Sonntag, 20. August 2017

Landtagsabgeordneter Uli Sckerl kritisiert Waffenbesitz und -gesetze

Doppelmord in Eberbach: „Das sind zwei Tote zuviel“

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Rhein-Neckar/Eberbach, 08. Januar 2013. (red/pro) Der gr├╝ne Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl zeigt sich wie alle Menschen tief betroffen vom Doppelmord in Eberbach, bei dem ein Lehrer und Stadtrat sowie seine Ehefrau, eine Kinder├Ąrztin am vergangenen Freitag erschossen im Wohnhaus aufgefunden worden sind. Der innenpolitische Sprecher der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen im Stuttgarter Landtag ├Ąu├čert sich im Exklusiv-Interview angesichts der Bluttat kritisch gegen├╝ber dem deutschen Waffenrecht und dem Besitz von Waffen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Sckerl, zwei Menschen sind kaltbl├╝tig im beschaulichen Eberbach umgebracht worden. Die beschauliche Stadt im Odenwald trauert um die Eheleute, zwei engagierte, beliebte und friedliche Mitb├╝rger, die, wie nun feststeht, bereits in der Nacht zum 2. Januar gezielt vom Ex-Freund der Frau erschossen worden sind. Der zweij├Ąhrige Enkel ├╝berlebte vermutlich nur durch Zufall. Wie haben Sie das aufgenommen?

Der Jurist Hans-Ulrich Sckerl ist Landtagsabgeordneter f├╝r den Wahlkreis 39 Weinheim und innenpolitischer Sprecher von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Er fordert seit Jahren mehr Kontrollen und ein sch├Ąrferes Waffengesetz. Fot0: privat

Hans-Ulrich Sckerl: Mit Entsetzen wie wohl alle Menschen im Land. Das ist einfach furchtbar. Ich hoffe vor allem f├╝r die Tochter, das Enkelkind und die gesamte Familie, dass sie dieses traumatische Erlebnis irgendwie verarbeiten k├Ânnen.

Sie haben bereits vor drei Jahren in einem Interview mit unserer Redaktion eine verst├Ąrkte Waffenkontrolle gefordert – jetzt sind die Gr├╝nen an der Macht. Wann kommen die st├Ąrkeren Kontrollen?

Sckerl: Die sind bereits auf den Weg gebracht, aber es muss noch besser werden. Das Innenministerium hat seit 2011 die Kontrolldichte erh├Âht und es gibt vermehrt unangemeldete Kontrollen, ob Waffen legal besessen werden und sachgerecht aufbewahrt werden. Aber die unteren Waffenbeh├Ârden sind personell zu schwach besetzt und die Kontrollen sind nur ein Teil der L├Âsung auf dem Weg zu weniger Waffen. Noch wichtiger w├Ąre, das Waffengesetz zu versch├Ąrfen. Doch das ist nicht L├Ąnder- sondern Bundessache.

„Waffen sollten ├╝berhaupt nicht privat aufbewahrt werden d├╝rfen“

Was sollte da ge├Ąndert werden?

Sckerl: Grunds├Ątzlich sind wir gegen den privaten Besitz gro├čkalibriger Waffen. In jedem Fall muss die Aufbewahrung bei allen privaten Waffen neu geregelt werden. Mir w├Ąre am liebsten, dass Waffen ├╝berhaupt nicht privat aufbewahrt werden d├╝rfen, aber das ist sehr schwierig umzusetzen. Auf jeden Fall aber sollten Waffen und Munition getrennt aufbewahrt werden, damit der unmittelbare Zugang deutlich erschwert wird.

Was ist daran schwierig?

Sckerl: Ein Beispiel sind J├Ąger, das habe ich lernen m├╝ssen. Wenn die einem verletzten Unfalltier den Gnadenschuss geben, h├Ąufig nachts, irgendwo im Wald, brauchen die eine Waffe und Munition daf├╝r. Bei einem Sportsch├╝tzen kann ich aber keinen einzigen Grund erkennen, warum Waffen und Munition nicht getrennt aufbewahrt werden sollten.

Das wird die Sportsch├╝tzen nicht freuen.

Sckerl: Ich habe ├╝berhaupt nichts gegen Sportsch├╝tzen und will auch nicht, dass sie diesen Sport nicht mehr betreiben k├Ânnen. Aber es gibt zu viele F├Ąlle, bei denen Menschen durch Waffen von Sportsch├╝tzen umgekommen sind, Erfurt und Winnenden sind besonders dramatische Beispiele.

Die Menschen in Eberbach waren fassungslos. Zun├Ąchst wusste niemand, warum der Lehrer und die Kinder├Ąrztin sterben mussten. Die Ermittlungsbeh├Ârden fanden heraus, dass der Exfreund der ├ärztin vermutlich aus verzweifelten Motiven handelte. Als Sportsch├╝tze hatte er gro├čkalibrige Waffen, die auch das Milit├Ąr benutzt. Mit einer Pistole erschoss der ge├╝bte Sch├╝tze das Ehepaar kaltbl├╝tig. Beide traf er ins Herz, bei der Frau setzte er einen Nachschuss in den Kopf an.

 

„Hier steht Gesch├Ąft gegen ein Recht auf Sicherheit der B├╝rger.“

Warum versch├Ąrft die Bundesregierung das Waffengesetz Ihrer Meinung nach nicht?

Sckerl: Da ist eine m├Ąchtige Lobby am Werk, der es um’s Gesch├Ąft geht. Mit Waffen l├Ąsst sich eben nicht nur in Amerika viel Geld verdienen ÔÇô letztlich auf Kosten der Sicherheit der Bev├Âlkerung. Die Menschen haben ein Recht auf Sicherheit und das wird durch das aktuelle Waffengesetz, eine vielerorts zu lasche Handhabung und durch viele Vollzugsdefizite verletzt.

Was k├Ânnen Sie unternehmen?

Sckerl: Mit dem Innenminister herrscht Einigkeit dar├╝ber, dass wir eine Bundesratsinitiative zur Eind├Ąmmung des privaten Waffenbesitzes einbringen wollen. Aber daf├╝r brauchen wir Verb├╝ndete, damit das zum Tragen kommt. Das ist harte ├ťberzeugungsarbeit gefragt, damit wir an den aktuellen Zust├Ąnden was ├Ąndern k├Ânnen.

Was sollte ein neues Waffengesetz regeln?

Sckerl: Wie gesagt, halte ich eine Trennung von Waffen und Munition f├╝r wichtig. Wie man das regelt, muss halt verhandelt werden. Weiter w├╝nsche ich mir eine regelm├Ą├čigere und strengere Eignungspr├╝fung, ob der Betreffende zum Waffenbesitz auch f├Ąhig ist. Da viele Menschen zahlreiche Waffen und hohe Mengen an Munition zu Hause lagern, muss der Bedarf sehr kritisch auf den Pr├╝fstand. Bei jemandem, der nicht ernsthaft und pflichtbewusst seinem Sport nachgeht, muss angeordnet werden k├Ânnen, dass er die Waffen abzugeben hat.

„Der Doppemord zeigt alarmierend, dass hier Handlungsbedarf besteht.“

Der Doppelm├Ârder von Eberbach ist 2004 Mitglied in einem Sch├╝tzenverein geworden und ist regelm├Ą├čig zum Schie├čtraining gegangen.

Sckerl: Das zeigt, dass auch die psychologische Verfassung eines Menschen einen einmal erteilten legalen Waffenbesitz sehr problematisch machen kann. Hier wird zu untersuchen sein, welche ├ťberpr├╝fungen des Waffenbesitzes es seit 2004 gab, ob eine ├ťberpr├╝fung der Eignung stattgefunden hat. Im aktuellen Eberbacher Fall war der T├Ąter wohl in einer psychisch sehr labilen Verfassung. Gleichzeitig war er ein trainierter Leistungssch├╝tze. So jemand darf aber gar keine Waffe besitzen.

Der Sportsch├╝tze verwendete f├╝r seinen Doppelmord ein deutsches Fabrikat, eine SIG Sauer 9 Millimeter. Die Pistole ist selbstladend und wird vor allem vom Milit├Ąr eingesetzt. Abbildung ├Ąhnlich. Quelle: Wikipedia, Rama, CC BY-SA 2.0 FR

Er hatte sieben Waffen und eintausend Schuss Munition sowie Jagd- und Kampfmesser.

Sckerl: Das zeigt doch in alarmierendem Umfang, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht. Wenn jemand so viele Waffen und diese riesige Menge Munition besitzt, dann hat das nach meiner Erfahrung nur noch wenig mit ÔÇ×harmlosem SportÔÇť, aber viel mit einem Waffennarr zu tun.

Der T├Ąter hatte eine weitere Waffe und weitere Munition bei sich. H├Ątte es noch schlimmer k├Ânnen, wenn beispielsweise eine Polizeistreife ihn angehalten h├Ątte?

Sckerl: Dar├╝ber mag ich ├╝berhaupt nicht spekulieren. Fest steht, zwei Menschen sind umgebracht worden. Die Familien trauern wie auch die gesamte Eberbacher B├╝rgerschaft um den Verlust dieser ehrbaren Menschen, die in ihrer Heimatstadt ├Ąu├čerst beliebt waren. Angesichts dieser f├╝rchterlichen Trag├Âdie will ich mich weiter daf├╝r einsetzen, dass die Menschen ihr Recht auf Sicherheit bekommen. Das Recht auf Waffen geh├Ârt nicht dazu.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • Zabel

    Ich w├╝sste gern was er vorhat gegen die illegalen Waffen zu tun. Sind die nicht das viel gr├Â├čere Problem? Auch nur ansatzweise zu denken ein Krimineller w├╝rde sich an Gesetze halten und seine Waffen abgeben ist mehr als naiv und weltfremd. Wenn jemand mit einer illegalen Waffe in Berlin auf ein Auto mit seiner Ex darin schie├čt und zwei Menschen t├Âtet sind die Berufsemp├Ârten der Gr├╝nen nicht zu h├Âren und schon gar nicht zu sehen. Ich bin f├╝r sch├Ąrfere Gesetze gegen illegalen Waffenbesitz und gegen ideologische Drangsalierung und Stigmatiesierung von Legalwaffenbesitzern.

    • Wolfgang Fremgen

      Es ist doch eine ganz einfache Geschichte, dass Einschr├Ąnkungen des Waffensumlaufs, egal ob es sich nun nun um legale oder illegale Waffen handelt, solche Taten wahrscheinlich nie ganz verhindern k├Ânnen; aber die Wahrscheinlichkeit f├╝r das Aus├╝ben solcher schrecklicher Straftaten wird einfach geringer. Meiner Ansicht nach geh├Âren Schusswaffen generell nicht in die H├Ąnde von Privatleuten. Uli Sckerl hat mit seinen Thesen vollkommen recht.

  • Stephan Haag

    Hier hat es sich um eine Beziehungstat gehandelt. Da hat die Art der Waffe keinen Einflu├č. H├Ątte der T├Ąter keine Pistole zur Verf├╝gung gehabt. h├Ątte er ein Messer oder was auch immer benutzt. Es ist immer wieder ertstaunlich wie Naiv Politiker sind. Und wo er seine Erfahrungswerte hinsichtlich Waffen und Munitionsmenge her hat? Ist Sckerl gar selbst den Umgang mit Waffen gew├Âhnt?

  • Dan More

    Mich w├╝rde eines interessieren.
    Die Medien sind sehr still in diesem tragischen Fall geworden. Erfahrungsgem├Ą├č bedeutet das, dass die Tatwaffe nicht legal im Besitz des T├Ąters war.

    Auch wird in den Medien davon gesprochen, dass weitehend alle Munition, die in der Wohnung des T├Ąters gefunden wurde, legal gewesen sein soll.
    Das bedeutet nicht, dass alles legal war. Wird hier ggf. etwas bewu├čt verschwiegen um so erneut gegen rechtstreue Sportsch├╝tzen vorgehen zu k├Ânnen?

    Dass Herr Sckerl keinen Grund kennt, warum bei einem Sportsch├╝tzen eine getrennte Lagerung von Munition und Waffe nicht gehen soll, kann ich mir vorstellen, denn er hat scheinbar keine Ahnung vom sportlichen Schie├čen.
    Wie in jedem anderen Sport auch, bestreiten Sportsch├╝tzen auch Wettk├Ąmpfe au├čerhalb ihres eigenen Vereins. Jeder Sch├╝tze verwendet eine andere Munitionssorte. Auch gibt es Wiederlader, die ihre Munition selber herstellen, um eine gr├Â├čt m├Âgliche Pr├Ązision f├╝r einen Wettkampf zu erzielen. Wie soll da eine getrennte Aufbewahrung funktionieren?
    Wer soll mir nachts die erforderliche Munition herausgeben, wenn ich von Hamburg nach M├╝nchen auf die Deutsche Meisterschaft fahre?
    Und solche l├Ąngeren Strecken haben viele Sportsch├╝tzen ├Âfter im Jahr.

    Wie sieht es dann mit dem Erwerb neuer Munition aus?
    Ist mein Vorrat ersch├Âpft, brauche ich neue und ein Sch├╝tzenverein hat keine Waffenhandelserlaubnis, um Munition in s├Ąmtlichen Kalibern, die geschossen werden, zu lagern und an seine Mitglieder zu vertreiben.
    Laut Waffengesetz, darf man nur die Munition auch besitzen, f├╝r die ich auch eine entsprechende Waffe besitze.
    Also geht das auch nicht.

    Sportsch├╝tzen sind die letzten,die sich gegen eine Diskussion zur Erh├Âhung der Sicherheit wehren. Aber die Diskussionsgrundlage darf nicht immer nur eine Verbotsforderung sein, sondern realisierbare und sinvolle Ma├čnahmen beinhalten.
    Bislang sind nur Forderungen nach Verboten, Auslagerung, getrennte Aufbewahrung, etc. zu vernehmen. Nichts davon ist aber in der Praxis realisierbar und die Waffengegner sind in keiner weise Kompromi├č- oder Diskussionsbereit.

    • Redaktion

      Guten Tag!

      Der Doppelm├Ârder besa├č die Waffen legal.

      Sie k├Ânnen das auf dem Rheinneckarblog.de nachlesen:

      http://www.rheinneckarblog.de/07/chronologie-des-doppelmords-von-eberbach/24637.html

      • Greenhawker

        Sorry aber da muss ich kurz widersprechen. In dem verlinkten Zeitungsbericht steht lediglich, dass er legal Waffen besitzen durfte, aber ob die verwendete Waffe im legalen Besitz war geht aus diesem Bericht nicht hervor.

    • Michael K├Ânig

      Kleine Erg├Ąnzung noch dazu:
      Herr Sckerl verkennt, dass die getrennte Lagerung zwar sehr viele Einschr├Ąnkungen und Probleme machen wird, aber der designierte „Amokl├Ąufer“ wird sich die Munition dann eben vom Verein abholen und dann damit zum Tatort fahren. Viel Aufwand, NICHTS an Sicherheit gewonnen Wann lernen die Gr├╝nen endlich denken ?

      • Knut Tescher

        Hallo Michael,
        wenn hier jemand nicht denken kann dann bist es du und nicht die Gr├╝nen.
        Ein Polizist muss ├╝ber jede Patrone Rechenschaft ablegen.
        Bei Sportsch├╝tzen brauch man das wohl nicht oder?
        Du gibst ja selbst zu, dass die Vereine nicht in der Lage sind, die Ausgabe von Munition zu ├╝berwachen. Was bei der Polizei m├Âglich ist sollte f├╝r Verein zur Pflicht werden. Ich und die Bev├Âlkerung m├Âchte nicht, dass jeder Neurotiker mit Waffen aus Sch├╝tzenvereinen in der Gegend und letztendlich auch auf Menschen ballern kann.
        Sofern ich dir beim Denken etwas geholfen habe w├Ąre das toll.
        Knut

    • Knut Tescher

      Die Sportsch├╝tzen haben in den letzten Jahren die Gelegenheit gehabt die Probleme, Waffen, Munition zu regeln. Leider ist da nicht viel geschehen.
      Tatsache ist, dass immer wieder Morde mit Waffen aus Sch├╝tzenvereinen geschehen. Wir k├Ânnen das Problem nicht weiter unter den Teppich kehren und die Politik ist aufgerufen hier zu handeln, deshalb unterst├╝tze ich die Initiative von Herrn Sckerl. Ich frage mich, was dagegen spricht wenn alle Sportsch├╝tzen mit genormter Munition die vor dem Wettkampf ausgegeben wird und somit f├╝r die gleichen Vorausetzungen geschaffen werden, spricht. Was Dan More da anf├╝hrt sind doch alles Scheinargumente die wir schon tausendfach aus Amerika geh├Ârt haben. Ich und ich denke die Mehrheit unserer Bev├Âlkerung auch m├Âchte keine Waffen und Munition in Privathaushalten die nicht von Beh├Ârden ausdr├╝cklich genehmigt sind. Da Sch├╝tzenvereine dieses Problem nicht l├Âsen k├Ânnen muss die Politik einschreiten.

  • Dan More

    Was die besagten 1000 Schuss Munition betrifft folgendes

    1. Wie mit allen anderen Produkten, die man k├Ąuflich erwerben kann, kann man bessere Preise erzielen, wenn man gr├Â├čere Mengen abnimmt. Und 1000 Schuss sind nicht viel, es klingt nur nach viel.

    2. Ein Sportsch├╝tze gibt je nach Disziplin pro Training zwischen 25 und 250 Schuss ab. Ein Wettkampf im DSB verbraucht 45 Schuss und in einer Schachtel sind 50 Schuss.
    In meinem Sch├╝tzenkreis schie├čen wir nur im DSB Bereich 8 bis 10 Rundenwettk├Ąmpfe je Disziplin. Das sind zwischen 400 und 500 Schuss je Wettkampfrunde (die 5 Schuss, die ├╝brig bleiben kalkuliere ich jetzt nicht). Nun kommt noch Training dazu und ggf. Wettk├Ąmpfe in anderen Verb├Ąnden (ja, Sportsch├╝tzen k├Ânnen in verschiedenen Verb├Ąnden Mitglied sein).

    3. Oftmals ist eine bestimmte Munitionssorte schwieriger zu bekommen und unterliegen somit l├Ąngeren Lieferzeiten. Wie soll das dann funktionieren, wenn ich nur noch zwei, drei oder vier Schachteln habe, aber noch drei Wettk├Ąmpfe nebst Training habe?
    Hier macht es nur Sinn, einen gewissen Vorrat zu haben, damit man nicht in irgendwelche Engp├Ąsse f├╝r die Wettk├Ąmpfe und das Training reinl├Ąuft.

  • Zabel

    Dort steht aber auch, dass noch nicht klar ist ob er die Tat mit einer legal erworbenen Waffe begangen hat. Aber was macht das f├╝r einen Unterschied ob die Waffe illegal oder legal ist? Keinen, au├čer f├╝r Politiker. Denn Straftaten mit illegalen Schusswaffen, Messern, H├Ąmmern, Rohrzangen, Baseballschl├Ągern usw kann man nicht politisch vermarkten weil man ├╝ber diese Dinge keine Kontrolle hat und auch nie haben wird da sie nirgendwo registriert sind.
    Dass nicht nicht die Legalwaffenbesitzer das Problem sind, wird erst bemerkt wenn man selber ├╝berfallen wird und es wider Erwarten kein Sportsch├╝tze mit seinem alten Ordannanzgewehr war.
    Eine Unwahrheit wird nicht wahrer wenn man sie so oft wie m├Âglich wiedergibt. Und sind wir doch mal ehrlich, die Argumente sind ganz klar auf der Seite der Waffenbef├╝rworter, das muss sich jeder der neutral und vern├╝nftig mit dem Thema besch├Ąftigt eingestehen.

  • Michael K├Ânig

    Herr Sckerl verkennt (angesichts seiner Ausbildung als Jurist offenbar ganz bewu├čt), dass sich politischer Handlungsbedarf aus Statistik, nicht aus -noch so tragischen- Einzelf├Ąllen herleitet. Die Schu├čwaffenkriminalit├Ąt ist ein problem illegaler, nicht legaler Waffen (ca 98 %). Zudem ist der gesamte Schu├čwaffenmi├čbrauch statistisch seit ca. 15 Jahren r├╝ckl├Ąufig, ds gibt das BKA jdes Jahr ├Âffentlich heraus. Als fachbeh├Ârde sieht sie im j├Ąhrlichen Lagebericht zur Schu├čwaffenkriminalit├Ąt bei legalen Waffen kein Sicherheitsproblem und auch keinen gesetzgerberischen Handlungsbedarf.
    Den sieht komischerweise immer nur die gr├╝ne Partei, wenn es darum geht, legale Waffen zu enteignen.

    Warum interviewen Sie zu dem „Problem“ nicht mal Fachleute, sondern immer nur die Polemiker ?

  • B_Krainz

    In Deutschland werden jedes Jahr ca. 900 Menschen ermordet. 897 mal juckt das die Gr├╝ne nicht die Bohne.

    Aber wenn das Tatmittel ausnahmsweise eine legal besessene Schusswaffe und der T├Ąter gar Sportsch├╝tze war, dann ist Achterbahn und gr├╝ne Verbotsforderungen hagelt es im Minutentakt durch den ├äther.

    Das hat nichts mit vern├╝ntiger Sachpolitik zu tun, das ist reiner Populismus und bewusste Diffamierung einer gesellschaftlichen Gruppe, die den Gr├╝nen eher weniger zugetan ist.

    Man instrumentalisiert hier bewusst Verbrechensopfer zur Durchsetzung der eigenen Ideologie.

    Wenn es denen tats├Ąchlich um Menschenleben gehen w├╝rde, dann w├╝rde man sich angesichts j├Ąhrlich 40.000 Alkoholtoten z. B. f├╝r Alkoholverbote einsetzen und nicht noch die Legalisierung von Drogen fordern. Aber damit w├╝rde man ha vor allem die eigene Klientel treffen, also verbietet man lieber erst mal die Dinge, die andere betreffen.

    • Knut Tescher

      Du willst doch nicht ernsthaft einen Alkoholtoten mit einem rumbalernden Sch├╝tzen vergleichen oder?
      knut

  • Grazy

    Hi,

    erst mal RIP und den Angeh├Âhrigen und Freunden mein herzliches Beileid

    Immer wenn so ein Mist passiert wird nach sch├Ąrferen Gesetzen geschriehen.
    Was soll das denn bitte bringen?
    Die Gesetzte sind streng genug, an was es fehlt ist die Kontrolle dieser.

    Aber das alles au├čer acht, wer nee Knarre will bekommt auch eine.
    Auf die Eine (Sch├╝tzenverein dauert halt ein bi├čchen daf├╝r sp├Ąter leichter Zugang) oder andere (man geht inner Stadt in bestimmte Kneipen und kauft eine unter der Hand) weise.

    Was da passiert ist ist Schrecklich aber immer gleich allen Sportsch├╝tzen neue Gesetzte auf,s Auge dr├╝cken zu wollen ist doch Bl├Âdsinn.

    Da ist ein Mensch durchgedreht und Menschen drehn nun mal ab und zu durch.

    Ich z.B. wollte keine Waffe im Haus haben denn sonst w├╝rde ich h├Âchstwahrscheinlich nicht mehr leben und nicht weil ich mich umbringen will/wollte sondern einfach weil „shit happens“ ;-))

    und ich bin einer der K├Ânige von „shit happens“
    aus diesem Grund isses gut das ich nie Elektiker wurde denn damit h├Ątte ich mich auch schon gekillt^^
    ich hasse Kabel und Schl├Ąuche, wenn Ihr jemanden such der Knoten in ein,s von beiden macht dann meldet Euch bei mir^^
    Aber nur wenn Ihr gut Zahlt nat├╝rlich ­čśë

    Worauf ich raus will ist:
    Die Waffen geh├Âhren nicht nach Hause sondern in den Sch├╝tzenverein und gut ist

    so w├Ąren viele Menschen noch am Leben (Winnenden) z.B.

    und die Sportsch├╝tzen k├Ânnen Ihrem Sport weiter betreiben sollte doch kein Problem sein (Schiesen geht eh nur auf der Anlage) und die Reinigung macht doch in Gesellschaft mehr Spa├č (wei├č ich noch vom G3 beim Bund allein war das ├Âd aber mit paar Leuten hat das sogar Nacht,s um 3 noch Spa├č gemacht)

    LG

    Grazy aka Horst

    • Knut Tescher

      Diese und ander Taten sind halt mal von sog. Sportsch├╝tzen oder von Leuten die zu solchen Waffen Zugang hatten ver├╝bt worden. Ich glaube Leute wie du und die anderen die hier ├Ąhnliche Kommentare abgegeben haben werden erst schlau wenn sie mal selbst betroffen sind.
      knut

  • Greenhawker

    Hallo,
    mir ist es immer wieder unbegreiflich, wie es Gr├╝ne Politiker schaffen fakten konsequent auszublenden. F├╝r Herrn Sckerl sind zwei Tote durch eine Schu├čwaffe zuviel. Was ist mit den ├╝ber 40 Toten seit Oktober, die durch Geister- bzw Amokfahrer auf deutschen Autobahnen um Leben gekommen sind? Sind diese Tote in den Augen der Gr├╝nen nicht Wert das man ├╝ber sie genauso spricht? Oder die Toten die in der gleichen Zeit durch Messer, Hammer und so weiter umgebracht wurden, von denen man aber kaum was lesen kann, weil Medial nicht so gut verwertbar? Sind die auch nichts Wert?
    Herr Sckerl,
    gerade sie als Abgeordneter haben zugriff auf Statistiken zu Verbrechen, deren Zugang unsereins erst einklagen muss, die eindeutig belegen, dass der private, legale Waffenbesitz so gut wie keine Rolle (ca 0,0006% der begangenen Straftaten) spielt. Was ist ihr Grund so auf besitzer von legalen Waffen loszugehen, wovor haben Sie wirklich Angst? Was haben die Gr├╝nen mit den Deutschen vor, dass Sie eine solche Angst vor einem wehrhaften Volk haben?
    Eine ehrliche Antwort hierrauf w├╝rde mich aber ├╝berraschen.

    MFG
    Greenhawker

  • Martin

    Als langj├Ąriger Rettungssanit├Ąter kann ich mir vorstellen, wie tief das Leid der Umstehenden wie ein Messer in die Seele f├Ąhrt, wenn eine Solche Tat geschieht. Die Machtlosigkeit gegen menschliche Bosheit, die Ohnmacht gegen blinde Wut. Das schreit nach Abhilfe, nach Balsam f├╝r die getroffene Seele.

    In solchen Situaltionen greift der Mensch nach jeden Strohhalm, der Linderung verhei├čt, und sei er – objektiv betrachtet – auch noch so br├╝chig.

    Ich kene das, ich war selbst Opfer von blindw├╝tigem Hass und Gewalt.

    ABER:
    Mit etwas Abstand betrachtet verhei├čen uns Politiker mit ihrem ewigen Rumhacken auf Sportsch├╝tzen nichts anderes, als einen S├╝ndenbock in die W├╝ste zu jagen.

    94% der T├Âtungen (Ohne Auto-Tote) werden ganz ohne Schu├čwaffe begangen. Der Politiker, der mir verspricht, da├č eine „Entwaffnung des Volkes“ Sicherheit br├Ąchte, der behauptet, da├č die verbleibenden 6% zu dumm w├Ąren, eine der M├Âglichkeiten der gro├čen M├Ârdermehrheit zu nutzen.

    Von den 6% Schu├čwaffent├Âtungen f├Ąllt der gr├Â├čte Anteil auf Illegalen Waffenbesitz, also Gruppen, die eh sich einen Dreck um verbote k├╝mmern. Und eine Gruppe, die nicht von einem Verbot des legalen Waffenbesitzes getroffen w├╝rde.

    Wenn mir jetzt einer Klar macht, wieso ein „Entwaffneter Sportsch├╝tze, der irgendwann zum M├Ârder werden will, sich nicht auch eine Illegale Waffe auf dem Schwarzmarkt kaufen kann, dann glaube ich diese M├Ąrchen der Politiker.

    Ich Wahrheit dr├╝cken die Politiker sich nur, sich um die echten Gr├╝nde von Gewalt zu k├Âmmern.
    Beispielsweise warnt der Beipackzettel von Ritalin, das unkontrollierte Feindseligkeit als Nebenwirkung auftreten kann. Wieso wird davon nie ein Wort gesagt, wenn das Zeug dutzendweise an die Kinder Verf├╝ttert wird?!
    Wo sind die „Sch├Ąrferen Gesetze“ da?
    ahhhh, ja… da geht es um viel mehr geld. Dann lassen wir lieber ein paar Sportler bluten und sehen, wie trotzdem die Gewalt passiert!

    Und: Der gute Mensch, ist unter Menschen niemals vor dem B├Âsen Menschen sicher. Damit m├╝ssen wir Leben. Schon sein Jahrtausenden.

    Nochwas, liebe Mitb├╝rger:
    Die Gewalt nimmt seit Jahren ab. Das BKA hat es gerade wieder ver├Âffentlicht. Die Gewalt unter Schu├čwaffennutzung geht v├Âllig parallel zur ├╝brigen gewalt. W├╝rden die „Versch├Ąrfungen“ was bringen, dann m├╝sste die ja mehr zur├╝ckgegangen sein, oder?

    Liebe Mitb├╝rger! Fordert bitte von Euren Politikern WIRKSAMME Ma├čnahmen, nicht wieder so ein Alibiopfer bei einer Minderheit

  • Hermann Moser

    Immer wenn mit einer legalen Schusswaffe etwas passiert, ├╝berschlagen sich die Medien und die hoplophoben Waffenhasser. Ist dagegen eine illegale Schusswaffe im Spiel, so ist das kaum eine Randnotiz wert.
    Die Fakten werden ignoriert, es wird einfach eine Hexenjagd auf Sportsch├╝tzen und J├Ąger veranstaltet! Es erscheint am einfachsten, wenn man das Werkzeug verbietet. Was aber ist mit den illegalen Schusswaffen?
    Es will keiner kapieren, dass nur noch die Verbrecher Waffen haben, wenn die legalen Waffen verboten werden.
    Legale Waffenbesitzer sind ├╝berdurchschnittlich gesetzestreu, werden immer wieder auf ihre Zuverl├Ąssigkeit gepr├╝ft. Erf├╝llen alle Politiker diese Voraussetzungen?
    Besonders die Gr├╝nen setzen sich immer wieder in Szene mit ihren Forderungen nach einem Totalverbot. Sie wollen ein Gesch├Ąft mit der Angst machen und ignorieren oder verschweigen Fakten. Warum soll man Politikern und Journalisten vertrauen, die den B├╝rgern misstrauen?

  • Volker

    Ja ein bedauernswerter Einzelfall, nur so schrecklich er ist, wird er nur leider gleich wieder politisch v├Âllig schamlos ausgeschlachtet. Auf wirklich absolut Null ist der Missbrauch niemals zu setzen. Aber man schafft ja auch nicht z.B. die Polizei ab, nur weil ein einzelner Polizist auch mal im Einzelfall ein M├Ârder ist.
    Zudem die Tatmittel sind austauschbar. Bei Familiendramen etc. nimmt der T├Ąter i.d.R. das Tatmittel welches verf├╝gbar ist, sprich wenn das eine nicht da ist, dann nimmt er eben ein anderes, am Resultat Mord ├Ąndert das nichts. Denn ob das Opfer dabei erschossen, erstochen oder erschlagen wird ├Ąndert nichts an der Tatsache Mord.

  • Msximil├şan Mehl

    Ich stelle hier einmal die naiven Fragen, ob sich der M├Ârder bei verpflichtend getrennt aufzubewahrenden Waffen und zugeh├Âriger Munition durch ein solches Gesetz davon abhalten lie├če, diese von ihm sorgf├Ąltig geplante Tat zu begehen? Oder ist es nicht eher naiv, davon auszugehen, dass eine solche Regel den Doppelmord verhindert h├Ątte?
    Ich meine wohl eher das Letztere

  • Ren├ę

    Hallo liebe Redaktion,
    als nachweis ├╝ber die legalit├Ąt der Tatwaffe verweisen Sie auf einen anderen Blog? Ich bitte Sie, jeder kann heutzutagen einen Blog schreiben und da so ziemlich alles m├Âgliche behaupten ­čśë …mal im ernst – ein Blog, der eine SigSauer als „Parabellumpistole“ bezeichnet hat von der waffentechnischen Materie so viel Ahnung wie ein S├Ągefisch vom Hobeln! Naja, seis drum,selbst wenn die Tatwaffe eine legal erworbene war, w├Ąhre die trag├Âdie wohl auch ohne diese nicht zu verhindern gewesen – denn alle anerkanten Studien sagen recht deutlich aus, dass solche Taten unabh├Ąngig vom vorhandenen Tatmittel ver├╝bt werden.
    Traurig genug, das Menschen heutzutage so verzweifelt sind um zu solchen Mitteln zu greifen aber Poltiker, die diese Vorf├Ąlle auch noch zur Profilierung nutzen finde ich einfach nur Arm(um es gelinde auszudr├╝cken)!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pistole_08 (link zur „Parabellumpistole“)
    Mein Beileid den Angeh├Ârigen der Opfer.

    Mfg: Ren├ę

    • Redaktion

      Hallo Ren├ę,

      danke f├╝r Ihren Kommentar.
      Sie haben Recht, dass es sich bei der Parabellumpistole urspr├╝nglich um eine Luger handelt. Unsere Bezeichnung bezog sich jedoch auf das Kaliber 9mm Parabellum, das bei der Tat verwendet wurde: http://de.wikipedia.org/wiki/SIG_Sauer_P226, http://de.wikipedia.org/wiki/9_mm_Parabellum.

      Viele Gr├╝├če.

      • Ren├ę

        Hallo redaktion,
        ebenfalls danke f├╝r die Antwort – komisch-weil unrichtig fand ich nat├╝rlich zuallererst die Beschreibung im anderen verlinkten Blog. Allerdings bestempelt heute kaum ein Hersteller noch seine Waffen mit „Parabellum“ …da hat wohl irgendwer halbherzig gegoogelt…die im Artikel gezeigte Waffe ist ├╝brigens keine P226 sondern die k├╝rzere P228(klugscheissermodus und outing). Die P226 ist dar├╝ber hinaus NICHT mit „Parabellum“ beschriftet da es sich hierbei ja um eine art Markennahme(siehe Wiki) handelt. Die P226 tr├Ągt auf dem Patronenlager die Kaliberstempelung „9mm Para“(gerade mal nachgesehen). Im benannten Sprichwort sind „para“ und „bellum“ ├╝brigens korrekt getrennte Worte, wobei parare f├╝r „vorbereiten“ und bellum f├╝r „Kampf/Krieg“ steht.

        MfG: Ren├ę

  • P.Mueller

    ├ťber Tausend Schuss Munition? Und dann ist der kein Sportsch├╝tze?

    Der Nette Herr hat keine Ahnung. Wenn ich mich auf einen Wettkampf vorbereite dann gehen bei einem Training auch mal 300 Schuss und mehr auf die Scheibe.
    Also mit ├╝ber tausend Schuss Munition komme ich da nicht so weit.

    Aber versuchen sie mal tausend Schuss 9mm zu tragen. Das wiegt schon ordentlich. F├╝r einen Amoklauf eindeutig zu schwer.

  • Michael K├Ânig

    Herr Sckerl hat aber auch nicht so wirklich die Entwicklung verfolgt ?

    Ich habe gerade nochmal das Interview gelesen, das er Ihnen 2009 gegeben hat. Da waren ja ein paar fulminante Nichtwissensschnitzer drin, man k├Ânnte auch sagen, Herr Sckerl hat vom Thema private Legalwaffen als Sicherheitsexperte zumindest damals wenig bis keine Ahnung gehabt, als er die Zahl der Waffen mit der Zahl der Besitzer gleichstellte oder auch nicht wusste, was eine Waffenbesitzkarte ist … .
    Nun ist er mit an der politischen Macht und beklagt die Unterbesetzung der unteren Waffenbeh├Ârden, was im ├ťbrigen ja ein bundesweites Problem ist. Bereits die Vorg├Ąngerregierung hatte am 3.8.2009 die zust├Ąndigen Verwaltungen hinsichtlich der Umsetzung der Waffenrechts├Ąnderungen bis zum 31.12 2009 angewiesen.
    Herr Sckerl beklagt nun die Unterbesetzung f├╝r den Vollzug des Waffengesetzes, will es aber dann doch lieber versch├Ąrfen, als seine Umsetzung z.B. mit Personalkosten zu f├Ârdern. Er will also auch gar nicht wissen, wie es sich auswirkt, wenn das bestehende Gesetz mal tats├Ąchlich besser umgesetzt wird. Statt dessen will er lieber mit weiteren Verboten versch├Ąrfen. Das ist doch angesichts einer nicht wirklich bestehenden Sicherheitsporoblematik (s.o.) Dilettantismus pur.

  • jawiejetzt?

    Guten Tag,

    war mir doch klar…

    If guns are outlawed only outlaws will have guns!

    DAS Argument der amerikanischen Waffenlobby und Totschlagargument der American Rifle Association (ARA) deren Reaktion auf die Kindermorde in Newton war, h├Ątten alle Lehrer Waffen gehabt, h├Ątte sich das Massaker verhindern lassen.

    Klar, alles harmlose Sportsch├╝tzen und 1000 Schu├č Munition zu Hause zu haben ist v├Âllig normal.

    Das erz├Ąhlt mal der Tochter des Ehepaars aus Eberbach und den Eltern der Sch├╝ler die in Magdeburg und Winnenden starben – und die noch durch harmlose Sportwaffen sterben werden.

    Politik ist die Kunst des Machbaren. Und die Politik kann den Bereich der Sportwaffen und aller Waffen die Legal mit Erlaubnis und Waffenbesitzkarte erworben werden k├Ânnen, gesetzlich regeln. Daf├╝r sind Politiker da.
    Nat├╝rlich sind nicht alle Sportsch├╝tzen – ob sie ihre Waffen und Munition zu Hause oder im Verein aufbewahren – potentielle psychopatische M├Ârder.
    Was die Politik regeln mu├č ist, da├č nicht Unbefugte und Unkundige wie in Winnenden zu einfach an die Waffen und die Munition von Sportsch├╝tzen, J├Ągern aber auch Polizisten oder anderen Waffentr├Ągern herankommen und diese benutzen.
    Mit diesen Waffen passieren nicht nur Bluttaten sondern auch schreckliche Unf├Ąlle weil die Waffen nicht ordnungsgem├Ą├č zu Hause weggeschlossen werden.
    Das w├╝rde nicht passieren, wenn die Waffen in den Sch├╝tzenh├Ąusern verwahrt w├╝rden.
    Aber darum geht es nicht, es geht darum da├č jemand 10 Jahre nach einer Trennung seine Sportpistole dazu genutzt hat, die ehemalige Freundin und ihren Ehemann kaltbl├╝tig zu ermorden – das kleine Kind hatte vielleicht gl├╝cklicherweise nur Gl├╝ck.
    Keiner kann sagen, ob der M├Ârder vielleicht nicht an diesem Tag ins Auto gestegen w├Ąre, wenn er sich erst seine eigene Waffe h├Ątte aus dem Verein holen m├╝ssen. Da er die Waffe zu Hause hatte, war die Schwelle sie zu benutzen eindeutig niedriger, es gab eine H├╝rde weniger.
    Daf├╝r spricht auch, da├č er sich nicht erschossen hat, sondern von einer Br├╝cke sprang. Er hatte genug Wut die Waffe gegen andere zu richten aber nicht genug Mut, sie gegen sich selbst zu gebrauchen. Erst schie├čt er, dann springt er – falsche Reihenfolge eindeutig.

    Und nun wird hier die Forderung erhoben einfach nichts zu tun, es laufen zu lassen, weil das ja eine Ausnahme ist und illegale Waffen ohnehin nicht kontrollierbar sind und eigentlich alles in Ordnung ist?

    Da kann ich euch nur mit Georg Schramm fragen: Seid ihr noch ganz dicht???

    Nur Waffen unter Verschlu├č sind gute Waffen und nur welche die nicht eingesetzt werden k├Ânnen.
    Sicher kann man illegale Waffen nicht zu 100% unter Kontrolle bringen, das sagt schon das Wort illegal.
    Aber jede legale Waffe, die nicht mi├čbraucht und unbefugt benutzt werden kann, kommt nicht auch noch zu den illegalen Waffen dazu und stellt eine weitere potentielle Gef├Ąhrdung da.
    Darum geht es.

  • Breitg├Ąssler

    Wenn ich all die uns├Ąglichen, erb├Ąrmlichen und undurchdachten Kommentare lese, habe ich das Gef├╝hl die Sportsch├╝tzen und Waffennarren aus Heddesheim und Umgebung machen mobil. Sch├Ąmt Euch !
    Wann lernen die Waffen-Narren endlich denken?

  • Redaktion

    Guten Tag!

    Unser Interview mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl scheint zu polarisieren – unsere Texte werden meist sehr gut gelesen, dieses Interview sehr au├čergew├Âhnlich gut.

    Anhand verschiedener ├äu├čerungen m├Âchten wir die Kommentatoren darauf hinweisen, dass die Kommentare ganz klar f├╝r Meinungs├Ąu├čerungen da sind, aber sehr gerne auch f├╝r den Austausch von Positionen ├╝ber Argumente.

    Pro und Kontra hei├čt kritisch sein, sich mit etwas „auseinander setzen“. Das ist gut so und wie gewohnt ver├Âffentliche wir alle Kommentare, die inhaltlich etwas zu sagen haben.

    Leider trifft das auch in diesem Fall nicht immer zu: Beschimpfungen der Redaktion, des Chefredakteurs, der Gr├╝nen, des Abgeordneten, der Menscheit allgemein und im Besonderen finden bei uns genau einen Weg – den in den Papierkorb oder auf die Spam-Liste.

    Den anderen Kommentatoren danken wir f├╝r ihre Mitwirkung. Klar ist, dass wir uns deren Meinung, egal welche, nicht zu eigen machen.

    Klar ist aber auch, dass wir als Redaktion oder die einzelnen Autoren sich positionieren.

    Chefredakteur Hardy Prothmann guckt immer genau hin und hat vor zwei Jahren selbst Waffen in die Hand genommen, um zu wissen, wor├╝ber er schreibt.

    Den Text lesen Sie hier:
    http://www.heddesheimblog.de/09/kanone-magnum-und-schwedenkuss-schutzen-prasentieren-sich/18729.html

    Auch vor zwei Jahren schon war klar: Der Sch├╝tzensport ist einer. Aber eben einer mit „problematischem“ Ger├Ąt.

    Die Haltung der Redaktion entspricht den Forderungen von Sckerl: Waffen m├╝ssen besser beaufsichtigt und kontrolliert werden – private Aufbewahrung muss die Ausnahme sein.

    Aber manche Kommentatoren haben auch recht, wenn sie fordern: Dann kontrolliert halt mehr. St├Ąrkt die untere Waffenaufsicht.

    Daran wird man Herrn Sckerl messen m├╝ssen und unsere Leserinnen und Leser k├Ânnen garantiert erwarten, dass wir am Thema dranbleiben.

    Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
    Das Heddesheimblog.de

  • Greenhawker

    Es ist doch immer wieder das Gleiche. Von seiten der Waffenbesitzer und -bef├╝rworter kommen argumente Zahlen und Statistiken. Von seiten der Gegner h├Âre ich nur: Ich will nicht, ich kann nicht glauben, das muss verboten werden. Wenn das nicht langt um die Bef├╝rworter mundtod zu machen kommen die ├╝bliche Beschimpfung und zum Teil soger Bedrohungen.
    Was ich von den gegner bis jetzt noch nicht geh├Ârt habe ist ein einziges Argument gegen Waffenbesitz, das mit Zahlen Fakten und Statistiken zu untermauern gewesen ist.
    Und hier liebe Redaktion liegt das Problem. Waffengegner deffinieren sich ├╝ber ihre Angst vor Waffen und den restlichen allgemeinen Gefahren des Lebens.
    Und Angst war schon immer der schlechteste Ratgeber.
    Ach ja, ich bin auch f├╝r mehr Kontrollen, ab sofort muss bei jedem der keine registrierten Waffen besitzt eine Hausdurchsuchung gemacht werden um m├Âgliche illegale Waffen aufzufinden. Die rechtreuen B├╝rger sollten ja zur St├Ąrkung der inneren Sicherheit da nichts dagegen haben, den wie schon weiter oben angef├╝hrt werden mehr als 95% der Straftaten mit Waffen mit illegalen Waffen Ausgef├╝hrt und wir legalen Waffenbesitzer m├╝ssen uns das auch gefallen lassen, dass f├╝r uns der ┬ž13 des GG nicht mehr gilt, in dem die unverletzlichkeit der Wohnung festgeschrieben ist. Also liebe nicht Waffenbesitzer, macht schon mal die T├╝ren zu eureren Wohnungen, H├Ąuser, Schlafzimmern auf, es dient der inneren Sicherheit, an der euch ja so viel gelegen ist.

  • „Waffen m├╝ssen besser beaufsichtigt und kontrolliert werden ÔÇô private Aufbewahrung muss die Ausnahme sein.“

    Ja, das leuchtet ein.

    Kriminelle scheuen zwar nicht davor zur├╝ck, am hellichten Tag in belebten Innenst├Ądte Banken und Juweliere auszurauben. So ein weit abgelegenes Sch├╝tzenhaus mitten in der Pampa, weitab vom n├Ąchsten Polizeiposten und vollgestopft mit Schusswaffen ist da nat├╝rlich v├Âllig uninteressant.

    Der Waffenbesitzer m├╝sste nat├╝rlich auch mindestens einmal am Tag dort hinfahren und die Kontrolleure kontrollieren, das sind ja nun mal auch nur Menschen.

    Oder man sichert das ganze wie ein milit├Ąrisches Waffendepot mit bewaffneten Rund-um-die-Uhr-Wachen, Meterdicken Stahlbetonbunkern, Stacheldraht und teuren elektronischen Zugangssystemen.

    Die Forderung, die „Sch├╝tzenh├Ąuser“ so auszustatten und zu sichern wird n├Ąmlich garantiert kommen. Sp├Ątestens, wenn die ersten ├╝berfallen und gepl├╝ndert wurden.

    Dann sind in Null Komma Nichts die Sch├╝tzenvereine pleite bzw. auf Grund horrender MItgliedsbeitr├Ąge ist eine Mitgliedschaft f├╝r Normalverdiener nicht mehr finanzierbar und die Sache hat sich von selbst erledigt.

    Und das ist genau der Punkt, um den es in Wirklichkeit geht.

    Das angebliche „Mehr an Sicherheit“ dieser Zentralverwahrung ist doch nur ein billiger Vorwand, ein Anscheinsargument. Das eigentliche Ziel ist es, Schie├čsport und privaten Waffenbesitz einfach f├╝r den Normalb├╝rger unerschwinglich und damit unm├Âglich zu machen.

    Denken Sie diese Sache mit der zentralen Verwahrung doch einfach mal von vorne bis hinten konsequent durch und nicht nur oberfl├Ąchlich.

    Niemand passt auf seine Waffen besser auf, als der Eigent├╝mer und vors├Ątzliche Straftaten verhindert man nicht durch Vorschriften und Gesetze, sonst k├Ânnten wir uns Staatsanw├Ąlte, Richter und Gef├Ąngnisse komplett sparen.