „Wände entfernt“, ist ein Mann des „Teams“: „Im Vorzimmer des Bürgermeisters konnte dies den Besuchern schon auffallen: Seit einigen Wochen fehlt eine Wand, die Bürgermeister-Sekretärin sitzt also künftig nicht mehr alleine. Stattdessen tritt „ein Team“ zum 1. April an die Stelle von Renate Grosch, sagte Kessler im Gespräch mit dem „MM“.“

Kessler reißt Wände nieder – fürs Ballspiel.

Die Nachricht über die „fehlenden Wände“, das „Team“ und überhaupt, hat der MM exklusiv. Nicht, weil er recherchiert hätte. Sondern, weil der Bürgermeister Kessler gerne die bevorzugt, die ihm zu Diensten sind.

Neu im Vorzimmerdienst werden Martina Merx (47) und Nicola Schmitt sein (24). Frau Merz schafft schon seit 1979 in der Verwaltung mit, Frau Schmitt wird im Sommer mit ihrer Weiterbildung zur Verwaltungsfachwirtin fertig sein.

In der Hauptzeit, also vormittags und donnerstags ganztägig ist Frau Merx künftig zentrale Ansprechpartnerin im Vorzimmer. Außerhalb dieser Zeit übernimmt diese Aufgabe Nicola Schmitt (Dienstag Nachmittag). Sie übernimmt dazu den Aufgabenbereich „rund um die Kinderbetreuung“, den zuvor Martina Merx inne hatte.

Anforderungen gerecht werden.

Da es keine „offiziellen“ Informationen aus dem Rathaus über die Gründe der Personalrochade gibt, zitieren wir den MM: „Frau Merx hat diesen Bereich bisher im Rahmen ihrer Halbtagsstelle wahrgenommen. Wir haben aber gemerkt, dass hierfür ein größerer Personaleinsatz notwendig ist, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden“, so Kessler.“

„Als Ganztagskraft wird Nicola Schmitt in Zukunft also „die“ Schnittstelle in Sachen Kinderbetreuung, Koordination von Tagesmüttern, Abstimmung mit konfessionellen Trägern oder Bedarfsberechnung sein. Martina Merx kann dabei ihre Erfahrungen auf direktem Weg weitergeben: Eine Wand steht dem Ballwechsel im Vorzimmer-Team schließlich nicht mehr im Wege.“

Das klingt gut. Und ist sicher auch vollkommen in Ordnung.

Dumme Gedanken? Keine Sorge.

Damit niemand auf „dumme Gedanken“ kommt, trifft es sich sehr gut, dass der Mann von Frau Merx, Jürgen Merx, nicht mehr für den Vorsitz des SPD-Ortsvereins kandidieren will. Der will durch seinen Rückzug „für neuen Wind“ sorgen, in etwa so wie der Bürgermeister durch den Abbau einer Wand für ein neues „Teamgefühl“.

Der vermeintliche Rückzug des Herrn Merx trifft auch terminlich ganz gut: Am 26. März 2010 wird ein neuer Vorstand gewählt. Da Herr Merx nicht mehr antreten will, ist er auch nicht gefährdet, gewählt zu werden.

Am 1. April tritt seine Frau die neue Stelle als 1. Teamchefin im Vorzimmer des Bürgermeisters an. Das ist – sagen wir mal – gut koordiniert.

Die Frage, ob es nicht ein gewisses „Geschmäckle“ hat, dass die Frau eines Gemeinderats, der zudem noch Fraktionsvorsitzender der SPD ist, Vorzimmerballdame wird, ist damit nicht beantwortet.

Geht es nach dem MM – spielt sich Frau Merx mit Frau Schmitt die Bälle zu. Das wird sicher kurios sein, die beiden Damen im Vorzimmer ohne Wand des Teamchefs Kessler beim „Ballspiel“ zu beobachten.

Eheleute Merx dürfen keine Bälle spielen.

Keine Bälle dürfen die Eheleute Merx miteinander spielen. Martina Merx muss natürlich über ihr Wissen schweigen, ebenso wie ihr Mann, Jürgen Merx über sein „nicht-öffentliches“ Wissen als Gemeinderat.

Da beide Personen über alle Zweifel erhaben sind, muss man ihnen Respekt zollen. Denn das „Teamspiel“ des Bürgermeisters wird das Teamspiel der Eheleute sicherlich einschränken.

„Hallo Schatz, wie war dein Tag?“, könnte eine Frage von Jürgen an Martina sein. „Gut, wir haben uns die Bälle zugespielt.“ „Welche, Schatz?“, könnte Jürgen fragen. „Das darf ich Dir doch nicht sagen, Schatz“, wird Martina antworten. „Damit hast Du selbstverständlich recht, Schatz“, wird Jürgen antworten.

„Und bei Dir? Die Sitzung hat ja wieder ewig gedauert… Ist es gut gelaufen?“, fragt Martina. „Schatz, die Sitzung war nicht-öffentlich, dazu kann ich dir beim besten Willen nichts sagen. Noch nicht einmal, ob es „gut“ oder „schlecht“ gelaufen ist, beides wäre ja schon eine Aussage“, wird Jürgen antworten.

„Schatz, ich bewundere dich für deine Verantwortung“, wird Martina zu Jürgen sagen. Und Jürgen: „Ich dich auch für deine.“

Amtsantritt: 1. April. Kein Scherz.

Die HeddesheimerInnen werden froh darüber sein, dass im Rathaus ein neues Team „sich die Bälle zuspielt“ und die BürgerInnen darauf verlassen können, dass privat privat ist und geschäftlich geschäftlich. Dass Frau Merx am 1. April 2010 antritt, ist – kein Scherz.

Denn sicherlich gab es zwischen Jürgen und Martina noch nie eine Wand und ganz sicher ist, dass die beiden sich trotzdem keine Bälle „zuspielen“ werden.

Wer das nicht glaubt, sollte den Jürgen vielleicht am 26. März 2010 einfach mal fragen, wie er das sieht.

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist Journalist und verantwortlich für das heddesheimblog. Er ist zudem partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • kompakter

    hallo,

    die hängen doch eh alle zusammen, dann ist es doch nur konsequent, wenn man ohne schmerzgrenzen das auch nach außen zeigt…

    allerdings könnte man da uch noch ein paar andere namen in die runde werfen. motto: wir sind eine große familie und haben uns alle ganz doll lieb

    gruß

    • Argus

      Ist halt so eine Sache mit dem „Vitamin B“!

  • TJ

    Und wenn Herr Merx im Gemeinderat tatsächlich mal irgendwann anderer Meinung als der Bürgermeister sein sollte, hat dieser bestimmt auch Verständnis dafür. Schließlich kann ein Bällchen ja auch mal ins Aus gehen oder??? Piep Piep Piep, wir ham uns alle lieb…

  • numalangsam

    Na das ist ja nun wieder eine Meldung ganz nach dem Geschmack der Heddesheimer Verschwörungstheoretiker.

    Wie sie ja ganz treffen bemerkten „schafft“ Fr. Merx schon seit 1979 im Heddesheimer Rathaus. Und nicht nur auf der Verwaltung, sie war auch schon zeitweise in der Bücherei unter Fr. Wustmann am „schaffen“. Danach wieder in der Verwaltung, soweit ich weis auf der Stelle die sie jetzt im Moment noch innehat. Es hat sich Ihr nach dem Ausscheiden von Fr. Grosch diese Gelegenheit geboten und warum sollte Sie diese nicht ergreifen?
    Terminlich war dies von Verwaltungsseite her wohl auch nicht anders zu machen, schlussendlich ist der Termin des Ruhestands von Fr. Grosch für alle bindend.
    Das Ihr Mann Fraktionssprecher der SPD ist muss hierbei doch wohl Nebensache bleiben.
    Wer hier eine Verbindung herstellt mit der Aufgabe des Vorsitzes der Heddesheimer SPD seitens Ihres Mannes ist eigentlich nur schlecht informiert. Dies hat er meines Wissens nach schon nach der letzten Wahl angekündigt.
    Eine Vermengung der Interessen (Fraktionssprecher der SPD – Vorzimmerdame im Bürgermeisteramt) kann ich hier ebenso nicht erkennen, musste sich Hr. Merx die bisherige Zeit sowieso schon an die Verschwiegenheit über Themen in nichtöffentlichen Sitzungen halten und hat dies auch meines Wissens immer getan.

    Zu „Eheleute Merx dürfen keine Bälle spielen“:
    Ich habe nicht die geringste Ahnung wie die häuslichen Gespräche der anderen Leser oder der Redaktionsmitglieder ablaufen, aber so wahrscheinlich nicht (hoffe ich doch). Ich denke man kann getrost davon ausgehen das es im Hause Merx außer beruflichen Themen auch noch anderes gibt über das die Beiden sich unterhalten können, wahrscheinlich sogar in einem einvernehmlichen Miteinander und auf höherem Niveau als in diesem Verslein.
    Oder habe ich etwa den satirischen Ansatz dieses Absatzes ohne die Warnung „Satire“ nicht verstanden (Aua, Aua, böser Dobby, Aua)?

    Schönen Abend noch!

    • Argus

      „Na das ist ja nun wieder eine Meldung ganz nach dem Geschmack der Heddesheimer Verschwörungstheoretiker.“

      Verschwörungstheoretiker ?
      Sie verwechseln da etwas !
      Es sind kritische Bürger die sehr genau hinschauen was da präsentiert wird!

    • lutz

      Nur wenn ein Medium kritisch auf Zusammenhänge hinweist, bedeutet das noch lange nicht, dass es Verschwörungstheorien hat. Die Frage, wie weit es legitim ist, das Westerwelle seinen Lebenpartner mit auf Dienst-Reisen nimmt, wird ja auch kritisch und kontrovers in Medien diskutiert. Es geht um Transparenz, nicht um Verschwörung.

    • jetzaberhurtig

      Sie sollten sich das mal in der freien Wirtschaft vorstellen. Glauben Sie im ernst, dass so eine Konstellation dort möglich wäre? Die Frau eines Mitbewerbers als Vorzimmerdame einzustellen? Einfach Lächerlich! Entweder blockiert sich Herr Kessler bei seiner Arbeit, oder Herr Merx kann sein Amt als kritischer Gemeinderat nicht wahrnehmen. Oder ist es etwa Taktik von Herrn Kessler? Das spricht wiederum nicht gerade für die Weitsicht von Familie Merx. Fiktion oder Verschwörung, dass ist Ihnen überlassen. Geschmäckle hat es auf jeden Fall.

      • A. Felis

        Insbesondere an der Stelle von Frau Merx hätte ich mir diese Sache erspart. Künftig wird laufend in der Heddesheimer Öffentlichkeit spekuliert werden,was hier hinter den Kulissen läuft. Ich sage nur, Heddesheim hat damit seine örtliche „Westerwelle-Affäre“.

  • Bullie

    o.k. wie würde das denn auf Bundesebene aussehen. Die Frau von Sigmar Gabriel ist Sekretärin bei Angela Merkel… Der Wähler und einfache (evtl. als dumm verkaufte?) Bürger soll aber brav glauben dass seine Interessen vertreten werden… Was für ein ekelhafter Sumpf! Ich für meinen Teil würde folgendes empfehlen: E-Mail an die SPD egal ob Landes oder Bundesebene. Hier muss doch endlich Einer mal den Riegel vorschieben!!!! Ansonsten muss man doch den Glauben an die Politik verlieren. Glaubt denn wirklich Einer noch, das bzgl. der Politik in Heddesheim (Pfenning) alles mit rechten Dingen zu geht?

    • Jochen Schust

      Auch ich halte es für an der Zeit, dass dieser fragwürdige Vorgang nach „oben“ eskaliert wird. Hier verspielt die örtliche Lokalpolitik gerade ihren letzten Rest Glaubwürdigkeit. Es ist Zeit für einen „Aufstand der Anständigen“ in Heddesheim. Und das können nur kritische und informierte Heddesheimer Bürger sein.

      • wahlbeobachter

        „Hier verspielt die örtliche Lokalpolitik gerade ihren letzten Rest Glaubwürdigkeit“… so sehen ich das auch, aber in dem zusammenhang, dass ein freier jornalist auch gleichzeitig gemeinderat ist (die unabhängigkeit sehe ich hier nicht 100% gewährleistet)… hier werden bestimmt auch nicht alle themen durch ein „wand“ getrennt

        • dasheddesheimblog

          Guten Tag!

          Im Gegensatz zu anderen Gemeinderäten gibt es keine finanziellen und/oder dienstlichen Verpflichtungen/Abhängigkeiten des Gemeinderats Hardy Prothmann oder dessen Familienmitgliedern in Zusammenhang mit der Gemeinde. Außerdem ist Herr Prothmann sowohl partei- als auch fraktionslos. Er gehört darüber hinaus keiner anderen Gruppierung und keinem Verein an.

          In Zusammenhang mit der politischen Berichterstattung wird regelmäßig daraufhin gewiesen, dass Herr Prothmann für das heddesheimblog verantwortlich ist – wie auch bei diesem Text geschehen.

          Unabhängig ist man dann, wenn man nicht abhängig ist.

          Was die Themenwahl angeht: Die Leserinnen und Leser können jeden Text prüfen und mit anderen Informationen vergleichen. Transparenter und unabhängiger geht es also kaum. Das spiegelt sich auch in den Texten, die kritisch über alle Parteien berichtet haben und berichten, ebenso über die IG neinzupfenning.

          Einen schönen Tag wünscht
          Das heddesheimblog

      • eksb

        Was ist denn hier fragwürdig? Ich kann es nicht glauben, was hier alles aufgewirbelt, vermutet und spekuliert wird! Es ist beleidigend für alle Heddesheimer, hier zu schreiben, dass es Zeit ist für den „Aufstand der Anständigen“. Einer gibt die Richtung vor und andere kommentieren….!
        Man kann einfach nicht in Frieden leben, wenn es dem …… nicht gefällt.
        Ich wünsche mir, dass dies Geschreibsel alles bald ein Ende hat!
        sb

        • dasheddesheimblog

          Guten Tag!

          Danke für Ihren Beitrag.
          Sie bringen leider etwas durcheinander. Im betreffenden Artikel wird keine Richtung vorgegeben, sondern über zutreffende Tatsachen berichtet. Frau Merx tritt ab 1. April 2010 die Stelle im Vorzimmer des Bürgermeisters an. Wenn also jemand „eine Richtung vorgibt“, dann Bürgermeister Michael Kessler.
          Ansonsten wird „hier“ nichts „aufgewirbelt, vermutet oder spekuliert“. Wir berichten faktisch über verschiedene Aspekte des Heddesheimer Lebens, auch über Politik. Diese Berichte werden kommentiert. Und zwar auf Grundlage der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit des Artikel 5 GG.
          Wieso man nicht in Frieden leben kann, wenn es den sechs Pünktchen nicht gefällt, ist eine ebensolche Meinungsäußerung.
          Unsere Leserinnen und Leser sind durchaus in der Lage zu unterscheiden, was den Frieden stört: Das Handeln der politischen Kräfte und/oder die Berichterstattung darüber. Wenn Sie meinen, dass unsere Berichterstattung dazu beiträgt, dass der Friede (unter dem Sie wahrscheinlich verstehen, dass man früher ohne öffentlichen Aufmerksamkeit tun und lassen konnte, was man wollte) für Sie und andere gestört ist, nehmen wir das Kenntnis, mehr auch nicht.
          Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. 🙁

          Einen schönen Tag wünscht 🙂
          Das heddesheimblog

        • heddesheimerin

          „Ich wünsche mir, dass dies Geschreibsel alles bald ein Ende hat!“

          Naja, niemand zwingt Sie, dieses „Geschreibsel“ zu lesen. Es gibt mit dem Kessler-Gemeindeblatt und dem MM ja „hochwertige“ Alternativen für Sie.

        • Heddy

          Dieser Blog ist ein Informations- und Diskussionsangebot, das man wahrnehmen oder ignorieren kann, ich verstehe nicht warum sich Leute wie „eksb“ so darüber aufregen. Im Gegensatz zum Gemeindeblatt wird mir das Blog nicht als Zwangs-Info per Briefkasten zugestellt.

      • A. Felis

        Naja „Aufstand der Anständigen“, man kann es auch übertreiben … Ich bedaure jedenfalls, dass der Abschied der aus meiner Sicht für die Gemeinde sehr verdienten Renate Grosch durch diesen merkwürdigen Kessler/Merx-Schachzug in ein schiefes Licht gerät.

        • dasheddesheimblog

          Guten Tag!

          Danke für Ihren Beitrag.
          Die einen finden die Heddesheimer Verhältnisse „unanständig“, das dürfen sie.
          Andere halten sich für „anständig“, das dürfen sie.
          Sie finden das übertrieben, das dürfen Sie so finden.

          Tatsächlich können wir Ihrer Argumentation gut folgen. „Unanständig“ ist die Besetzung per se nicht – erst durch die Verbindungen gibt es, wie wir geschrieben haben, eine gewisses „Geschmäckle“. Damit haben wir nicht behauptet, dass ein Missbrauch vorliegt, sondern nur darauf hingewiesen, dass eine solche Nähe eher „unglücklich“ wirkt.

          Wir hätten redaktionell auch gerne zeitgleich mit dem MM berichtet – das konnten wir aber nicht, da wir weder eingeladen waren noch informiert wurden. Das hat Methode, auch zum Abschied des Hauptamtleiters, Herrn Gerd Müller, wurde der MM eingeladen, das heddesheimblog hingegen nicht. Und sicher hätten wir Frau Grosch mehr in den Vordergrund gestellt – so wie sich das gehört. Aber vielleicht wollte sie das nicht – hier bleibt uns nur die Spekulation.

          Selbstverständlich hätten wir auch mit Einladung über die Merxsche-Verbindung geschrieben. Auch darüber, dass Herr Merx über seine Gemeinderatstätigkeit hinaus von Herrn Kessler abhängig ist, da Herr Merx zu seinem SPD-Fraktionsvorsitz noch stellvertretender Kommandant der Feuerwehr ist, deren Chef wiederum der Bürgermeister ist.

          Die Berichterstattung darüber ist legitim, weil es hier nicht um „private“ Angelegenheiten geht, sondern die Öffentlichkeit ein Recht und Interesse daran hat, über entsprechende Verbindungen aufgeklärt zu werden – nicht mehr und nicht weniger.

          Eigene Gedanken oder Meinungen zu diesem „Netzwerk“ sind erlaubt – ebenso wie die journalistische Frage, ob die Öffentlichkeit diese Konstellationen eher kritisch sieht. Aus Sicht der Redaktion tut sie das sehr wohl, was ja auch zu entsprechenden Reaktionen derer führt, die sich nicht zu den „Änständen“ zählen und sich beleidigt fühlen.

          Einen schönen Tag wünscht
          Das heddesheimblog
          Das heddesheimblog

  • Liselotte Ziegler(LECH)

    Weiß jemand, wann die nächste Bürgermeisterwahl stattfindet? Wie lange müssen wir diesen Bürgermeister mit seinen merkwürdigen Eigenheiten noch aushalten?

    Grüße

    • jawiejetzt?

      Guten Tag,

      2014.

      Passend zum Thema…

      http://spdnet.sozi.info/bawue/rhn/hedd/index.php?nr=1750&menu=1

      Einen schönen Tag noch

      • heddesheimerin

        Es ist erschütternd, zu wissen, dass diese Zustände aller Voraussicht nach weitere 4 Jahre andauern werden. Armes Heddesheim!

        • lutz

          Es liegt an den Bürgern der Gemeinde, diesen Zustand eher zu beenden! Insofern ist schon was dran am „Aufstand der Anständigen“ …

        • Jochen Schust

          Abwarten! Die Pfenning-Affäre bietet noch so einige Stolperfallen für Herrn Kessler. Der Tag, an dem er nicht mehr zu halten ist, und das auch selber einsieht, könnte schneller kommen als erwartet.

        • Argus

          Leider wird der BM weitere 4 Jahre sein selbstherrliches Unwesen treiben,unterstützt von nickenden Gemeinderäten.
          (Der Pfenningrubel“ rollt es klappern die Kopeken!?)

  • numalangsam

    Zur Ihrer Antwort auf A. Felis:
    Was soll an dieser Personalie „unglücklich“ sein?
    Natürlich haben Sie „nicht behauptet, dass ein Missbrauch vorliegt, sondern nur darauf hingewiesen…“!
    Es wird hier meistens nur (journalistisch korrekt) darauf hingewiesen das…!
    Wie so oft bleibt es hier dem geneigten Leser selbst überlassen sich ein Bild zu machen. Natürlich wieder an der Hand geführt durch Ihren Artikel. Dieser liest sich nett und lustig, aber zwischen den Zeilen wird man doch auf angebliche Klüngelei in der Verwaltung hingewiesen. Speziell der fiktive Dialog der Eheleute Merx in Ihrem Artikel ist doch etwas daneben und soll die Beiden ins Lächerliche ziehen. Meiner Meinung nach schlechter Stil!
    Auch eine „Abhängigkeit“ des Hr. Merx vom BM kann ich beim besten Willen nicht erkennen, auch als stellv. Kommandant der Freiw. Feuerwehr nicht .
    Eigene Gedanken über dieses angebliche „Netzwerk“ kann ich mir daher nicht machen, ich sehe hier schlichtweg keines!
    Es geht hier doch nur um eine Personalie einer kleinen nordbadischen Gemeinde und nicht, wie manche Kommentatoren hier schreiben um einen „Sumpf“ in der Verwaltung (oder noch andere Vergleiche anführen).
    Natürlich können Sie über das alles berichten und dies ist auch legitim. Es wäre sicherlich auch besser gewesen den Heddesheimblog als Pressemedium endlich mal einzuladen, keine Frage. Möglicherweise würde da der ein oder andere Hektar an verbrannter Erde zwischen dem Heddesheimblog und dem BM wieder fruchtbar.
    Aber ich muss auch anmerken das es meiner Meinung einen ebenso faden Beigeschmack hat und ebenso „unglücklich“ wirkt wenn man die Konstellation Hr. Prothmann als Chef des Heddesheimblog und im Gegenzug seine Funktion als GR betrachtet.

    Schönen Abend noch!

    • heddesheimerin

      „Es geht hier doch nur um eine Personalie einer kleinen nordbadischen Gemeinde und nicht, wie manche Kommentatoren hier schreiben um einen „Sumpf“ in der Verwaltung (oder noch andere Vergleiche anführen).“

      Es mag nur eine kleine Personalie sein, aber sie ist bezeichnend für da „System Kessler“ und fügt sich in zahlreiche andere Puzzlestücke, die in diesem Blogg bereits hinreichend diskutiert wurden. „Sumpf“ mag man dafür ein zu starkes Wort halten. Im Schwäbischen sagt man dazu „Gschmäckle“. Und so was gehört nach meiner Meinung von einer kritischen lokalen Öffentlichkeit beobachtet.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Beitrag.
      Sie können gerne Ihren Blick erweitern und die Berichterstattung auf den anderen Seiten hischbergblog.de und ladenburgblog.de beobachten.

      Dabei werden Sie feststellen, dass dort dasselbe redaktionelle Konzept zum Tragen kommt. Wir berichten auf unseren Lokalseiten über das Geschehen vor Ort – manchmal auch darüber hinaus. Auch hier wird an der Arbeit der Bürgermeister oder des Gemeinderats oder anderer Kritik geübt, sofern sich kritische Fragen stellen. Eine kritische Berichterstattung sollten Leserinnen und Leser von jedem Medium erwarten können.

      Im Gegensatz zum Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler haben uns die beiden anderen Bürgermeister ihre Verwaltungen geöffnet. Wenn es Fragen ans Bauamt gibt – können wir dort anrufen. Geht es um Finanzen, ist der Ansprechpartner der Kämmerer usw. In Heddesheim ist unser Ansprechpartner die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de.

      Während die Redaktion in Hirschberg, Ladenburg oder durch das Landratsamt selbstverständlich zu Terminen eingeladen wird – findet dies in Heddesheim meist nicht statt. Stattdessen gilt hier der „heddesheimblog-Erlass„.

      In Heddesheim ist nicht erst durch unsere Berichterstattung bekannt, dass es eine durchaus „bemerkenswerte“ Besetzungs- und Personalpolitik gibt. Sofern wir darüber in Hirschberg oder Ladenburg Informationen in Erfahrung bringen, werden wir dort gleichermaßen berichten.

      Die Beurteilung, ob personelle Verflechtungen ein „Klünkel“ oder ein „Sumpf“ sind, überlassen wir den Leserinnen und Lesern. Offensichtlich haben viele diesen Eindruck. Die Redaktion beobachtet das Ortsgeschehen kritisch und dokumentiert das, was sich belegen lässt. In Teilen verwenden wir hier eine subjektive Sicht auf die Dinge. Diese Subjektivität machen wir transparent. Es bleibt den Leserinnen und Lesern überlassen, ob sie dieser Sicht folgen wollen – oder wie Sie, eben nicht. Auch weitere Sichtweisen sind möglich.

      So bieten das heddesheimblog und der Mannheimer Morgen durchaus unterschiedliche Berichterstattungen an. Die Leserinnen und Leser entscheiden selbst, wo sie sich besser informiert fühlen – so einfach ist das. Beispielsweise finden wir es kurios, wenn ein Unternehmen, dass sich hier ansiedeln will, für Vereine eine Extra-Veranstaltung macht – warum das gemacht wurde, soll sich jeder selbst zusammenreimen. Ebenso die Tatsache, dass in diesen Vereinen teils Gemeinderäte sitzen oder verwandtschaftliche Beziehungen zu solchen Gemeinderäten bestehen, die die „Pfenning“-Ansiedlung unterstützen. Alles ganz harmlos?

      Dass Herr Prothmann das Ehrenamt eines fraktions- und parteilosen Gemeinderats ausübt, ist hinlänglich bekannt und wird nicht zuletzt immer wieder hier auf dem heddesheimblog kommuniziert.

      Welchen Schluss die Leserinnen und Leser daraus ziehen, dass Herr Prothmann körperlich durch den Ehemann der Gemeinderätin und 1. stellvertretenden Bürgermeisterin Ursula Brechtel (CDU) angegangen wurde, ebenso wie durch den TG-Vorsitzenden Ewald Doll, der der Bruder des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Joseph Doll ist oder das Herr Merx neuerdings (vor der Berichterstattung zur neuen Aufgabe seiner Frau) mit Herrn Prothmann nicht mehr redet oder dass die Parteien CDU, SPD und FDP seit Monaten keine Presseanfragen der Redaktion beantworten, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn es dann noch zu einem Nagelbrett-Anschlag kommt, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass im Ort etwas sehr, sehr schief läuft.

      Die Redaktion ist überzeugt, dass immer dann, wenn Personen, die gut miteinander bekannt sind, über viele Jahre an entscheidenden Stellen zusammenwirken, die Gefahr einer „Klüngelbildung“ groß ist – was nicht zwangsläufig heißt, dass sich einer bildet. Eine vortreffliche Methode, diesem entgegenzuwirken ist eine kritische Öffentlichkeit – die stellt das heddesheimblog im Gegensatz zum Mannheimer Morgen her.

      Umso wichtiger wird diese Aufgabe, wenn große Teile des Gemeinderats in Bezug auf ein „Jahrhundertprojekt“ keine Fragen haben, sondern alles abnicken oder sich über die „tolle Begrünung“ (Hasselbring, FDP) freuen.
      Die Bürgerinnen und Bürger beobachten diese Entwicklung sehr aufmerksam. Sie informieren sich hier auf dem heddesheimblog, im Internet, in den Gemeinderatssitzungen, im persönlichen Gespräch und sicher auch im Mitteilungsblatt und Mannheimer Morgen.

      Und das ist gut so. Je mehr Informationen es gibt, um so besser können sich die Menschen ihre Meinung bilden.
      Und umso weniger haben „Klüngel“ eine Chance.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

    • Argus

      @numalangsam
      „Aber ich muss auch anmerken das es meiner Meinung einen ebenso faden Beigeschmack hat und ebenso „unglücklich“ wirkt wenn man die Konstellation Hr. Prothmann als Chef des Heddesheimblog und im Gegenzug seine Funktion als GR betrachtet.“
      …………………………………………………………..
      In seiner „Funktion“ als Gemeinderat hat Herr Prothmann zwangläufig auch einen „Maulkorb“ zu tragen.

      Zum Glück ist er aber ein kritischer Journalist der tiefgründig recherchieren kann!
      Das gefällt vielen nicht!
      Schade nur,dass er immer wieder „eingekesslert“ wird,d.h.Informationen werden ihm von der Gemeindeverwaltung nicht zur Verfügung gestellt und wenn reichlich spät.
      Natürlich spielen Beziehungen eine große Rolle wenn Stellen in der Verwaltung zu besetzen sind!
      Das hat es in der Vergangenheit unter anderen BM auch schon gegeben.
      Wer schon länger hier wohnt weiß das.
      Aus diesen Verquickungen resultiert aber immer wieder ein „Geschmäckle“!