Sonntag, 20. August 2017

Der gläserne Gemeinderat: Was ich mir wünsche

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Heddesheim, 08. April 2010. Angeblich handeln Gemeinderäte ja ausschließlich zum Wohl der Gemeinde. Ist das so? In meinen Augen gibt es einen großen Konflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Den kann man nur lösen, wenn man über seinen „Schatten“ springt. Egal, ob der schwarz, rot, gelb oder grün ist oder keine „Färbung“ hat.

Von Hardy Prothmann

Das Leben ist geprägt von Hoffnungen und noch mehr von Enttäuschungen – wenn man sich zu viele Hoffnungen gemacht hat.

Die größte Enttäuschung vor Ort ist für mich die SPD.

Das kann ich leicht erklären. Meine Eltern kommen aus kleinen Milieus und haben es in „bessere“ Milieus geschafft. Das heißt: Volksschule, Ausbildung, Selbstständigkeit, mehr Geld, mehr Möglichkeiten. Meine Eltern haben sich „hochgeschafft“.

Sie kamen aus dem SPD-Milieu, haben aber oft CDU oder FDP gewählt, weil sie (geschäftlich) weiterkommen wollten. Der SPD, also Brandt und Schmidt, galt ihre Hingabe. Hier waren ihre Wurzeln. Ihre Stimme haben sie kalkuliert, sie entsprach nicht ihrem Herzen.

Mein Großvater war Direktor einer großen Möbelfirma. Er hat konsequent die „Leistung“ und den Markt gewählt, also die FDP. Nie die CDU, weil ihm alles mit „christlich“ suspekt war. Auch für die SPD hatte er Sympathien, weil er sich gut erinnern konnte, wo er herkam. Aus einer Schuhmacherfamilie mit Arbeitern.

Meine Großmutter hat CDU gewählt, weil sie als Vertriebene aus Mähren in Deutschland Unterstützung fand. Keiner hat Fragen gestellt, warum ihr Vater Mitglied der NSDAP war. Ihr Glauben wurde bestärkt durch die Vergewaltigungen der Sowjets. Die Schreie der Frauen hat sie nachts versteckt im Wald als junges Mädchen gehört. Als „höheres Mädchen“ wurde sie versorgt und konnte fliehen. „Gott sei Dank.“

Mein Großvater hat mit 16 Jahren im Jahr 1944 „Gebirgsjäger“ ausgebildet. Die waren zwischen 12 und 15 Jahre alt. Meine Großmutter war froh, ihre „Unschuld“ freiwillig nach dem Krieg hingeben zu können. Beide haben den 2. Weltkrieg ganz unterschiedlich erlebt und haben sich zusammengefunden. Als großartige, aber oft streitbare Einheit. So habe ich sie erlebt.

Ich bin Ende 1966 auf die Welt gekommen. Am 07. Dezember 1970 ging Willy Brandt in Polen auf die Knie. Ich glaube mich daran erinnern zu können – weil alle Menschen um mich, den damals Vierjährigen sehr aufgeregt waren. Die Geste war so groß, die Diskussionen dauerten so lange – Willy Brandt war für mich die erste politische Erfahrung meines Lebens.

Heute kann ich auf Wikipedia nachlesen: „In der Bundesrepublik Deutschland war Brandt wegen seiner spontanen Demutsgeste zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt – nicht zuletzt aus den Reihen der CDU. Einer Spiegel-Umfrage zufolge fanden damals 48 Prozent der Westdeutschen den Kniefall übertrieben, 41 Prozent angemessen, 11 Prozent hatten keine Meinung dazu.“

Der „Kniefall“ gilt heute unumstritten als Wendepunkt zur Osterweiterung. Obwohl die CDU die Geste „übertrieben“ fand, hat sich später Helmut Kohl als „Kanzler der Einheit“ feiern lassen.

Der Kanzler der Einheit ist Willy Brandt. Der Kanzler der Mitte ist Helmut Schmidt. Der Kanzler des Vollzugs ist Helmut Kohl. Alle zusammen sind bedeutende Politiker. Alle zusammen haben Geschichte geschrieben, sie sind Geschichte.

Helmut Kohl, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag gefeiert hat habe ich persönlich kennen und schätzen gelernt. Hätte ich nur anderen geglaubt, wäre Kohl für mich nur ein „Depp“ oder eine „Birne“ gewesen. Die persönliche Erfahrung hat mich etwas anderes gelehrt: Helmut Kohl war zu recht Kanzler. Das sage ich ohne Urteil über sein Schaffen – aber sehr wohl über seine Persönlichkeit.

Als ich Helmut Kohl kennengelernt habe, gab es die AKW-Bewegung, die Grünen und jede Menge politische „Aktionen“, die ich immer mit viel Skepsis von außen betrachtet habe.

Meine Wurzel ist die SPD, ich habe viel über die CDU und die FDP gelernt, meine Zeit war bestimmt durch die, die später Bündnis90/Die Grünen wurden. Einordnen kann ich mich irgendwie in alle, zuordnen in keine Partei.

Was aber hat das alles mit dem Wirken als Gemeinderat einer kleinen nordbadischen Gemeinde zu tun?

Sehr viel.

Ãœber die Repräsentanten bin ich nicht nur enttäuscht, sie machen mich verzweifelt: Herr Merx ist beim besten Willen jenseits von Gut und Böse von einem Willy Brandt meilenweit entfernt. Ein Dr. Josef Doll bemüht sich um eine „verantwortliche“ CDU-Haltung und scheitert regelmäßig an seiner Eitelkeit. Ein Herr Hasselbring manifestiert die FDP als hohle-Sprüche-klopfer-Verein.

Was diese drei Herren an politischer Orientierung abliefern ist weniger als armselig. Es ist ungenügend.

Bleiben die Grünen: Die haben viele Fehler gemacht und sich dann für eine aktive Politik entschieden – mit viel Nachhilfe. Ob das genügt, wird sich zeigen.

Was ich mir wünsche, ist eine echte Auseinandersetzung, die dieses Wort durch das Verhalten der Akteure verdient. Rede und Gegenrede.

Argument gegen Argument. Eine Auseinandersetzung in der Sache und keine „Nebenkriegsschauplätze“.

Eine verantwortliche Prüfung der Argumente – und nicht nur hohles Wiederholen von „Standpunkten“.

Als freie, dem eigenen Gewissen verantwortlich-unterworfene Gemeinderäte geht es nicht um CDU, GRÃœNE, SPD oder FDP. Es geht um das Wohl der Gemeinde.

Die geplante „Pfenning“-Ansiedlung hatte gute Argumente für sich: Gewerbesteuereinnahmen, Arbeits- und Ausbildungsplätze, Aufträge für das örtliche Gewerbe und vor allem – einen Schienenanschluss als „notwendige Bedingung“.

Ich wünsche mir, dass all diese Argumente ganz genau geprüft und debattiert werden. Sach- und zielorientiert. Zum Wohl der Gemeinde.

Gemeinderäte haben die absolute Pflicht, nur aus diesem Interesse heraus zu entscheiden, abseits jeglicher „Interessen“ außer dem Wohl der Gemeinde. Parteipräferenzen sollen und dürfen dabei keine Rolle spielen. „Geschäftliche Interessen“ sind indiskutabel.

Das ist das, was ich mir wünsche.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist verantwortlich für das heddesheimblog. Er ist außerdem partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • jawiejetzt?

    Guten Tag,

    „Die geplante “Pfenning”-Ansiedlung hatte gute Argumente für sich: Gewerbesteuereinnahmen, Arbeits- und Ausbildungsplätze, Aufträge für das örtliche Gewerbe und vor allem – einen Schienenanschluss als ’notwendige Bedingung‘. ”

    Lieber gläserner Gemeinderat Prothmann, Ihre Wünsche in allen Ehren. Ich denke jedoch, daß diese Transparenz nur Sie sich leisten können.

    Und Ihr frommer Wunsch, es möge eine Diskussion und eine Auseinandersetzung stattfinden ist geradezu suberversiv.
    Denn genau das kann sich die 12 köpfige Befürworterfraktion im Heddesheimer Gemeinderat eben nicht leisten.

    Die von Ihnen als gute Argumente bezeichneten Gründe für die eventuelle Ansiedelung von Pfenning sind, um einen aktuellen Sprachgebrauch zu verwenden, von einer good bank zu einer bad bank, einer very bad bank geworden.
    Will sagen, die hoffungsvollen Gründe und Argumente, die noch im Februar 2009 als gutes Geschäft und renditebringende Wertanlage in die Zukunft Heddesheims angepriesen und von einer großen Mehrheit des Gemeinderates auch als solche gezeichnet und gekauft wurden, haben sich als faule Kredite ohne Wert erwiesen.

    Bei der gegenwärtigen Wirtschaftssituation ist es nicht nur bei Pfenning Essig mit Gewerbesteuerzahlung. Nicht nur dieses Jahr, ob die KMP Holding jemals Gewerbesteuer in nennenswertem Umfang zahlen wird – oder will – darf als fraglich gelten.
    Arbeits- und Ausbildungsplätze – waren nicht Sie es selbst, der in einem blog Beitrag hier aufgerechnet hat, was von den „bis zu 1000 Arbeitsplätzen“ konkret übrigbleibt und welche Qualität diese Arbeit haben wird?
    Aufträge für das örtliche Gewerbe? Kann sein, muß aber nicht.
    Ein Schienanschluß als notwendige Bedingung – ja schon, das kann man bei der CDU heute noch auf deren home page nachlesen – „Ohne Gleisanschluß kommt Pfenning nicht“ heißt es da im Tenor und auch der Bürgermeister stößt in das gleiche Horn.

    Die Frage ist nur wann dieser Gleisanschluß kommen kann. Die Bahnstrecke 3601 Frankfurt Hbf – Heidelberg Hbf galt im Jahr 2005 mit 110% Auslastung schon als überlastet. Der gesamte Bahnkorridor Frankfurt – Mannheim – Stuttgart und weiter nach Süden ist mit 135% überlastet.

    Auf Grund der Systematik bei der DB Netz AG als Streckenbetreiber und den Zuständigkeiten des Eisenbahn Bundesamtes für die Streckenkapazität und die Streckensicherheit besteht für die Realisierug dieses den Verkehrsfluß behindernden zusätzlichen Industriegleises auf überlasteter Strecke ein direkter Zusammenhang mit der als notwendige Entlastung betrachteten ICE Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim. Ging man hier bisher von 2017 als Baubeginn aus, so hat die Finazkrise des Bundes den Verkehrsminister Ramsauer dazu veralßt, solche Projekte ungefähr für das Jahr 2025 zu terminieren.

    Damit ist eines klar: Wenn Pfenning bauen darf, wird der Gleisanschluß nicht da sein und wird auch mindestens die nächsten 15 Jahre nicht kommen. Diese „notwendige Bedingung“ kann nicht erfüllt werden, was aber nur Sie und die Spinner von den Grünen interessieren dürfte. Das Argument ist vom Tisch, die Bedingung wird kurzerhand gestrichen.
    Konsequenzen? Keine, weiter wie bisher.

    Kurz, die Befürworterfraktion der 12 kann eine solche Diskussion nicht zulassen. Einmal könnte sie diese nicht gewinnen gegen die „mehr als 1000 Gegenargumente“ zum anderen würde dann ja vielleicht die brutale Realität dieses Wahnsinnsprojektes in die heile Befürworterwelt einbrechen und, da sei Gott vor, ein Umdenken notwendig machen. Nein, das geht nun wirklich nicht, da setzt man im Rat der 12 lieber den Ruf, die Glaubwürdigkeit, das politische Ansehen, letztlich das Amt aufs Spiel als daß man anfinge, sich auseinanderzusetzen oder gar für das Pfenningprojekt zu argumentieren. Quelle idee! Denn das findet ja auch nicht statt, braucht man ja auch nicht bei 12:9.

    Ach hören Sie doch auf mit Verantwortung, Wohl der Gemeinde, Gewissen oder was Sie da noch im Hinterkopf haben, sind Sie denn nicht schon Außenseiter genug in diesem Gemeiderat? Müssen Sie das immer wieder noch so rauskehren? Sich immer wieder unterscheiden, ausscheren und die Dinge anders sehen? Wissen Sie denn nicht, daß Demokratie ist, wenn die Mehrheit einfach Recht hat? Oder wenigstens die Macht?

    Nen, nee Herr Gemeinderat Prothmann, netter Versuch, aber mit solchen Tricks kommen Sie hier in Heddesheim nicht weiter. So etwas kann und will sich eine Mehrheit im Gemeinderat nicht leisten.
    Außerdem hat das gar keine Tradition in Heddesheim, das haben wir hier immer so gemacht.

    Also hören Sie bloß nicht auf mit Ihrer ständigen Quertreiberei.

    Einen schönen verqueren Tag noch.

  • lutz

    Ich gebe Ihnen recht, dass Herr Merx von der SPD die mit Abstand größte kommunalpolitische Enttäuschung ist. Hier klaffen Wollen und Wirklichkeit meilenweit auseinander (Willy Brandt als Maßstab für Merx anzulegen, ist andererseits auch nicht ganz fair. Da könnte man sich ja auch fragen, warum Doll kein zweiter Adenauer ist).

    Was mich aber am meisten aufregt, dass nahezu sämtliche Lokalakteure in ihrer Rhetorik bundespolitischen Vorbildern nacheifern. Am massivsten sicher Hasselbring, der jeden Talkshow-Auftritt von Westerwelle mitzuschreiben scheint.

    Dieses eitle Getue ist meines Erachtens in der Lokalpolitik fehl am Platz. Hier sollte es um Sachthemen der Gemeinde gehen und nicht um ideologische Grundsatzfragen.

    • A. Felis

      „Ich gebe Ihnen recht, dass Herr Merx von der SPD die mit Abstand größte kommunalpolitische Enttäuschung ist.“

      Na immerhin ist Bowien ein klitzekleiner Hoffnungsträger in der Heddesheimer SPD, der noch nicht ganz verlernt hat, wie man das Wort „Rückgrat“ buchstabiert! Hoffen wir das beste. Von einem unbeschriebenen Blatt wie Hrn. Gimber ist so schnell keine eigene Linie zu erwarten. Der wird abnicken, was die grauen Eminenzen so vorgeben.

      • numalangsam

        Oh, toll!
        Da schein jemand anscheinend ganz genau zu wissen wie die Zukunft der Heddesheimer SPD ausschaut. Es wäre schön wenn Sie mir die Methode zur Zukunftsvorhersage beibringen könnten. Ist es die Kristallkugel, der Kaffeesatz, der Flug der Schwalben? Oder haben Sie das zweite Gesicht? (Aua, Aua böser Dobby, Aua) 😉

        Nun aber mal ernsthaft!
        Die von Ihnen zitierte „größte kommunalpolitische Enttäuschung“, Hr. Merx, hat die SPD Fraktion und den Ortsverein über Jahre mit viel Herzblut und Engagement geführt. Nur weil er nun nicht in dasselbe Horn der Ansiedlungsgegner bläst wird er nun (mit den anderen SPD-GR`s) als Buhmann an den Pranger gestellt. Dies auszuhalten ist mit Sicherheit auch nicht gerade einfach.
        Zum Thema Rückgrat wäre deswegen auch noch einiges zu anzumerken. Das nur ein Hr. Bowien ein solches besäße ist eine Schwarz-Weiß, eine Gut-Böse Sichtweise. Hr Bowien hat seine eigene Meinung, seinen Standpunkt, er argumentiert schlüssig, nachvollziehbar und hat sich mit der Pfenning-Materie auseinandergesetzt. Respekt dafür (er verfällt zumindest nicht in die Effekthascherei der Grünen). Aber warum sprechen sie das den anderen GR`s ab? Auch die haben ihre eigene Meinung, ihren Standpunkt, ihre Argumente! Und diese weiterhin zu vertreten, bei all den Anfeindungen der Ansiedlungsgegner, erfordert mit Sicherheit genauso viel, vielleicht noch etwas mehr Rückgrat. Immer wieder hört man bei verschiedenen Kommentatoren heraus dass die pro Ansiedlungs-GR`s BM-hörig wären. Ich verneine dies. Sie haben nur, wie andere auch, nach den Fakten ihre Meinung gebildet. Wenn diese von anderen Standpunkten abweicht, ok.
        Zum prognostizierten Abnicken durch Hr. Gimber: Sie vermischen da etwas oder haben es vielleicht auch nicht verstanden. Er hat nichts abzunicken oder zu verhindern, die „grauen Eminenzen“, auch Gemeinderäte genannt, sind in ihren Entscheidungen frei (siehe Hr. Bowien) und nicht an die Meinung des SPD Ortsvereins gebunden, das sind zwei paar Schuhe.

        Schonen Tag noch!

        • jawiejetzt?

          Guten Tag,

          Ihr Versuch der Ehrenrettung der SPD ist in Ordnung.

          Zu behaupten die Pfenning Befürworter hätten Standpunkte, Meinungen und Argumente … ist schwierig zu belegen.

          Für die Befürworterfraktion, zu der auch die SPD mit einer Ausnahme gehört, ist wohl jede Gemeinderatssitzung nicht öffentlich.

          Denn mit Standpunkten, Meinungen oder Argumenten halten sie sehr hinterm Berge. Oder gehen Sie zu anderen Gemeinderatssitzungen?

          Hörig, möglicherweise nicht, aber sie werden eindeutig ihrer Rolle und den Erwartungen die man als Bürger an sie stellen kann in keinster Weise gerecht.

          Das mit dem Rückgrat… kann ich nicht beurteilen, die Befürworter heben ja nur die Hand. Sehr schwer bei stummen Dienern die Argumente, Meinungen und Standpunkte zu erkennen.

          Grüne Effekthascherei? Sind Sie in der SPD? Na dann fordern Sie doch ihre Genossen mal auf, irgendeinen roten Effekt zu zeigen.

          Den vermisse ich schon seit Jahren!

          Einen schönen Tag noch.

        • A. Felis

          Hallo,

          kurze Anmerkung zum Verständnis: Mit den „grauen Eminenzen“ meinte ich nicht die GRs, sondern die Herrschaften des SPD Ortsvereins. Die werden – auch das ist nur meine Prognose – den relativ unerfahrenen und in der Partei nicht sonderlich gut vernetzten Gimber vor sich hertreiben. Warten wirs ab.

        • Jochen Schust

          „Das nur ein Hr. Bowien ein solches besäße ist eine Schwarz-Weiß, eine Gut-Böse Sichtweise. Hr Bowien hat seine eigene Meinung, seinen Standpunkt, er argumentiert schlüssig, nachvollziehbar und hat sich mit der Pfenning-Materie auseinandergesetzt.“

          Natürlich ist das von A. Felis etwas arg zugespitzt, aber es tirfft den Kern der Sache! Schauen Sie sich doch mal die Aktivitäten der Heddesheimer SPD der zurückliegenden Jahre und die Wahlergebnisse an. Ein Trauerspiel, das zuvorderst das Team um Jürgen Merx zu verantworten hat. Und das betrifft bei weitem nicht nur den Fall Pfenning.

        • heddesheimerin

          Zitat: „Die von Ihnen zitierte „größte kommunalpolitische Enttäuschung“, Hr. Merx, hat die SPD Fraktion und den Ortsverein über Jahre mit viel Herzblut und Engagement geführt.“

          Das bestreitet ja auch keiner. Aber wo sind die Erfolge? Das Profil in der Abgrenzung zur CDU? Nein, die Ära Merx war keine gute für die Heddesheimer SPD. Die Affäre „Kessler-Vorzimmer“ setzt dem ganzen nur die Krone auf.

        • Heddy

          Es gibt keine „Affäre Kessler-Vorzimmer“! Die ist mutwillig – auch in diesem Blog – herbeigeschrieben worden! Da werden wild Zusammenhänge hergestellt und kommentiert, die so nicht stimmen.

          Mit demselben Recht könnte ich behaupten, nur weil der Prothmann katholisch ist, vertritt der Blog stramm die Vorgaben der deutschen Bischofskonferenz.

          • dasheddesheimblog

            Guten Tag!

            Danke für Ihren Beitrag.
            Sie können gerne Ihre Meinung äußern und noch lieber Argumente dazu liefern, die diese stützen.

            Beispielsweise stellen Sie die These auf, hier würde „mutwillig etwas herbeigeschrieben“. Womit belegen Sie das? Und womit „wilde Zusammenhänge“?
            Unsere Berichterstattung können Sie hier nachlesen: http://heddesheimblog.de/2010/03/09/ballspiele-amt-eheleute-partei-burgermeister-und-der-mm/

            Was stimmt denn?
            Dass der „Prothmann katholisch“ ist, jedenfalls nicht.

            Einen schönen Tag wünscht
            Das heddesheimblog

          • Heddy

            Hallo!

            danke für Ihre Antwort. Die Zusammenhänge haben Sie selbst mehr oder weniger konkret hergestellt, indem Sie im oben genannten Artikel über „Geschmäckle“, „dumme Gedanken“ etc. spekuliert haben, die dann in den Kommentaren munter weitergesponnen wurden.

            Dies steht einer Redaktion sicher frei, ich frage mich eben nur, ob die Art und Weise, wie dies hier mitunter geschieht, zu solchen Kollateralschäden bei Mitbürgern der Gemeinde führen muss.

            Hier nur die Bilanz der letzten Wochen: Martina Merx ist in ihrer neuen Position beschädigt. Der Abschied von Renate Grösch wurde ihr „versaut“. Joachim Gaber hat sich mit verärgerten Anrufen und Kunden rumschlagen müssen, seine Frau war ein paar Tage „fix und fertig“. Und nun ist Harry Gimber schon halb demontiert, bevor er auch nur angefangen hat. Mich erinnert das an Helmut Kohl und den SPIEGEL, der sich 1982 auch vorgenommen hatte, den Mann „in spätestens 6 Monaten aus dem Amt zu schreiben“.

            Das sind Menschen, die ich kenne und schätze, und es tut mir weh zu lesen, was hier manchmal über sie geschrieben steht. Verzeihen Sie meine Sensibilität.

            Ob Sie katholisch sind, wusste ich nicht – sollte nur als vielleicht verunglücktes Beispiel dienen, wie über Zusammenhänge spekuliert wird.

            Schönes Wochenende!

          • dasheddesheimblog

            Guten Tag!

            Danke für Ihren Beitrag.

            Sie verwechseln Ursache und Wirkung.

            Wir sind nicht verantwortlich dafür, wie die Konstellation im Rathaus ist. Im Fall von Herrn und Frau Merx haben wir faktisch darüber berichtet, wie diese ist und wie darüber geredet wird.

            Wir sind auch nicht verantwortlich für das Verhalten von Herrn Gaber, der sich für die Spendenbereitschaft seiner Kunden hat auszeichnen lassen und bei der Berichterstattung darüber selektiert.

            Wir sind auch nicht dafür verantwortlich, wie der Abschied von Frau Grösch gestaltet wurde.

            Wir sind auch nicht verantwortlich dafür, dass Herr Merx „Abschied nimmt“ und nur vom 1. auf den 2. Platz wechselt. Was die Menschen darüber denken, dürfen Sie äußern – auch dafür sind nicht wir verantwortlich.

            Wir sind auch nicht für die internen Konstellationen der SPD verantwortlich und weshalb unser Bericht Herrn Gimber „halb demontiert“ haben sollte, wissen nur Sie allein.

            Schön, dass Sie uns schon mit dem Spiegel vergleichen. Altkanzler Kohl hat dann doch etwas länger als sechs Monate durchgehalten.

            Dass Sie diese Menschen schätzen ist genauso eine Meinungsäußerung wie die anderer, die das nicht tun oder gar keine Emotionen damit verbinden, sondern nur ihre Meinung zur jeweiligen Nachricht äußern.

            Gewisse Herrschaften provozieren „Spekulationen“, weil sie es an Transparenz und Informationen fehlen lassen. Zwei Mittel, mit denen man „Spekulationen“ sehr gut begegnen kann. Aber auch dies liegt nicht in unserer Verantwortung, sondern bei den jeweiligen Personen/Institutionen/Unternehmen selbst.

            Die Personen, über die berichtet wird, sind alle aus unterschiedlichen Gründen Teil der Öffentlichkeit und deren Interesses. Eine kritische Berichterstattung hat die Aufgabe und die Pflicht auch Dinge zu berichten – die nicht gefallen. Als Ausgleich gibt es den Mannheimer Morgen – dort finden Sie dann die „gefällige Berichterstattung“.

            Einen schönen Tag wünscht
            Das heddesheimblog

  • onkel heini

    Lieber Hardy Prothmann,
    ich teile hre Ansichten über die Politik der vergangenen Jahrzehnte, wobei ich beim Thema „Kohl“ gänzlich anderer Ansicht bin. Dieser Kanzler hat für mich den moralischen Niedergang dieser Republik aus egoistischen Gründen vorgelebt(Spendenaffaire), und kann von mir keinen Beifall erhalten. Aber jedem seine Meinung.
    Bleiben Sie ruhig bei Ihrer Vision eines ideellen Gemeinderates, auch wenn dies gerade für Heddesheim zur Zeit nicht gilt, so soll man sich seine politischen Wünsche erhalten, egal wie real diese sind. Und wenn der ein oder andere meckert, was solls. Ohne Träume und Warnungen wäre diese Welt immer noch in der Steinzeit, wobei dort bestimmt einige Gemeinderäte genauso argumentieren würden wie in der jetzigen Zeit. Aber zum Glück laufen wir nicht mehr mit der Steinaxt herum, was den Ausstausch politischer Standunkte erleichtert, falls mal einer der Pfennig Befürworter zuhört.
    Das wars für Heute
    Bis zum nächsten Mal
    Euer Onkel Heini

  • Jochen Schust

    „Die werden – auch das ist nur meine Prognose – den relativ unerfahrenen und in der Partei nicht sonderlich gut vernetzten Gimber vor sich hertreiben.“

    Wie gut sein Netzwerk ist, kann ich nicht einschätzen. Aber: Vor allem Einer wird Gimber vor sich hertreiben – Jürgen Merx. Der wird dem ersten Vorstand schon sagen, was der zu wollen hat. Das ist wie bei Putin und Medvedev … Man wünscht sich eine von Bowien angezettelte Palastrevolte in der SPD.

    • Heddy

      Also jetzt muss ich mich zu diesen ganzen haltlosen Spekulationen mich auch einmal zu Wort melden! Wer Harry Gimber kennt, schätzt ihn als anständigen Menschen und integren Sozialdemokraten (ich bin nicht in der Partei!) Die Vermutung, dass er nur zur „Marionette“ des Jürgen Merx wird, ist haltlos und pure Spekulation!

      Lasst ihn doch einfach mal machen, Leute, und das Amt gestalten. Und bewertet/verurteilt ihn dann. Dankeschön für soviel Fairness!

      • lutz

        Genau das ist sein Problem denke ich. Hr. Gimber ist „zu nett“ und anständig, der wird einem Strippenzieher wie Merx nur schwer beikommen können. Naja ich drücke ihm die Daumen.

        Interssante Diskussion hier, gibt scheinbar noch andere Themen die die Heddesheimer interessieren ausser Pfenning.

    • heddesheimerin

      Die SPD besteht ja nicht nur aus J. Merx. Es gibt junge Leute wie Holler, wie Neundorfer im Vorstand. Die müssen halt mal den Mund aufmachen und sich nicht alles gefallen lassen. Das ist die SPD und nicht die KPD.

    • numalangsam

      Mein Gott!
      Was sollen diese Phrasen?
      -vor sich hertreiben
      -wie bei Putin und Medvedev
      -eine von Bowien angezettelte Palastrevolte in der SPD

      Haben sie als Gast schon einmal eine Vorstandsitzung der SPD besucht?
      Sind sie möglicherweise sogar Insider, so dass sie dies so überaus fundiert beurteilen können?
      Ich denke nicht, sonst wüssten Sie es besser.
      Der neubesetzte Vorstand der SPD wird sich in der nächsten Vorstandsitzung erstmals treffen und ich denke dass Hr. Gimber froh sein kann einen Mann wie Hr. Merx an seiner Seite zu wissen. Man stellt Hr. Merx hier immer wieder als Strippenzieher im Hintergrund und Schattenmann hin. Warum? Dafür gibt es nicht den geringsten Grund! Man kennt Hr. Merx eigentlich als einen Menschen der abweichende Meinungen schon immer respektierte. Ich kann nur hoffen das Hr. Gimber sich durch solche Kommentare nicht davon abhalten lässt mit Hr. Merx vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und von seiner Erfahrung profitiert.
      Trauen Sie doch auch einem unerfahrenen Vorsitzenden zu den Ortsverein mit Geschick zu führen. Sicher wird das ein oder andere nicht gleich optimal laufen. Ich vermute dass auch ein Hr. Gimber einen eigenen Kopf hat und nach und nach seinen eigenen Stil entwickelt.

      Und warum sollte ein Hr. Bowien eine Revolte in der SPD starten?
      Bis jetzt hat er sich meines Wissens noch nicht negativ über seine Fraktionskollegen und die Mitglieder des Vorstands geäußert.
      Oder ist bei Ihnen einfach der Wunsch nach Zoff der Vater des Gedankens?
      Ihnen einen schönen Tag!

      @ jawiejetzt
      Die Passage mit „ist wohl jede Gemeinderatssitzung nicht öffentlich“ verstehe ich beim besten Willen nicht.
      Und ich denke wir besuchen dieselben GR-Sitzungen, nur haben sie möglicherweise die Statements der SPD Fraktion verpasst (selektives hören?).
      Zum „den Erwartungen gerecht werden“: Allen kann man es eh nicht recht machen, aber so ist das wohl immer wenn verschiedene Meinungen derart vehement vertreten werden.
      Und was ist für Sie ein „roter Effekt“?
      Und auch Ihnen einen schönen Tag!

      • Jochen Schust

        „Oder ist bei Ihnen einfach der Wunsch nach Zoff der Vater des Gedankens?“

        NEIN: Der Wunsch nach einer gestaltenden, schlagkräftigen SPD ist Vater des Gedankens. Ich habe nichts gegen die Grünen und den GR Prothmann, wünsche mir aber auch eine Volkspartei in Heddesheim die man zumindest ernst nehmen kann.

        In einem haben Sie sicher recht: Man muss die Akteure jezt einfach machen lassen und insbes. Gimber nicht vorschnell „totschreiben“. Geben wir ihm eine Chance.

        • Heddy

          „Man muss die Akteure jezt einfach machen lassen und insbes. Gimber nicht vorschnell “totschreiben”. Geben wir ihm eine Chance.“

          Und warum tun Sie und andere dann alles, um Harald Gimber noch vor der 1. Vorstandssitzung als „gescheitert“ darzustellen? Nachvollziehbar ist das nicht mehr…

      • Tj

        Zitat: Quelle SPD.de
        „Das Risiko, entlassen zu werden, ist für Leiharbeitnehmer um ein Vielfaches höher als in anderen Bereichen. Das ist das Ergebnis einer DGB-Studie. Mehr Sicherheit und faire Löhne fordert SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles für die Beschäftigten: „Die Bundesregierung muss endlich handeln!“
        Darum hat SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert.

        🙂 und jetzt erklären Sie mir bitte, wie das für die SPD mit der Ansiedelung von Pfenning übereinstimmt, der keinen Tarif zahlt und auch noch damit wirbt, dass er Leiharbeiter rankarrt… Vielleicht verstehe ich es einfach nicht, wie das übereinstimmt. Oder ist das ein Unterschied zwischen Bundes und Gemeindeebene?
        Und das ist nur ein Beispiel, wo Orts und Bundes SPD auseinanderdriften.
        Und wenn es schon nicht die Gemeinderäte machen, dann erklären Sie mir/uns die Argumente der SPD für Pfenning. Bitte nicht nur einfach immer die gleichen Aussagen/Phrasen „man hat sich damit auseinandergesetzt“ oder „Sie haben sie wohl überhört“. Überzeugen Sie mich.
        Sie werfen den Grünen Effekthascherei vor. Die Argumente der Grünen sind wenigstens schlüssig, durchgängig und berücksichtigen die betroffenen Bürger! damit meine ich nicht nur die im Gewerbegebiet wohnen, sondern auch die, welche immer mehr Verkehr in den Straßen von Heddesheim erdulden dürfen.

        • heddesheimerin

          Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. Die Heddesheimer SPD verrät mit ihrer Billigung der Pläne des Pfenning-Konzerns ur-sozialdemokratische Ideale.

      • jawiejetzt?

        Guten Abend,

        ich meine diese Passage:
        „Hr Bowien hat seine eigene Meinung, seinen Standpunkt, er argumentiert schlüssig, nachvollziehbar und hat sich mit der Pfenning-Materie auseinandergesetzt. Respekt dafür (er verfällt zumindest nicht in die Effekthascherei der Grünen). Aber warum sprechen sie das den anderen GR`s ab? Auch die haben ihre eigene Meinung, ihren Standpunkt, ihre Argumente! Und diese weiterhin zu vertreten, bei all den Anfeindungen der Ansiedlungsgegner, erfordert mit Sicherheit genauso viel, vielleicht noch etwas mehr Rückgrat.“

        Was Herrn Bowien angeht haben Sie recht. Warum das was er tut bei den Grünen Effekthascherei sein soll, kann ich mir nur dadurch erklären, daß Sie der SPD nahestehen und diese (oder eine der anderen Parteien im Gemeinderat) positiv verkaufen wollen.

        „Auch die haben ihre eigene Meinung, ihren Standpunkt, ihre Argumente! Und diese weiterhin zu vertreten, bei all den Anfeindungen der Ansiedlungsgegner, erfordert mit Sicherheit genauso viel, vielleicht noch etwas mehr Rückgrat.“

        Ich frage mich, wo Sie das sehen? Es findet doch von Seiten der Befürworter so gut wie keine Proargumentation statt.
        Arbeitsplätze, Gewerbesteuer, Gleisanschluß und kein Verkehr durch Heddesheim, bzw. der Verkehr als beherrschbares Problem sind relativiert oder widerlegt.

        Was die Befürworter tun, ist dies alles ständig zu wiederholen – wenn sie denn etwas zum Thema beitragen und nicht nur einfach für das 12:9 Ergebnis die Hand heben.
        Es gibt seit dem 04.02.2009 nicht ein neues, weiteres Argument für die Ansiedelung von Pfenning. Zumindest habe ich keines aus dem Munde eines der Gemeinderäte oder des Bürgermeisters vernehmen können.

        Aber es gibt vielfältige Argumente dagegen. So viele, daß sich die Befürworter kaum noch trauen zu argumentieren.

        Wenn Sie also „Meinung, ihren Standpunkt, ihre Argumente! Und diese weiterhin zu vertreten.“ in einer der letzten Gemeinderatssitzungen gesehen haben, waren wir in verschiedenen Veranstaltungen.

        Wenn solche Meinungen, Standpunkte und Argumente von der Befürworterfraktion weiterhin vertreten werden, ist das wohl eine geheime Kommandosache. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, daß mir das bei Gemeinderatssitzungen positiv aufgefallen wäre.

        Was ich gesehen habe, ist daß die Befürworterfraktion geschwiegen hat, als sie aufgerufen war nach den Einwänden der Träger öffenlicher Belange das zu tun, was Sie meinen, daß sie weiterhin tut. Ihre positive Einstellung zu Pfenning, ihre Standpunkte und Argumente weswegen sie trotz der Einwände weiterhin für Pfenning sind zu vertreten.

        Was ich in dieser Sitzung, in der von 68 Seiten Papier die Rede war, von der Befürworterfraktion dazu vernommen habe war – Schweigen. Ein Schweigen so profund, wie es sich nur durch vorherige Absprache erreichen läßt.

        Wenn das was Sie von den Befürwortern behaupten zutrifft, verbegen diese ihre Standpunkte, Meinungen und Argumente geschickt.

        Das meine ich, wenn ich sage, daß diese wohl nicht-öffentlich für die Befürworterfraktion sind.

        Sie wollen sie nicht mit der Öffentlichkeit teilen.

        Guten Morgen.

      • A. Felis

        „Und warum sollte ein Hr. Bowien eine Revolte in der SPD starten?
        Bis jetzt hat er sich meines Wissens noch nicht negativ über seine Fraktionskollegen und die Mitglieder des Vorstands geäußert.“

        Hallo, das Warum scheint mir eigentlich klar. Eine schonungslose Analyse müsste ergeben, dass es so bei der SPD nicht weitergehen kann. Auch nicht mit denselben Figuren im Vorstand. Was soll sich groß ändern, wenn Hr. Merx da weiter offen oder versteckt mitmischt?

        Da hilft m. E. nur noch ein radikaler Neuanfang. Man kann das Revolte nennen, wie man das bei Lafontaine genannt hat, als der Scharping gestürzt hat.Das muesste von Bowien ausgehen, sicher unterstützt von Jüngeren wir Holler. Ob Gimber dann noch eine Rolle spielt, keine Ahnung.

        Ein „Weiter so“ kann es jedenfalls bei der Heddesheimer SPD nicht sein.

      • TJ

        O.k. nach 3 Tagen noch keine Antwort/Argumente pro Pfenning. Haben Sie etwa Keine? Auch keine Stellungsnahme für die örtliche SPD. Schade, nur lauwarme Luft? 🙂

  • So isses

    Eigentlich ist es schade, dass man immer nur die gleichen Namen im Zusammenhang mit politischem Fehlverhalten in Heddesheim liest.
    Merx, Dr.Doll, Hasselbring, also die der „Spitzenpolitiker“.Die sagen wenigsten was. Man weiß wo man dran ist.
    Gerechterweise sollten die sprachlosen Parteisoldaten ebenfalls erwähnt werden, in die öffnetliche Wahrnehmung gerückt werden. Immerhin noch 12-3=9.
    Neun gewählte Räte/innen, die die Bürger vertreten sollten. Mit Worten und Taten. Allen voran die stellvertretenden Bürgermeisterinnen. An erster Stelle Frau Brechtel. Das Gewissen Heddesheims, wenn man das so sagen darf. Immer und überall gibt sie ihre Kommentare und Einschätzungen ab. Sie scheint gefragt, ist bestens informiert und tatendurstig, weiß wie man sich in welcher Situation auch immer, zu verhalten hat, zumindest aus ihrer Sicht. Sie hat zu allem und jedem eine Meinung. Nur wirklich öffentlich ist diese Meinung nie zu hören!?
    Warum wohl?
    Weil man an dem, was man öffentlich sagt, gemessen werden kann. Das ist gefährlich, besonders als ertse Bürgermeisterin. Welche zielführenden Fragen, Anregungen oder Fakten hat diese Frau, zum Wohl der Gemeinde, in den letzten Monaten zur allgemeinen Diskussion beigesteuert??? !!! Angeblich hat sie ein fundierte Meinung. Warum teilt sie diese nicht mit?
    Enttäuschend! Wo fehlt es? Warum ist das so? Kann das sein? Für was sitzt sie im Gemeinderat und an weiteren öffentlichkeitswirksamen Stellen?
    Die selben Fragen kann man stellen zu den Namen Hoffmeister-Bugla oder Kemmet. Wo ist die Stimme geblieben und welche Relevanz hat die Stimme noch?
    Wie sieht es aus mit Herrn Siegel. Ist er nicht aktiver Sänger?! Eigentlich ist zu erwarten, dass er seine stimmlichen Qualitäten nicht nur in der Singstunde einsetzt. Wir Bürger haben ein Anrecht darauf. Welches persönliche Risiko geht er ein? Keines. Er verhält sich so aalglatt und neutral, neutraler geht es nicht.
    Wer nichts sagt kann auch nicht daran gemessen werden. Nicht wahr Herr Kielmeyer, Herr Gerwien, Herr Schaaf, Herr Hege???!!!
    Es ist sehr still geworden. Leider!
    Eine lebendige Demokratie braucht keine Abnicker sondern Menschen mit dem Mut, auch unangenehmen Dinge tatkräftig auf den richtigen Weg zu bringen, auch dann wenn die Gefahr besteht, dass man Fehler macht. Fehler kann man korrigieren, wenn man den Mut dazu hat. Die Auseinandersetzung mit der Gegenwart und ihren Anforderungen ist immer ein Schritt in die Zukunft. Das verharren in alten Stellungen hat noch niemandem zum Sieg verholfen.
    Es ist wünschenswert, dass die von den Bürgern gewählten Vertreter endlich ihren Job machen und zwar so wie es der Eid vorsieht, den sie bei Amtsantritt geschworen haben: Zum Wohl der Bürger und der Gemeinde.
    Einen hoffnungsvollen Tag noch

    • heddesheimerin

      So ist es, leider. Ein paar Altvordere bestimmen die Agenda, der Rest schweigt und hebt die Hand. Wie in der DDR Volkskammer. Insbes. von Frau Brechtel bin ich maßlos enttäuscht. Aber das ist hier schon sehr oft hervorgehoben worden, leider ohne Konsequenzen bei den Verantwortlichen.

    • numalangsam

      Recht so, stimmt alles, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!
      Aber vielleicht stellen sich die Fraktionssprecher einfach hin und machen ihren Job?
      Die Betonung liegt auf Fraktionssprecher!
      Da ist man als Sprachrohr der Fraktion schnell in der Schusslinie, muss seinen Kopf hinhalten und ist dann Zielscheibe aller möglichen Kritiker. Oft wird dann zum fröhlichen Dreinschlagen aufgerufen. Nur ist das meistens nicht gerechtfertigt.

      Schönen Tag noch!

    • Argus

      Es ist wünschenswert, dass die von den Bürgern gewählten Vertreter endlich ihren Job machen und zwar so wie es der Eid vorsieht, den sie bei Amtsantritt geschworen haben: Zum Wohl der Bürger und der Gemeinde.
      ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

      Zum Wohl a l l e r Bürger hoffe ich doch,auch den unter 50%igen gegen Pfenning !

      • A. Felis

        Ja, dieser „fromme Wunsch“ ist von den Heddesheimern schon so oft beschworen worden, ohne dass sich was geändert hätte.

        Ich habe die Hoffnung aufgegeben. Die ziehen das knallhart durch und werden sich dafür ein Denkmal aufstellen lassen. Am künftigen „Michael-Kessler-Platz“.

  • lutz

    „Wir sind auch nicht für die internen Konstellationen der SPD verantwortlich und weshalb unser Bericht Herrn Gimber “halb demontiert” haben sollte, wissen nur Sie allein.“

    So ist es! Wenn Gimber bereits halb demontiert ist (ich persönlich glaube, er hat durchaus eine Chance, wenn er schnell ein eigenes Profil entwickelt- zur Not auch offensiv gegen Merx), dann durch die SPD-interne Tatsache, dass Merx nur halb zurückgetreten ist. Sowas ist strategisch und kommunikativ nie gut und wirft Spekulationen auf – siehe oben.

  • Heddesheimer

    Was ich traurig finde, dass bei einen solchen Projekt vom Gremium des Gemeinderats sich nicht die Verkehrsproblematik vor Ort (Kreisel/Ahornstraße usw) angesehen wurde, durch eine Begehung vor Ort, ich finde das kann man erwarten.

    Beim der Fertigstellung des Baugebiets „Östlich der Schaafeckstraße“ waren sie Schlange gestanden beim Pressetermin, ob sie es für Pfenning wieder tun werden?

    Seite 15 http://www.heddesheim.de/uploads/A2499.pdf

    • Heddesheimer

      Mir stellt sich auch die frage, hat man sich mal damit auseinandergesetzt was auf Heddesheim zukommt bei einer Einführung der PKW-Maut nach Fahrleistung?

      Und ich bin mir sicher die PKW-Maut wird früher oder später kommen, kein Geld in den Kassen, die Diskussion läuft derzeit und eine Notwendigkeit dafür wird uns immer weiter vermittelt.

      • sven

        ich glaube nicht, dass die Maut so schnell kommt. Würde mit meiner neuen BILD Kampagne ganz schnell abgeschossen werden.

        • Heddesheimer

          Früher oder später, ich möchte mich aber nicht darauf verlassen dass die Bild einen Artikel schreibt und ich hoffe unsere Gemeindräte bauen nicht drauf.

  • monte christo

    Ich wundere mich nur, dass plötzlich halb Heddesheim über die Herren Merx, Bowien und Gimber in dieser Breite diskutiert (über 30 Kommentare), das hat mit Verlaub bisher niemandenn interessiert, was Hr. Gimber nun im Vorstand macht.

    • jawiejetzt?

      Guten Tag,

      nun ja, nicht halb Heddesheim, auch nicht ein Viertel. Aber es sollte für die Führungsriege der SPD ein Signal sein.

      Es wird über die SPD gesprochen weil sie selbst abgetaucht ist und selbst keine Beiträge mehr liefert. Es steht mir fern, der SPD sagen zu wollen, was sie tun sollte.

      Das wäre auch Zeit- und Energieverschwendung. Gehör würde das sowieso nicht finden.

      Zumal auch eigentlich nur die SPD Fraktion im Gemeinderat im Fokus stand und steht. Außer daß sie einen neuen Vorsitzenden hat und der zweite Vorsitzende vorsichtshalber der alte erste Vorsitzende ist, weiß man über den Ortsverband der SPD eigentlich recht wenig.
      Ach doch, eines weiß man. Er schenkt gerne bei Veranstaltungen wie dem Straßenfest – roten Sekt aus. Roten! Rosèe würde besser passen.

      Aber egal. Immerhin gibt es nun die Chance daß der neue Vorsitzende für die SPD Heddesheim im Mitteilungsblatt Stellungnahmen abgibt, die inhaltlich nicht identisch mit den Stellungnahmen des Fraktionsvorsitzenden sind.

      Ist das schon ein Neuanfang für die kaum wahrnehmbare Partei?
      Wahrscheinlich nicht.

      Aber eine Chance darauf.

      Die Sehnsucht nach mehr SPD ist wahrscheinlich die Mutter der vielen Kommentare.

      Ups, schon wieder einer.

      Schönen Abend noch.