Mittwoch, 18. September 2019

„Die Bürger mögen offene Meinungsäußerungen“

Print Friendly, PDF & Email


Leserbrief: Adolf Tannenberger

Wann klopft ein so starkes und innovativ ausgerichtetes Wirtschaftsunternehmen, wie die Pfenning-Gruppe, in Heddesheim an? Ein Betrieb, der Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und eine wirtschaftliche Belebung für den Ort bringt. Bürgermeister Michael Kessler und der Gemeinderat haben zunächst fortschrittlich und richtig entschieden. Das zeugt von Verantwortungsgefühl und Leidenschaft des Gemeindeparlaments.

Ebenso verstehe ich auch die Bürgerinitiative „Neinzupfenning“. Die IG und Mitbürger halten dagegen. Sie reklamieren die hohe Verkehrsbelastung, wirtschaftliche Monokultur und Zerstörung des Naherholungsgebietes und anderes.

Gewiss, die Opposition IG hat in der Zwischenzeit viel Gutes erzeugt. Die nachhaltige Zurückhaltung oder widerwillige Offenheit der Gemeinde und Räte hat die Gegner des Projektes durch gefühlte Freiheit oft unterstützt.

Dadurch wurden Ansichten gern überspitzt und übertrieben dargestellt. Das schürte Ängste bei der Bevölkerung. Die Antworten kennen wir (Gemeinderatswahl).

Zwischenzeitlich liegen Gutachten zur Verkehrsbelastung und zum Umweltschutz vor. Das Rathaus legte den städtebaulichen Vertrag offen. Warum so spät? Der Vertrag enthält keine Geheimnisse oder Fallstellen, wie vermutet wurde. Darin erkennt man das verantwortliche Augenmaß durch Bürgermeister und Gemeinderat.

Gräben werden sich ob der unterschiedlichen Meinung „Ja“ oder „Nein“ zur Pfenning-Ansiedlung in Heddesheim nicht auftun. Die Bürger mögen offene Meinungsäußerungen. Hinterher zeigt man sich wieder versöhnlich, wenn mit Offenheit und Lauterkeit „gestritten“ wurde. Das ist lebende Demokratie.

Die Gewerbebebauung ist massiv. Der Blick auf die schöne Bergstraße und den nahen Odenwald wird uns nach meiner Beurteilung aber nicht verbaut.

Die Pfenning-Gruppe macht sich in einer schwierigen Krisenzeit auf. Wir sollten mitziehen und zur „Pfenning-Ansiedlung“ „Ja“ sagen. Weil dadurch junge Menschen eine Ausbildung und eine berufliche Perspektive bekommen, unsere Bürger Arbeitsplätze erhalten, unsere Gemeinde Heddesheim ihre stark unterdurchschnittlichen Steuereinnahmen verbessern kann.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.